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Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 3 Monaten, 3 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 3 Monaten, 3 Wochen
Beteiligte Autoren:
Martin Pfeifer, 223 061

Region OT: Erstaunliche Naivität in der Bahnindustrie ?

Startbeitrag von 223 061 am 27.09.2017 19:53

Als Außenstehender staunt man immer wieder über Dinge, bei denen man sich sagt, daß sie doch eigentlich vorhersehbar gewesen sein müssten.

In den letzten Tagen war sehr viel davon zu lesen, daß es im Bahnsektor einen erheblich zunehmenden Wettbewerbsdruck durch Unternehmen aus China auf dem Weltmarkt gibt, auf den man dringend reagieren müsse. Unter anderem hier:

[www.tagesschau.de]


Nun gibt es in China gerade im Eisenbahnwesen viel eigene Erfahrung. Aber man ist ja generell dafür bekannt, gern über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen (um es mal höflich zu formulieren). In diesem Zusammenhang wollte ich wissen, was in China in den letzten ca. 15 Jahren so an modernen Triebfahrzeugbaureihen gebaut wurde und welche ausländischen Partnerunternehmen da jeweils beteiligt waren. Hier mal eine kleine, unvollständige Auswahl aus Wikipedia:

Drehstrom-Elektroloks:

HXD1: Siemens, Zhuzhou
HXD2: Alstom, Datong
HXD3: Toshiba, Dalian/Datong
HXD3A/B/C: Bombardier, Dalian

Drehstrom-Dieselloks:

HXN3: EMD, Dalian
HXN5: GE, Qishuyan

HGV-Triebzüge:

CRH1: Bombardier, Sifang
CRH2: Kawasaki, Sifang
CRH3: Siemens, CNR Tangshan
CRH5: Alstom, ???

(Quelle: [de.wikipedia.org] )



Fällt Euch dabei irgendetwas auf? Oder geht das nur mir so?

"Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los" hat schon der alte Geheimrat Goethe getextet. Nur hört auf den leider keiner mehr ...


Gruß
223 061

Antworten:

Zitat
223 061
Als Außenstehender staunt man immer wieder über Dinge, bei denen man sich sagt, daß sie doch eigentlich vorhersehbar gewesen sein müssten.

In den letzten Tagen war sehr viel davon zu lesen, daß es im Bahnsektor einen erheblich zunehmenden Wettbewerbsdruck durch Unternehmen aus China auf dem Weltmarkt gibt, auf den man dringend reagieren müsse. Unter anderem hier:

[www.tagesschau.de]


Nun gibt es in China gerade im Eisenbahnwesen viel eigene Erfahrung. Aber man ist ja generell dafür bekannt, gern über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen (um es mal höflich zu formulieren). In diesem Zusammenhang wollte ich wissen, was in China in den letzten ca. 15 Jahren so an modernen Triebfahrzeugbaureihen gebaut wurde und welche ausländischen Partnerunternehmen da jeweils beteiligt waren. Hier mal eine kleine, unvollständige Auswahl aus Wikipedia:

Drehstrom-Elektroloks:

HXD1: Siemens, Zhuzhou
HXD2: Alstom, Datong
HXD3: Toshiba, Dalian/Datong
HXD3A/B/C: Bombardier, Dalian

Drehstrom-Dieselloks:

HXN3: EMD, Dalian
HXN5: GE, Qishuyan

HGV-Triebzüge:

CRH1: Bombardier, Sifang
CRH2: Kawasaki, Sifang
CRH3: Siemens, CNR Tangshan
CRH5: Alstom, ???

(Quelle: [de.wikipedia.org] )



Fällt Euch dabei irgendetwas auf? Oder geht das nur mir so?

"Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los" hat schon der alte Geheimrat Goethe getextet. Nur hört auf den leider keiner mehr ...


Gruß
223 061


Servus,

das ist nicht nur in der Bahnindustrie so. Auch die Solarbranche hat das schon durchgemacht - mit einem für Deutschland sehr negativen Ergebnis. Auch in der Stahlbranche läuft es ähnlich. Da produziert China heute ohne große Rücksicht auf die Umwelt mit Uralt-Stahlwerken, die sie vor Jahren nach der Stilllegung in Europa günstig gebraucht gekauft haben. Inklusive Abbau und Wiederaufbau dort vor Ort. Soweit ich mich erinnern kann, wurde auch der Möller-Bunker der Maxhütte nach China verkauft. Am Rest bestand scheinbar kein Interesse.

von Martin Pfeifer - am 27.09.2017 20:22
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