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Neuenmarkt

Städte fordern 470 Millionen für Magistrale

Startbeitrag von Neuenmarkt am 24.05.2006 07:55

Aus der Frankenpost Hof


HOF – Das sächsisch-bayerische Städtenetz fordert die Elektrifizierung der Bahnstrecke Nürnberg–Hof–Reichenbach. Die 470 Millionen Euro teure Nachrüstung der Strecke sei dringlich, heißt es in einer Resolution, die die Oberbürgermeister von Bayreuth, Hof, Plauen, Zwickau und Chemnitz am Dienstag in Hof verabschiedeten.
Zum einen werde im Dezember 2009 in Leipzig der City-Tunnel in Betrieb genommen. Da der Tunnel nur von elektrisch angetriebenen Zügen befahren werden könne, drohe der Verlust der Direktverbindung Hof-Leipzig und des ICE-Anschlusses von Nordostbayern über Leipzig nach Berlin. Zum anderen sei die durchgehende Elektrifizierung der Strecke von Nürnberg nach Dresden und Leipzig Voraussetzung für den wirtschaftlichen Einsatz der elektrischen ICE-Züge mit Neigetechnik zwischen Bayern und Sachsen.

Die störanfällige Dieselvariante der Neigetechnik-ICE-Züge war von der Bahn vor zwei Jahren aus dem Verkehr gezogen worden. Ab Dezember soll der Fernverkehr auf der Franken-Sachsen-Magistrale eingestellt, die Strecke nur noch mit Nahverkehrszügen betrieben werden. Oberfranken und Bayern

Antworten:

Nochmal ausführlicheres


Einen Forderungskatalog zur Verbesserung des Bahnverkehrs auf der Franken-Sachsen-Magistrale haben gestern die Oberbürgermeister des Bayerisch-Sächsischen Städtenetzes unterzeichnet. Dem seit zehn Jahren bestehenden Verbund gehören Hof, Bayreuth, Plauen, Zwickau und Chemnitz an.
HOF – Die Stadtväter übten bei der Verkehrskonferenz im Hofer Rathaus einen Schulterschluss für nachhaltige Verbesserungen auf dieser Bahnstrecke. Dabei erhielten die OBs erstmals Unterstützung von den Landräten und von vielen Bundes- und Landtagsabgeordneten.

Der Hofer OB Dr. Harald Fichtner nahm den wichtigsten Punkt der Forderungen für seine Stadt vorweg: die Elektrifizierung, wobei er den Abschnitt Hof - Reichenbach als vorrangig hervorhob. Der Hintergrund: die Inbetriebnahme des Leipziger Citytunnels im Jahr 2009, der nur für elektrische Züge freigegeben wird. Fichtner wies auf die Bedeutung der umsteigefreien Züge Hof - Leipzig für die Anbindung nach Berlin hin.

Wie Johannes Schneider, der für Oberfranken zuständige Mitarbeiter der Bayerischen Eisenbahngesellschaft erläuterte, würden nach der Elektrifizierung des Abschnitts zwischen Hof und Reichenbach elektrische Züge nach Leipzig eingesetzt werden. Nach Dresden kämen bis zur vollständigen Elektrifizierung weiterhin Dieselzüge zum Einsatz. „Hof ist die wichtigste bayerische Drehscheibe für den Bahnverkehr nach Sachsen und Ostthüringen“, betonte Schneider.

„Unsere Vision ist der ET 411“, sagte Günter Finzel vom Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Bayreuth. Dies ist der „elektrische Bruder“ des Neigetechnik-Diesel-ICE VT 605. Züge der Baureihe ET 411 fahren bereits seit sechs Jahren auf der ICE-Linie zwischen München, Lichtenfels, Leipzig und Berlin.

Die Chemnitzer Bürgermeisterin Petra Wesseler erläuterte den Forderungskatalog, der an den Bund und die Bahn AG adressiert ist und in dieser Reihenfolge umgesetzt werden soll:

1. Optimierung des Angebots nach dem Prinzip des Integralen Taktfahrplans.

2. Beseitigung der Langsamfahrstellen durch Sanierung der maroden Abschnitte bei Schnabelwaid, Vorbach und Röslau.

3. Baldmöglichster Beginn und Fertigstellung der Ausbauprojekte auf sächsischer Seite, darunter die Bahnknoten Zwickau und Chemnitz.

4. Elektrifizierung, die einschließlich des Abschnittes von Marktredwitz zur tschechischen Grenze auf 470 Millionen Euro veranschlagt ist.

Die OBs begrüßten die von der DB zugesagte Wiedereinführung des Zwei-Stundentaktes zwischen Nürnberg und Dresden ab Dezember 2006 mit stündlichen Reisemöglichkeiten durch den Wechsel mit Regionalzügen.

Der Bayreuther OB Dr. Michael Hohl wies auf eine 37-minütige Fahrzeitverkürzung durch Wiedereinführung der Neigetechnik hin und dankte der Stadt Marktredwitz, die sich bei der Planung für die abwechselnde Linienführung konstruktiv miteingebracht habe.

Der Plauener OB Ralf Oberdorfer erhofft sich gut ausgelastete Züge durch die „vernünftigen Preise“ zu Nahverkehrskonditionen. WERNER ROST



von Neuenmarkt - am 24.05.2006 08:00

Evtl. Bayreuth dauerhaft besser in die Magistrale eingebunden ?

Verkehrskonferenz: Bayreuth wird möglicherweise dauerhaft besser in den Schienenverkehr auf der Franken-Sachsen-Magistrale eingebunden 23.05.2006 Radio Mainwelle


Bayreuth wird möglicherweise schon bald dauerhaft besser in den Schienenverkehr auf der Franken-Sachsen-Magistrale eingebunden. Einer Mitteilung aus dem Rathaus zufolge, seien bei der heutigen Verkehrskonferenz des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes wichtige Weichenstellungen in einer Resolution festgehalten worden. Demnach sollen die Züge beispielsweise im Ein-Stunden-Takt von Nürnberg nach Dresden fahren - wechselnd über Bayreuth und Marktredwitz.
Petra Wesseler, die Sprecherin der Konferenz:
"Der erste Punkt ist der Integrale Taktfahrplan und das zweite Thema die Elektrifizierung der Strecke. Und beide Themen wurden auch nochmal unterteilt in "kurzfristig zu realisieren" und "langfristig perspektivisch anzustreben". Und bei dem Integralen Taktfahrplan gibt es ein Konzept, das ist sofort umsetzbar, der zweite Teil - sprich der Ein-Stunden-Takt zwischen Nürnberg und Dresden - bedeutet allerdings erhebliche Investitionen."
Diese Investitionen in Höhe von 260 Millionen Euro gelte es nachdringlich einzufordern, so Wesseler weiter. Das Sächsisch-Bayerische Städtenetz setzt sich seit über 10 Jahren für eine verbesserte Franken-Sachsen-Magistrale ein.



von Neuenmarkt - am 24.05.2006 11:39
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