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Eisenbahnforum Nordostbayern
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vor 10 Jahren, 11 Monaten
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Neuenmarkt

KBS 852: Bahn setzt Sperre des Übergangs zum 1. Dezember durch

Startbeitrag von Neuenmarkt am 30.11.2006 07:20

In Bezug auf den Artikel von neulich

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Steht heute das im Kurier

BINdlach/gemein

Von Frank Schmälzle
Eine gute und eine schlechte Nachricht gibt es für die Bürger des Bindlacher Ortsteils Gemein. Die schlechte: Der Bahnübergang vor ihren Haustüren wird, anders als von ihnen gefordert, nun doch zum 1. Dezember für Kraftfahrzeuge geschlossen. Die gute: Die Gemeinde schafft ein Provisorium, das zumindest die schlimmsten Folgen abmildert.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung hatte Bürgermeister Hermann Hübner versprochen, der Sache Priorität einzuräumen. Und tatsächlich: In den vergangenen Tagen hat ein Ortstermin mit der Polizei an dem umstrittenen Bahnübergang stattgefunden und hat die Gemeinde noch einmal bei der Bahn nachgefasst. Der Anordnungsbescheid, mit dem die Bahn eine Schließung des Übergangs für Kraftfahrzeuge, nicht aber für Radfahrer und Fußgänger zum 1. Dezember verfügte, schien Spielraum zu lassen. Wenn keine kurzfristige Lösung möglich sei, müsse eben eine planerische her - so hieß es in dem Brief. „Darauf und auf die Tatsache, dass sich mit einer Sperre auch die Rettungswege erheblich verlängern, haben wir hingewiesen”, so Hübner gestern in einem KURIER-Gespräch.

Doch aufgrund der als gravierend eingeschätzten Gefahrenlage und wohl auch vor dem Hintergrund des am 10. Dezember anstehenden Fahrplanwechsels habe sich die Bahn nicht auf ein Aufheben oder Aufschieben ihrer Anordnung eingelassen. Wie sich bei den Abstimmungsgesprächen gezeigt habe, würden weit mehr als die bislang diskutierten 100 Fahrzeuge am Tag den Übergang queren. In der Spitze sollen es bis zu 400 Autos täglich sein.

Allerdings zeigten sich die Vertreter der Bahn in einem Punkt dann doch kompromissbereit: Der Schotterweg, der parallel zur Schiene verläuft, wird für die Gemeiner Bürger geöffnet. Damit soll ihnen der Umweg über Crottendorf, die Bundesstraße 2 und die stark belastete Ortsdurchfahrt von Bindlach erspart bleiben. Ein wenig weiter wird der Weg für sie dennoch - „es wird ein Kilometer mehr sein”, so Bürgermeister Hübner. In diesen Tagen erhalten die Gemeiner Bürger Berechtigungskarten für die Durchfahrt. Gemeinde und Polizei wollen mit Kontrollen dafür sorgen, dass nur Anwohner die behelfsmäßige Straße nutzen.

„Das ist natürlich eine Notlösung”, räumte Hübner gestern ein. Er wolle sich gemeinsam mit dem Gemeinderat offensiv mit der Suche nach einer Lösung für den Bahnübergang befassen. „Straßenbaumaßnahmen sind schon im kommenden Jahr vorstellbar, und wir werden die Bahn an ihr Grundsatzangebot erinnern, sich an einem Umbau zu beteiligen.”

Richtiger Schritt

Nachdem sich Hübner von den Anwohnern Kritik an seiner Informationspolitik gefallen lassen musste, unterstützt man in dem Ortsteil nunmehr die Haltung des Bürgermeisters. „Jede Lösung, die den großen Umweg vermeidet, ist für uns ein Schritt in die richtige Richtung”, erklärte Eric Jainz, der einer der Sprecher der Gemeiner Bürger ist.

Allerdings hätten Provisorien die Neigung, zu Dauerlösungen zu werden - das dürfe im Fall der Freigabe des Bahnwegs nicht eintreten.

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