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Eisenbahnforum Nordostbayern
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GuenterM, domos, 223 061, NE81, Bimmelbahnfan, Zugbeobachter

Gleisinformationen zur ALX-Flügelung in Schwandorf ab 10.12.2017

Startbeitrag von 223 061 am 29.11.2017 21:10

Im RIS wurden jetzt die Gleisbelegungen für Schwandorf ab Fahrplanwechsel eingepflegt.

Demnach soll - so Gott will - der Zug aus Prag jeweils zur Minute 04 auf Gleis 2 eintreffen und der Zug aus Hof kommt dann zur Minute 06 auf Gleis 4 an. Die gemeinsame Abfahrt nach München erfolgt zur Minute 17 ebenfalls von Gleis 4.

Zur Orientierung (siehe Seite 6):
[stredax.dbnetze.com]

Vermutlich ist also geplant, den Prager Zugteil gleich nach seiner Ankunft auf Gleis 2 bis hinter das Sperrsignal 410 II vorzuziehen und dann über die Weichen 410 und 409 auf den zwischenzeitlich in Gleis 4 eingefahrenen Hofer Zugteil hinten drauf zu setzen. Dies scheint zwar die schnellste und einfachste Variante zu sein, würde jedoch bedeuten, daß in München immer umsortiert werden muß, denn für die Rückfahrt gen Norden wird ja die Prager Wagengarnitur genau am anderen Zugende benötigt.

In Richtung Norden erfolgt die Zugtrennung auf Gleis 1.

Gruß
223 061

Antworten:

Zitat
223 061
Vermutlich ist also geplant, den Prager Zugteil gleich nach seiner Ankunft auf Gleis 2 bis hinter das Sperrsignal 410 II vorzuziehen und dann über die Weichen 410 und 409 auf den zwischenzeitlich in Gleis 4 eingefahrenen Hofer Zugteil hinten drauf zu setzen.

Das wird nicht klappen, wenn der RE nach Nürnberg zur Minute 07 abfahren soll. Außerdem steht das Sperrsignal 410 II sehr sehr weit draußen. Allein die Rangierfahrt nach da draußen kostet massiv Zeit.

Das Umsortieren in München wird nicht ausbleiben und wird das Betriebskonzept nicht gerade erleichtern.

Bis auf die Prager Züge scheint das Taktsystem in Schwandorf wohl ganz schön durcheinandergewirbelt, von Cham wird jetzt wohl zur ungeraden Stunde auf Gleis 2 eingefahren und auf Gleis 5 abgefahren. Die Abfahrtszeiten nach Cham sind dabei stark wechselnd. Von Abfahrt zur Minute 01 bis zur Minute 09 ist scheinbar alles drin (alle Stunden habe ich aber noch nicht durchgeschaut).
Der RE aus Nürnberg scheint auf Gleis 5 anzukommen und auf Gleis 3 abzufahren - ein sportliches Programm.


Gruß, domos

von domos - am 30.11.2017 00:33
Zitat
domos
Zitat
223 061
Vermutlich ist also geplant, den Prager Zugteil gleich nach seiner Ankunft auf Gleis 2 bis hinter das Sperrsignal 410 II vorzuziehen und dann über die Weichen 410 und 409 auf den zwischenzeitlich in Gleis 4 eingefahrenen Hofer Zugteil hinten drauf zu setzen.


Das wird nicht klappen, wenn der RE nach Nürnberg zur Minute 07 abfahren soll. Außerdem steht das Sperrsignal 410 II sehr sehr weit draußen. Allein die Rangierfahrt nach da draußen kostet massiv Zeit.



Das sind sehr berechtigte Einwände. Ein Umsetzen von Gleis 2 nach Gleis 4 geht zwar wahrscheinlich auch auf kürzerem Wege über die Weichen 403 und 405. Aber die geplante Abfahrt des RE nach Nürnberg zur Minute 07 von Gleis 3 passt nicht ins Bild.

Dennoch sehe ich bei der derzeit im RIS angegebenen Gleisbelegung nahezu keine Alternative dazu, daß die Lok des Prager Zugteils nach Ankunft ihre Garnitur in den nördlichen Bahnhofskopf vorzieht, auf Gleis 4 umsetzt, ihre Waggons von hinten auf den Hofer Zugteil rangiert und dann abgekuppelt wird. Wie sollte man es denn sonst machen in der vorhandenen Zeit?

Bezüglich der Wagenreihung wäre es natürlich ideal, wenn die Lok des Hofer Zugteils abgekuppelt würde, über den südlichen Bahnhofskopf nach Gleis 2 umsetzt, von dort die Prager Garnitur holt und mit dieser wieder nach Gleis 4 zurückkehrt, um sich damit an die Spitze des Hofer Zugteils zu setzen. Aber das alles dürfte in 11 Minuten nicht machbar sein, zumal dies insgesamt vier Kupplungs- und Entkupplungsvorgänge erfordern würde, während es bei dem o.g. Vorgehen nur zwei sind, die auch noch weitgehend parallel laufen können.

Gruß
223 061

von 223 061 - am 30.11.2017 18:38
Zitat
223 061
Bezüglich der Wagenreihung wäre es natürlich ideal, wenn die Lok des Hofer Zugteils abgekuppelt würde, über den südlichen Bahnhofskopf nach Gleis 2 umsetzt, von dort die Prager Garnitur holt und mit dieser wieder nach Gleis 4 zurückkehrt, um sich damit an die Spitze des Hofer Zugteils zu setzen. Aber das alles dürfte in 11 Minuten nicht machbar sein, zumal dies insgesamt vier Kupplungs- und Entkupplungsvorgänge erfordern würde, während es bei dem o.g. Vorgehen nur zwei sind, die auch noch weitgehend parallel laufen können.

Es scheint zumindest so, dass der Prager Zugteil nördlich beigestellt wird, aber da gibt es auch noch das Sperrsig 408 ;-)


Gruß, domos

von domos - am 01.12.2017 03:21
- Das ist dann ja im Prinzip dasselbe Vorgehen wie in Immenstadt, insofern durchaus erprobt und bewährt, bis auf den anderen Verkehr, der in Schwandorf noch in die Quere kommt natürlich... Auf dem südlichen Ast wird in München auch umsortiert.

- Wer vor Verspätungen durch die Kuppelei Sorge hat, sollte bedenken, daß es bei den Prager Zügen bisher in Schwandorf auch oft Verspätungen gab: Zum einen, wenn bei den Zügen, die eigentlich die Lok wechseln sollten, wegen Lokmangel umfahren wurde, zum anderen, wenn Wagen zur Überführung nach Regensburg beigestellt wurden - der von mir desöfteren benutzte abendliche Albert Einstein nach München wird aus diesem Grund in Schwandorf oft 5-10 Minuten verspätet, auch wenn er ausnahmsweise mal pünktlich ankommt - und zum dritten, da die Fahrzeit Schwandorf-Domazlice knappstmöglich bemessen war. Wenn das alles jetzt besser wird, bleibt die Zuverlässigkeit unterm Strich vielleicht in etwa gleich.

- Fährt der Hofer Zugteil dann eigentlich generell zu allen Zeiten nur noch mit vier Wagen? Das wäre sehr unschön.

- Stehen die Wageneinsätze schon fest? Stimmt es, daß in Prager Zugteil keine Bm mehr fahren werden, sondern in jedem Umlauf zwei von diesen nach meinem Geschmack fürchterlichen tschechischen Großraumwagen und ansonsten die neuen italienischen? Das wäre sehr schade.

Schade, daß die 754 nicht nach Deutschland darf, das würde sich jetzt ja umlaufmäßig sehr anbieten...

von GuenterM - am 01.12.2017 17:13
Zwar nicht Schwandorf, aber auch ALEX:
Wie soll das denn erst werden, wenn ab Ende 2018 über die neue Neufahrner Kurve der Münchner Flughafen angefahren wird? Da müsste man doch theoretisch nochmal nen Richtungswechsel einlegen, oder? Bestückt man die Züge dann vorne UND hinten mit Loks? Oder fahren die ALEX-Züge den Airport gar nicht an?

von Bimmelbahnfan - am 01.12.2017 18:26

Zugbildung Richtung Prag

Zitat
GuenterM
- Stehen die Wageneinsätze schon fest? Stimmt es, daß in Prager Zugteil keine Bm mehr fahren werden, sondern in jedem Umlauf zwei von diesen nach meinem Geschmack fürchterlichen tschechischen Großraumwagen und ansonsten die neuen italienischen? Das wäre sehr schade.



Also laut des in diesem Beitrag ...

[20370.foren.mysnip.de]

... verlinkten Zugbildungsplanes der CD soll die Wagenreihung der Prager Garnituren jeweils wie folgt aussehen:
- ABbmdz 61 (I-DLB)
- Bmz 61 (I-DLB)
- Bdmpee (CD)
- Bdmpee (CD)


Ob das in nächster Zeit wirklich so kommt, wage ich jedoch stark zu bezweifeln. Zumindest vorerst wird man auf die Bm wohl nicht verzichten können. Denn nach dem bereits im Juli 2017 offiziell verkündeten Ersteinsatz der "Italiener" waren nur vorübergehend mehrere Waggons auf dem Nordast im Einsatz. Als Mitreisender im Zug konnte man gelegentlich Gespräche über deren Störanfälligkeit hören. In den letzten Wochen war dann fast gar keiner der neuen Wagen mehr im Betrieb zu sehen. Ich kann mir daher noch nicht wirklich vorstellen, daß man ab Fahrplanwechsel plötzlich genügend der neuen Waggons zuverlässig einsetzen kann.

Gruß
223 061


PS:
Wenn Großraumwagen übrig sind, nehme ich gern welche für den Hofer Ast. Die Inneneinrichtung ist doch gar nicht übel: [www.railvolution.net] Die Prag-Fahrer können dafür gern Abteilwagen bekommen. ;-) ;-) ;-)

von 223 061 - am 01.12.2017 19:05

Zugbildung Richtung Hof

Die Zugbildung Richtung Hof hat generell keine vier Wagen, sondern zukünftig drei Wagen als Stammgarnitur (ABvmdz, DBpz, Bm). Am Wochenende aber teilweise verstärkt um ein oder zwei Wagen.

von Zugbeobachter - am 01.12.2017 19:24

Üfex

Zitat
Bimmelbahnfan
Zwar nicht Schwandorf, aber auch ALEX:
Wie soll das denn erst werden, wenn ab Ende 2018 über die neue Neufahrner Kurve der Münchner Flughafen angefahren wird? Da müsste man doch theoretisch nochmal nen Richtungswechsel einlegen, oder? Bestückt man die Züge dann vorne UND hinten mit Loks? Oder fahren die ALEX-Züge den Airport gar nicht an?


Die RE und ALX fahren weiter direkt nach München. Nur der ÜFEX, quasi eine Regionalbahn von Regensburg nach München Flughafen, fährt jede Stunde zum Flughafen.

von NE81 - am 01.12.2017 20:57
Alex Süd verliert seinen Alex-Treff. Damit sind die beiden Zugteile identisch und man kann auf das Rangiermanöver in München verzichten.

Auch ist es ein Unterschied, ob man nicht mal 1 Stunde bis zur Vereinigung fährt, oder 3,5 Stunden,weitgehend über eingleisige Strecken. Die Verspätungsanfälligkeit des Alex-Nord ist daher größer, als im Süden. Auch ist Schwandorf ein Tätigkeiten, während es im Süden nicht Immenstadt sondern Kempten ist.

Ich sehe daher die Flügelung des ALX im Norden für kritischer als im Süden. Hoffen wir das ich mich irre.

von NE81 - am 01.12.2017 21:03
Zitat
GuenterM
- Das ist dann ja im Prinzip dasselbe Vorgehen wie in Immenstadt, insofern durchaus erprobt und bewährt, bis auf den anderen Verkehr, der in Schwandorf noch in die Quere kommt natürlich... Auf dem südlichen Ast wird in München auch umsortiert.

Mit dem Unterschied, dass der Zug aus Prag nicht ein bisschen von Oberstdorf bis Immenstadt bummelt, sondern zig Kilometer eingleisige Strecke befährt und dort auf unterschiedlichste Betriebsprogramme trifft.

Zitat

Wenn das alles jetzt besser wird, bleibt die Zuverlässigkeit unterm Strich vielleicht in etwa gleich.

Die Fahrzeit von Furth bis Schwandorf bleibt m.W. ähnlich knapp mit dem Zusatzproblem, dass die Prager Züge auf der eingleisigen Strecke kreuzen müssen. Die Verspätungen werden sich also aufeinander übertragen. Und der Zug aus München wird sicherlich ab und zu etwas später mit dem Trennen fertig und so kommt der Zug aus Prag entsprechend später nach Schwandorf.
Und die Hofer Züge haben auch kürzere Fahrzeiten bis Schwandorf und sollen ja auch gelegentlich in Windischeschenbach zusätzlich halten. Man kann sich denke ich auf etwas gefasst machen, aber ich lasse mich eines Besseren belehren :-)


Gruß, domos

von domos - am 01.12.2017 22:35
Zitat
domos
Die Fahrzeit von Furth bis Schwandorf bleibt m.W. ähnlich knapp

In dieser Richtung wird es besser, aber in der anderen bleibt sie es, stimmt, gerade gesehen.

Mein vorsichtiger Optimismus rührt halt daher, daß die von mir genutzten Prager Züge ihre Verspätung bisher nicht irgendwo auf den zig Kilometern angesammelt haben: Nein, von Baustellen und Klatovy-Umleitern abgesehen, fuhren die Züge Richtung Deutschland in aller Regel pünktlich in Domazlice ab (schließlich haben die Fahrzeiten auf dem tschechischen Abschnitt auch einige Reserven) und die Verspätung entstand dann in Ceska Kubice durch den verspäteten Gegenzug und schaukelte sich dann ggf. hoch. (Natürlich wurde das trotzdem gerne als verspätete Übergabe aus dem Ausland, was es ja formal auch war, verkauft.) Und in Gegenrichtung war, wie gesagt, außerplanmäßiges Umsetzen der Lok ein häufiger Verspätungsgrund. Das fällt jetzt weg... Mal sehen...

von GuenterM - am 02.12.2017 08:18

Re: Zugbildung Richtung Prag

Zitat
223 061
Wenn Großraumwagen übrig sind, nehme ich gern welche für den Hofer Ast. [...] Die Prag-Fahrer können dafür gern Abteilwagen bekommen.

Abgemacht!

Zitat

Die Inneneinrichtung ist doch gar nicht übel:

Nein, über die Inneneinrichtung will ich ja gar nicht meckern, da ich weiß, daß ich auf Sitzbänke mit rotem Kunstleder eh nicht hoffen kann... Aber:
- Es ist eine Zumutung, die man in den Alex-Zügen nach Prag bisher nicht kannte, im Dunkeln stundenlang unabschaltbarem Flutlicht ausgesetzt zu sein.
- Wenn das die mir bekannten Wagen sind, dann schließen die Außentüren immer nach einigen Sekunden automatisch und geben dabei jedesmal weckerartige Warntöne von sich, was aus meiner Sicht auch an Folter grenzt, wenn es stundenlang erfolgt.
- Die Fenster gehen nicht auf, gut, das ist eine übliche Diskussion, die hier nicht wiederholt werden muß.
- Noch schlimmer: In den Prager Zügen fahren häufiger als in den Hofer Zügen herumlärmende, manchmal auch randalierende Säufergruppen. In Abteilwagen toben die normalerweise nur in ihren Abteilen und auf den Gängen herum, kommen aber nicht zu Unbeteiligten ins Abteil und man hat so einigermaßen seine Ruhe vor ihnen. Im Großraum ist für anständige Fahrgäste der ganze Wagen unbenutzbar, wenn so eine Bande drin ist.

von GuenterM - am 02.12.2017 08:35

Re: Zugbildung Richtung Hof

Auweia! Für die schwächer ausgelasteten Züge sollte das reichen, aber ich hoffe doch sehr, daß ausreichend viele Ausnahmen von dieser Regel vorgesehen sind.

von GuenterM - am 02.12.2017 08:37

Re: Üfex

Ah, ok. Wieder was gelernt. Danke! Aber da kann ich dann ja auch wie bisher mit dem ALX bis Freising und dann mit dem Bus fahren. Nimmt sich dann unterm Strich nix.

von Bimmelbahnfan - am 02.12.2017 10:50
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