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Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 12 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 12 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Neuenmarkt, Steffen33, derSchlömener, SoS, steffen33

Nochmal zur Rodacher Strecke - versinkt sie evtl. im bau befindlichen Stausee ?

Startbeitrag von Neuenmarkt am 01.09.2005 08:16

Wir hatten hier ja mal vor einiger Zeit über die Strecke von Coburg nach Bad Rodach gesprochen (da werden demnächst mal 612er fahren) das diese durch den riesigen Hochwasserspeicher gefährdet ist. Aktuell habe ich nichts neues, aber ich habe hier was vom letzten Jahr gefunden.

Zur Bahnstrecke Coburg – Bad Rodach gibt es keine Überlegungen zur Einstellung des Betriebs noch gibt es eine Bestandsgarantie.
Ausgelöst durch den Zusammenhang mit dem Bau des Goldbergsees wird derzeit die Zukunft der Bahnstrecke zwischen Bad Rodach und Coburg diskutiert. Dabei ist aber eine Stilllegung der Strecke nicht zu befürchten, auch wenn diese Strecke keinen Bestandsschutz genießt, wie Marita Nehring von der Arbeitsgemeinschaft ÖPNV mitteilt.
Zwischen Freistaat und DB AG ist ein langjähriger Verkehrsvertrag abgestimmt. Dieser regelt die gesamte Bestellmenge an Schienenpersonennahverkehrs-Leistungen im Freistaat, gibt aber keine Bestellgarantie für einzelne Strecken. Die Bestellung des Fahrplans erfolgt durch die Bayerische Eisenbahngesellschaft. Von dort liegen keine Aussagen vor, dass der Verkehr nach Bad Rodach nicht weiter bestellt wird.
Die Hochwasserfreilegung der Bahnstrecke erfordert sehr hohe Investitionskosten, die das Wasserwirtschaftsamt zu tragen hat. Gemeinsam mit der DB Netz AG werden kostengünstigere Alternativen geprüft. Zum Beispiel sei es denkbar, den vorhandenen Bahndamm abzudichten. Diese Prüfung läuft. Dabei ist auch zu klären, wer die Folgekosten trägt, sollte es zu hochwasserbedingten Schäden an der Strecke kommen.
„Das Verkehrsangebot auf der Strecke ist im Auftrag des Freistaats erst in den letzten Jahren deutlich verbessert worden“, so Marita Nehring. „Der Thermalbadexpress wird uns auch in absehbarer Zeit weiter zur Verfügung stehen.


Wie aus einem Schreiben des Regierungsdirektors Michael Beger hervorgeht, steht "eine Reduzierung der bestellten Verkehrsleistungen derzeit nicht zur Diskussion". Im Klartext: Im Wirtschaftsministerium geht man fest davon aus, dass die DB Netz AG trotz unsicherer Lage bei der Hochwasserfreilegung für den Coburger Goldbergsee an der Linie fest halten wird.
Beger, der im Ministerium für die Bereiche "Schieneninfrastruktur und Eisenbahnwesen" zuständig ist, lässt in seinem Schreiben Verwunderung über die Diskussionen anklingen: "Wir können deshalb die Äußerung, dass die Strecke keinen Bestandsschutz genieße, nicht nachvollziehen." Dennoch soll die Strecke Coburg - Bad Rodach bei der nächsten Gesprächsrunde zwischen dem Ministerium und der Bahn auf die Tagesordnung kommen. Ziel sei es, bei der Hochwasserfreilegung eine "unter Kostengesichtspunkten vertretbare Lösung" zu finden, die den Fortbestand der Strecke nicht gefährde

Nach den Worten Schnappaufs wird Coburg damit eine wesentliche Verbesserung für den Hochwasserschutz erhalten. Coburg ist immer dann von Hochwasser bedroht, wenn Dauerregen und Schneeschmelze im Thüringer Wald die im Stadtgebiet zusammentreffenden Flüsse Itz, Sulzbach, Rottenbach und Lauterbach über die Ufer treten lassen.

Der Goldbergsee wird zusammen mit der Lauter-Überleitung und dem bereits 1986 in Betrieb genommenen, knapp 22 Millionen Euro teuren Froschgrundsee an der Itz das überörtliche Schutzkonzept für den Raum Coburg vervollständigen. Die Gesamtinvestition für den mehrere Jahre dauernden Bau des Goldbergsees wird auf 27 Millionen Euro veranschlagt. Der Freistaat übernimmt mehr als 22 Millionen Euro der Gesamtkosten; den Rest bringt die Stadt Coburg auf. Der Goldbergsee wird den bereits durch den Froschgrundsee vorhandenen Hochwasser-Stauraum von 6,7 Millionen Kubikmetern um weitere 2 Millionen Kubikmeter erhöhen. Im Hochwasserfall steht dann zusätzlich eine Wassermenge der Größe des Spitzingsees als Rückhaltespeicher zur Verfügung.

Bereits im Dezember 2002 wurde mit der Verlegung einer 3,5 Kilometer langen 20 kV Stromleitung entlang des künftigen Goldbergsees begonnen. Jetzt wird die Rodacher Straße und deren Fortsetzung, die Staatsstraße 2205, in einer Länge von 1,7 Kilometern aus dem Dammbereich verlegt. Der Damm selbst wird sieben Meter hoch und 290 Meter lang. "In sechs bis sieben Jahren ist er bereits einsatzfähig", so Schnappauf.

Antworten:

Warum sollen denn da auch 612 fahren?
Kannst du sagen wann?

Gruß

von steffen33 - am 01.09.2005 17:39

Wart mal den Dezember ab

Hier ist die Planung , nachdem ja schon 612er die 143er zwischen Lichtenfels und Coburg abgelöst haben, die 628er Pendel abzulösen.

Evtl. ist eine Durchbindung Neuenmarkt-Lichtenfels-Coburg (evtl. Bad Rodach) gedacht, war jedenfalls heuer in die nähere Erwägung gezogen.



von Neuenmarkt - am 02.09.2005 05:06

Re: LIF-CO mit 612?

Macht man damit nicht den Fahrdraht unwirtschaftlicher? Ich habe absolut kein Verständnis für Dieselfahrten unter Fahrdraht. Dass kleine NEs solch einen Unsinn betreiben ist ja bekannt, aber wieso muss sich die DB daran anschließen?

von SoS - am 02.09.2005 16:23

Lichtenfels - Coburg wird seit Juni schon mit 612er gefahren

Hallo!

Pauschal würde ich das Fahren mit Diesel unter Fahrdraht nicht verteufeln.
Und ein 612er ist doch sicherlich billiger zu betrieben als eine von Nürnberg rauf durchgebundene lange (4 oder 5 Wagen) Doppelstockwageneinheit.
Stromkosten bzw. Dieselpreise unterliegen außerdem ja immer (unvorhersehbaren) Schwankungen.

Ein weiterer Punkt bei der Coburger Strecke ist ja auch noch, dass man sich fragen muss, ob sich die Elektrifizierung in den 70ern bis Neustadt wirklich gelohnt hat (* jetzt wo an den Wochenenden der Verkehr ruht)

* Anm: Wer weiß, woher dieser Spruch stammt :-)

von derSchlömener - am 02.09.2005 19:12

Re: Wart mal den Dezember ab

Mh, klingt nicht schlecht.
Kann das aber alles gar nicht so recht glauben. Gibt es überhaupt soviel 612er? Immerhin werden ja nicht alle RB NLF-NC mit 612 gefahren...
Ist das dann eigentlich eine Regio-Geschichte, oder bestellt das das Land so?

von Steffen33 - am 03.09.2005 10:35

Es gibt leider so viel 612er,

auch der RE NNE-NKU, bis zum Juni noch 628er wird als 612 gefahren (bis auf Ausnahmen)



von Neuenmarkt - am 05.09.2005 11:18
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