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Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Eisenbahner1, BD Regensburg, 223 061, ChristianMUC, Falkensteiner Bockerl

Bahnhof Cham

Startbeitrag von Falkensteiner Bockerl am 06.04.2017 18:07

Der Bahnhof Cham ist über das Wochenende voll gesperrt.
Es werden Weichen umgebaut bzw modernisiert.
Weis jemand Genaueres was da umgebaut wird ?

Gruß
Rainer

Antworten:

Zitat
Falkensteiner Bockerl
Der Bahnhof Cham ist über das Wochenende voll gesperrt.
Es werden Weichen umgebaut bzw modernisiert.
Weis jemand Genaueres was da umgebaut wird ?




Siehe hier:

[fahrweg.dbnetze.com]


Gruß
223 061

von 223 061 - am 06.04.2017 19:21

Unglaublich!

Wieso muss wegen ein paar Weichen die ausgetauscht werden gleich für ein Wochenende die Strecke gesperrt werden östlich von Roding?
Kann man so etwas nicht in nächtlichen Sperrpausen (mit Ausfall einzelner Tagesrandleistungen) machen? Dauert zwar länger, aber es gibt nicht derartige Auswirkungen die dem System Schiene schaden, dank DB Netz.

Wird denn wenigstens rund um die Uhr gearbeitet? Ich bezweifle es fast.

von BD Regensburg - am 06.04.2017 20:40

Re: Unglaublich!

Zitat
BD Regensburg
Wieso muss wegen ein paar Weichen die ausgetauscht werden gleich für ein Wochenende die Strecke gesperrt werden östlich von Roding?
Kann man so etwas nicht in nächtlichen Sperrpausen (mit Ausfall einzelner Tagesrandleistungen) machen? Dauert zwar länger, aber es gibt nicht derartige Auswirkungen die dem System Schiene schaden, dank DB Netz.

Wird denn wenigstens rund um die Uhr gearbeitet? Ich bezweifle es fast.


Entschuldige, aber das ist ein Sau-Dummer Kommentar. Meinst Du Netz macht das aus Lauter Spass um die Reisenden zu Ärgern? Aber manche haben immer etwas zu Meckern. Hauptsache gegen die DB.

von Eisenbahner1 - am 06.04.2017 20:46

Re: Unglaublich!

Zitat
Eisenbahner1
Entschuldige, aber das ist ein Sau-Dummer Kommentar. Meinst Du Netz macht das aus Lauter Spass um die Reisenden zu Ärgern? Aber manche haben immer etwas zu Meckern. Hauptsache gegen die DB.


Es waren doch Fragen und kein Angriff. Ich wollte nur wissen ob das wirklich nötig war. Bei der Bundesbahn gab es auch nicht diese Dimensionen an Vollsperrungen. Meine Vermutung ist einfach dass das so billiger ist (darf bei Infrastruktur jedoch kein Argument sein). Keiner behauptet dass man gezielt jemanden ärgern will.

Man muss sich nicht bei vermeintlicher Kritik an DB Netz (nicht an der DB!) gleich dünnhäutig angegriffen fühlen.
Im Grunde waren es nur harmlose kritische Fragen und die müssen erlaubt sein.

von BD Regensburg - am 06.04.2017 20:57

Re: Unglaublich!

Zitat
BD Regensburg
Zitat
Eisenbahner1
Entschuldige, aber das ist ein Sau-Dummer Kommentar. Meinst Du Netz macht das aus Lauter Spass um die Reisenden zu Ärgern? Aber manche haben immer etwas zu Meckern. Hauptsache gegen die DB.


Es waren doch Fragen und kein Angriff. Ich wollte nur wissen ob das wirklich nötig war. Bei der Bundesbahn gab es auch nicht diese Dimensionen an Vollsperrungen. Meine Vermutung ist einfach dass das so billiger ist (darf bei Infrastruktur jedoch kein Argument sein). Keiner behauptet dass man gezielt jemanden ärgern will.

Man muss sich nicht bei vermeintlicher Kritik an DB Netz (nicht an der DB!) gleich dünnhäutig angegriffen fühlen.
Im Grunde waren es nur harmlose kritische Fragen und die müssen erlaubt sein.


Du vergisst etwas: Der Ton macht die Musik.

von Eisenbahner1 - am 06.04.2017 21:02

Re: Unglaublich!

Zitat
BD Regensburg
Es waren doch Fragen und kein Angriff. Ich wollte nur wissen ob das wirklich nötig war. Bei der Bundesbahn gab es auch nicht diese Dimensionen an Vollsperrungen.


Die Bundesbahn hatte zwei Vorteile:
1.) Auf weiten Teilen des Netzes herrschte extrem dünner Verkehr, der ein Bauen unter dem rollenden Rad relativ einfach möglich gemacht hat.
2.) Sicherheit hat quasi keinen interessiert - wenn am Ende einer Baumaßnahme drei Sicherungsposten und vier Arbeiter im Krankenhaus lagen, war das halt so.

Mit dem Verkehr und der Arbeitssicherheit von 1990 könnte man auch heute noch ähnlich schnell umbauen. Nur will das aus nachvollziehbaren Gründen keiner - von ein paar "Früher war alles besser"-Fetischisten abgesehen.

von ChristianMUC - am 07.04.2017 20:43

Muß man alles glauben?

Zitat
ChristianMUC
Zitat
BD Regensburg
Bei der Bundesbahn gab es auch nicht diese Dimensionen an Vollsperrungen.


Die Bundesbahn hatte zwei Vorteile:
1.) Auf weiten Teilen des Netzes herrschte extrem dünner Verkehr, der ein Bauen unter dem rollenden Rad relativ einfach möglich gemacht hat.
2.) Sicherheit hat quasi keinen interessiert - wenn am Ende einer Baumaßnahme drei Sicherungsposten und vier Arbeiter im Krankenhaus lagen, war das halt so.

Mit dem Verkehr und der Arbeitssicherheit von 1990 könnte man auch heute noch ähnlich schnell umbauen. Nur will das aus nachvollziehbaren Gründen keiner ...



Naja. Punkt 1) kann ich ja noch weitgehend nachvollziehen. Es gab damals wirklich nicht den dichten Takt des Nahverkehrs und es gab mehr Reserven im Fahrplan. Es gab aber auch noch nicht die Reduktion der Strecken-Infrastruktur auf das für den Regelbetrieb notwendige Mindestmaß, wie man sie heute oft hat.

Zu Punkt 2): Ich bin selbst kein Berufseisenbahner, aber ich halte diese Aussage doch für etwas fragwürdig. Die Vorschriften mögen weniger umfangreich gewesen sein als heute, aber dafür wurde doch damals viel Wert auf Qualifikation der am Bau Beteiligten gelegt und es kamen weit weniger Fremdfirmen und Subunternehmen zum Einsatz. Oder liege ich da falsch?


Aber egal, entscheidend ist für mich die heutige Situation. Und da geht es m.E. nicht darum, DB Netz Vorwürfe zu machen. Sondern wenn es wirklich so ist, daß die heutigen Sicherheitsvorschriften kombiniert mit dem vorhandenen Budget, dem vorhandenen Personal und der bestehenden Signaltechnik in stark erhöhtem Maße Vollsperrungen erfordern, dann hat m.E. die Verkehrspolitik versagt.

Ich schrieb es früher schon mal: Vollsperrungen über ein paar Tage sind für bestimmte Baumaßnahmen nie vermeidbar. Aber wenn Hauptstrecken über mehrere Wochen voll gesperrt werden, dann sendet das immer auch das Signal, daß die Bahn nicht mehr unverzichtbar, sondern nur noch "nice to have" ist. Und es werden in kurzer Zeit viele Nutzer vergrault, die nur über lange Zeit wieder zurückgewonnen werden können, zumindest dort, wo das Auto eine Alternative ist. Das sagen übrigens auch die Aufgabenträger, und die haben die Zahlen. Gebaut wird immer irgendwo, man wird nie fertig. Deswegen müssen Baumaßnahmen - so wie früher - weitgehend in den normalen Betrieb integriert werden und dürfen nicht jedesmal zum Ausnahmezustand führen.

Es muß sich also was ändern, wenn die Bahn in der Fläche nicht zum "Museumsbähnle" verkommen will, mit dem man halt mal zum Spaß fährt, wenn gerade "Betriebstage" sind. Sondern die Bahn muß im Alltag verlässlich sein und muß mit den anderen (oft weit weniger sicheren) Verkehrsträgern mithalten können. Dabei geht es wie gesagt nicht um Vorwürfe an die Beteiligten, sondern darum, die Bedeutung des "Systems Bahn" wieder zu stärken.

Gruß
223 061

von 223 061 - am 08.04.2017 16:04
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