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Eisenbahnforum Nordostbayern
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403, 223 061, 218 002-4, 628 245-2, Martin Pfeifer, Falkensteiner Bockerl, Russenfahrer, OberpfalzSchiene, Zugbeobachter, apfelpfeil

Wenn der ALEX der DB Regio hilft ....

Startbeitrag von Zugbeobachter am 07.09.2017 16:20

RE 4854 München - Nürnberg hatte beim Triebfahrzeug 111 219 Probleme. Eine Weiterfahrt war nicht mehr möglich, der Zug fiel ab Regensburg aus.
Um den Zug aus dem Gleis 5 zu "entfernen", mußte die Zuglok des ALX 84111, die ALEX-Lok 223 071 kurzerhand helfen. Sie schleppte den RE in die Abstellung bei der Kumpfmühler Brücke.



Antworten:

Wenn der ALEX hilfe von der DB braucht...

Schöne Zusammenarbeit.
Anders rum gehts auch, wenn auch ne Ludmilla zieht... ;-)

Weiden am 30.09.2014

von OberpfalzSchiene - am 08.09.2017 07:22

Und die Fahrgäste ???

Vielen Dank für die Bilder.


Zitat
Zugbeobachter
RE 4854 München - Nürnberg hatte beim Triebfahrzeug 111 219 Probleme. Eine Weiterfahrt war nicht mehr möglich, der Zug fiel ab Regensburg aus.



Durften denn die gestrandeten Fahrgäste den in der nächsten Stunde verkehrenden Fernverkehrszug nach Nürnberg benutzen mit ihren Nv-Tickets? Oder ist um diese Zeit so wenig los, daß die alle mit der nächsten Ag fahren konnten und dann weiter mit der S-Bahn?

Ich stelle mir gerade vor, wenn das Samstag Vormittag zur Ferienzeit passiert wäre, wenn die 5 oder 6 Dostos komplett voll sind. Mit der Gestellung einer Ersatzlok kann man ja heutzutage nicht mehr rechnen, so mitten auf der Strecke. Wo soll denn die schließlich auch herkommen. Bw Regensburg gibt's ja nicht mehr ...

Gruß
223 061

von 223 061 - am 08.09.2017 20:00

Re: Und die Fahrgäste ???

Zitat
223 061

Durften denn die gestrandeten Fahrgäste den in der nächsten Stunde verkehrenden Fernverkehrszug nach Nürnberg benutzen mit ihren Nv-Tickets?


Das dürfen die aufgrund der Fahrgastrechte doch ohnehin, außer mit erheblich vergünstigten Fahrkarten.

von 403 - am 09.09.2017 07:39

Gut, daß wir noch 232 haben...

...die eine funktionsfähige Heizung besitzen - mit der 233 wäre man da ganz schön aufgeschmissen. Die Frage, welche Lok noch ordentlich heizen kann, stellt sich auch jedes Mal beim Orientexpreß, da will man sich natürlich nicht blamieren...
Aber fürs Abschleppen reicht's ja :-)

Grüße!

von Russenfahrer - am 09.09.2017 08:37

Re: Und die Fahrgäste ???

Zitat
403
Zitat
223 061

Durften denn die gestrandeten Fahrgäste den in der nächsten Stunde verkehrenden Fernverkehrszug nach Nürnberg benutzen mit ihren Nv-Tickets?


Das dürfen die aufgrund der Fahrgastrechte doch ohnehin, außer mit erheblich vergünstigten Fahrkarten.



Aus den Fahrgastrechten kenne ich nur folgende Regelung:
"Bei einer zu erwartenden Verspätung von mindestens 20 Minuten an seinem Zielbahnhof darf der Fahrgast einen höherwertigen, nicht reservierungspflichtigen Zug nutzen. Kunden mit einer Nahverkehrsfahrkarte müssen zunächst eine gültige Fernverkehrs-Fahrkarte, beziehungsweise den Produktübergang bezahlen. Die entstehenden Aufwendungen kann der Kunde anschließend geltend machen. Die Regelung gilt nicht für erheblich ermäßigte Fahrkarten - dazu zählen z.B. Schönes-Wochenende-Tickets und Länder-Tickets."

Quelle:
[www.bahn.de]


Bei Ausfall eines nicht ganz unwichtigen RE und nur 2h-Takt auf der Strecke ist das m.E. nicht so ganz zufriedenstellend. Andererseits, was soll DB Regio machen? Ersatzlok aus München oder Nürnberg anfordern würde vermutlich sogar mehr als 2h Verspätung einbringen. Und kurzfristig eine geeignete Lok+Tf bei anderen EVU zu bekommen, die den Zug samt Fahrgästen bis Nürnberg bringt, dürfte auch sehr schwierig sein.

Es ist halt einfach so: Je mehr verschiedene EVU auf kleinen und kleinsten Netzen ohne nennenswerte Reserven unterwegs sind und je mehr verschiedene, untereinander nicht kompatible Fahrzeugtypen im Einsatz sind, desto schwerer tut man sich bei einem Fahrzeugschaden, einen Zugausfall zu vermeiden. Ob die "Väter der Bahnreform" über sowas jemals nachgedacht haben? Vermutlich nicht.

Gruß
223 061

von 223 061 - am 09.09.2017 10:35

Re: Und die Fahrgäste ???

Das Ergebnis ist doch das gleiche...

von 403 - am 09.09.2017 13:17

Re: Und die Fahrgäste ???

"Bei einer zu erwartenden Verspätung von mindestens 20 Minuten an seinem Zielbahnhof ..."

Das gibt die Bahn AG doch niemals so rechtzeitig bekannt, dass es für die Nutzung eines anderen Zuges reicht? Das sagen die doch maximal 2 Minuten vorher, wie groß die zu erwartende Verspätung sein könnte... jetzt versteh ich auch warum. Der Fahrgast kann niemals nachweisen dass eine zu erwartende Verspätung mehr als 20 Minuten beträgt und die AG braucht niemals zahlen...

Wie komme ich denn "amtlich" an eine "zu erwartende Verspätung"? Also raten kann ich sofort, aber eine gerichtsfeste? Eine für mich risikolose? Und das möglichst aufwandsarm bitte... für Leute ohne Wischkästla.

von apfelpfeil - am 12.09.2017 15:39

Re: Und die Fahrgäste ???

Sobald der RE später als 20 min abfährt, könntest du bereits davon ausgehen, dass er auch mindestens 20 Minuten später ankommt. Bis zur Abfahrt des ICE vergehen planmäßig 68 Minuten, so dass du sehr lange Zeit zum Überlegen hast...

von 403 - am 12.09.2017 16:07

Re: Und die Fahrgäste ???

Zitat
apfelpfeil
für Leute ohne Wischkästla.


Sehr originelle Bezeichnung, kannte ich so noch nicht.

von Falkensteiner Bockerl - am 13.09.2017 16:34

Re: Zur Heizung mal saublöd gefragt ...

... wurde damals beim Umbau von 232 in 233 generell die Heizung stillgelegt? Ich meine, mal was in der Richtung gehört zu haben, bin mir da aber nicht (mehr) ganz sicher... Für Aufklärung in dieser Hinsicht wäre ich dankbar!

Grüße aus Niederbayern

von 218 002-4 - am 15.09.2017 06:15

Re: Zur Heizung mal saublöd geantwortet...

Ich glaube, nicht bei allen. Es existieren Bilder von Lokomotiven der Baureihe 233 mit IC-Zügen von Nürnberg nach/über Hof. Und dafür ist ja wohl eine Zugheizung bzw. Zugenergieversorgung nötig.

233 mit IC-Zügen kann man zum Beispiel hier bewundern: [www.eisenbahnforumvogtland.de]
(auch interessant die Bespannung der ICs ab Reichenbach mit 145)

Hier nochmal 233 322 mit IC: [www.bahnbilder.de]

Gruß
Jan

von 628 245-2 - am 15.09.2017 15:28

Re: Und die Fahrgäste ???

Zitat
apfelpfeil
"Bei einer zu erwartenden Verspätung von mindestens 20 Minuten an seinem Zielbahnhof ..."

Das gibt die Bahn AG doch niemals so rechtzeitig bekannt, dass es für die Nutzung eines anderen Zuges reicht? Das sagen die doch maximal 2 Minuten vorher, wie groß die zu erwartende Verspätung sein könnte... jetzt versteh ich auch warum. Der Fahrgast kann niemals nachweisen dass eine zu erwartende Verspätung mehr als 20 Minuten beträgt und die AG braucht niemals zahlen...

Wie komme ich denn "amtlich" an eine "zu erwartende Verspätung"? Also raten kann ich sofort, aber eine gerichtsfeste? Eine für mich risikolose? Und das möglichst aufwandsarm bitte... für Leute ohne Wischkästla.


Personen mit Wischkästla sind da deutlich im Vorteil. Man im DB Navigator zumindest bei DB-Zügen den aktuellen Stand der Dinge gut verfolgen. Die Privaten sind da leider nicht alle verfügbar.

Im übrigen gilt die Aussage "Ankunft am Zielbahnhof". Wenn Du noch mindestens einmal umsteigen musst, ist dieses Kriterium meistens auch bei einer Verspätung innerhalb der Reisekette von unter 20 min erfüllt. Weil ja die Anschlußzüge nur selten warten. Nach meinem Gefühl wartet - zumindest hier in Bayern" der Nahverkehr höchstens 5 min ab, das war es dann aber schon. Schwandorf ist da aus meiner Sicht eher die löbliche Ausnahme und einiges der dort noch erreichten Anschlüsse geht wohl auch auf das Konto "Bahnsteig-Wende" der RE's aus Nürnberg.

von Martin Pfeifer - am 16.09.2017 12:44
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