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Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 2 Monaten, 3 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 2 Monaten, 3 Wochen
Beteiligte Autoren:
223 061, Martin Pfeifer, Bimmelbahnfan

(Noch) OT: Vorwarnung für Sonntag (mL)

Startbeitrag von 223 061 am 15.09.2017 19:26

Siehe:

[www.mittelbayerische.de]


Zitat:
"Einen Sonderzug von Dresden nach Regensburg werde es nicht geben, alle Fans würden individuell beziehungsweise mit Linienzügen der Bahn anreisen."
(Zitat Ende)


Um Mißverständnissen vorzubeugen: Ich bin nach wie vor der Meinung, daß bei allen Vereinen die überwiegende Mehrheit der Fußball-Fans friedlich sind. Es gibt aber - je nach Verein - eine mehr oder weniger große Minderheit an Chaoten, die immer wieder durch Sachbeschädigung und Gewalt in großem Umfang aufgefallen sind.

In den letzten Jahren wurden z.B. mehrfach ALX-Waggons demoliert. Dies zu verhindern sehe ich ganz klar als hoheitliche staatliche Aufgabe. Ansonsten kapituliert man nämlich vor den Chaoten. Die Politik macht diesbezüglich leider immer noch gern die Augen zu. Hoffen wir, daß es diesmal nicht so schlimm kommt.


Gruß
223 061

Antworten:

Und zeitgleich ist auch noch Oktoberfest in München, wo ebenfalls wieder mehrere tausend Besoffskis per Zug anreisen, sich die letzten paar Hirnzellen wegsprengen, ebenfalls Züge demolieren und sich schlimmer aufführen als die o.g.Fußballfans. Aber da ist das ja gesellschaftlich legitimiert. Hipp hipp, hurra...!

von Bimmelbahnfan - am 16.09.2017 06:56
Servus,

die Zerlegung einiger Alex-Wagen durch sog. Fans von Dynamo Dresden hat ja leider eine lange Tradition. Ich hoffe das es diesmal ausbleibt, aber ich glaube es nicht.

Ich verstehe es nicht, warum die Polizei nicht in der Lage ist, diese Fahrten entsprechend zu begleiten. Die Fahrten sind ja weit im voraus bekannt. Man sollte die betroffenen Wagen beim Tag der offenen Tür im Länderbahn-Werk am 08.10.2017 ausstellen.

Genauso frage ich mich allerdings auch, warum die Länderbahn für diesen Tag nicht mal eine größere Anzahl von Mitarbeitern eines Sicherheits-Dienstes engagiert. Ist es wirklich preiswerter den Wagen hinterher zwei oder mehr Wochen lang zusätzlich zum normalen Arbeitsaufkommen zu reparieren?

von Martin Pfeifer - am 16.09.2017 12:37

Re: Nicht mehr OT: Zeitungsbericht vom Sonntag (mL)

Zitat
Martin Pfeifer
die Zerlegung einiger Alex-Wagen durch sog. Fans von Dynamo Dresden hat ja leider eine lange Tradition. Ich hoffe das es diesmal ausbleibt, aber ich glaube es nicht.



Siehe dazu folgenden Artikel vom Sonntag:

[www.mittelbayerische.de]


Zitat:
"Schmierereien und Flaschenwürfe: Ärger machten einige Dresdner Fans jedoch der Länderbahn: So soll der Alex-Zug, der von Hof in Richtung München unterwegs war und um 11.38 Uhr in Regensburg eintraf, von Fans beschmiert und beschädigt worden sein. Ferner teilte ein Bahn-Mitarbeiter mit, dass Dynamo-Fans am Schwandorfer Bahnhof Flaschen auf Reisende warfen. Dass dabei jemand verletzt wurde, sei nicht bekannt. Die Schadenshöhe müsse noch ermittelt werden. Wie der Bundespolizei bekannt war, reisten aus Dresden neben friedlichen Fans auch gewaltbereite Fußballanhänger an."
(Zitat Ende)



Zitat
Martin Pfeifer
Ich verstehe es nicht, warum die Polizei nicht in der Lage ist, diese Fahrten entsprechend zu begleiten. Die Fahrten sind ja weit im voraus bekannt.



Vermutlich deshalb, weil die Bundespolizei hoffnungslos unterbesetzt ist, gemessen an dem, was an den verschiedensten Stellen mittlerweile im Land zu tun wäre. Man hat ja erst kürzlich in Hamburg bei G20 gesehen, daß man auch mit zigtausend Polizisten die Lage nicht mehr in den Griff bekommt, wenn der Mob erstmal groß genug geworden ist und sich gut organisiert hat. Eigentlich sollte das ja Warnung genug sein, was passiert, wenn man seitens der Politik nicht rechtzeitig gegensteuert (Stichwort: soziale Ursachen).



Zitat
Martin Pfeifer
Genauso frage ich mich allerdings auch, warum die Länderbahn für diesen Tag nicht mal eine größere Anzahl von Mitarbeitern eines Sicherheits-Dienstes engagiert. Ist es wirklich preiswerter den Wagen hinterher zwei oder mehr Wochen lang zusätzlich zum normalen Arbeitsaufkommen zu reparieren?



Gibt es denn Sicherheitsdienste, die so einen Auftrag überhaupt annehmen würden? Ich schätze mal (basierend auf dem, was ich letztes Jahr an "Klientel" sah), so um die 50 Mann würde man da mindestens brauchen und es ist keineswegs sicher, ob die dann auch die Oberhand behalten. Ihre Möglichkeiten wären ja noch begrenzter als die der Polizei.

Bliebe als Möglichkeit noch die "Metronom-Strategie": Sobald die Randale beginnt, bleibt der Zug stehen und die Hooligans sehen ihr Spiel nicht. Wie man das dann allerdings mit den regulären Fahrgästen und den friedlichen Fans in Einklang bringen will? Keine Ahnung.


Gruß
223 061

von 223 061 - am 19.09.2017 10:13

Re: Nicht mehr OT: Zeitungsbericht vom Sonntag (mL)

Servus,

ich bin froh das es diesmal "nur" bei "scheinbar kleineren Schäden geblieben ist. Aber ein schöner Zustand ist das immer noch nicht.

Zitat
223 061
Zitat
Martin Pfeifer
Genauso frage ich mich allerdings auch, warum die Länderbahn für diesen Tag nicht mal eine größere Anzahl von Mitarbeitern eines Sicherheits-Dienstes engagiert. Ist es wirklich preiswerter den Wagen hinterher zwei oder mehr Wochen lang zusätzlich zum normalen Arbeitsaufkommen zu reparieren?



Gibt es denn Sicherheitsdienste, die so einen Auftrag überhaupt annehmen würden? Ich schätze mal (basierend auf dem, was ich letztes Jahr an "Klientel" sah), so um die 50 Mann würde man da mindestens brauchen und es ist keineswegs sicher, ob die dann auch die Oberhand behalten. Ihre Möglichkeiten wären ja noch begrenzter als die der Polizei.


Servus,

ich kann den Auftrag nicht im Namen der Länderbahn vergeben und weiß daher nicht, zu welchem Preis 50 Mann Sicherheitsdienst für einen Tag zu bekommen sind. Auch wenn ein Sicherheitsdienst nicht so durchgreifen kann wie die Bundespolizei, es ist immerhin jemand da, der beobachtet und im Zweifelsfall als Zeuge aussagen kann, wer angefangen hat. Das Problem bei solcher Randale ist ja hinterher jemanden zu finden, den man gerichtsfest zur Kasse bitten kann. Wenn dann auch noch Bundespolizei im Zug ist und beide gut kooperieren. Ich verspreche mir da eine Abschreckung, weil die "Schad"-Fans wissen, das sie beobachtet werden.

Zitat
223 061
Bliebe als Möglichkeit noch die "Metronom-Strategie": Sobald die Randale beginnt, bleibt der Zug stehen und die Hooligans sehen ihr Spiel nicht. Wie man das dann allerdings mit den regulären Fahrgästen und den friedlichen Fans in Einklang bringen will? Keine Ahnung.


Gruß
223 061


Wenn es beim Metronom funktioniert, funktioniert es wohl auch beim Alex. Die Stammplatz-Reservierung im DoSto gab es doch auch zuerst beim Metronom, dann hat der Alex das auch eingeführt. Beide gehörten damals zur heutigen Netinera. Ich kann mir vorstellen, das es hilft. Ob die Randalierer wirklich das Spiel sehen wollen, weiß ich nicht. Manch einem dürfte das egal sein. Der ist zufrieden wenn er sich ausgetobt hat äh ausgerastet ist. Wenn aufgrund des drohenden Ausschlusses vom Spiel die friedlichen Fans auf die "Schad"-Fans einwirken, nicht zu randalieren, haben alle gewonnen.

von Martin Pfeifer - am 19.09.2017 14:39
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