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Informationen zum Thema:
Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 1 Woche, 5 Tagen
Letzter Beitrag:
vor 1 Woche, 4 Tagen
Beteiligte Autoren:
extirschenreuther, 223 061, R32chris, desperate Engineer, oelschlegel, E03 004

Bayerns Innen-, Bau- und Verkehrsminister auf Erkundungsfahrt Marktredwitz-Regensburg (mL)

Startbeitrag von 223 061 am 09.08.2017 17:18

Siehe:

[www.mittelbayerische.de]


Zitat:
"Fast die kompletten 130 Kilometer zwischen Marktredwitz und Regensburg steht Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann am Dienstag konzentriert im Cockpit der Oberpfalzbahn. Die Strecke soll elektrifiziert werden, bis hinauf nach Hof. [...] Bis es soweit ist, werden allerdings mindestens zehn bis elf Jahre vergehen. Bayerns Bahn-Chef Klaus-Dieter Josel, der bei der Fahrt mit an Bord ist, lässt sich am Dienstag auf keine Jahreszahl festnageln. Er rechnet damit dass der Bund in Kürze den Planungsauftrag für das Projekt erteilt. Bis zum Planfeststellungsverfahren könnten dann wohl vier Jahre verstreichen. Die Planfeststellung ist die größte Hürde im Verfahren. Wie schnell es weitergeht, hängt von der Zahl der Widerstände vor Ort ab. „Das liegt nicht in unserer Hand“, sagt Josel. Am Ende des Prozesses rechnet er mit „einigen Jahren“ Bauzeit. Denn gearbeitet wird „unter dem rollenden Rad“, wie es im Fachjargon heißt. Das heißt: Der reguläre Zugverkehr soll so wenig wie möglich beeinträchtigt werden."
(Zitat Ende)


Na, das ist doch immerhin mal 'ne Aussage.

Gruß
223 061

Antworten:

Das übliche CSU-Gelaber halt, ein bisschen pseudokompetentes Geschwafel und alles in die Zukunft verschieben, so läufts bei der CSU schon seit ich denken kann, fehlt nur noch die Blasmusik wie immer beim Strauss.

von extirschenreuther - am 09.08.2017 19:41
Also es liegt sicher nicht an der CSU wenn Großprojekte eine lange Planungs- und Bauzeit haben. Eher am Baurecht und vor allem an den Anwohnern, siehe Zulaufstrecke in die Schweiz.

von oelschlegel - am 10.08.2017 04:40
Zitat
extirschenreuther
Das übliche CSU-Gelaber halt, ein bisschen pseudokompetentes Geschwafel und alles in die Zukunft verschieben, so läufts bei der CSU schon seit ich denken kann, fehlt nur noch die Blasmusik wie immer beim Strauss.


Warum wird sowas eigentlich nur bei der CSU als "Gelaber" abgetan. Es ist Wahlkampf und die Politiker aller Parteien geben Statements und Konzepte zu Themen von sich, von denen sie keine Ahnung haben.

Wir sind in Bayern in den letzten Jahren recht gut mit der SPNV-Verkehrspolitik und der BEG gefahren. Ganz klar, es könnte immer besser sein, gerade aus Sicht der Eisenbahnfans.
Aber im Vergleich zu anderen Bundesländern, auch solchen mit Landesregierungen mit Beteiligung von angeblich "bahnfreundlichen" Parteien wie SPD, den Grünen oder der Linken braucht sich Bayern nun wirklich nicht zu schämen.

Gruß
Patrick

P.S.
Ich bin wirklich kein Fan von Seehofer, Dobrindt, Herrmann und Co., aber manchmal muss man die Partei-Brille einfach abnehmen.

von E03 004 - am 10.08.2017 06:09
M.E. liegts schon an der CSU, wenn Grossprojekte eine lange Bauzeit haben, wenn die CSU nämlich ein Projekt durchdrücken will geht das Ganze ratzfatz. Da werden z.B. Monster-LKW auch gegen den willen der Bevölkerungsmehrheit durchgedrückt oder seinerzeit der Bau der Autobahn Richtung Waidhaus, da hat es die CSU ja sogar geschafft, die Bevölkerung in einem sonst unvorstellbaren Ausmass zu mobilisieren bei Demonstrationen für die Autobahn, kann mich noch an die Plakatsprüche erinnern, "Bitte kommen Sie alle, es geht um unsere Heimat", ein Schäfer aus der Gegend ist sogar mit seinen Schafen gekommen damals und hat ihnen CSU-sprüche aufs Fell gemalt. Und hier wird wieder die Bevölkerung resp. deren Lärmschutz als Ausrede vorgeschoben, wenn es länger dauert, wenn ich die Sprüche schon lese:
„Es ist immer gut, wenn man ein bisschen Grundahnung hat“, soso, welch bombastische Erkenntnis.
"Von den vielen Brücken, die er bis dahin passiert hat, müssen nach seiner Einschätzung für die Elektrifizierung wohl einige umgebaut werden." Ach was, ist ja bahnbrechend, diese Einschätzung.
D.h. im Klartext, nach der Wahl wird wieder alles hinausgeschoben.
Wenn die CSU die Bevölkerung hier im gleichen Mass mobilisieren würde wie damals bei der Autobahn hätten wir in 5 Jahren die Elektrifizierung, aber daran besteht gar kein Interesse, weil jeder LKW der mehr fährt ist ein finanzieller Gewinn für diejenigen, die die CSU durch ihre Spenden finanzieren.

von extirschenreuther - am 10.08.2017 06:57

Üfex an DB Regio

War der mittelbayrischen anscheinend keine Erwähnung wert.

[www.br.de]

von desperate Engineer - am 10.08.2017 08:49
Zitat
E03 004
Warum wird sowas eigentlich nur bei der CSU als "Gelaber" abgetan. Es ist Wahlkampf und die Politiker aller Parteien geben Statements und Konzepte zu Themen von sich, von denen sie keine Ahnung haben. [...] Aber im Vergleich zu anderen Bundesländern, auch solchen mit Landesregierungen mit Beteiligung von angeblich "bahnfreundlichen" Parteien wie SPD, den Grünen oder der Linken braucht sich Bayern nun wirklich nicht zu schämen.



Das ist genau der wunde Punkt. Im Wikipedia-Artikel über die Bahnreform steht:
"Am 2. Dezember 1993 stimmte der Deutsche Bundestag mit 558 Ja-Stimmen, 13 Gegenstimmen und vier Enthaltungen für das notwendige Gesetzespaket."

Ich halte bedeutende Teile der Bahnreform bis heute für absolut mißlungen. Vor allem dort, wo es um die Schaffung eines einheitlichen, leistungsfähigen und nur am volkswirtschaftlichen Gesamtnutzen orientierten Schienenverkehrsnetzes und um eine volkswirtschaftlich und ökologisch gerechte Aufteilung der Kosten auf die verschiedenen Verkehrsträger geht, ging die Reform m.E. in die völlig falsche Richtung. Engstirnige rein betriebswirtschaftliche Methoden und eine Zersplitterung der Zuständigkeiten auf viele kleine, jeweils einzeln gewinnorientierte und nicht einem Gesamtziel verpflichteten Einheiten waren bezogen auf solche Ziele völlig kontraproduktiv.

Nachdem die Bahnreform noch von der letzten schwarz-gelben Kohl-Regierung aufs falsche Gleis gesetzt wurde, hätte Rot-Grün danach zwei komplette Legislaturperioden Zeit gehabt, um die gemachten Fehler zu korrigieren. Stattdessen wurde der "Vollstrecker" Mehdorn installiert, um die falsche Reform nun brutalstmöglich durchzuboxen. Ich kann mich z.B. nicht an ernsthaften Protest der Grünen erinnern. Soviel zu den angeblich "bahnfreundlichen" Parteien.

Ironie der Geschichte ist, daß nun gerade die GRÜNE Landesregierung in Baden-Württemberg am meisten unter den damals gemachten und nie korrigierten Fehl-Entscheidungen leidet. Das betrifft die z.T. verlotterte und unzuverlässige Infrastruktur ebenso wie die im betriebswirtschaftlichen Pseudo-Wettbewerb totgesparten Personal-, Fahrzeug- und Werkstattkapazitäten der EVU.




Zitat
E03 004
Wir sind in Bayern in den letzten Jahren recht gut mit der SPNV-Verkehrspolitik und der BEG gefahren.



Großteils ja. Ein landesweit einheitlicher Aufgabenträger ist besser als eine regionale Zersplitterung wie z.B. in Sachsen. Die BEG achtet auf ein sinnvolles Gesamtnetz auch über die Landesgrenzen hinaus und hat das Nahverkehrsangebot deutlich ausgeweitet. Im Zweifelsfall haben aber auch hier leider immer die betriebswirtschaftlichen Kosten oberste Priorität, und es werden dafür in der Praxis auch unzureichende Lösungen für die Fahrgäste akzeptiert. Das betrifft vor allem die zu wenig bestellten Kapazitäten in Ballungsräumen, das unzureichende Einfordern von genügend Reserven bei den EVU (Fahrzeuge/Personal/Werkstätten), die Planung z.T. unrealistischer Anschlußbeziehungen auf dem Papier, die Akzeptanz von SEV in großem Stil ... Aber die BEG kann halt auch nicht zaubern, wenn die (verkehrs-)politischen Rahmenbedingungen insgesamt nicht passen (siehe oben).

Gruß
223 061

von 223 061 - am 10.08.2017 17:41
Und trotzdem bekommen die herren von der märchenstunde wieder 40%+ in bayern...

Man solls nicht glauben.

von R32chris - am 10.08.2017 20:07
Man könnte fast mutmassen dass die Bayern das geborene Untertanenvolk sind. Aufstände und Unruhen in Bayern gabs immer nur wenn in München der Bierpreis stieg.

von extirschenreuther - am 11.08.2017 08:56
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