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Eisenbahnforum Nordostbayern
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vor 10 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
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Neuenmarkt, Wunsiedel-Holenbrunn Hbf, awp, Martin Pfeifer, Cargonaut, 614 049-5, Christian Bartels

Zum IC und FSX - Anmerkungen von mir

Startbeitrag von Neuenmarkt am 11.12.2006 07:40

Das letzte bequeme Wochenende auf der Strecke ging zu Ende.

Während man an der Strecke meinte, die Züge fahren nur für Fotografen und nicht für Reisende, so wurde in den Zügen beim Personal und den Reisenden getrauert.

Denn die Züge fahren nun mal für die Reisenden, und dennen ist egal was dranhängt usw. Hauptsache bequem war der Tenor.

Aber nun mal Rückblick, die ganze Woche vom IC 2161 verabschiedet und natürlich vom Bordpersonal, wobei wir von Mi-Fr fast das gleiche hatten, nocheinmal gemütlich im Bistro gegessen und getrunken.

Am Donnerstag und Freitag dann eine Bim Garnitur, so das man mit offenem Fenster fahren konnte, am Freitag dann das letzte Mal mit offenen Fenster in einem toll besetzen IC die schiefe hinaufgejagt, ein letztes Mal durch Münchberg mit offenen Fenster gehetzt, schade, ein letzes Bierchen.

Achja, beim kurzen Halt in Bayreuth mal schnell noch aus dem IC aus und wieder eingestiegen, ein letztes Mal in einem Fernzug.

Von Hof dann ein letztes Mal mit 2166 von NMR nach NN gefahren, hier wieder das Personal des letzten 1969, welches zwischendrinn auf den 2166 gewechselt ist. Hier auch noch die Reste des Bistros getrunken - letzter Verstärkungszug.

Übrigens, im 2166 wurde eine Fahrgastzählung durchgeführt.

Den allerletzten IC fuhr ich ab 12.43 NN, hier verabschiedete sich auf der Lokführer von den Reisenden und den Fernverkehrszügen auf der Strecke, für ihn gab es endgültig Dienstschluß in Reichenbach - vorher machte noch eine 218er bei NKL schlapp - sie nahm scheinbar das "Auf Wiedersehen", welches mit Kreide angeschrieben war zu wörtlich.


Am Sonntag testete ich den Franken-Sachsenexpress. IRE 3086 ab NHO

Auf dem Anzeiger in Hof konnte man sich die Verbindung raussuchen:

Der eine zeigte an "Bayreuth -Münchberg-Nürnberg" der ander zeigte an:
"Kirchenlaibach-Münchberg-Nürnberg"

Begrüsst wurden wir mit dem Spruch: "Regio Mittelfranken begrüsst sie im IRR
über Marktredwitz nach Nürnberg " dabei gings ja über Bayreuth, grins.

Leider nur 2teilig und dementsprechen voll, aber zum Glück fuhr ich ja in der 1.Klasse, auch zu 2/3 belegt.


Dann werden ja die 612er ohne Klapptische eingesetzt - und das obwohl Catering gemacht wird, wo soll da einer seinen Kaffe hinstellen ?

Die Reisenden hier schimpften wie die Irren auf die Bahn. Sie stammten aus Stuttgart und waren noch unter der Woche mit dem IC angereist.

Durch diese tolle Verbindung müssen sie jetzt (wie alle Reisende, welche mit dem IC aus Karlsruhe/Stuttgart kommen) jetzt 1 Stunde in NN warten !! Da kommt Freude auf.

Wir kamen mit Verspätung in Bayreuth an, der RE aus Lichtenfels hatte Verspätung weswegen der IRE in Trebgast, Harsdorf und Bindlach halten musste, auch der Gegen IRE kam etwas später. In Bayreuth zwängten sich dann nochmal ca 30 Reisende in den Zug, welcher übrigens nicht den Eindruck hatte, das er gesäubert wurde. Die Fenster innen total verstaubt.

Bordservice: Es war eine Cateringdame an Bord, welcher man kein Wechselgeld mitgegeben hatte und zu wenig Getränke - Mahlzeit, das Bier kostet 1,50 inkl. Pfand.

Das wichtigste wurde noch vor der Fahrscheinkontrolle gemacht - Fahrgastzählung


Die Rückfahrt erfolgte mit IRE 3099 ab NN - hier zeigte sich die Nürnberger wieder:

Auf der einen Tafel in NN stand: IRE über Bayreuth-Chemnitz nach Dresden

auf der anderen Tafel stand: IRE über Bayreuth-Chemnitz-Leipzig-Dresden
nach Wien Westbahhof !!!

Aber auf keiner Tafel stand etwas von Zugtrennung !!!

Denn der letzte Teil dieses 3teilers geht am So in Bayreuth runter, die Züge waren 2x mit der Bezeichnung Dresden und einmal mit der Bezeichnung Bayreuth beschriftet.

Viele Fahrgäste irrten hilflos am Bahnsteig umher, es erfolgte auch keine Ansage, das der Zug bis Bayreuth nicht hält.

In Erlenstegen dann die Begrüssung über Lautsprecher mit dem Hinweis, das der Zug in Bayreuth getrennt wird, im Bayreuther Teil kein Zugbegleiter bis Bayreuth und auch kein Catering.

Bei der Ankunft in Bayreuth dann Gelächter, IRE 3092 war mit +25 wegen Störung am Triebfahrzeug angekündigt worden und die rund 15 Reisende am Gleis 2 wurden wie zu 605er Zeiten auf den RE nach Nürnberg verwiesen.

Auf grund dieses Vorfalls und weil bei uns auch die NT mal nicht ging und wir auch ein bißchen später angekommen sind, hatte der RE nach NLF auch eine Abfahrtsverzögerung von +15 angekündigt bekommen, na ging doch gut los.


Antworten:

Erster Safran-Tag

Hallo zusammen,

wenn ich die im Forum geschilderten Eindrücke und Erlebnisse des ersten Safran-Tages zusammen fassen möchte, lautet jegliche Problemlösung erst mal pauschal: "Ist zwar schlecht gelaufen, aber man soll ja nichts im Vorfeld schlechtreden..."

Aha, im Vorfeld, ist es denn wirklich so brandneu? Man kann jetzt Züge primär fotografieren, dann steht man ohnehin an der Strecke. Andere sind z.B. beruflich auf möglichst zuverlässige Verbindungen und korrespondierende Anschlüsse angewiesen, dann ändert sich der Blickwinkel drastisch, wenn man darin laufend mitfahren muss und jede Minute zählt.

Beiruts Kommunalpolitiker sind glücklich und zufrieden: Irgendwas fährt wieder primär über ihre Museumsbahn, völlig egal was, gerne auch eine Köf mit Schüttgutwagen und darin fröhlich strahlenden Fahrgästen. Hauptsache ganz oft - und möglichst noch öfter via Beirut.

Die zu erwartenden Schwierigkeiten haben mehr als genug Vielfahrer bereits trefflich aus den vergangenen Jahren gekannt und prophezeit: Irgendwo abgehängte Triebwagen mit stehengelassenen Reisenden, Ausfall der Neigetechnik, defekte Zugtoiletten, Stehplätze, Verspätungen in den barocken eingleisigen Abschnitten in und aus zwangsläufig jeder Richtung, u.v.m.

Dass diese bekannten Begleiterscheinungen trotz aller Vorbereitung bereits am Anfangstag perfekt geklappt haben, beeindruckt zutiefst und zeugt von logistischer Planung hinsichtlich der Zukunft und beabsichtigten Akzeptanz dieser Relation.

In den IC`s ist ja angeblich niemals jemand mitgefahren. Bei fünf Wagen war die Auslastung zu hoch, also nahm man acht, um das Ergebnis latent zu verschieben. Nun urplötzlich sind über Nacht die komfortablen und laufruhigen 612er mehr als überfüllt. Welch ein Sonntagswunder.

Das nächste Bier trinke ich im Bistro zwischen Kirchenlaibach und Marktredwitz bei Arriva/Länderbahn, dauert garantiert nicht mehr lange. Ist offensichtlich so gewollt.

Grüße,
Michael


von Wunsiedel-Holenbrunn Hbf - am 11.12.2006 13:05

Re: Erster Safran-Tag

Erstens hat es gestern nicht geklappt.

Der erste Zug IRE 3085 hatte bis NHO plus 50 wegen Fahrzeugstörung, dann ging es mit einem Zugtei weiter - wohlgemerkt über Marktredwitz.

IRE 3092 brachte seine Verspätung bereits aus Plauen mit, hat nichts mit der Bayreuther Strecke zu tun.

Das der 612 nicht komfortabel ist, hat auch vorher jeder gewußt und das 2teilige oder einteilige Einheiten nicht ausreichen hat auch jeder gewußt, man hätte sich mal die Belegung der IC am WE ansehen müssen, 60-90 % je nach Tag und Leistung.

Warum mache ich Catering wenn ich keine Tische habe ?

usw. usw.

Die Fahrzeuge und die Strecke ist nicht neue, Zeit war lang genug.

Vielmehr muss man sich fragen, warum funktionieren die Weißpunkt zwischen Nürnberg und Bayreuth bzw. Regensburg-Hof, warum funktioniert auf der Magistrale gar nichts ?

von Neuenmarkt - am 11.12.2006 13:18

Irgendwie schafft man es halt nicht,

die drei für den Fahrgast entscheidenden Kriterien endlich mal gleichzeitig zu erfüllen:

- hoher oder zumindest akzeptabler Komfort
- niedriger oder zumindest akzeptabler Fahrpreis
- kurze oder zumindest akzeptable Reisezeit

so, daß das Gesamtkunstwerk dann in sich stimmig ist. Ich denke daran krankt die Strecke, und deswegen hagelt es auch in jedem Fahrplanjahr neue Kritik, weil immer nur ein Nachteil gegen einen anderen ausgetauscht wird.

von 614 049-5 - am 11.12.2006 13:29

Leute...aufwachen!

Einziges Ziel des SAFRAN ist es, die Leute, die bis Dresden/Leipzig wollen so zu vergraulen, daß sie auf den ICE übers Saaletal umsteigen! Der SAFRAN soll doch zukünftig nur für Reisende auf Kurzstrecken, meinetwegen zwischen Nürnberg und Plauen benutzt werden. Das selbst dafür die Kapazitäten zu gering sind, ist mir auch klar.

Ich kann mich auch nur wundern, warum bei den "Weiß-Punkt-612" die Kippeltechnik so gut funktioniert und bei den IRE nicht?! Ich will aber in dem Zusammenhang nicht von gezielter Sabotage reden ;-) Ich würde sagen, fotografiert die 612 mit der Franken-Sachsen-Aufschrift, solange sie noch fahren oder auf Dauer dann durch "Weiß-Punkt-612" ersetzt werden.

Man muß es so hart sagen, auch als Mitglied dieses Vereines...es geht weiter, diese Linie systematisch kaputt zu machen.

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 11.12.2006 13:51

Du hast es erkannt

Originalwerbung im DB Kursbuch bzw. Städteverbindungen :

Auszug

"Zusätzlich zum Franken-Sachsenexpress wird eine stündliche schnelle Umsteigeverbindung Nürnberg-Dresden über Leipzig in ca. 4,5 Stunden angeboten."

Auszug Ende.

Ab Dezember 2007 soll der ICE ja in Leipzig geflügelt werden, ein umsteigen nach DH
entfällt dann.

Für BC 100 Kunden ist es sowieso Beschiss, wenn im FSX die Plätze dann durch SWT besetzt sind.

von Neuenmarkt - am 11.12.2006 14:00

Die FSE-612er haben doch (zum Teil) einen weißen Punkt (owt)

nix

von Christian Bartels - am 11.12.2006 15:26

Die 2. Cargonautische Regel lautet:

Kein Autofahrer ist so schwachsinnig, von Nürnberg nach Dresden über Leipzig zu fahren.

q.e.d.


P. S.: Glückwunsch zum neuen Stadion.

von awp - am 11.12.2006 16:14

Schöner weißer Punkt...

am 612er.

Man dieselt somit bereits in Doppeltraktion ab Reichenbach mit vier Motoren umher, bei drei Triebwagen halt mit sechs, bei vier 612ern mit acht Motorlein.

Ab Reichenbach wird der Fahrdraht geflissentlich ignoriert. Ähnlich der neue Einsatz zwischen Bodensee, Allgäu, Nürnberg über Donauwörth, was auch immer, egal.

Wenn unter Fahrdraht schon aus ökologisch-ökonomischen Erwägungen trotzdem nur der Dieselantrieb verbleibt, lohnt sich ein Blick auf die Energiebilanz zwischen moderner Siemens ER 20 mit acht Abteilwagen und den 2-8 Motörchen der wohlbekannten Schaukelzüge.

Grüße,
Michael




von Wunsiedel-Holenbrunn Hbf - am 11.12.2006 18:54

Re: Erster Safran-Tag

Zitat
Wunsiedel-Holenbrunn Hbf
Hallo zusammen,

...

Die zu erwartenden Schwierigkeiten haben mehr als genug Vielfahrer bereits trefflich aus den vergangenen Jahren gekannt und prophezeit: Irgendwo abgehängte Triebwagen mit stehengelassenen Reisenden, Ausfall der Neigetechnik, defekte Zugtoiletten, Stehplätze, Verspätungen in den barocken eingleisigen Abschnitten in und aus zwangsläufig jeder Richtung, u.v.m.

Dass diese bekannten Begleiterscheinungen trotz aller Vorbereitung bereits am Anfangstag perfekt geklappt haben, beeindruckt zutiefst und zeugt von logistischer Planung hinsichtlich der Zukunft und beabsichtigten Akzeptanz dieser Relation.

Einfach köstlich!
Zitat

In den IC`s ist ja angeblich niemals jemand mitgefahren. Bei fünf Wagen war die Auslastung zu hoch, also nahm man acht, um das Ergebnis latent zu verschieben. Nun urplötzlich sind über Nacht die komfortablen und laufruhigen 612er mehr als überfüllt. Welch ein Sonntagswunder.

Noch mal gut getroffen!

Ich hoffe ja, das sich die Anfangsschwierigkeiten im Laufe der Woche geben, auch die RE 457 NN - Prag und RE 456 Prag - NN waren ja am Anfang ihrer Laufbahn (2005) desöfteren unpünktlich, haben sich dann aber schnell gefangen.

von Martin Pfeifer - am 11.12.2006 21:03
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