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Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Martin Pfeifer, Schwandorfer

Spurensuche: Die Vilstalstrecke Amberg - Schmidmühlen Teil II (m17B)

Startbeitrag von Schwandorfer am 11.02.2006 13:13

Vorab für alle "Neueinsteiger" ein Link zu Teil I: [forum.myphorum.de]

Bevor es mit der eigentlichen Spurensuche weitergeht, möchte ich nochmals zwei Ergänzungen zur Geschichte der Strecke erwähnen:

Die Antworten auf den Teil I im HiFo bei DSO haben ergeben, daß zwischen 1955 und 1959 zwischen Amberg und Drahthammer im km1,8 der Haltepunkt Amberg Leopoldstraße eingerichtet wurde. Dieser existierte dann bis zur Einstellung des Personenverkehrs 1966.
Ein Kursbuchauszug der Strecke von 1966 ist unter [s134260722.online.de] zu finden.

Desweiteren habe ich auf www.schmidmuehlen.de einen Hinweis darauf entdeckt, daß im 2. Weltkrieg von Schmidmühlen aus mit dem Bau einer Schmalspurbahn über Rohrbach nach Hohenfels begonnen wurde. Angeblich wäre sie sogar bis Rohrbach fertiggestellt worden. Ein entsprechender Thread dazu ist unter folgendem Link zu finden: [forum.myphorum.de]

Jetzt zum Teil II der Spurensuche: Er behandelt den Abschnitt zwischen Haselmühl und Ensdorf.
Auch diesmal hab ich für die Verweise auf historische Bilder wieder das Quellenverzeichnis am Ende des Beitrags angehängt.

Bis Haselmühl verläuft die Strecke dann zwischen Straße und Vils. In Haselmühl lassen sich keine in Bezug zur Eisenbahn stehenden Hochbauten mehr ausmachen. Aber es gibt (wie eigentlich in fast allen Orten entlang der ehemaligen Strecke) eine Bahnhofstraße.


Streckenverlauf im Bereich der Haltestelle Haselmühl, Blickrichtung Amberg – auch der Betrieb rechts hatte wohl einmal einen Bahnanschluß.


Streckenverlauf im Bereich der Haltestelle Haselmühl, Blickrichtung Schmidmühlen


Ortsausgang Haselmühl


Schon bald ist der kleine Ort Lengenfeld erreicht, der auch einen Haltepunkt hatte.


Streckenverlauf kurz vor Lengenfeld (Oberpf), Blickrichtung Amberg


Haltepunkt Lengenfeld (Oberpf)


Streckenverlauf hinter Lengenfeld (Oberpf), Blickrichtung Schmidmühlen. Sogar ein Kilometerstein (km5,8) ist erhalten geblieben.


Im weiteren Verlauf überspannt dann die mächtige Brücke der A6 über das Vilstal auch die Strecke. Gleich danach geht es an der von vielen Fotos bekannten Wassermühle des Industrie- und Bergbaumuseums Theuern vorbei.


Streckenverlauf vor Theuern, Blickrichtung Amberg; Fotostandort direkt unter der Autobahnbrücke


Streckenverlauf vor Theuern, Blickrichtung Schmidmühlen; links die bekannte Mühle (vgl. [2] S. 126)


Und ein Blick zurück auf Mühle und Autobahnbrücke


Es folgt der Bahnhof Theuern, der bis 1963 besetzt und mit Formsignalen ausgerüstet war. Das hölzerne Bahnhofsgebäude konnte nur knapp dem Abriß entgehen. Mittlerweile wurde es vorbildlich renoviert. Es befindet sich darin nun eine Ausflugsgaststätte, die im Sommer für Radfahrer und Wanderer geöffnet hat.


Der Bahnhof Theuern


Sogar das alte Stationsschild ist noch vorhanden


Das Empfangsgebäude von Theuern (früherer Zustand siehe [2] S. 47)


Hinweistafel am Bahnhof Theuern


Nächste Betriebsstelle war der Haltepunkt Wolfsbach. Kurz dahinter überspannt noch eine recht hohe Steinbogenbrücke eine Straße.


Streckenverlauf im Bereich des Hp Wolfsbach, Blickrichtung Amberg


Streckenverlauf im Bereich des Hp Wolfsbach, Blickrichtung Schmidmühlen


Steinbogenbrücke in Wolfsbach


Vom folgenden Haltepunkt Leidersdorf habe ich leider keine Fotos. Dann kommt aber auch schon der Bahnhof Ensdorf (Oberpf), der am Rand des gleichnamigen Ortes liegt. Ensdorf wurde bis zuletzt bedient. Da das dortige Ladegleis aber nur über eine Weiche in die Strecke verfügte, mußte zum Umsetzen der Lok immer nach Rieden gefahren werden.


Bahnhof Ensdorf (Vergleichsbild siehe [3] S. 56)

Von den knapp 24km der Gesamtstrecke haben wir nun 15km bereist. Die restlichen 9km folgen im Teil III irgendwann nächste Woche!

Quellenverzeichnis:
[1] Walther Zeitler: Eisenbahnen in Niederbayern und der Oberpfalz
[2] Udo Kandler: Eisenbahnreviere Oberpfalz
[3] Gerald Hoch, Andreas Kuhfahl: Nebenbahnen in der Oberpfalz
[4] Siegfried Bufe: Eisenbahn in der Oberpfalz

Viele Grüße

Tobias

Antworten:

Servus,

kleiner Hinweis: das auf dem ersten Bild zu sehende Gebäude ist die frühere Fischhandlung, welche bis in die 80'er Jahre per Bahn beliefert wurde, siehe [3] Seite 55.

Da ich den Radweg desöfteren nutze, noch der Hinweis, das kurz vor dem Bf Lengenfeld - von Amberg kommend rechts der Strecke - noch mehrere Betonschwellen am Wegesrand liegen. Scheinbar wurden sie kurz vor der Betriebseinstellung ausgetauscht. In Haselmühl sind nördlich der Bahntrasse auf dem tieferliegenden Planum am Rande der alten Werksanlagen östlich des Schlossplatzes noch alte Gleise zu erkennen.

Und zum ersten Teil. Das Anschlußgleis vom Bf Drahthammer zum Siemenswerk ist heute noch vor dem (geschlossenen) Möbelgeschäft Köster sowie auf dem Parkplatz auszumachen.



von Martin Pfeifer - am 28.02.2006 20:12
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