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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
vor 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 6 Monaten, 4 Wochen
Beteiligte Autoren:
Bernecker, Martin Pfeifer, Joachim Piephans, E03 004, Steffen Hartz, Gradausfahrer, Eisenbahner_88, ManniS

VT 98 im Pegnitztal

Startbeitrag von Eisenbahner_88 am 22.10.2017 14:32

Ich eröffne einfach mal den Sammelthread - Ihr könnt gerne Bilder anhängen...

erwischt am BÜ kurz vor Hohenstadt/Pegnitz.

Antworten:

VT 98 rund um Neuenmarkt

Hallo !

Trotz schwieriger Lichtverhältnisse konnte ich den "Roten Flitzer" heute 3x ablichten:

Zunächst die Fahrt von Kulmbach nach Neuenmarkt bei Untersteinach


Hier die Rangierfahrt in Neuenmarkt


Und auf der Fahrt von Neuenmarkt nach Bayreuth noch bei Sandreuth


Viele Grüße !

Florian

von Bernecker - am 22.10.2017 18:19

VT 98 im Nürnberger Raum (2B)

Hallo

Danke Euch für die schönen Bilder.

Ich ergänze mal noch 2 aus dem Nürnberger Raum:

Ein Nachschuß auf dem Hinweg Richtung Kulmbach am Samstag, 21.10.17 um 11:22 Uhr südlich von Vach:


Und auf dem Rückweg am Sonntag um 16:16 Uhr bei Clarsbach:


von ManniS - am 23.10.2017 22:28
Servus,

mich zog es am Sonntag nach Rauhenstein in die Nähe von Neuhaus (Pegnitz)


Wobei die auffällige Beschriftung gerade an den Seitenwänden nicht so mein Ding ist. Kennt da jemand den Hintergrund?

von Martin Pfeifer - am 24.10.2017 18:44

Hmm...

... also ich bedanke mich schon für die Bilder von Euch.

Aber wie man ein so schönes Fahrzeug in dieser edlen Lackierung so verschandeln kann mit den Aufklebern, versteh ich nicht.

Der sieht nicht mehr wie ein VT 98 aus, sondern eher wie ne rote Straßenbahn.

mfg
gradausfahrer

von Gradausfahrer - am 25.10.2017 03:29

Re: VT 98 im Pegnitztal - Wir wollen Wulle

Hallo Martin,

Der Spruch "Wir wollen Wulle" bezieht sich auf eine Biermarke. Ich habe darüber mit einem der VT98-Zugbegleiter in Neuenmarkt gesprochen. Der Aufdruck ist nicht historisch, sondern wurde 2010 im Rahmen der Restaurierung des VT98 angebracht. Wulle Biere beteiligten sich wohl als Sponsor. In welchem Umfang weiß ich nicht. Mittlerweile besteht das Sponsoring wohl nur noch aus ein paar Kästen Bier im Jahr. Mir würde der Schienenbus auch ohne Aufdruck besser gefallen.

Hier einige Infos zum Hintergrund über "Wir wollen Wulle":

„Wir wollen Wulle!“ lautete ein bewährter Ruf im Raum Stuttgart. Zumindest bis zum Jahre 1971. Eine kleine Familienbrauerei von 1861 mauserte sich 1896 zur Aktiengesellschaft und schluckte in den Folgejahren mehrere kleine und regionale Brauereien, vorzugsweise in Schwaben.

1971 hörte der Betrieb der Braustätte auf und wenige Jahre später kamen die Abrisßbagger, um das Brauereigelände entlang der Stuttgarter Neckarstraße dem Erdboden gleichzumachen. Heute bietet auf dem ehemaligen Brauereigelände das Le Meridien Hotel eine angenehme Unterkunft. Wenig erinnert an die Gärbottiche und Lagerkeller der Wulleschen Tradition.

Das markante rote und runde Wulle-Logo mit dem Brauereistern verschwand aus den Schankräumen und Getränkeverlagen. Zuvor galt das Bier hinter dem Markenzeichen für zahlreiche Durstige im Südwesten als Inbegriff Stuttgarter Braukultur. Manche sagen, das beste Bier der Stadt. Alte Werbetafeln in Traditionsgaststätten, Krüge und Aschenbecher auf den Flohmärkten, irgendwie blieb der sehnsuchtsvolle „Wir wollen Wulle!“ Spruch doch stets in greifbarer Nähe, auch wenn die Krüge trocken blieben.
Mosaiksteinchen im Gefüge internationaler Brau-Giganten

Jetzt kommt die Brauerei Dinkelacker ins Spiel, die die Markenrechte von Wulle und diverse zugehörige Braustätten übernahm. Weitere Brauereien wurden aufgekauft, wie Sanwald und Cluss. Nach der Wiedervereinigung folgte Mauritius in Zwickau. Im internationalen Expansionsgeschacher ging der mittlerweile zur Dinkelacker-Schwabenbräu AG angewachsen Brauereikonzern 2004 an InBev, die im gleichen Jahr aus dem Zusammenschluss der belgischen InterBrew mit der brasilianischen AmBev zur Nummer Eins im internationalen Getränkemarkt gewachsen war.

Im Januar 2007 übernimmt Wolfgang Dinkelacker, der Urenkel des Firmengründers, das Unternehmen. Er überführt die Brauerei – nunmehr die einzige unabhängige Brauerei in Stuttgart – in Familienbesitz zurück. Dinckelacker erinnert an regionale Wurzeln und Verpflichtungen und stellt ein Gegengewicht zu den wenig charaktervollen Fernsehbieren für die breite, anspruchslose Masse.

2008 dämmert eine Erinnerung an die Traditionsmarke Wulle herauf. Der Ruf „Wir wollen Wulle!“ wird erhört und im Februar desselben Jahres, 37 Jahre nach der Schließung, darf der alte Bügelverschluss an der Wulle-Flasche endlich wieder ploppen. Ein Brauer der geschlossenen Brauerei wurde ausfindig gemacht und mit in den Neustart einbezogen, damit die Neuauflage möglichst nah an das bewährte Vorbild heranreicht.

Quelle: [mixology.eu]

Viele Grüße !

Florian

von Bernecker - am 25.10.2017 07:54

Re: VT 98 im Pegnitztal - Wir wollen Wulle

Hallo,

wobei noch anzumerken bleibt, dass es sich bei dieser Schienenbus-Einheit um ehemalige ÖBB-Fahrzeuge handelt!

Grüße,

Steffen

von Steffen Hartz - am 25.10.2017 09:52

Authentisches Bier vs. "falscher" Lack am richtigen Fahrzeug .. oder so

Zitat
Steffen Hartz
Hallo,

wobei noch anzumerken bleibt, dass es sich bei dieser Schienenbus-Einheit um ehemalige ÖBB-Fahrzeuge handelt!

Grüße,

Steffen


... was uns allen hier längst mindestens an den Lampen hätte auffallen müssen. Danke für den Hinweis! Soviel also zu "historisch" oder "authentisch" ... ;-)

Gruß,
Joachim

von Joachim Piephans - am 25.10.2017 13:48

Re: VT 98 im Pegnitztal - Wir wollen Wulle

Servus,

Danke für die Erläuterungen. Nun ja, wenn es der Sponsor ist geht es halt nicht anders.

von Martin Pfeifer - am 25.10.2017 18:40

Re: VT 98 im Pegnitztal - Wir wollen Wulle

Hallo,

mich stören mehr die weißen Pufferringe und der Schriftzug "Roter Flitzer" auf der Front.
Seitenwerbung - wenn auch nicht genau diese - gab es ja bei einigen DB-Schienenbussen.

Jeder Eigentümer kann mit seinen Fahrzeugen tun, was er mag. Er wird schon seine Gründe haben, wie z.B. hier Sponsoring.
Seien wir doch froh, daß es die Treibwagen überhaupt noch gibt, daß sie betriebsfähig sind, Einsätze haben und nicht rot-grün-gelb-gestreift sind.

Viele Grüße
Patrick

von E03 004 - am 26.10.2017 13:23
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