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Eisenbahnforum Nordostbayern
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vor 3 Monaten
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vor 2 Monaten, 4 Wochen
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223 061, 111227-5, GuenterM, Martin Pfeifer, Weidesgrüner Tunnelfelsen, Peles, domos

ALX-Flügelung Schwandorf - es wird bald ernst ...

Startbeitrag von 223 061 am 16.10.2017 19:08

Wie vor längerer Zeit angekündigt, planen BEG und Länderbahn ab 10.12.2017 die zweistündliche Flügelung der ALX-Züge München-Schwandorf-Hof sowie München-Schwandorf-Furth i.W.-Prag im Bahnhof Schwandorf.

Während dies in Richtung Nordosten überhaupt kein Problem darstellen sollte, habe ich in Richtung Südwesten nach wie vor Bedenken, ob das Konzept in der Praxis funktionieren kann. Der Zugteil aus Prag ist nunmal quasi ein Fernzug und entsprechend verspätungsanfällig, sobald irgendwo auf der Strecke Bauarbeiten oder sonstige Störungen vorhanden sind. Man wird sich überlegen müssen, wie man bei zu hoher Verspätung verfährt. Zu bedenken ist hierbei, daß die deutliche Mehrheit der Fahrgäste nur im Abschnitt (Weiden-)Regensburg-München unterwegs ist. Häufige Verspätungen wegen Wartens auf den Prager Zugteil stoßen da nur sehr begrenzt auf Verständnis. Man sieht das ja schon heute bei den - noch vergleichsweise wenigen - aus Prag kommenden Zügen. Künftig betrifft das aber nahezu jeden ALX in Richtung München.

Beiliegende Auszüge aus dem vorläufigen Fahrplan 2018 zeigen, mit welchen Standzeiten man beim Hofer Zugteil in Schwandorf im Idealfall rechnen muß (bei Verspätung entsprechend mehr). Für Reisende in der Relation Hof-Weiden-Regensburg ist die Flügelung in Schwandorf ein klarer Nachteil, da sie eine deutliche Fahrzeitverlängerung mit sich bringt. Freuen wird sich dagegen die Region um Furth i.W. über die häufigere Direktanbindung nach München.

Gruß
223 061



Quelle: www.sbb.ch


Quelle: www.sbb.ch

Antworten:

Re: BEG und Strecke Regensburg-Hof

Guten Morgen !

Ja genau, die Länderbahn bringt jetza scho nicht viel auf die Reihe. Stichworte: Verspätungen, Garnituren ohne ersichtlichem Plan (zB ohne 1.Klasse, dafür dann die nächste Garnitur mit drei AB aber ohne Dosto usw.), fast keinerlei zusätzliches Material zum Oktoberfest und ab Dezember ?
Richtung München in Landshut (Übergang 6 min) jeder Anschluß Richtung Mühldorf/Salzburg weg oderwie (beim Muster heute in Stunde 10 oft zu beobachten) ?

Und was passiert im Falle größerer Verspätung aus Richtung Tschechien, wenn dieser Zugteil mal wieder in Schwandorf endet ? Dann fehlen im Abschnitt Schwandorf-München und zurück die entsprechenden Wagen ! Toll, bei dem begrenztem Fassungsvermögen der eingesetzten einstöckigen B und AB-Wagen.

Aber der größte Kracher ist der ALX Richtung Hof in Stunde 20, dieser endet ab Fahrplanwechsel in der Weltstadt Marktredwitz. Gut, es gibt zwar den Anschluß-RE nach Hof, aber was passiert wenn es da wieder einmal +10, +15 oder noch mehr gibt ? Nach dem Nürnberger RE fährt etliche Zeit nichts mehr von Marktredwitz nach Hof ? Folge: der letzte durchgehende Zug von Regensburg nach Hof fährt um 18:16 Uhr in Regensburg ab ! Toller Fortschritt, ebenso wie die Verlängerung der Fahrzeit durch den Quatsch mit den Vereinigungen (das Niveau der früheren RE und Interzonenzüge wird bald erreicht), sowie der damaligen Brechung der ehemaligen RB-Linie Hof-Regensburg und umgekehrt in Marktredwitz.

Tolle Leistung liebe BEG, nebenbei: es fällt auch der früh-RE Hof ab 04:20 Uhr mit Anschluß zum RE 4851 weg.

Oli

von 111227-5 - am 17.10.2017 07:54

Re: BEG und Strecke Regensburg-Hof

Das tolle daran ist ja wirklich das der letzte durchgehende ALX von München nach Hof bereits um 16:44 ab Mü Hbf fährt. Der um 18:43 endet ja wie weiter oben geschrieben in Rawetz mit der Gefahr des Anschlußverlustes nach Hof.
Das dient dann natürlich wirklich der Attraktivitätssteigerung der Verbindung Hof - München. Bisher konnte ich bis 18:43 in München bleiben und bin noch sicher nach Hof gekommen, nun muß man bereits um 16:44 ab M fahren um sicher zu gehen.
Gut gemacht, BEG!

von Peles - am 18.10.2017 06:42

Re: BEG und Strecke Regensburg-Hof

Zitat
Peles
Das tolle daran ist ja wirklich das der letzte durchgehende ALX von München nach Hof bereits um 16:44 ab Mü Hbf fährt. Der um 18:43 endet ja wie weiter oben geschrieben in Rawetz mit der Gefahr des Anschlußverlustes nach Hof.
Das dient dann natürlich wirklich der Attraktivitätssteigerung der Verbindung Hof - München. Bisher konnte ich bis 18:43 in München bleiben und bin noch sicher nach Hof gekommen, nun muß man bereits um 16:44 ab M fahren um sicher zu gehen.
Gut gemacht, BEG!


Servus !
Ja genau, alles nur aufn Papier schön.
1. Wieso läßt ma nicht den jetzigen ALX 84112 in Marktredwitz enden ?
(Anmerkung: fährt Sonntags neu eh nur bis Marktredwitz, eine Stunde zuvor und 45 Minuten danach gibt es ein durchgehenden Zug München - Hof)
2. Auf jeder Bimmelbahn gibt es Taktverkehr bis tief in die Nacht, wo die Züge dann auch nicht immer brechend voll sind, nur die 42 km zwischen Marktredwitz und Hof und am Morgen entsprechend zurück müssen da unbedingt eingespart werden, Freunde da hörts bei mir auf.

Gruß

von 111227-5 - am 18.10.2017 09:05

Vorgehen bei größerer Verspätung völlig unklar ...

Zitat
111227-5
Und was passiert im Falle größerer Verspätung aus Richtung Tschechien ...



Heute zum Beispiel war ALX 352 mit +35 ab Schwandorf unterwegs. Hätte man den Hofer Zugteil dann solange in Schwandorf warten lassen, wenn das mit der Flügelung schon aktuell gewesen wäre? Vermutlich ja!

Man wird sich überlegen müssen, ab wieviel Minuten Verspätung man den Prager Zugteil in Schwandorf verenden lässt und wie man in diesem Fall den Hofer Zugteil ausreichend verstärkt, um alle Fahrgäste bis München aufzunehmen. Die beiden Zugteile im Bedarfsfall separat bis München zu führen, dürfte allein schon daran scheitern, daß man vermutlich weder zusätzliche Tf noch Loks als permanente Reserve vorhalten wird. Denn sonst würde die Flügelung ja kaum Geld sparen.

Nochmal zur Verdeutlichung: Es wird ab Fahrplanwechsel 7 durchgehende Züge Prag-München pro Tag geben und 8 Züge Hof-München. Nahezu jeder ALX in Richtung Südwesten wird also in Schwandorf aus zwei Zugteilen zusammenrangiert. Es geht nicht mehr nur um einzelne Zeitlagen wie bisher.

Gruß
223 061

von 223 061 - am 18.10.2017 16:39

Re: Vorgehen bei größerer Verspätung völlig unklar ...

Zitat
223 061
Zitat
111227-5
Und was passiert im Falle größerer Verspätung aus Richtung Tschechien ...


Man wird sich überlegen müssen, ab wieviel Minuten Verspätung man den Prager Zugteil in Schwandorf verenden lässt und wie man in diesem Fall den Hofer Zugteil ausreichend verstärkt, um alle Fahrgäste bis München aufzunehmen. Die beiden Zugteile im Bedarfsfall separat bis München zu führen, dürfte allein schon daran scheitern, daß man vermutlich weder zusätzliche Tf noch Loks als permanente Reserve vorhalten wird. Denn sonst würde die Flügelung ja kaum Geld sparen.

Nochmal zur Verdeutlichung: Es wird ab Fahrplanwechsel 7 durchgehende Züge Prag-München pro Tag geben und 8 Züge Hof-München. Nahezu jeder ALX in Richtung Südwesten wird also in Schwandorf aus zwei Zugteilen zusammenrangiert. Es geht nicht mehr nur um einzelne Zeitlagen wie bisher.

Gruß
223 061


Servus !

Mit was sollen da die Hofer Zugteile verstärkt werden ? A Spezl hat mir grad berichtet, der ALX 84121 is grad mit 2 !!! Wagen von Hof nach Regensburg unterwegs.

Gruss

von 111227-5 - am 18.10.2017 17:36

Re: Wahrscheinlich ist mit dem Alex eine weitere Bruchlandung unvermeidlich...

... nach AIR BERLIN...

Meint euer *Weidesgrüner Tunnelfelsen*

von Weidesgrüner Tunnelfelsen - am 18.10.2017 18:04

Re: Vorgehen bei größerer Verspätung völlig unklar ...

Zitat
223 061
Heute zum Beispiel war ALX 352 mit +35 ab Schwandorf unterwegs. Hätte man den Hofer Zugteil dann solange in Schwandorf warten lassen, wenn das mit der Flügelung schon aktuell gewesen wäre? Vermutlich ja!


Vermutlich nein. Zumindest wenn man sich die Idee der BEG ansieht. Dort hat man sich doch ein paar Gedanken gemacht. Angeblich wird in Schwandorf ständig eine Garnitur mit verstärkerwagen vorgehalten, die bei größerer Verspätung des Prager Zugteils in Schwandorf auf den Hofer Zugteil gekuppelt wird. Aber ob das dann in der Praxis auch so passiert ist natürlich fraglich.


Viele Grüße
domos

von domos - am 20.10.2017 21:17

? zu Holysov-Plzen

Nebenbei gefragt: Mir ist aufgefallen, daß die Züge künftig zwischen Taus und Pilsen in Holysov halten und daß die Fahrzeit Holysov-Plzen hl.n. (34 km) nur 16 Minuten betragen soll. Das ginge nur, wenn die Strecke durchgehend auf 140 km/h ausgebaut wäre. Ist das denn geschehen??

von GuenterM - am 21.10.2017 21:17

ER20: nur 100km/h in CZ?

Zitat
GuenterM
Nebenbei gefragt: Mir ist aufgefallen, daß die Züge künftig zwischen Taus und Pilsen in Holysov halten und daß die Fahrzeit Holysov-Plzen hl.n. (34 km) nur 16 Minuten betragen soll. Das ginge nur, wenn die Strecke durchgehend auf 140 km/h ausgebaut wäre. Ist das denn geschehen??



In der Gegenrichtung sind es dafür gleich 29 Minuten laut vorläufigem Fahrplanm. Vielleicht muß da noch etwas korrigiert werden. Ich hatte außerdem im Hinterkopf, daß der ER20 in CZ ohnehin nur für 100km/h zugelassen ist. Gilt das noch?

Gruß
223 061

von 223 061 - am 22.10.2017 11:44

Re: ER20: nur 100km/h in CZ?

Servus,

die Begrenzung der ER20 auf 100 km/h in der CZ gilt noch. Grund ist meines Wissens nach die fehlende Zugbeeinflussung für das Netz der CD. Auch die Lint41 habe diese Begrenzung. Zum Vergleich: in Deutschland lässt man Fahrzeuge ohne PZB90-Funktionalität gar nicht erst rein...

von Martin Pfeifer - am 22.10.2017 18:48
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