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Eisenbahnforum Nordostbayern
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vor 11 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
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Cargonaut, Schwandorfer, KBS 855, awp, malo, PeterP, Gast

zwei ZM zur Elektrifizierung Regensburg - Hof und Donau-Moldau-Bahn

Startbeitrag von Schwandorfer am 05.03.2006 11:37

Quelle: [www.oberpfalznetz.de]

Zitat

04.03.2006 | Netzcode: 10839322
Die Weichen richtig stellen

Weiden. (vok) Die Stadt Weiden hat sich einer Initiative angeschlossen, in der 111 ostbayerische Kommunen die Elektrifizierung der Bahnstrecke Regensburg - Weiden - Hof - Reichenbach (Vogtland) fordern. In der kurzen Diskussion sagte MdL Werner Schieder (SPD), derzeit sei man meilenweit davon entfernt, dass die Verbindung wieder als Fernverkehrsstrecke eingestuft wird. "Das muss unser Ziel sein." Nach seinen Informationen gibt es aber Überlegungen bei der Bahn, eine Güterverkehrshauptstrecke zu installieren. Schieder warnte vor damit verbundenen Einschränkungen beim Personenverkehr.


direkter Link: [www.oberpfalznetz.de]

Zitat

04.03.2006 | Netzcode: 10839303
Eine Hand wäscht die andere
Schaidinger fordert Unterstützung für Moldau-Linie und spricht sich für Elektrifizierung Regensburg-Hof aus
Weiden. (cf) Ein Geben und Nehmen: Regensburgs OB Hans Schaidinger braucht für das ehrgeizige Projekt der Donau-Moldau-Bahnlinie nach Prag die Unterstützung ganz Ostbayerns. Die Nordoberpfalz profitiert von dieser Strecke nicht, jedoch von der Elektrifizierung Regensburg-Hof. Zur Überraschung der Zuhörer beim CSU-Fischessen versprach hier Schaidinger seine Unterstützung.

Damit griff der Regensburger eine Hauptforderung des Industrie- und Handelsgremiums (IHG) auf. "Wir werden Schaidinger beim Wort nehmen und seine Hilfe einfordern", erklärte IHG-Vorsitzender Gerhard Ludwig. Skeptisch beurteilt Ludwig die "europäische Herz-Region" von Linz bis Pilsen und Passau bis Weiden: "Das ist eine ganz ferne Vision." Nach Einschätzung des IHG-Chefs verspricht der Ausbau einer "Entwicklungs-Achse" von Hochfranken über Weiden nach Regensburg - entlang der A 93 - mehr Erfolg. Die von Schaidinger präsentierte Karte der "europäischen Herz-Region" enthält einen Schönheitsfehler: Die Heilquellen-Verbindung Karlsbad-Marienbad-Franzensbad-Sibyllenbad - von ihm als das regionale Wellness-/Gesundheits-Profil empfohlen - bleibt vollständig außen vor. Dabei fiel der selbstbewusste Vortrag des Regensburger OB auf durchaus fruchtbaren Boden. "Er hat als Regensburger sicher eine andere Sichtweise, sprach mir aber in vielen Bereichen aus der Seele", meint Walter Leupold. Dem CSU-Fraktionschef gefällt besonders die Haltung, dass Ostbayern eigene Phantasie entwickeln soll, um Freiräume zu nutzen. "Schaidinger kämpft für Regensburg, das macht er sehr gut", urteilt Bürgermeister Lothar Höher. Die Nordoberpfalz müsse genau schauen, wo sie Partner sein könne. In Sachen "Cluster" (gemanagtes Netzwerk) bot Schaidinger derNordoberpfalz die "Unterstützung mit Knowhow" an. Hier stecke die regionale Kooperation noch in den Kinderschuhen. Seine Erkenntnis: "Erst mit begrenzten Ressourcen lernt man, sich regional aufzustellen."

Gastgeber MdB Albert Rupprecht hatte die "Führungsaufgabe der Politik" bei der Weiterentwicklung der Heimat betont. "Unternehmensgründer, die Arbeitsplätze schaffen, sind die wahren Helden unserer Gesellschaft, nicht Showmaster oder Schauspieler."


direkter Link: [www.oberpfalznetz.de]

...wobei ich mich frage, warum eine gut ausgebaute Güterstrecke Einschränkungen im Personenverkehr mit sich bringen soll?!?

Viele Grüße

Tobias

Antworten:

Re???

Was soll denn eine Donau-Moldau-Linie sein?
Doch nicht etwa eine Neubaustrecke?
Wo heutzutage schon die Kohle für bestehende Verbindungen nicht reicht?
Unrealistisch!

von Gast - am 05.03.2006 12:43

Re: Re???

Für welche Züge soll den die Strecke NHO-NROB/NRH elektrifiziert werden? Für die Vogtlandbahn, die wahnsinnig vielen Güterzüge oder soll es nur eine zweite Franken-Sachsen-Magistrale werden, wo unter auf einer elektrifizierten Strecke zu 80% nur Dieselfahrzeuge fahren?

Meiner Meinung nach auch völlig unrealistisch und rausgeschmissenes Geld.

Mfg Cargonaut

von Cargonaut - am 05.03.2006 19:57

Re: Re???


Zitat

Für die Vogtlandbahn,


Bis es soweit ist, gibt es maximal noch einen Museums-Desiro und der derzeitige Verkehrsvertrag wird längst ausgelaufen sein.

Zitat

die wahnsinnig
vielen Güterzüge


Naja, solang der ganze Verkehr künstlich über den Frankenwald umgeleitet wird, läuft hier natürlich nicht besonders viel. Wäre die Strecke wirklich in den 20ern elektrifiziert worden, wie es vorgesehen war, würde es hier heute anders aussehen.

Die kürzeste Strecke München - Berlin ist rein kilometermäßig nach wie vor über Regensburg - Hof.

Viele Grüße

Tobias



von Schwandorfer - am 05.03.2006 20:06

Re: Re???

Ja, hätte, wenn und aber. Ich kann aber doch keine Strecke auf Verdacht elektrifizieren und danach den eventuellen Verkehr auf diese Strecke holen. Das sollte meiner Meinung nach noch immer umgedreht sein, oder? Und über die Frankenwaldbahn wird der Güterverkehr meiner Meinung nach deswegen geleitet, weil Nürnberg noch einen Zugbildungsbahnhof besitzt.

MfG cargonaut

von Cargonaut - am 05.03.2006 20:11

Bis es so weit ist

Hallo,
kann man noch hinzu fügen:
ist die Region längst ausgestorben! Demografie....
Das ist jetzt schon das Altenheim. Für wen soll da der Zug zukünftig fahren?
Und genauso, wer braucht in Hof dann noch den Flughafen? Oma und Opa gehen mit dem Krückstock längst nicht mehr in so ein Flugzeug hinein.
Wer investiert denn in eine Eisenbahnstrecke, die durch, oder in ein Gebiet mit hoher Arbeitslosigkeit führt? Der bayr. Süden steht noch gut da. Aber schaut mal die Schlußlichter Amberg, Weiden, Hof, Bayreuth an? Und dann weiter nach Sachsen...

Ist da unten wieder Wahl, damit solch tolle Zeitungsartikel verfasst werden?

Gruß,
malo

von malo - am 05.03.2006 20:37

Nicht ganz

Hallo,

denn irgendwie muß das geradezu schildbürgerhafte Projekt der NBS über den Thüringer Wald ja begründet werden...
Die davon betroffene Region hat rein gar nichts von dieser NBS.

Gruß,
malo

von malo - am 05.03.2006 22:04

Re: Nicht ganz

malo schrieb:

Zitat

Hallo,

denn irgendwie muß das geradezu schildbürgerhafte Projekt der
NBS über den Thüringer Wald ja begründet werden...
Die davon betroffene Region hat rein gar nichts von dieser
NBS.

Gruß,
malo


Da magst Du Recht haben. Das betrifft aber nur die Güterzüge der Relation Leipzig/Dresden-Nürnberg die zur "Verdichtung" der Frankenwaldbahn über Saalfeld geleitet werden, um die NBS zu rechtfertigen. Mit der Strecke nach Regensburg hat das nicht viel zu tun. denn durchgehende Güterzüge von Leipzig/Dresden nach München oder Regensburg sind eher die Ausnahme.

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 05.03.2006 22:13

Re: Pro Elektrifizierung

Ich bin eindeutig für eine Elektrifizierung. Man muss auch nicht von den heutigen Güterzugwerten ausgehen, denn mit einer besseren Verkehrspolitik, höherer Lkw-Maut etc. kann man die Grundlagen schaffen und muss sie schaffen.
Außerdem muss man dem "ausbluten" entgegenwirken. Mit guten Anbindungen, z. B. an Regensburg, das ja wirtschaftlich wächst, kann man an der Naabachse die Einwohner halten.

Herr Schaidinger hat auch gesagt dass sich ein "Ostbayern-Mafia" im Bayerischen Landtag bilden muss, denn es gibt bisher nur Oberbayern-Mafia, Schwaben-Mafía und die Franken-Mafia (wohl eher ohne Ostoberfranken), aber Ostbayern ist einfach unterrepresentiert.
Die kann sich dann auch für die Marzlinger Spange etc. einsetzen.

Was soll immer die Jammerei, das Geld ist allemal besser angelegt als in jeder Autobahnerweiterung oder Ortsumgehungen von Orten deren Verkehr das niemals rechtfertigt.

von KBS 855 - am 06.03.2006 17:18

Re: Pro Elektrifizierung

Ich kann doch aber nicht auf Verdacht eine Strecke elektrifizieren??
Wenn dann der erhoffte Verkehr nicht kommt, haben wir wieder mal eine Infestruine mehr. Haben wir davon noch nicht genug, auch auf dem Eisenbahnsektor? Sicher ist es besser in das Eisenbahnnetz zu investieren, aber wenn schon wenig Geld da ist, investiere ich es doch dort, wo es gebraucht wird und nicht da, wo es eventuell mal gebraucht wird, oder?

Und man hält Einwohner, nur weil eine Strecke elektrifiziert wird? Also das mußt mir mal erklären. :-)

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 06.03.2006 17:22

Nur eine Frage:

Wenn unsere Vorfahren nun nur auf Verdacht hin gar keine Eisenbahnen gebaut hätten? Damals reichten die Postkutschen auch aus. Wir reden hier immerhin von einer Strecke, die ein natürliches Verkehrsbedürfnis befriedigt und nicht von den späteren Bauten im Ergänzungsnetz, von denen man glaubte, daß sie verkehrliche Bedürfnisse erfüllen würden.
So übel finde ich den elektrischen Lückenschluß in die Haamit hin gar nicht - ohne Berücksichtigung der technischen Probleme.



von awp - am 06.03.2006 18:01

Re: Pro Elektrifizierung

Ich habe ja davon gesprochen dass man endlich mal eine Pro-Bahn-Politik machen müsste, z. B. Lkw-Maut für alle Lastwagen ab 3,5 Tonnen und mind. 12 cent. Dazu eine gezielte Verlagerungspolitik auf Bahn und Binnenschiff.

Das halten der Einwohnerzahlen hat natürlich nichts mit der Elektrifizierung zu tun. Nur zusammen mit der Elektrifizierung müsste auch die Strecke insgesamt ausgebaut werden. Und schnelle, gute Verbindungen nach Regensburg, Flughafen München und München halten auch Leute, die dann eben pendeln, in der Region.

Die nächsten 10-15 Jahre sehe ich das auch als unrealistisch an, aber danach ist eine Elektrifizierung durchaus drin. Irgendwann muss man einfach verkehrspolitisch umdenken. Außerdem wird durch die Ölverknappung der Dieselverkehr immer teurer werden, da wird sich die E-Traktion langfristig eh durchsetzen.

von KBS 855 - am 06.03.2006 18:06

Re: Nur eine Frage:

awp schrieb:

Zitat

Wenn unsere Vorfahren nun nur auf Verdacht hin gar keine
Eisenbahnen gebaut hätten? Damals reichten die Postkutschen
auch aus. Wir reden hier immerhin von einer Strecke, die ein
natürliches Verkehrsbedürfnis befriedigt und nicht von den
späteren Bauten im Ergänzungsnetz, von denen man glaubte, daß
sie verkehrliche Bedürfnisse erfüllen würden.
So übel finde ich den elektrischen Lückenschluß in die Haamit
hin gar nicht - ohne Berücksichtigung der technischen Probleme.

Dichtung und Kobold gehören zusammen. (Pumuckl)


Das steht auch außer Frage. Nur müssen dann auch die politischen Rahmenbedingungen stimmen, denn eine Elektrifizierung allein reicht nicht, wie es schon KBS855 erläutert hat. Und bei den derzeitigen Verhältnissen in der Regierung und aus den Erfahrungen der letzten Jahre (siehe Sachsenmagistrale) habe ich da so meine Zweifel, daß nach der Elektrifizierung auch die anderen Gremien mit den entsprechenden Beschlüssen nachziehen.

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 06.03.2006 18:25

Dann müssen wir sinngemäß Bertold Brecht anwenden,

der in einem Gedicht zum 17. Juni schrieb, wenn die Regierung unzufrieden mit dem Volk sei, müsse sie es auswechseln. In unserem Fall käme es dann zur Negation der Negation, wie es der m/l-Philosophieunterricht so schön herausarbeitete. Um den Filz und Unfug mit dem Lobbyistentum zu beenden würde ich sofort Bundestag und Länderparlamente auf eine Wahlperiode begrenzen.



von awp - am 06.03.2006 18:32

Re: Dann müssen wir sinngemäß Bertold Brecht anwenden,

awp schrieb:

Zitat

Um
den Filz und Unfug mit dem Lobbyistentum zu beenden würde ich
sofort Bundestag und Länderparlamente auf eine Wahlperiode
begrenzen.

Dichtung und Kobold gehören zusammen. (Pumuckl)


Klingt gut, aber bedenke, daß die Regierungen immer 3-4Monate brauchen, bis sie sich mit den Koalitionspartnern über die grobe Richtung geeinigt haben. Da wird ja dann mehr verhandelt als regiert ;-)

MfG cargonaut

von Cargonaut - am 06.03.2006 18:46

Man sollte nicht so kurzsichtig denken

Warum sollte man eine Möglichkeit den Schienenverkehr aufzuwerten verstreichen lassen?
In die Straße wird ja auch hemmungslos und teilweise sinnlos investiert. Wenn die Bahn dann eine Möglichkeit bekommen sollte ihren Wettbewerbsnachteil in der Infrastruktur zu verkleinern wäre es töricht die Chance nicht zu nutzen.

Pro Oberleitung!!

von PeterP - am 06.03.2006 18:49

Re: Man sollte nicht so kurzsichtig denken

Auch Du hast in meine Augen nicht Unrecht, aber wöllte man wirklich Güter auf die Bahn haben wollen, dann würde das auch eine gewisse Zeit mit einer verdieselten KBS855 gehen. Mal als Beispiel die Strecke Mühldorf-Burghausen. Diese Strecke wäre ganz nebenbei eine, die ich elektrifizieren würde, wenn sie keine Insellage hätte.

MfG cargonaut

von Cargonaut - am 06.03.2006 19:01

Re: Man sollte nicht so kurzsichtig denken


Zitat

Mal
als Beispiel die Strecke Mühldorf-Burghausen. Diese Strecke
wäre ganz nebenbei eine, die ich elektrifizieren würde, wenn
sie keine Insellage hätte.


Es gibt m.W. Planungen, diese Strecke im Rahmen der Elektrifizierung München - Mühldorf, die irgendwann kommen soll, auch elektrifiziert werden soll.

Gerade zwischen Regensburg und Schwandorf ist der Güterverkehr außerdem nichtmal soooo dünn. Dazu kommt noch, daß die Strecke im Personenverkehr m.E. noch wesentlich mehr Potenzial hätte, wenn es attraktivere Angebote (mehr durchgehende Züge nach München) gäbe.

Viele Grüße

Tobias



von Schwandorfer - am 06.03.2006 19:11

Re: Man sollte nicht so kurzsichtig denken

Schwandorfer schrieb:

Zitat


Gerade zwischen Regensburg und Schwandorf ist der
Güterverkehr außerdem nichtmal soooo dünn.


Für eine Elektrifizierung für mich aber lange nicht ausreichend. Die planmäßigen Züge, die die ganze Strecke befahren und von der Last her Potenzial für eine E-Lok hätten, kann ich an einer Hand abzählen.

Zitat


Dazu kommt noch,
daß die Strecke im Personenverkehr m.E. noch wesentlich mehr
Potenzial hätte, wenn es attraktivere Angebote (mehr
durchgehende Züge nach München) gäbe.


Ja, die dann wie auf der Franken-Sachsen-Magistrale mit 612 oder ähnlichem gefahren werden ;-) Da hat man die Voraussetzungen und nutzt sie ja auch nicht. Und da die Strecke ja schon bogenschnell ausgebaut wurde, werden die 423 dann neigetechnikfähig? ;-)

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 07.03.2006 07:41

Re: Man sollte nicht so kurzsichtig denken

Bis die Strecke denn mal elektrifiziert wäre, wären die 612er (nach der 25. Neigetechnikabschaltung) längst ausgemustert und Geschichte.
In der Zeit kann man auch schön Neigetechnik-Nahverkehrs-E-Züge entwickeln, sofern man von der Neigetechnik noch nicht genug hat.

Für mich stellt sich ein ganz anderes Problem: Statt der Geldverschwendung der NBS Ebensfeld - Erfurt, die irgendwann um 2050 fertig ist, hätte man die bestehenden Bahnstrecken ausbauen, begradigen und beschleunigen müssen.
Die Frankenwaldbahn hätte man durchaus ausbauen können, dazu ein Ausbau der Strecken Nürnberg - Hof und München - Regensburg - Hof.
Wichtig wäre etwa der Vogtlandtunnel und auch eine NBS Münchberg - Bayreuth.
Ich behaupte mal dass alles zusammen immer noch weit billiger als die Ebensfeld-NBS gewesen wäre, die zwischen Bamberg und Erfurt da durchfährt wo kaum jemand wohnt.
Aber Politik und Verstand, das sind zwei Gegensätze.

von KBS 855 - am 07.03.2006 12:37

Re: Man sollte nicht so kurzsichtig denken

Zitat

Für eine Elektrifizierung für mich aber lange nicht
ausreichend. Die planmäßigen Züge, die die ganze Strecke
befahren und von der Last her Potenzial für eine E-Lok
hätten, kann ich an einer Hand abzählen.


Na dann bräuchten wir in Norddeutschland eine Oberleitung eigentlich nur noch für die schweren Erzzüge, oder?
Auch auf Mühldorf - Burghausen ist dann die Elektrifizieren überflüssig - wie man sieht können die Züge auch wunderbar dieselbespannt fahren.
Oberleitung also nur noch auf einem Bruchteil aller Strecken?


Zitat

Ja, die dann wie auf der Franken-Sachsen-Magistrale mit 612
oder ähnlichem gefahren werden ;-) Da hat man die
Voraussetzungen und nutzt sie ja auch nicht. Und da die
Strecke ja schon bogenschnell ausgebaut wurde, werden die 423
dann neigetechnikfähig? ;-)


Das Problem der Franken-Sachsen-Magistrale ist ja wieder eben, daß die Fahrleitung in Reichenbach aufhört. Eine Verlängerung wäre aber Deiner Meinung nach eh nicht sinnvoll, da zu wenig Verkehr ist - oder wie ist das zuverstehen?!

Viele Grüße

Tobias



von Schwandorfer - am 07.03.2006 21:32

Re: Man sollte nicht so kurzsichtig denken

Schwandorfer schrieb:

Zitat


Na dann bräuchten wir in Norddeutschland eine Oberleitung
eigentlich nur noch für die schweren Erzzüge, oder?
Auch auf Mühldorf - Burghausen ist dann die Elektrifizieren
überflüssig - wie man sieht können die Züge auch wunderbar
dieselbespannt fahren.
Oberleitung also nur noch auf einem Bruchteil aller Strecken?


Da haben wir uns etwas mißverstanden. Für mich ist entscheidend, ob die Züge eine größere Auslastung bekommen könnten, daß ich mit einer E-Lok größere Lasten fahren könnte. Das wäre zum Beispiel bei MMF-MWCK der Fall. Wenn aber auf einer Strecke eh nur "leichte" Züge zu befördern sind, lohnt es meiner Ansicht nach nicht.


Zitat


Das Problem der Franken-Sachsen-Magistrale ist ja wieder
eben, daß die Fahrleitung in Reichenbach aufhört. Eine
Verlängerung wäre aber Deiner Meinung nach eh nicht sinnvoll,
da zu wenig Verkehr ist - oder wie ist das zuverstehen?!


Das Problem der Magistrale ist, das die RE unbedingt durchfahren müssen! Warum geht man nicht wieder auf das Angebot zurück einen RE DH-DZW und dann erst weiter mit Diesel? Ja, dann beschweren sich wieder die Leute, die jetzt Umsteigefrei von DH bis NHO fahren mit dem RE. Wobei wahrscheinlich genau dieselben Leute über die Unzumutbarkeit der 612 auf längetren Strecken schimpfen... ;-) Nach meiner Meinung gehört die RE Linie in DZW gebrochen und dann ab DZW meinetwegen bis NN/NRH durch mit 612. So kann auf einem Großteil der Strecke mit elektrischer Traktion gefahren werden. Und von der Freitags-"Glanzleistung" von R&T mal ganz abgesehen.

MfG cargonaut

von Cargonaut - am 08.03.2006 05:02
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