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Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 2 Monaten, 1 Woche
Letzter Beitrag:
vor 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
223 061, Martin Pfeifer

Alex und Oberpfalzbahn nach Fahrplanwechsel - erste Zeitungsartikel dazu ... (m2L)

Startbeitrag von 223 061 am 19.12.2017 21:17

Siehe dazu:


[www.frankenpost.de]


und


[www.mittelbayerische.de]


Zumindest ohne Adblocker müssten beide Artikel frei lesbar sein.

Gruß
223 061

Antworten:

... sowie eine offizielle Pressemeldung der BEG zum gleichen Thema (mL)

Siehe hier:

[beg.bahnland-bayern.de]



Zitat:
"Die Züge [...] sind erheblich verspätet. [...] Dadurch wird auch die Betriebs­qua­lität der Oberpfalzbahn sowie anderer Bahnen aufgrund der Abhän­gig­keiten auf der einglei­sigen Strecke zwischen Schwandorf und Furth im Wald stark in Mitlei­den­schaft gezogen. „Die momen­tanen Zustände sind für die Fahrgäste nicht akzep­tabel." [...]

Als wesentlicher Auslöser für die unbefriedigende Situation wurde das Fehlen einer Diesellok im Fahrzeugumlauf Regensburg-Pilsen identifiziert. Die Länderbahn hat im Rahmen der Gesprächsrunde versichert, dass das regelkonforme Wendekonzept mit einer den Betrieb stabilisierenden zweiten Alex-Lok in Pilsen seit dem 20. Dezember 2017 umgesetzt und das Störfallkonzept in Schwandorf zeitlich neu bewertet wird. Außerdem wird ein weiteres pünktlichkeitsverbesserndes Wendekonzept in Regensburg geprüft."

(Zitat Ende)



Die Querung des Bayrischen Waldes / Böhmerwaldes scheint ja in beide Richtungen sehr verspätungsanfällig zu sein. Demzufolge bräuchte man eigentlich in der Tat an beiden Endpunkten des Dieselabschnitts eine "Langwende" der Diesellok (oder eine andere Taktlage), wenn man eine "Verspätungslawine" nach Einzelverspätungen vermeiden will. Das mit den Loks wäre vielleicht sogar machbar, denn es sind ja noch einige ER20 mit Zugheizung im Güterverkehr vermietet. Das würde aber auch heißen, man bräuchte zwei zuätzliche Tf pro Schicht.




Zitat:
"BEG und Länderbahn haben darüber hinaus DB Netz dazu aufgefordert, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um die Mängel in der Infrastruktur zu beheben: Weichenstörungen und Langsamfahrstellen sind unverzüglich zu beseitigen."
(Zitat Ende)



Nun war ja die Infrastruktur auf der Stecke auch vor dem Fahrplanwechsel bestimmt nicht wirklich toll. Ich sehe es daher noch immer so, daß die BEG die Fahrbarkeit des neuen Flügelungskonzeptes einfach viel zu optimistisch eingeschätzt hat.

Fragt sich nur, wie eine wirklich stabile Lösung denn aussehen könnte? Eine separate Führung der Prager Züge bis München wird keiner bezahlen wollen bzw. können. Und der Einbau zusätzlicher großer Fahrzeitreserven in den Fahrplan auf dem kritischen Abschnitt macht die Strecke München-Prag im Vergleich zu Bus/Auto auch nicht attraktiver.


Das Grundproblem ist halt, daß man hier versucht, den zweiten Schritt vor dem ersten zu gehen. Vor der Aufnahme dieses 2h-Taktes im Pragverkehr - gar noch fest eingebunden in den auf Nahverkehr ausgelegten "Bayerntakt" - hätte eigentlich der vernünftige Ausbau der Infrastruktur stehen müssen. Zeit wäre seit 1989 reichlich vorhanden gewesen ... allein der politische Wille fehlte. Die A6 ist dagegen schon lange fertig.


Gruß
223 061

von 223 061 - am 21.12.2017 14:31

Re: ... sowie eine offizielle Pressemeldung der BEG zum gleichen Thema (mL)

Zitat
223 061
...
Zitat:
"BEG und Länderbahn haben darüber hinaus DB Netz dazu aufgefordert, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um die Mängel in der Infrastruktur zu beheben: Weichenstörungen und Langsamfahrstellen sind unverzüglich zu beseitigen."
(Zitat Ende)



Nun war ja die Infrastruktur auf der Stecke auch vor dem Fahrplanwechsel bestimmt nicht wirklich toll. Ich sehe es daher noch immer so, daß die BEG die Fahrbarkeit des neuen Flügelungskonzeptes einfach viel zu optimistisch eingeschätzt hat.
...
Gruß
223 061


Servus,

in anderen Fällen, wo anspruchsvolle Taktverkehre in der Praxis nicht funktioniert haben, hieß es seitens des Bestellers: "DB Netz hat vor der Ausschreibung geprüft und uns testiert, das mit den vorgesehenen Zügen und den angesetzten Annahmen (Zum Beispiel Dauer der Verkehrshalte) das vorgesehene Fahrplan-Konzeot fahrbar ist." Das wird wohl hier genauso gelaufen sein. Die Ausschreibung muß ja schließlich EVU-neutral sein. Nur gibt es halt doch gewisse Unterschiede zwischen der Theorie und der Praxis. Wo Menschen arbeiten läuft halt nicht immer wie am Schnürchen. Das ist aber ein anderes Thema und auch in anderem Zusammenhang schon lange bekannt.

von Martin Pfeifer - am 21.12.2017 22:58
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