Heute Tunnelrettungsübung auf der NBS (m.B.)

Startbeitrag von Sese am 06.05.2006 19:04

Hallo zusammen,

heute wurde auf der NBS mal der Ernstfall geprobt. Ein ICE bremst im Tunnel zum Stillstand beginnt zu brennen, die Fahrgäste füssen den Zug so schnell wie möglich verlassen und die Feuerwehr muss den Brand löschen.
Ort der Aktion war der Euerwang-Tunnel im km 51,8. "Abgebrannt" ist der Tz 335, auf dem sogar der werte Herr Beckstein unterwegs war.
Hier einige Bilder des heutigen Geschehens:


Zugzielanzeiger in MIH


Im Euerwang-Tunnel bricht gegen 11:40 das Feuer aus, die Fahrgäste verlassen selbstständig den Zug (SRK)


Das Aussteigen vom Beckstein musste natürlich für die Medien festgehalten werden.


Der zum 175m entfernten Rettungsstollen beginnt. Da das Feuer im W24 ausbrach, liefen die Fahrgäste der W28-25 in die eine Richtung, die Fahrgäste aus 24-21 in die andere Richtung, wo erst nach 650m ein Stollen kam. Fahrgäste aus 28-25 hatten nur 150m.


Wie man vllt. sieht, ist die Sicht durch die Rauchentwircklung etwas eingeschränkt (Blick zurück zum Zug).


Endlich ist der rettende Notausgang erreicht!


Die 500 Stufen galt es zu überwinden...


Endlich in Sicherheit...


Gerade noch dem Tode entronnen sitzen die Fahrgäste und harren der Dinge, die da kommen mögen...


Die Polizei trifft ein.


Beckstein lässt sich die Sicherheitseinrichtungen im Tunnel genau erklären.


Der Löschzug der Feuerwehr eilt zur Hilfe.


Mit modernstem Arbeitsgerät (s. Hintergrund) beginnen die Löscharbeiten.


Mit Atemschutzgeräten wagen sich die Feuerwehrler in den Tunnel.


Überblick über die Aktion.


Bereits etwa einen Stunde nach Ausbruch des Brandes trifft die Schnelleinsatzgruppe ein.

Die ganze Aktion konnte ich etwa 1,5 Stunden beobachten, ehe uns ein Bus zum Bahnhof Kinding brachte. Dort wartete in einem festzelt ine Gulaschkanone und kostenlose getränke auf die Opfer und Helfer. Nach einiger Warterei kam dann gegen 14:45 der ICE wieder...


In MKIG werden die Fahrgäste zur Fahrt nach MIH/MH wieder aufgegabelt.

Im großen und ganzen ging das wohl alles, soweit ich das erkennen konnte - ohne gravierende Probleme über die Bühne, wobei die Übungsbedingungen ja auch nicht so real waren wie sonst der betrieb ist(keine mobilitätseingeschränkten Reisenden, alle Sprachen Deutsch, jeder wusste, was passiert.). Allerdings ist eine Person bei erklimmen der Rettungstreppen wohl wegen Kreislaufbeschwerden wirklich zusammengeklappt. Außerdem wurde im Zug durchgesagt, dass man bitte NICHT die Fenster einschlagen und die echten Notausstiege benutzen soll und alles heile lassen soll. Trotzdem wurde - fast erwartungsgemäß - mindestens dreimal die Nottürentriegelung benutzt, in dem die kleine Glasscheibe zum roten Knopf eingehauen wurde und die Tür manuell geöffnet wurde.

Ob die Sitaution in Ersntfall wirklich so glatt gelaufen wäre, bleibt natürlich zu bezweifeln! Obwohl man wusste, dass dass alles nur eine Übung ist, war einem doch etwas flau im Magen, besonders als Rauch in den Wagen einzog.

Antworten:

Servus,

wie kommt man dazu, als "normaler" Bürger an so einer Übung teilzunehmen?
Ob im Ernstfall auch jeder noch mit der Digi / dem Handy drauf los knipst?



von Martin Pfeifer - am 06.05.2006 19:48
Ich bin über einen Kumpel dran gekommen, der wiederum jemanden von der Feuerwehr aus der Umgebung kennt.

Im Ernstfall wird natürlich keiner rumknipsen. Genausowenig werden die Leute bereits während der Brmesung an den Türen stehen, warten, bis nach 2 Minuten die Türen freigegeben werden und es wird auch niemand filmen, wie der Beckstein aussteigt un niemand wird ausschließlich Handgepäck haben...
War schon recht "ideal" diese Übung.

Sese

von Sese - am 07.05.2006 13:18
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