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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
vor 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 5 Monaten
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extirschenreuther, 223 061

"Regentalbahn" im Regensburger Westhafen

Startbeitrag von 223 061 am 20.05.2017 10:52

Zufällig traf ich heute auf den folgenden Zug im Westhafen, leider kam ich etwas zu spät, mehr als ein Handy-Notschuß von weitem gegen die Sonne war nicht mehr drin. Ich nehme an, daß es sich bei der Lok um D03 oder D04 handelte:





Die im letzten Jahr abgebundenen Gleise der ehemaligen "Bundesmonopolverwaltung für Branntwein" wurden inzwischen zurückgebaut, nur ein paar Schwellen sind noch übrig.
Dafür schreitet rechterhand die Wohnbebauung zügig voran. Wie es mit den restlichen Gleisen im äußersten Westen des Hafens weitergeht, ist noch immer nicht klar ersichtlich. Die Stadt will in diesem Bereich demnächst eine neue Grünanlage anlegen. Für das Umsetzen der Containerzüge erscheint ein Rangieren bis kurz über den Bü Babostraße hinaus aber weiterhin unverzichtbar, so daß mindestens ein Gleis wohl bleiben wird, sicher auch sehr zur Freude der künftigen Bewohner, die hier Quadratmeterpreise über 5000 EUR zahlen.





Gruß
223 061

Antworten:

Die Ausweiche, also das Stumpfgleis das an der Donau entlang ganz nach vorne geht, muss sicher erhalten bleiben, sonst kann in die Hafengleise nicht mehr eingefahren werden mit Ganzzügen. Das wurde sogar vor ca 14 Jahren verlängert, weil die Zementzüge sonst nicht im Ganzen umsetzbar waren, man siehts noch weil der Schotter am Ende ein Stück heller ist.
Der Bauboom in Regensburg ist Wahnsinn, aber früher oder später, wie jedesmal, krachts und die Immobilienblase platzt, 5000EUR pro qm würde ich da unten nicht zahlen. Regensburg ist schon echt eine der schönsten Städte die ich kenne, aber der Individualverkehr hat viel zu stark zugenommen, leider. Und dann noch die ganzen Proleten, die abends mit quietschenden Reifen beim Dom vorbeikurven.

von extirschenreuther - am 20.05.2017 15:13
Zitat
extirschenreuther
Die Ausweiche, also das Stumpfgleis das an der Donau entlang ganz nach vorne geht, muss sicher erhalten bleiben, sonst kann in die Hafengleise nicht mehr eingefahren werden mit Ganzzügen. Das wurde sogar vor ca 14 Jahren verlängert, weil die Zementzüge sonst nicht im Ganzen umsetzbar waren, man siehts noch weil der Schotter am Ende ein Stück heller ist.



Laut dieses Planes aus dem Jahr 2013 ...

[www.hochwasserschutz-regensburg.de]

... ist vorgesehen, das Ausziehgleis 57 wieder deutlich einzukürzen. Der Prellbock wäre dann künftig bereits in Höhe der Nibelungenbrücke/B15. Die Gleise 72 und 73 an der Donaulände würden demzufolge weiter östlich angebunden. Zementumschlag findet ja dort ohnehin nicht mehr statt, und für das Umsetzen der Containerzüge würde das verkürzte Ausziehgleis locker ausreichen. Ich weiß allerdings nicht, ob der Plan noch aktuell ist.




Zitat
extirschenreuther
Der Bauboom in Regensburg ist Wahnsinn, aber früher oder später, wie jedesmal, krachts und die Immobilienblase platzt, 5000EUR pro qm würde ich da unten nicht zahlen. Regensburg ist schon echt eine der schönsten Städte die ich kenne, aber der Individualverkehr hat viel zu stark zugenommen, leider.



Das sehe ich als Anwohner auch so. Die Stadt bringt bezüglich ÖPNV leider nahezu gar nichts auf die Reihe. Wie früher hier schon diskutiert, wäre eine Stadtbahn zwar langfristig die richtige Entscheidung, aber deren Realisierungszeit von ca. 10-15 Jahren müßte durch kurzfristig wirksame Zwischenlösungen überbrückt werden. Außer vielen Diskussionen und Gutachten passiert aber bisher gar nichts.

Gruß
223 061

von 223 061 - am 20.05.2017 16:42
Wenn das Ausziehgleis tatsächlich gekürzt werden soll ist das ziemlich kurzfristig gedacht, denn es können sich ja dennoch irgendwann weitere Ganzzugleistungen ergeben, zb könnte Heidelberger Zement auf die Idee kommen die am Westkai angelieferte Flugasche, die per Schiff ankommt per Ganzzug nach Burglengenfeld zu verfrachten und nicht mehr per LKW, dann ist diese Chance vertan. Auch die Gleise an der Donaulände sind dann nicht mehr ohne Weiteres in voller Länge nutzbar., eine Möglichkeit wäre hiuer die Nutzung für Container, die sich sowieso schon dort stapeln. Aber kurzfristiges Denken ist ja ein Markenzeichen von Lokalpolitikern, vor allem wenns ums Thema Eisenbahn geht.
Was den Verkehr angeht, ich war jetzt wieder ein paar Tage in Regensburg, auch in der eigentlich gesperrten Altstadt werden anscheinend grosszügig Anwohnergenehmigungen vergeben, Wahnsinn was da abends für Autos stehen. Und vor allem, die Leute wollens ja nicht anders, da zum Automobil erzogen, das ist das eigentliche Problem. Und dann müssen immer auch Maximallösungen her in Deutschland, anstelle kleine Schritte zu realisieren, stimmt, zb Wiedereröffnung Walhallastrasse Wutzlhofen, Regionalbahn Burglengenfeld Regensburg usw.

von extirschenreuther - am 20.05.2017 17:00
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