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Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
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Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Neuenmarkt, Martin Pfeifer, KBS 855

Neue Autobahnen braucht das Land - durch Immenreuth, Mengersreuth usw.

Startbeitrag von Neuenmarkt am 26.10.2006 05:03

Scheinbar wird das Thema der Fichtelgebirgsautobahn wieder ernst, auch in Weidenberg will man sich jetzt gegen eine Autobahn durch das Steinachtal nach Bayreuth/Bindlach wehren.

Weidenberg
Das h├Ątte die Veranstaltung beinahe zum Platzen gebracht: Der Ansturm interessierter B├╝rger bei der Informationsveranstaltung in Weidenberg zum Thema Fichtelgebirgsautobahn S├╝dliches Fichtelgebirge.

Mit rund 150 Zuh├Ârern hatte die Veranstalterin, Gemeinder├Ątin Erika D├Ârfler, nicht gerechnet. Auf die Schnelle musste der Veranstaltungsraum erweitert werden, doch zum guten Schluss standen auch noch Interessierte drau├čen im Flur und h├Ârten, was Weidenbergs B├╝rgermeister Wolfgang F├╝nfst├╝ck und Kirchenpingartens B├╝rgermeister Klaus Wagner zu dem Thema Neubau einer Autobahn durch das s├╝dliche Fichtelgebirge zu sagen hatten. Beide stellten den Sinn solch einer Trassenf├╝hrung generell in Frage und wiesen darauf hin, „dass es notwendig ist, auf sich aufmerksam zu machen, um nicht von Ereignissen ├╝berrollt zu werden”.

Aufgeschreckt

Aufgeschreckt habe, so Wagner - der das Thema nach eigenem Bekunden seit langem aufmerksam verfolgt -, dass vom Staatlichen Bauamt Bayreuth eine Raumempfindlichkeitsanalyse in Auftrag gegeben wurde, in der das zu untersuchende Gebiet von M├╝nchberg-Sch├Ânwald bis hin zu Korridorbereichen s├╝dlich von Weidenberg reicht. Ein Informationsschreiben hatte die Gemeinden im Januar dar├╝ber informiert - und so wunderte es nicht, dass unter den Zuh├Ârern auch die B├╝rgermeister von Immenreuth, Goldkronach und Bindlach sa├čen.

Trassenf├╝hrung

Und so k├Ânnte eine m├Âgliche Autobahntrasse als Neuanschluss zwischen der Autobahn 9 und dem Grenz├╝bergang Schirnding aussehen, stellte F├╝nfst├╝ck vor: Von Immenreuth kommend, an Kirchenpingarten vorbei, ├╝ber Waizenreuth und den Waizenreuther Weiher mittels Br├╝ckenkonstruktionen an Mengersreuth, dem Baugebiet R├╝gersberger Hang, Hesslach vorbei in Richtung Nemmersdorfer Sattel und hin zum Autobahnanschluss Bindlacher Berg.

Geringes Verkehrsaufkommen

Die Argumente f├╝r eine s├╝dliche Umgehung des Fichtelgebirges, durch das Steinachtal hindurch und kalkuliert mit rund 500 Millionen Euro, nahm sich Klaus Wagner vor. In seinen Ausf├╝hrungen lie├č er keinen Zweifel aufkommen, was er von Auto- und Lastwagen-Zahlen und einer damit einhergehenden Steigerung des Verkehrsaufkommens von und nach Tschechien hielt: „Nichts! Der Verkehr ist nicht mehr so hoch wie in den ersten Jahren nach Grenz├Âffnung”, sagt er. Auch die in Aussicht gestellte Schaffung neuer Arbeitspl├Ątze durch Autobahnbau und -anbindung sei nicht richtig, so Wagner. Er zweifelte zudem „die Anbindung unserer Region an die Wachstumsm├Ąrkte im Osten” an, da das Egerbecken keine Wirtschaftsregion sei. „Verkehrsstr├Âme entwickeln sich anders als prognostiziert”, sagte er und seinen Ausf├╝hrungen schlossen sich im Verlauf der Veranstaltung Helmut Korn vom Bund Naturschutz und Horst Ruhl vom Weidenberger Fichtelgebirgsverein an. Eine Transitstrecke sei v├Âllig unn├Âtig, f├╝hrten beide aus, egal wo diese im Fichtelgebirge geplant werde.

Zur Bildung einer eigenst├Ąndigen Schutzgemeinschaft oder B├╝rgerinitiative „s├╝dliches Fichtelgebirge” kam es an dem Abend nicht mehr. Martina Neubauer, Goldkronacher Stadtr├Ątin, schlug vor, sich mit der bereits bestehenden „B├╝rgerinitiative gegen die Fichtelgebirgsautobahn” zusammen zuschlie├čen und daf├╝r einige Sprecher und Koordinatoren aus dem s├╝dlichen Fichtelgebirgsraum zu benennen. bho

Antworten:

Fichtelgebirgsautobahn: Staatssekret├Ąr Schmid sieht einem schnellen Fortschritt

Der Ausbau der Fichtelgebirgs-Trasse zwischen der A9 und der tschechischen Grenze ist offenbar einen weiteren Schritt n├Ąher ger├╝ckt. Wie Staatssekret├Ąr Georg Schmid erkl├Ąrte, habe der Bund den Streckenabschnitt der neuen B303 zwischen Schirnding und der A93 als vordringlich in seinen Bedarfsplan aufgenommen. Dies sei ein eindeutiges Zeichen daf├╝r, dass der Bund die Bedeutung dieses Stra├čenzugs anerkennt, so Schmid. Der Ausbau zwischen der A93 und der A9 sei zwar noch immer nur im so genannten Weiteren Bedarf. Unabh├Ąngig davon k├Ânne man aber die Planungen f├╝r die Gesamtstrecke betreiben. Bis Ende des Jahres soll nun eine Raumempfindlichkeitsanalyse erstellt werden. Der Bau einer Ost-West-Verbindung durch das Fichtelgebirge st├Â├čt insbesondere bei Umweltsch├╝tzern auf Ablehnung. Eine geplante Interessengemeinschaft "s├╝dliches Fichtelgebirge" will sich jetzt der B├╝rgerinitiative gegen die Fichtelgebirgsautobahn" anschlie├čen.



von Neuenmarkt - am 26.10.2006 07:13

Re: Das Isental macht es vor

Ich hoffe man wird sich gegen diese unsinnige Autobahn richtig zur Wehr setzen. Von Schirnding zur A93 ist ja ein Ausbau nach Vertretbar, aber durch das Fichtelgebirge w├Ąre es eine ├Âkologische aber auch ├Âkonomische Schandtat.
Ich finde die A6 reicht hierzu vollkommen aus, die ist nach meinen Beobachtungen so stark auch nicht ausgelastet. Verglichen mit der A9 ist es eine wenig befahrene Autobahn. Von N├╝rnberg kommt man bald direkt ohne von der Autobahn zu fahren ├╝ber die A6 nach Tschechien und dort sind die Ziele sicher nicht das Egertal.

Ganz vergessen: Nat├╝rlich sollte man sich mal im Isental informieren wie man sicher erfolgreich gegen einen Autobahnbau wehren kann.

von KBS 855 - am 26.10.2006 15:32

Re: Fichtelgebirgsautobahn: Staatssekret├Ąr Schmid sieht einem schnellen Fortschritt

Servus,

ich peile den Sinn dieser Autobahn nicht. Wenn ich eine m├Âglichst kurze Querverbindung zwischen der A93 im Raum Marktredwitz (ich wei├č nicht genau, wo die neue B303 auf die A93 sto├čen wird) und der A9 schaffen will,liege ich doch mit der dargelegten Trasse viel zu weit s├╝dlich.

Abgesehen davon, einen echten Bedarf daf├╝r sehe ich nicht. Es gibt mit der A6 im S├╝den (Der Neubau des letzten Abschnittes zwischen dem jetztigen Dreieck Oberpf├Ąlzer Wald und der AS Amberg Ost l├Ąuft ├╝brigens munter, man sieht schon einige Br├╝cken in der Landschaft) und der A72 zwei leistungsf├Ąhige, noch weiter belastbare, Verbindungen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist der Neubau m.E. unsinnig, da er nicht zu mehr Mauteinnahmen f├╝hren wird, aber das zu unterhaltende Autobahn-Netz vergr├Â├čert. Von mir aus sollen sie mal planen, das schafft Arbeitspl├Ątze und schadet niemanden - aber leider besteht die Gefahr, das die ber├╝chtigte Schublade eines Tages mal aufgeht...



von Martin Pfeifer - am 28.10.2006 21:02
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