Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Peter Pan, KBS 867

zwei ZM zum Franken-Sachsen-Express

Startbeitrag von KBS 867 am 11.12.2006 06:59

Guten Morgen,

ich hätte hier noch zwei Zeitungsmeldungen aus dem Nordbayerischen Kurier vom 09.12. und 11.12. anzubieten:


Schlechtes Image soll aufs Abstellgleis
08.12.2006 21:46
Neuer Fahrplan bringt Neigetechnik zurück auf Franken-Sachsen-Magistrale - Bahn will Fahrgäste zurückgewinnen

bayreuth/münchen
Von Eric Waha

Mit dem neuen Fahrplan setzt die Bahn voll auf Erfolg - und auf Schadensbegrenzung gerade auf der Franken-Sachsen-Magistrale, die jetzt ihren zweiten Neustart nach der bereits nach kurzer Zeit missglückten Premiere im Jahr 2001 bekommen soll: mit Neigetechnik, kurzer Fahrzeit nach Dresden und Regionalverkehrs-Preisen, die allerdings bereits im Januar angehoben werden - wegen der Energiekosten und der Mehrwertsteuer.

„Für Bayreuth und die Deutsche Bahn AG ist das ein neuer Start”, sagt Franz Lindemair, Sprecher für Bayern der Bahn AG, auf Anfrage des KURIERS. „Wir gehen das zweite Mal mit Neigetechnik und kurzer Fahrzeit an und haben für Bayreuth einen Fahrplan im Zwei-Stunden-Takt gezimmert. Neu für Bayreuth ist, dass nicht nur die Franken-Sachsen-Magistrale attraktiver geworden ist, sondern dass über Nürnberg auch alle anderen Anschlüsse schneller geworden sind.”

Schnelle Verbindungen

Nürnberg ist für die Bahn nicht nur ein zentraler Knoten in Bayern, sondern „ein Stern, von dem die schnellen Verbindungen abgehen”. Gerade durch die schnelle Strecke nach München reduziere sich für Bayreuther Fahrgäste die Fahrtzeit um eine glatte Stunde: „Wir haben eine Fahrtzeit von zwei Stunden und drei Minuten mit kurzem Halt zum Umsteigen in Nürnberg. Der Aufenthalt beträgt 13 Minuten”, sagt Lindemair. Viel Zeit werde zwischen Nürnberg und München gespart: Statt bislang eine Stunde, 40 Minuten, absolviert der ICE mit bis zu Tempo 300 die Strecke in 62 Minuten. „Bayreuth profitiert ähnlich wie Nürnberg von der schnellen bayerischen Bahnachse.”

In die, von Bayreuth aus gesehen, andere Richtung nach Dresden setze die Bahn jetzt mit dem neuen Fahrplan und den neuen Angeboten „große Erwartungen”, wie Lindemair sagt. Nach dem groß beworbenen Startschuss im Jahr 2001 und den anschließend schnell auftretenden Problemen mit dem Neigetechnik-ICE habe die Bahn mit einem massiven Imageverlust zu kämpfen gehabt, räumt Lindemair ein: „Nachdem wir den ICE-TD von der Strecke nehmen mussten und auch mit dem als Intercity eingesetzten Regionalzug VT 612 Probleme mit der Neigetechnik bekamen, mussten wir die Strecke ja in den vergangenen zwei Jahren mit konventionellen Zügen betreiben. Damit lagen wir nach Dresden bei deutlich über drei Stunden - das hat uns natürlich Fahrgäste gekostet, die wir jetzt zurückgewinnen wollen. Wir haben in der Zeit auch imagemäßig nicht gut ausgesehen.”

Das Erfolgsrezept, auf das die Bahn setzt: kurze Fahrtzeit, Neigetechnik und Regionalverkehrspreise. Der Neigetechnik-Zug sei ein Regionalzug, der die Strecke zu Regionalverkehrspreisen bediene, deshalb erwarte er, so Lindemair, „auch keine Diskussionen mehr, was die Ausstattung der Züge angeht”. Die Auslastung der Züge nach Dresden, die bislang bei „teilweise unter 30 Prozent lag”, soll kontinuierlich gesteigert werden. Eine zeitliche Vorgabe soll es laut Lindemair nicht geben: „Wir haben uns da kein Limit gesetzt. Und: Wir stellen eigentlich auch keine Strecken zur Disposition. Wo etwas verändert werden muss, werden wir das aber natürlich auch tun.” Die Bahn staple aber bewusst tief in den Erwartungen: „Unser Ziel ist es, auf der Strecke die Fahrgäste zurückzugewinnen.”

Der auf der Strecke unglückliche ICE-TD, der während der Fußball-Weltmeisterschaft ein kurzes Comeback unter anderem in Nordbayern feiern durfte, weil die Bahn nicht genügend Züge zur Verfügung hatte, bleibt allerdings im Depot: „Es gab einmal kurz Meldungen, nach denen sich Kaufinteressenten aus anderen Ländern gemeldet hätten. Das hat sich aber nicht bewahrheitet. Der Zug bleibt abgestellt”, so Lindemair.

---------------------------------------------------------------------------------

Schneller unterwegs
10.12.2006 21:05
Franken-Sachsen-Express in Bayreuth begrüßt - Mit ermäßigten Tickets benutzbar

bayreuth
Die Stadt Bayreuth braucht gute Bahnanschlüsse - und zwar in alle Richtungen. Das betonte Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl beim Empfang des Franken-Sachsen-Expresses am Hauptbahnhof gestern um 13.59 Uhr.

Bayreuth sei eine internationale Festspiel- und Universitätsstadt, ein oberfränkisches Dienstleistungszentrum „mit weit ausstrahlenden Funktionen in Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung und Gesundheit” und beliebtes touristisches Ziel. Mit dem Fahrplanwechsel komme es zu einer spürbaren Verbesserung der Bahnanbindung Bayreuths. Der neue Fahrplan des Franken-Sachsen-Expresses entspricht dem des ehemaligen ICE TD sowie des IC-Nachfolgers. Im Zweistundentakt gelange man nun direkt und in weniger als 50 Minuten nach Nürnberg. Von dort aus können Bahnfahrer mit dem ICE in zwei Stunden in München sein.

Interessant sei jedoch die „Mischung aus Fern- und Nahverkehr”, sagte Günter Finzel, in der Stadtverwaltung verantwortlich für Wirtschaftsförderung. „Denn es gelten die Tarife des Nahverkehrs.” So können zum Beispiel das Bayernticket und das Wochenendticket für die Verbindung genutzt werden. Auch das EgroNet-Ticket, das bis nach Zwickau oder Karlsbad gilt, sei auf der Strecke anerkannt.

Dieses sei eine wichtige Voraussetzung für den Beitritt der Stadt zum EgroNet gewesen, den der Stadtrat im Herbst beschlossen hatte. „Endlich haben wir ein Preis-LeistungsVerhältnis, von dem wir uns gemeinsam mit der Bahn erhoffen, dass es bei den Bayreuther Bahnkunden auf ein großes Echo stößt”, sagte Hohl.

Ein Teil der Züge fährt aber noch über Marktredwitz. Doch die nächtliche Anbindung von Nürnberg nach Bayreuth sei weiter gegeben, erklärte Uwe Domke, Geschäftsleiter und Sprecher von Regio Oberfranken. Der letzte Zug fährt um 23.50 - und ist um 0.51 Uhr in Bayreuth. ue

Gruß
Andreas

Antworten:

605 wieder im Planeinsatz

Es ist schon erstaunlich, dass bei "Die Bahn" der Süden nicht weiss, was der Norden tut! ( Was anderes will ich gar nicht unterstellen)

Seit Sonntag werden die neun reaktivierten ICE TD wieder planmäßig eingesetzt und zwar zwischen Hamburg und Köln, die davor gefahrenen Leistungen waren keine Planleistungen.
Zum 1.1.07 werden die 605 nun auch offiziell von München nach Hamburg umbeheimatet.
Der IC 1808, letzten Sonntag aus 605 007 und 605 016 gebildet, war proppenvoll und pünktlich auf die Minute in Hamburg-Altona. Fuhr zwar nicht bogenschnell, aber flotte 200!

In der letzten ERI (12/06) war übrigens ein recht objektiver Beitrag über den Fernverkehr auf der FSM.

von Peter Pan - am 12.12.2006 05:36
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.