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Informationen zum Thema:
Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
18
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Cargonaut, derSchlömener, KBS855, KBS 860, 614er_Fan, malo, awp

Strukturreform der Bahn: Petition für eigenständiges Netz!

Startbeitrag von derSchlömener am 22.01.2006 17:01

Hallo.

Unter [itc.napier.ac.uk] ist es möglich sich aktiv für eine Trennung von Netz und Betrieb einzusetzen.

Ich hoffe, dass möglichst viele Forumsteilnehmer von dieser Möglichkeit Gebrauch machen und sich somit aktiv für eine bessere Bahn einsetzen.


... und hier noch das Diskussionsforum zur Petition:
[itc.napier.ac.uk]

Viele Grüße,
Johannes

Antworten:

also ich nicht! (owT)

...

von Cargonaut - am 22.01.2006 18:43

Re: ich schon :-)

Und jeder DB-Mitarbeiter sollte sich überlegen ob es für ihn nicht besser wäre auch zu unterschreiben.
Lasst euch doch nicht von der DB-&Transnet-Propaganda beeinflussen.

England ist ein Beispiel dass ein Netz an der Börse nicht funktioniert und dass ein unabhängiges staatliches Netz zu Verkehrssteigerungen führt.
Also genau anders als immer als Beispiel angeführt wird.

Mit einem unabhängigen Bahnnetz kann der Anteil der Schiene im Güterverkehr auf über 20% ansteigen. Wieso soll man dagegen sein? Nur weil Railion/DB nicht alles fahren darf und vielleicht sogar dadurch Anteile verliert?

Alle hier sollten unterschreiben, auch DB-Mitarbeiter. Vor allem auch Netzmitarbeiter, denen es bei ner Staatlichen Netzfirma nicht schlechter geht und der Bedarf an Mitarbeitern bei Verkehrssteigerung sogar zunehmen wird, während er bei einem Börsenbetrieb der auf Rendite ausgerichtet ist zurückgehen wird.
Ich denke Bahner die bei der GDL sind, sind da auch besser aufgeklärt als die von Propaganda beeinflussten Transnetler.

von KBS855 - am 22.01.2006 18:51

dann mache

Fange mir bitte nicht mit den zwei Kasper-Gewerkschaften an. Die kümmert es einen sch...was aus den Leuten wird. Die haben nur damit zu tun, sich gegenseitig madig zu machen und wofür der eine ist, da ist der andere automatisch dagegen, ohne nachzudenken, was wirklich richtig ist.

Also das ist ein ganz schlechtes Argument. Und du schreibst es ja selbst schon, warum man als DB Mitarbeiter, speziell die von Railion, nicht unterschreiben sollten! Ihre Arbeitsplätze hängen dran.

Aber jeder muß selbst wissen was er macht.

Von mir ein klares NEIN!

Mfg Cargonaut

von Cargonaut - am 22.01.2006 19:11

Ist es nur DB-Transnet?

Hallo,

spricht Hansen da für ALLE, sprich seine Mitglieder?
Oder nur für seinen daran beteiligten, späteren Reibach (Dividende)?
Ist Hansen einer von "ihnen"? Fallen die kleinen DB-Angestellten alle darauf rein, was er sagt? Ist das die Wahrheit?
Ich glaube es nicht, was er von seinen Mitgliedern sagt. Deren Meinung ist garantiert anders.

Verkauft das Netz mit. Alles! Autobahnen, Wasserleitungen, Mülldeponien etc...
Später kommt noch die LUFT dazu!
Und dann schaun mer mal....... :-(

Gruß,
Markus

von malo - am 22.01.2006 19:32

Ich schon. Weil es meine Überzeugung ist.

Servus,

ganz einfach aus dem Grund, weil es mittlerweile und je länger ich Bahnfahre, zu meiner absoluten Überzeugung geworden ist, dass die Bahn als Verkehrsmittel nur langfristig überleben kann, wenn das Netz eigenständig geführt wird. Völlig unabhängig von irgendeinem EVU.
Und zwar mit überwiegend staatlicher Beteiligung, alles andere ist langfristig ein Himmelfahrtskommando für das Schienennetz.

Momentan schröpft die DB Holding IHR zu 100% privates Netz(!!) meiner Meinung nach zugunsten der Börsenfähigkeit und irgendwelcher Zukäufe von Logistik-Unternehmen im In- und Ausland(die, wie man sieht ja (leider) im Kerngeschäft überhaupt nichts mit der Schiene zu tun haben).
Und das darf es einfach nicht länger geben. Sonst hat das System Bahn keine Chance in Deutschland, auch in der Fläche zu überleben.

Aber irgendwann ist der DB Logistics die Schiene eh sch***egal, dann zählen nur noch Schenker, Stinnes und Co. Und ob das im Sinne der Eisenbahner ist, mag ich mal stark bezweifeln.
Die Anfänge in diese Richtung sind jedenfalls leider deutlich erkennbar.... :-(



von KBS 860 - am 22.01.2006 21:25

aber du könnstest doch mal deine Gründe darlegen...

... wenn du schon schreibst "also ich nicht!".
Sonst hättest du ja einfach auch keinen Beitrag zum Thema verfassen können.

von derSchlömener - am 22.01.2006 22:16

genau so!

... dem hier habe ich auch nichts weiter hinzuzufügen: irgendwann wird die lästige Schienenverkehrssparte von der DB abgestoßen und sich auf andere gewinnbringendere Geschäftsbereich allein verlassen...

von derSchlömener - am 22.01.2006 22:22

Re: aber du könnstest doch mal deine Gründe darlegen...

Meine Gründe stehen doch im vorangegangen Beitrag drin.

Warum soll die Eisenbahn als ganzes noch weiter aufgespalten werden? Hat die Bahnreform nicht schon genug kaputt gemacht? Schau Dir die Bahn von heute mal an, wo jeder gegen jeden arbeitet, jeder nur auf seine Monatsabschlußrechnung mit mindestens der schwarzen Null hinsteuert. Alles ein Produkt der Bahnreform. Deswegen wird auch auf meiner Homepage die Pedition nicht verlinkt werden.
Die Bahn muß aus einem Guß sein, so wie es früher mal war! Welche Kosten oder Gelder wurden denn durch die Bahnreform eingespart? NICHTS!

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 22.01.2006 22:29

Widersprichst du dir nicht selbst?

... du schreibst doch, dass bei der Bahn von heute jeder gegen jeden arbeitet und jeder nur auf seine Monatsabschlußrechnung mit mindestens der schwarzen Null hinsteuert.

Soll denn dieser Zustand wohl so bleiben?

Wird am System nichts verändertn, bleibt er garantiert. Es wird sogar noch schlimmer werden.

von derSchlömener - am 22.01.2006 22:41

Die Bahnreform war im Grunde schon notwendig.

Servus,

okay, das mit der Aufspalterei ist ein Argument. So ist es z.B. ein Unding, dass es keine gemeinsame Traktion mehr gibt, wie z.B. in Österreich. Aber das ist ein anderes Thema.

Das Netzt an sich würde ja nicht weiter aufgespalten werden. Es würde/sollte sondern nur der DB Logistics nicht mehr zu 100% gehören, sondern wieder mehrheitlich dem Staat, wo es meiner Meinung nach hingehört.
Ansonsten könnte die DB Logistics sich ja gleich auch um die Autobahnen für die Tochter Stinnes bewerben und dann insgesamt an die Börse gehen! ;-)

Grundsätzlich finde ich, die Bahnreform an sich war schon richtig und notwendig.
Denn wenn man so in alten DB-Unterlagen oder Veröffentlichungen stöbert, was die (Behördenbahn(en)) für einen Kahlschlag geplant hätten, da ist Bayreuth - Warmensteinach wahrlich ein Dreck dagegen.
Da gabts Veröffentlichungen, wonach Neuenmarkt in den 90-er Jahren(!) zum eingleisig angeschlossenen Kopfbahnhof rückgebaut werden sollte. Die Strecke nach Marktschorgast noch Museumsbahn, alles andere weg und stillgelegt. Bayreuth wäre der andere Kopfbahnhof gewesen, nur noch südlich ans Netz angebunden. Das ist nur ein Beispiel...

Wie gesagt, es war richtig, dass eine Reform gekommen ist. Aber nun ist es an der Zeit, nachzubessern. Und da steht für mich das Netz als DB-unabhängige Gesellschaft an allererster Stelle.
Gleich dahinter sollte ein geändertes Unternehmensziel kommen, nämlich weg von der Gewinnmaximierung, hin zur Kunden- und Gütermaximierung auf der Schiene!
Noch hat es die Politik zu 100% in der Hand. Denn noch ist die DB Logistics Holding ihre 100%ige Tochter! Das sollte nicht vergessen werden.



von KBS 860 - am 22.01.2006 22:48

Re: Widersprichst du dir nicht selbst?

Du hast Recht, es muß was geändert werden! Die BAhn muß wieder ein GANZES sein! Und das am besten alles staatlich!


Schau Dir mal folgenden Beitrag bei DSO an!

[s134260722.online.de]

Und jetzt sage mir, daß der Staat bei seiner permanenten Geldknappheit dann nicht auch das Netz eigenständig verkauft/privatisiert?

von Cargonaut - am 22.01.2006 23:19

Kopfbahnhöfe

Heiko, diese Planungen rühren ja noch von den Zeiten her, als Du die Autos hinter Nürnberg an einer Hand abzählen konntest. Was wollte man im Zonenrandgebiet, außer denen, die wirklich dort noch lebten? Und insofern gingen die Schlömener Kurve wie auch die Führung von IC über BT von weitsichtigen und klugen Leutchen aus, um die K-L-Nord-Süd-Bahn nicht kurz vor dem Endpunkt wahrhaftig "verenden" zu lassen. Nur haben das die Wenigsten, und der gemeine F. überhaupt, noch nie kapiert.
Ansonsten sehe ich keinen Anhaltspunkt, wo die sogenannte Bahnreform eine Wende zum Guten bewirkt hätte. Insofern stimme ich Cargonautus zu, weil die Zerschlagung von Anstalten der öffentlichen Daseinsfürsorge (Post, Bahn, städt. Nahverkehr, Energieversorgung, Kultur und Sport....) in der Regel nur Nachteiliges für den Bürger einbrachte.

"Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung
bestimmt, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten.
Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteresse
des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen."

Kluger Mann, der Otto von Bismarck. Auch Du stehst auf diesem Standpunkt. Und ist doch nicht eigentlich egal, ob ich Gelder über Umwege zu Transportgesellschaften oder Verkehrswegebesitzer schlichteln muß - oder diese gleich einem "ganzheitlichen" Bundesunternehmen im Bismarck´schen/Heikos Sinne überweise? Der Beamtenstatus ist eine ganz andere Frage, das sind nun mal die Erbschaften früherer Zeiten, die sich irgendwann auflösen. Genau wie z. B. beim Lehrer darf darüber nachgedacht werden.

von awp - am 23.01.2006 15:03

Re: Nichts dagegen

Die Bahnreform war sowieso ein Fehler und das ist Transnet zu verdanken. Wäre die GDL die Großgewerkschaft gewesen, die ja gegen die Privatisierung waren, dann wäre das nicht so leicht gegangen.
Aber eins stimmt: Beide sind mehr mit sich selbst beschäftigt als für die Mitarbeiter da zu sein, das ist so extrem nur bei wenigen anderen Gewerkschaften so.

Jetzt ist es aber zu spät, es wird nie wieder eine Bundesbahn geben und jetzt muss man die Chancen nutzen.
Fakt ist: Bei getrenntem Netz steigen die Verkehrsleistungen. Da müssten doch alle Lokführer (also auch Cargonaut) dafür sein, schließlich gibts bei mehr Verkehr mehr Bedarf an Lokführern. An der Börse herrscht Renditenzwang, da schließe ich "Bedarfsoptimierungen" und einen Verkehrsrückgang nicht aus.

Eigentlich sollte es einem Lokführer doch total egal sein ob er für Railion, DB Regio oder eine NE fährt.
Hier sollte aber die Gewerkschaft ansetzen, hier sehe ich die Aufgabe. Statt gegen die Netztrennung zu kämpfen sollte sie sich für einen bundeseinheitlichen Tarif, z. B. für Lokführer, einsetzen, der nicht unter dem DB-Tarif liegt und an dem sich auch die NE's halten müssten.
Da würde ich jeden Generalstreik dafür unterstützen.

Wie man sieht, ich bin dafür dass Bahner mehr verdienen, aber ich denke an das Wohl aller Bahner und nicht nur an die der DB. Würde die Gewerkschaften mal gute Tarifverträge abschließen hätte kein DBler Probleme bei einer NE zu arbeiten (außer den Beamten vielleicht).

von KBS855 - am 23.01.2006 18:11

Re: Ist es nur DB-Transnet?

Der Transnet-Führung gehts doch nur um ihre eigenen Posten die erhalten werden müssen.
Und dafür müssen dann die Eisenbahner an der Basis, die Transnet sonst nie vernünftig vertritt, schön brav streiken. Und die meisten lassen sich von der Propaganda einlullen, weil man Ängste schafft und das zieht immer.

von KBS855 - am 23.01.2006 18:26

Re: Nichts dagegen

KBS855 schrieb:

Zitat

Eigentlich sollte es einem Lokführer doch total egal sein ob
er für Railion, DB Regio oder eine NE fährt.


Einem Tf, der auch mal Familie haben möchte, will nicht als Nomade bei irgendeiner NE-Bahn landen. Dabei geht es mir ganz und gar nicht ums Geld. Denn wenn ich nur wegen dem Geld arbeiten würde, wäre ich lange nicht bei der Bahn!!

Machen wir mal ein Beispiel:

Das Netz wird jetzt komplett staatlich. Irgendwann sind die Haushaltslöcher so groß, daß wieder was zum Stopfen gesucht wird. Jaaa, wir haben ja da noch das Bahnnetz, was wir privatisieren könnten...und was dann geschieht, brauch ich ja wohl keinem zu erläutern! Die Privatisierungswut in diesem Land kotzt mich an und macht mir Angst, denn dabei kommt meist nur Müll raus!

Mfg Cargonaut

von Cargonaut - am 23.01.2006 18:27

Re: Darum sage ich ja

Wenn es doch einen einheitlichen Tarifvertrag geben würde, an den sich auch die NE's halten müssen, dann wäre es irgendwie schon egal. Außerdem finde ich das man es sehr wohl regeln kann dass Tf's möglichst Heimatnah eingesetzt werden.

Was führt denn zum Nomadenleben? Dieser Transnet-Beschäftigungssicherungsvertrag. Statt Tf's aus der Region zu nehmen, holt man lieber einen vom selben GB der aus einer anderen Ecke Deutschlands kommt.

Würde sich die Gewerkschaften kümmern und nicht ihre Kindergartennummern durchziehen, würden sie für einheitliche Tarife sorgen und es würde kein Lohndumping mehr geben.
Außerdem wären mal Lohnerhöhungen angebracht, denn die Löhne sind eindeutig zu niedrig. Hier würde es auch eher eine Berechtigung geben als bei den Metallern oder sonstwo.

von KBS855 - am 23.01.2006 18:44

Volle Zustimmung

ich hab da noch ein paar Anmerkungen, die ich aber nicht ins Forum schreibe, sonder lieber am Samstag bekannt gebe.

von 614er_Fan - am 23.01.2006 19:47
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