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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Cargonaut, derSchlömener, Neuenmarkt, KBS 867, Gast, KBS 860, Schwandorfer, Vt612, E18-Fan

Wegen der SchXXX Kuppelei in NPZ gestern wieder Chaos

Startbeitrag von Neuenmarkt am 14.02.2006 07:17

So ich muss mir jetzt auch mal Luft machen. KBS 860 und ich wollten gestern in Richtung Oberstdorf und von dort eine Runde drehen.

Gesagt getan, ICE Fahrschein und BY Ticket gekauft und in den RE 3408, Bayreuth ab 09.05 gesetzt und auf das Frühstück im ICE gefreut.

Tja, zu früh gefreut, in NPZ stand auf dem Fahrtrichtungsanzeiger 15 Minuten später, das hätte gerade noch gereicht um 10.29 mit ICE 783 weiterzureisen.

Dann kam aber die Durchsage, das man auf den verspäteten Teil aus Hof warten muss und es mindestens 35 Minuten dauert !!!!!!

Zwischenzeitlich ließ man den unten erwähnten IC Nürnberg-Dresden in Pegnitz halten und Fahrgäste nach NMR aussteigen, da der Zug außerplanmäßig über Bayreuth geführt wurde.

Es stellte sich heraus, das auf der Strecke nach NMR ein 610er liegen geblieben war und man nur eingleis Betrieb hatte.

Wir hatten einen Lokführer, mußten aber auf den Hofer Teil warten, da dessen Lokführer anscheinend auf den ebenfalls zum Warten verdammten RE nach Marktredwitz übergeht.


Deswegen mußte ein zu 2/3 gefüllter Pendo über 40 Minuten warten und konnten erst gegen 10.10 (!!!!) Pegnitz verlassen.

Viele Fahrgäste verpassten so ihre Anschlüsse in Nürnberg bzw ihre weitergehenden Anschlüsse, so mußten einige nach Bonn, Frankfurt, Paris usw.

Der Schaffner ließ sich dann auch nicht mehr blicken !!!!!!!

Wir hätten einen Lokführer gehabt und hätten fahren könne, der Hofer Teil hatte ja eh schon Verspätung gehabt.

Und da gibt es noch Verrückte die einen Kuppelhalt in Hersbruck fordern !!!!!


Also konnten wir unsere Fahrkarten in den Wind schreiben, in Nürnberg zum Servicepoint Verspätung notieren lassen, in die Lounge zum Auszahlen gegangen.


Wir waren hier schon enttäuscht.

Antworten:

man kann ja ruhig kuppeln...

nur sollte man bei zu viel Verspätung eben die Möglichkeit sich immer offen halten, dann auch alleine weiterfahren zu können. V.a. ist es absolut unverständlich, wenn es vom Personal her ginge. Ich weiß wirklich nicht, was die Transportleitung so denkt!?
Und dann andererseits lassen sie Anschlüsse wegen nicht mal 5 Minuten davonfahren...

von derSchlömener - am 14.02.2006 09:08

Liegt aber beim Personal

Guten Morgen,

also ich hab mir den Beitrag mehrfach durchgelesen.

Am Personal liegt nämlich genau das Problem, da der RE nach NMR keinen Tf gehabt hätte.

Der RE kommt zweiteilig von Nürnberg her, der vordere Teil fährt nach NBY weiter mit dem Tf.
Der Zugteil nach NMR würde durch den Tf besetzt, der mit dem RE aus Hof kommt.
Wenn nun der Bayreuther Zugteil weitergefahren wäre, wäre der Hofer Teil dann entweder in NPZ gestanden, weil für ihn kein Tf dagewesen wäre oder umgekehrt wäre der Zug nach NMR gestanden, weil dann ja der Tf bis Nürnberg gefahren wäre.



von KBS 867 - am 14.02.2006 09:31

Der nach NMR stand ja auch die ganze Zeit

und mußte warten, mittlerweile war ja schon der nächste Zug aus NBY nach NPZ unterwegs, ebenso ja der nächste Teil von oben runter, man hätte eigentlich den verspäteten Teil aus Hof hier brechen können und alle auf den RE gegen 10.32 verweisen.

Wie gesagt, eine Störung an unseren Fahrzeug, Signalen oder Schneefräsen einsatz, da man verständnis, aber nicht wenn ein "unschuldiger" Teil warten muß.



von Neuenmarkt - am 14.02.2006 09:39

hast auch Recht

Damit hast du schon Recht, an die nachfolgenden RE hab ich grad nicht mit gedacht.

Wahrscheinlich wollte man den Reisenden aus Hof die "zusätzliche Verspätung" ersparen, wenn sie erst um 10.32 weiterfahren können und so fährt man lieber mit 40 Minuten Verspätung bis Nürnberg. ;)
So kommen halt wesentlich mehr Leute mit Verspätung in NN an, als wenn der Bayreuther Teil pünktlich gefahren wäre und diese wenigstens ihre Anschlüsse erreicht hätten.



von KBS 867 - am 14.02.2006 10:05
Die "Kuppelei" bei den VT610-Linien nervt generell. Der Aufenthalt der hofer Einheit in Pegnitz ist viel zu lang und macht die für sehr teures Geld eingefahre Fahrzeitersparnis wieder zunichte.
Die Fahrgastinformation bei den VT 610 ist außerdem unter aller Sau:
Wer in Nürnberg am Bahnsteig steht, um z.B. nach Marktredwitz zu kommen, hat kaum eine Chance, den richtigen von vier Zugteilen (teilweise erfolgt ja in Hersbruck auch noch eine Zugtrennung) zu erwischen. Es dauert viel zu lange, bis die Zuglaufschilder (von Hand, wie zur Dampflokzeit!!!) vom Personal geändert werden, die digitale Fahrzielanzeige im Inneren der VT tat bei meiner letzten Fahrt auch das was sie nahezu immer tut: entweder garnichts oder das völlig falsche Ziel anzeigen.
Wenn schon ein Flügelzugkonzept mit teilweise mehreren Zugtrennungen während der Fahrt, dann sollte die Fahrgastinformation auch dementsprechend organisiert werden.

von Gast - am 14.02.2006 12:16

Man müsste ja nur drauf kucken, dass IMMER die richtigen Schilder drinstecken

An und für sich ist ein Zuglaufschild ja nicht verkehrt. Es hat im vergleich zu einer elektronischen Anzeigen einen entscheidenten Vorteil: Es kann nicht ausfallen. Aber für manche seltenere Läufe gibt es eben keine Zugzielanzeiger, z.B. für den einen Lauf am Samstag Nürnberg - Bayreuth - Hof. Weder das Zuglaufschild am 610er, noch der Zugzielanzeiger in Bayreuth kann hier die richtigen Informationen anziegen.
Was noch dazukommt und nicht sein dürfte, ist dass auch bei vorhandenen Zuglaufschildern die Zugteile manchmal falsch beschildert sind...

von derSchlömener - am 14.02.2006 12:31

Zuglaufschilder

Zitat

Wer in Nürnberg am Bahnsteig steht, um z.B. nach Marktredwitz zu kommen, hat kaum eine Chance, den richtigen von vier Zugteilen (teilweise erfolgt ja in Hersbruck auch noch eine Zugtrennung) zu erwischen. Es dauert viel zu lange, bis die Zuglaufschilder (von Hand, wie zur Dampflokzeit!!!) vom Personal geändert werden,

So geht es vielen Leuten die in NN einsteigen möchten. Teilweise werden die Schilder erst kurz vor der Abfahrt umgesteckt.
Aber es gibt am Bahnsteig auch Wagenstandsanzeiger, auf denen die Reihung der Zugteile ersichtlich ist.

Und das manchem Personal am Bahnsteig die Fragerei nach dem richtigen Zugteil leid ist, hört man aus deren Antworten heraus.



von KBS 867 - am 14.02.2006 12:38

Von wegen Schilder, Schilderchaos am 11.02.06

Ich kam am 11.02.06 gegen 16.24 in NN mit dem EC 23 an und bin dann mit RE 3423 nach Bayreuth gefahren.

laut Fahrplan steht der vordere Zugteil nach Bayreuth und der hintere nach Cheb drinn, ebenso auf dem Wagenstandsanzeiger elektronisch und auf dem mobilen Schild am Bahnsteig.

Der Pendo war auch innen schon als Bayreuth - Nürnberg und zurück gekennzeichnet.

Bei mir in der 1. Klasse war ein Ehepaar, dieses fragte die vorbeikommende Zugbegleiterin ob der Zug nach Bayreuth fährt. Sie sagte ja. Die Zugzielanzeige im Pendo innen war natürlich defekt wie immer.

Am Bahnsteig gegenüber stand der RE nach Weiden, auf dem Bahnhofsanzeiger stand aber RE nach Furth. Dann wurden die Fahrgäste des Weidener Zuges aufgefordet den Zug zu verlassen und auf Gleis 18 zu gehen, da ausnahmsweise der Zug nach Weiden von dort abfährt.

In diesem Moment kam der Tf und ging durch die 1. Klasse und hantierte am Zuglaufschild, auf einmal fing eine Diskussion zwischen im Ihm und der Zugbegleiterin an.

Da wurde ich hellhörig und ging nach vorne und mir fielen fast die Augen raus, auf dem Schild stand jetzt : Nürnberg - Cheb und nicht mehr Nürnberg - Bayreuth !!!!

Ich fragte wohin der Zug denn jetzt fährt, da bekam ich die barsche Antwort vom Tf, "Na nach Cheb natürlich, das sieht man doch"

Darauf hin sagte ich, das es im Fahrplan und auf dem elektronischen Anzeiger anders steht, darauf sagte der Tf das sie wegen Kuppelproblemen in NPZ das kurzfristig geändert hatten.

Also mit meinen 3 Koffern und Taschen raus aus dem Zug, ebenfalls das Ehepaar aus der 1. Klasse.

Das mobile Hinweisschild wies jetzt Bayreuth als Hinterteil und Cheb als Vorderteil aus während sein elektronischer Kollege unter dem Bahnsteigdach genau das Gegenteil sagte : A = Bayreuth, B = Cheb.

Also hinten rein. Gut, dann ca. 5 Minuten vor Abfahrt ertönte die Durchsage, das aus technischen Gründen die Zugteile getauscht wurden und somit fing eine Wanderung an was uns wieder ca +3 in NN
gekostet hat.

War echt nicht lustig hier mit dem Gepäck ein und auszusteigen



von Neuenmarkt - am 14.02.2006 13:59

Kuppeln in Pegnitz

Hallo

dieses Problem taucht nicht zum ersten Mal auf schon des Öfteren mussten Reisende im 610 in Pegnitz auf einen verspäteten Zugteil warten. Dies liegt wie schon oben erwähnt an den Einteilungen der Lokführer. Die meisten bringen einen Zug von Bayreuth oder Hof und fahren dann ab Pegnitz gleich wieder in die andere Richtung weiter. In manchen Fällen wird der verspätete Zugteil von Bereitschaftslokführern weiter gefahren um so unnötige Wartezeiten zu vermeiden. Dies geht allerdings nicht immer, wenn die Bereitschaft
z. B. schon anderweitig eingesetzt ist. In solchen Fällen bleibt der Zug dann stehen. Klar währe es auch für mich ärgerlich wenn ich deswegen einen Anschlusszug verpassen würde oder mein Ziel gar nicht mehr erreichen würde. Aber auf solche Situationen kann man sich nicht einstellen, da sie immer unverhofft eintreten.
Zum Schluss noch ein Wort zu den Fahrgästen die bei so was immer gleich Ausrasten und auf die DB schimpfen. Dies sind meisten solche die die Treppe heraufkommen wenn der Zug gerade über dem Anfahren ist und dem Lokführer zum anhalten winken. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. In diesem Sinne.

Gruß Christian

VT 612 - Was gibt es schöneres

von Vt612 - am 14.02.2006 18:53
Mit Sicherheit werden nicht immer die Schilder rechtzeitig gedreht. Das hat aber folgende Bewandnis:

Der nakommene Zub hat sofort nach eintreffen des Zuges TU oder sogar Pause, der abgehende Zub hat bis 5min vor Abfahrt ebenfalls Pause, also wer dreht bite die Schilder?

Und mal ein Gegenbeispiel aus Nürnberg. VT610 soeben eingefahren, Tf steigt gerade aus dem Führerstand aus, da fragt schon ein Reisender, ob das der Zugteil nach xy wäre und das ja noch gar nicht im Zuglaufschild ersichtlich sein. Also eine gewisse Zeit sollte man den Zub schon zur Verfügungen stellen. Den Reisenden wurde als Gegenfrage gestellt, ob man die Zuglaufschilder zwischen Hersbruck und Nürnberg schon während der Fahrt drehen soll?! Dann war Ruhe.

Und eins muß ich aber auch mal feststellen:

Sind die ZUglaufschilder gedreht, schaut keine Sau drauf, stimmen sie mal nicht, bemerkt es auf einmal jeder...komisch, oder ? ;-)

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 14.02.2006 19:28

... weils halt NORMAL ist, dass die Schilder richtig sind.

Wie dass dann die Bahn organisiert, ist ihr Problem. Aber man wird es doch wohl bei der Bahn auf die Reihe kriegen, dass die Schilder immer das richtige Ziel anzeigen bzw. für den Lauf auch überhaupt vorhanden sind.
Das sind halt absolute Basics einfach. Da gibts auch keine Ausreden.

von derSchlömener - am 14.02.2006 20:24

Re: ... weils halt NORMAL ist, dass die Schilder richtig sind.

Ja, aber so "normal" scheint es ja nicht zu sein, wenn ich die Postings und die Beschwerden hier so lese?! Na was denn nun?!

MfG cargonaut

von Cargonaut - am 14.02.2006 20:44

und warum...

...kriegt der Reisende das nicht hin, sich an den Aushängen zu informieren? Wie die das machen ist mir eigentlich egal, aber jeder von denen sollte doch klug genug dazu sein. :-)

MfG cargonaut

von Cargonaut - am 14.02.2006 21:01

Was soll denn das schon wieder?

Warum schreibst du von der Dummheit der Reisenden wieder?

Man kann alles von zwei Seiten beleuchten. Man könnte genauso auch sagen, die Bahn ist zu kompliziert für viele.
Es ist ja nicht so, dass die Menschen von haus aus doof sind. Jeder kann doch auch Einkaufen, Bücher lesen, Autobahnschilder lesen usw.

In diesem ernsthaft gemeinten Posting ging es schlicht und einfach nur darum, dass die DB oft nicht fähig ist ihre Züge anständig zu beschildern. Das ist alles.

Das kann man zwar abstreiten, doch sind es nunmal Fakten, die sich nicht so einfach von der Hand weißen lassen.

Wichtig wäre, dass die Bahn selbst auf die Idee kommen würde eine vernünftige Reisendeninformation sicherzustellen, anstelle ständig ihre Kunden zu beschimpfen. Denn - ich kann mich nur wiederholen - die Kunden spülen das Geld in die Kassen und niemand anderes.

von derSchlömener - am 14.02.2006 21:11

schau der Wahrheit mal ins Auge

derSchlömener schrieb:

Zitat

Warum schreibst du von der Dummheit der Reisenden wieder?


Weil es doch eben zum Teil so ist.

Zitat

Man kann alles von zwei Seiten beleuchten. Man könnte genauso
auch sagen, die Bahn ist zu kompliziert für viele.
Es ist ja nicht so, dass die Menschen von haus aus doof sind.
Jeder kann doch auch Einkaufen, Bücher lesen,
Autobahnschilder lesen usw.


Ja de Leute finden mit dem Auto von Innenstadt zu Innenstadt (mal abgesehen von den Navigationssystem-Piloten) aber sind nicht inder Lage, die einfachen Darstellungen der Wagenstandsanzeiger zu interpretieren. Genau das ist es, was ich nicht verstehe.


Zitat


Wichtig wäre, dass die Bahn selbst auf die Idee kommen würde
eine vernünftige Reisendeninformation sicherzustellen,
anstelle ständig ihre Kunden zu beschimpfen. Denn - ich kann
mich nur wiederholen - die Kunden spülen das Geld in die
Kassen und niemand anderes.


Das ist wohl war, aber warum sollte der Reisende nicht mal etwas mehr in die Verantwortung genommen werden. Das ging doch früher auch! Und in den Wagenstandsanzeigern auf den "Pendo-Bahnsteigen" ist doch alles ganz genau dargestellt. Wo bitte ist dann das Problem? Ich kann Dir sagen, wo das Problem ist! Weil der Bevölkerung immer mehr das Denken abgewöhnt wird und das nennt sich fälschlicherweise Service. Somit sind nur noch wenige in der Lage, sich selbst Informationen zu beschaffen oder zu ergründen. Die heutige Methode ist doch eher, bevor ich mir selber Gedanken mache, frage ich doch lieber bequem einen anderen. Bestes Beispiel sind doch viele Fragen in den Foren wie bei DSO, die sich mit der Suchfunktion in Null komma nix selbst ergründen lassen könnten. Das ist das Hauptproblem dieser Gesellschaft, die Bequemlichkeit!
Sicher bedarf es einer Informationspolitik der Bahn, aber viel wichtiger finde ich, daß die reisenden mal wieder zu etwas mehr "Eigenständigkeit" erzogen werden. Sonst endet es mal irgendwann damit, das ein DB Service-MItarbeiter der Lohngruppe E3 den Reisenden zu Hause abholen muß und dann Händchen haltend zum Zug führen muß. Was meinst Du, wieviele Reisende vor dem Pendo stehen, mich fragen welcher Zugteil wohin fährt, ich gegenfrage, wo sie denn hinwollen und Ihnen den Zugteil zeige, wo sie einsteigen müssen...und denke nicht, wieviele danach trotzdem in den falsch Zugteil einsteigen!


MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 14.02.2006 21:23

eine kleine Prise vom allgemeinen Digitalisierungswahn wäre hier nicht schlecht.

Nein, beim 610 ist es alles andere als normal, daß die Schilder richtig sind.
Und die Theorie (Wagenstandsanzeiger) stimmt mit der Praxis (Zug am Bahnsteig) auch selten überein.
Eine kleine Prise vom allgemeinen Digitalisierungwahn wäre bei der BR610 nicht fehl am Platz. Eine einfache 628.4-ähnliche Digitalanzeige wie beim Möchtegernnachfolgemodell 611 die keine Zwischenhalte, sondern einfach nur die Fahrtrichtung des jeweiligen Zugteils anzeigt wäre hilfreich.
Müßte doch hinzukriegen sein in Zeiten, in denen auch noch das älteste Silberlingmodell für viel Geld zum x-ten mal modernisiert wird - zumindest einige bekommen ja auch Digitalanzeigen verpasst.

von Gast - am 15.02.2006 10:37

Und bei kurzfristigen Umdisponierungen?

Aus diversen vorangegangenen Postings ging doch hervor das die Bahn offenabr nicht in der Lage ist, kurzfristige Umdisponierungen bis zum Kunden weiter zu kommunizieren! Da stimmen dann auch die angesprochenen Bahnsteigaushänge nicht mehr! Und wenn es dann für einen bestimmten Zuglauf nach x Monaten noch kein Zuglaufschild gibt, woher soll der Kunde bitte seine Information bekommen?
Es ist ihm doch nicht zu verdenken, wenn er aus dem Zug in den anderen Zugteil gescheucht wurde beim nächsten mal sich nach einer Alternative umzusehen!
Und nachdem, wie auch mehrfach gepostet die interne Anzeige in der Regel ausser Funktion ist gibt es für den Kunden keine andere Möglichkeit, als das Personal zu fragen!
Und die Kunden die schonmal aus dem verkehrten Zugteil gescheucht wurden (nachdem sie einen Platz gesucht haben, sich niedergelassen haben usw. immerhin steht ja keine S-Bahn Fahrt bevor!) fragen beim nächsten mal (freut euch doch, dass die wiederkommen!!!) lieber vorher zweimal als wieder im falschen Zugteil zu sitzen!
Überall sehe ich das mit einer ausfürlichen Informationspolitik viel späterer Ärger vermieden werden kann nur bei der Bahn scheint man diese Tatsache nach wie vor beharrlich zu ignorieren!

Grüße Martin



von E18-Fan - am 15.02.2006 13:49

Re: eine kleine Prise vom allgemeinen Digitalisierungswahn wäre hier nicht schle

Zitat

Und die Theorie (Wagenstandsanzeiger) stimmt mit der Praxis
(Zug am Bahnsteig) auch selten überein.


Ich fahre jeden Tag auf dieser Strecke und in 99,99% aller Fälle stimmen Wagenstandsanzeiger, Zugzielanzeiger und Zug am Bahnsteig überein. Die restlichen 0,01% sind irgendwelche Störungen, die so gut wie nie vorkommen.

Ich bitte hier also um konkrete Beispiele, wo das nicht gepaßt hat!

Viele Grüße

Tobias



von Schwandorfer - am 15.02.2006 16:16

da kann ich nur zustimmen!

In 99% stimmen die Wagenstandsanzeiger am Bahnsteig, wenn denn mal jemand draufschauen würde. Es sei denn, es gab vorher eine größere Betriebsstörung, sodaß die 610 auf diese Weise wieder einfacher in ihre Umläufe reinkommen.

Selbst bei Triebwagentauschaktionen am Bahnsteig, wird sich 99% an die Wagenstandsanzeiger gehalten. Wäre ja auch dumm, wen nicht, so macht man sich ja nur selbst mehr Arbeit.

MfG cargonaut

von Cargonaut - am 15.02.2006 16:24

Re: Und bei kurzfristigen Umdisponierungen?

E18-Fan schrieb:

Zitat

fragen beim nächsten mal (freut euch doch, dass
die wiederkommen!!!) lieber vorher zweimal als wieder im
falschen Zugteil zu sitzen!


Ja, und steigen dann trotzdem in den falschen Zugteil ein!

Und wie schon weiter oben erwähnt, die Wagenstandsanzeiger neben den Abfahrtsplänen stimmen zu 99,9% immer überein mit der tatsächlichen Zugreihung, selbst bei triebwagentauschaktionen wird sich daran gehalten.

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 15.02.2006 16:31

Sparwahn beim Betriebshof Nürnberg und Zugzielbeschilderungen VT 610

Servus,

jetz muss ich auch mal was dazu schreiben.

1. Zugzielanzeiger am VT 610 im Innenraum:
Die Zugzielanzeiger im 610 über den Abteiltüren sind Prototypen. Mit dem VT 610 haben solcherlei elektronische Anzeigen im Innenraum bei der DB zu allererst Einzug auch in Nahverkehrszügen erhalten.
Diesen Anzeigen, damals noch auf Quarzbasis, sind mittlerweile weit zuverlässigere LCD-Modelle gefolgt.
Man müsste diese Anzeigen schlicht und einfach durch ein aktuelles Modell ersetzten. Dass das ohne weiteres möglich ist, zeigt eine Anzeige im 610 003, die als erste bereits vor JAHREN(!) dementsprechend erneuert wurde. Geplant war bereits damals, sämtliche Anzeigen im 610 demensprechend zu erneuern. Getan hat sich nichts, wie so oft aus Kostengründen.

2. Außenanzeige Zugziel am VT 610:
Auch hier war vor Jahren bereits konkret geplant, elektronische Zugzielanzeigen anzubringen. Im Führerstand nach Vorbild der BR 111 und 143. Getan hat sich nichts, die Aktion wurde im letzten Moment wieder abgeblasen: Kostengründe.

3. Redesign VT 610:
Sämtliche VT 611 haben - obwohl um Jahre jünger und im Innenraum weit weniger abgenutz als die 610- mittlerweile ein Redesign erhalten. Auch beim VT 610 war ein Redesign im Innenraum im letzten Jahr angedacht. Abgesagt natürlich - weshalb auch sonst- aus Kostengründen. Das Redesign war dem Betriebshof Nürnberg schlicht zu teuer.

Und genau das ist einfach irgendwo erbärmlich. Während man beim VT 612 enorme Summen für dessen Kipptauglichkeit und diesem zweifelhaften Wellen-Theater anscheinend ohne mit der Wimper zu zucken aufzuwenden bereit ist, spart man beim 610, wo es nur geht.
Für diesen Sparwahn beim 610 ist augenscheinlich wohl das Bw Nürnberg ein großes Stück mitverantwortlich, denn anderen Bws, wie z.B. Ulm (VT 611) oder Hof (VT 612) ist der Zustand ihrer Fahrzeuge sichtlich um Welten wichtiger. So hat Hof z.B. die VT 612 und einige VT 628 in den Toiletten mit neuen Handtuchhaltern, Seifenspendern und Geruchs-Neutralisatoren ausgestattet, gleiches hätten auch die 610 bitter nötig. Ulm hat sämtliche 48 (zumindest ab und zu) betriebsfähigen 611 redesignen lassen.
Aber hier passiert mit den 610 nichts. Ist anscheinend bei den 610 völlig wurst, wenn die Anzeigen defekt sind, die Seifenspender und Papierhalter in den Toiletten ebenso und wenns im abgewirtschafteten Innenraum noch dazu stinkt wie blöd. Völlig egal anscheinend. Das ist traurig und irgendwo auch unter aller sau, denn die Fahrpreise sind schließlich in den letzten Jahren dem erbärmlichen Zustand mancher Fahrzeuge auch nicht angepasst worden!

4. Thema Zugbeschilderung am 610 außen, Aufgabe der Zugbegleiter:
Es gibt da z.B. einen sehr engagierten und stets sehr zuvorkommenden, freundlichen und auskunftsfreudigen Zugbegleiter mit berliner Dialekt, der tauscht die Zuglaufschilder bereits während des letzten Haltes an entsprechender Bahnsteigseite vor Nürnberg Hbf!
Mit dem tollen Ergebnis, dass die 610 bereits bei Einfahrt in Nürnberg richtig beschildert sind und jeder, der Schilder lesen kann, Bescheid weiß!
Es geht also auch jetzt und ohne elektronische Zugzielbeschilderung außen anders, wenn man nur will...


von KBS 860 - am 15.02.2006 19:26

Re: Sparwahn beim Betriebshof Nürnberg und Zugzielbeschilderung

KBS 860 schrieb:

Zitat


4. Thema Zugbeschilderung am 610 außen, Aufgabe der
Zugbegleiter:
Es gibt da z.B. einen sehr engagierten und stets sehr
zuvorkommenden, freundlichen und auskunftsfreudigen
Zugbegleiter mit berliener Dialekt, der tauscht die
Zuglaufschilder bereits während des letzten Haltes an
entsprechender Bahnsteigseite vor Nürnberg Hbf!
Mit dem tollen Ergebnis, dass die 610 bereits bei Einfahrt in
Nürnberg richtig beschildert sind und jeder, der Schilder
lesen kann, Bescheid weiß!
Es geht also auch anders, wenn man nur will...


Ja, den kenne ich auch, der ist früher im Karlex Zugbegleiter gewesen, sollte Euch das hier ein Begriff sein. Ertauscht wie erläutert die Zuglaufschilder meist schon in Hersbruck. Nur hat man da leider nicht immer die Zeit dazu. die Innenschilder werden von mehreren Zub schon bis NN rein gedreht, nur sind die eben Innen, nicht außen :-)

Mfg Cargonaut

von Cargonaut - am 15.02.2006 19:39
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