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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
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218 002-4

Wieder mal die Ilztalbahn...

Startbeitrag von 218 002-4 am 12.12.2006 21:29

Servus zusammen,

in der Passauer Neuen Presse (Ausgabe A) war heute Folgendes zu lesen:

Die Entscheidung der Stadt zum Bau des Radwegs auf der ehemaligen Bahntrasse Richtung Freyung ist noch einmal verschoben. Die Debatte darüber wurde von der Tagesordnung des Stadtentwicklungsausschusses abgesetzt, denn möglicherweise ist eine entscheidende Wendung eingetreten: Offenbar ist eine Gesellschaft gegründet worden, die den Eisenbahnbetrieb wieder aufnehmen will.
OB Albert Zankl setzte den Punkt ab, um zunächst genauere Informationen einzuholen. MdB Dr. Max Stadler hatte ihm kurz vor der Sitzung die brandheiße Neuigkeit mitgeteilt und die Vertagung empfohlen. Stadlers Informationen nach wurde eine Ilztalbahn-GmbH (ITB) mit Sitz Waldkirchen gegründet. Antrag auf Eintrag ins Register ist bei Gericht bereits gestellt. Gesellschafter sind unter anderem in Eisenbahnkreisen angesehene Fachleute für den Eigenbetrieb von Bahnstrecken sowie Mitstreiter, insbesondere aus dem Landkreis Freyung-Grafenau.
Selbst Befürworter eines touristischen Bahnbetriebs und damit einer Wiederbelebung der 2005 stillgelegten Trasse Passau-Freyung, verfolgt Stadler die Entwicklung mit Interesse. „Mit der ITB-Gründung ist wieder fraglich geworden, wie das Eisenbahn-Bundesamt über die Entfernung der Bahngleise entscheiden wird“, meint er. Die Bahngleise dürften nicht entfernt werden, wenn ein „Verkehrsbedürfnis“ besteht. „Und da die ITB-GmbH offenbar die Strecke betreiben will, kann wohl derzeit ein Verkehrsbedürfnis nicht verneint werden“, so Stadler.
Das alles will die Stadt jetzt erst einmal genau wissen, bevor der Stadtrat um Entscheidung gebeten wird. Der im Stadtentwicklungsausschuss vorgesehene Beschluss hätte womöglich voreilig eine Richtung festgezurrt: Der Ausschluss hätte sich demnach für den Bau eines Geh- und Radwegs auf der ehemaligen Bahntrasse und die zügige Umsetzung dieses Projekts ausgesprochen. Dieser Beschluss hätte für das Eisenbahn-Bundesamt als Stellungnahme der Stadt für das Prüfungsverfahren gegolten. Dieses Verfahren wurde in Gang gesetzt durch den Antrag der Deutschen Bahn an das Eisenbahn-Bundesamt, die Bahngleise entfernen zu dürfen.
Nun also zumindest ein Zwischenstopp. Dabei sind die Vorbereitungen für den Radweg schon weit gediehen. Die Verhandlungen zum Grunderwerb von der Bahn sind inhaltlich abgeschlossen, der Entwurf der notariellen Urkunde in Vorbereitung. Die Regierung von Niederbayern hat dem Förderantrag stattgegeben. Für das Gesamtprojekt des Geh- und Radwegs in Stadt und Landkreis Passau sowie dem Landkreis Freyung-Grafenau stehen 3,5 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung - 80 Prozent der Projektkosten.
Die Stadt geht für ihren Teil von 650.000 Euro Kosten für Grunderwerb, Bau und Ausgleichsmaßnahmen in der Natur aus. Bei einer Förderquote von 80 Prozent bedeutet das einen Eigenanteil der Stadt von 120.000 bis 130.000 Euro für den fünf Kilometer langen Radweg von der Stadtgrenze bei Patriching bis zur Kachletstraße mit Anschluss an den Donauradweg. Der Grunderwerb beinhaltet auch die Hacklsteinbrücke beim Kachlet über die Donau, die mit dem symbolischen Preis von 1 Euro in die Preiskalkulation einfloss. Gebaut werden soll der Radweg im Sommer 2008 - wenn nichts dazwischen kommt, was zu Gunsten einer Wiederaufnahme des Bahnbetriebs jetzt aber passiert sein könnte.



Auch wenn ich persönlich nach wie vor eher skeptisch bin, was eine Reaktivierung der Ilztalbahn betrifft, so bleibt es dennoch spannend - so leicht wie damals auf der Vorwaldbahn Hengersberg - Kalteneck haben es die Radwegfetischisten bei der Ilztalbahn jedenfalls nicht...


Grüße

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