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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
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KBS 855, Martin Pfeifer, Schwandorfer

ZM: Schneller durch die Oberpfalz

Startbeitrag von KBS 855 am 08.12.2006 21:29

Quelle: Der neue Tag
[www.oberpfalznetz.de]

08.12.2006 | Netzcode: 10953565
Schneller durch die Oberpfalz
Ab Sonntag Fahrplanwechsel bei der Bahn - Neigetechnik sorgt für Zeitgewinn

Amberg/Weiden.

(we/dpa) Die Weichen für Verbesserungen sind gestellt: Der Fahrplanwechsel der Bahn ab Sonntag bringt für die Oberpfalz einen kleinen Zeitgewinn. Nach Auskunft von Franz Lindemair, Sprecher der DB Regio Bayern, verkehren ab diesem Zeitpunkt wieder die Neigetechnikzüge VT 612 auf den Strecken Nürnberg- Weiden und Nürnberg-Schwandorf- Regensburg. Die Triebwagen könnten dann mit 160 statt bis 140 Stundenkilometern fahren. Lindemair: "Für die Strecken bedeutet das einen Zeitgewinn von drei bis fünf Minuten." Mit den Neigetechnikzügen hatte es vor zwei Jahren massive Probleme wegen Rissen an den Achsen gegeben.

Im Eiltempo nach München

Für den Amberger Raum sei vor allem die ICE-Strecke von Nürnberg nach München interessant, meint der Bahn-Sprecher. Dort geht es im Halbstundentakt mit 300 Stundenkilometern in die Landeshauptstadt. Die

ICE-3-Züge benötigen für die 171 Kilometer lange Strecke nur noch 62 Minuten. Lindemair: "Das ist ja fast eine S-Bahn-Verbindung." Die Erwartungen an die jüngste Paradestrecke in Bayern sind überhaupt hoch. Nach dem Ausbau für 3,6 Milliarden Euro schrumpfte die Fahrzeit im Mai 2006 von München nach Nürnberg bereits um 25 Minuten. Künftig soll es aber nochmals 15 Minuten schneller in gut einer Stunde gehen. Denn ab Sonntag gilt auf einem weiteren Abschnitt Tempo 200 statt wie bisher Tempo 160.

Die Auswirkungen reichen bis in den Norden: Von München nach Hannover schmilzt die Reisezeit um 25 Minuten auf 4:12 Stunden. Nach Frankfurt/Main geht es im neuen Fahrplan mit 3:10 Stunden künftig 30 Minuten schneller. Dass ihre weiß glänzenden ICE auf den Rennstrecken zwischen den Metropolen gegen die Konkurrenz von Auto und Billigfliegern punkten können, hat die Bahn schon erkannt.

Von Hamburg nach Berlin und retour sitzen zum Beispiel täglich 3000 Menschen mehr in Fernzügen, seit die Trasse vor zwei Jahren für 230 Stundenkilometer ausgebaut wurde.

Wirtschaftlich ist der Fernverkehr inzwischen wieder zu einem Zugpferd des bundeseigenen Konzerns geworden. Bis Ende Oktober stieg die Zahl der Fahrgäste um drei Prozent auf 94,8 Millionen. Die Auslastung blieb mit 43,9 Prozent stabil, obwohl das Platzangebot vergrößert wurde.

Preise steigen wieder

Allerdings müssen die Fahrgäste zum Jahreswechsel wieder tiefer in die Tasche greifen. Fahrkarten im Regionalverkehr außerhalb von Verkehrsverbünden werden um 3,9 Prozent teurer. Tickets für ICE, Intercity und Eurocity kosten künftig im Schnitt 5,6 Prozent mehr, wobei die Mehrwertsteueranhebung von 16 auf 19 Prozent enthalten ist. Der Verkehrsclub Deutschland warnte schon, neu gewonnene Kunden wieder an das Auto zu verlieren. "Wer pendeln muss, wird weiter den Zug nehmen", meint Pro-Bahn-Chef Naumann. "Aber vielleicht nicht mehr bei der nächsten Urlaubsreise."

Antworten:

> Neigetechnik sorgt für Zeitgewinn

Die Schlagzeile kommt ja jedes Jahr wieder zum Fahrplanwechsel.

> verkehren ab diesem Zeitpunkt wieder die Neigetechnikzüge VT 612 auf den Strecken
> Nürnberg- Weiden und Nürnberg-Schwandorf- Regensburg.

Sind die da bisher nicht gefahren? Von was hab ich dann ständig einen steifen Hals bekommen?

> Die Triebwagen könnten dann mit 160 statt bis 140 Stundenkilometern fahren.

Also wenn ich dann in der letzten Zeit doch mal (natürlich völlig außerplanmäßig ;-) ) mit einem 612 mitgefahren bin, waren das immer weißbepunktete und demnach neigetechnikfähige Fahrzeuge. Lediglich der Fahrplan war halt nicht bogenschnell...

> Lindemair: "Für die Strecken bedeutet das einen Zeitgewinn von drei bis fünf
> Minuten."

Aha, deshalb verlängert man die Plan-Reisezeit zwischen Schwandorf und Nürnberg um 2min bei sämtlichen Takt-RE?

> Für den Amberger Raum sei vor allem die ICE-Strecke von Nürnberg nach München
> interessant, meint der Bahn-Sprecher.

Genau: Amberg - München über die Ostbahn 2h 33min, über die NBS 2h 15min mit ICE wohlgemerkt. Preisunterschied? Gute Frage, ersteres geht jedenfalls mit Bayern-Ticket. Die NBS ist wirklich wahnsinnig interessant für den Amberger Raum.

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 08.12.2006 22:01
Zitat
Schwandorfer
> ...

> Für den Amberger Raum sei vor allem die ICE-Strecke von Nürnberg nach München
> interessant, meint der Bahn-Sprecher.

Genau: Amberg - München über die Ostbahn 2h 33min, über die NBS 2h 15min mit ICE wohlgemerkt. Preisunterschied? Gute Frage, ersteres geht jedenfalls mit Bayern-Ticket. Die NBS ist wirklich wahnsinnig interessant für den Amberger Raum.

Viele Grüße

Tobias


Servus,

die Kunst des Vertriebes ist es, den Leuten ein Produkt zu verkaufen, das sie eigentlich gar nicht brauchen. Wenn es der Bahn schon gelungen ist, die Leute von Dresden nach Nürnberg im ICE über Leipzig zu schaukeln statt auf der direkten Strecke, dann wird es der Bahn auch schon gelingen, die Leute von Amberg und Sulzbach-Rosenberg über Nürnberg und mit ICE nach München zu fahren. Schnell ist ja hip... Da siehst Du mal, wie toll der Vertrieb der Bahn ist. Geradezu vorbildlich!

von Martin Pfeifer - am 09.12.2006 08:22
Zitat
Schwandorfer
>

> Lindemair: "Für die Strecken bedeutet das einen Zeitgewinn von drei bis fünf
> Minuten."

Aha, deshalb verlängert man die Plan-Reisezeit zwischen Schwandorf und Nürnberg um 2min bei sämtlichen Takt-RE?


Wenn ich das mit den ursprünglichen Zeiten zu 610er-Anfangszeiten vergleiche, dann ist das alles eh ein komischer Witz. Anscheinend sind die Fahrgäste in der mittleren und nördlichen Oberpfalz unwichtig.

Zitat
Schwandorfer

> Für den Amberger Raum sei vor allem die ICE-Strecke von Nürnberg nach München
> interessant, meint der Bahn-Sprecher.

Genau: Amberg - München über die Ostbahn 2h 33min, über die NBS 2h 15min mit ICE wohlgemerkt. Preisunterschied? Gute Frage, ersteres geht jedenfalls mit Bayern-Ticket. Die NBS ist wirklich wahnsinnig interessant für den Amberger Raum.


Das hat man doch damals bei der IR25-Verbindung auch so gemacht. Ich erinnere mich an einen Artikel wo man in der Fahrplanauskunft die Marktredwitzer generell über Nürnberg nach München geschickt hat und den IR verschwiegen hat.

Würde man die "Ostbahn-"Strecke ausbauen, dann könnte man die Reisezeit sogar angleichen, bei niedrigeren Kosten.
Für die gesamte Region (egal ob Weiden, Amberg oder Schwandorf) wäre ein Ausbau der KBS855 das einzig richtige und "wahnsinnig interessant" und das zu einem Bruchteil der Kosten die die NBS verschlungen hat.



von KBS 855 - am 09.12.2006 11:12
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