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Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
16
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Cargonaut, Münchberger, 330kW_Fan, awp, 614 049-5, Gast, Nürnberger, Martin Pfeifer, Schwandorfer, Der Weißenburger

612 heute wieder mal mit Neigetechnik Problemen.

Startbeitrag von Münchberger am 20.12.2006 15:50

RE von Hof Abfahrt 14.40 in Richtung Würzburg hatte heut wieder einmal ein paar größere Probleme mit der Neigechtik. Der arme TF hat bestimmt geschwitzt. Wie kann es auch anders sein, immer auf dieser Strecke. In manchen Kurfen hat sie funktioniert dann wieder nicht. Einmal kam es sogar vor, dass er sich zu früh aus der Kurfe geneigt hat.
Hat dann ein hächsliches Geräusch an den Radsärtzen gegeben, wei der Zug ja für die Kurfe ohne Neigetechni viel zu schnell war. Dies hatte dann zur Folge, dass der TF sicherheitshalber vor starken Kurfen abgebremst hat.

Was war da los?

Der Freistaat und die Bahn sollten, mal lagsam handeln und die Strecke neubauen, habe das Gefühl das liegt an dieser, anders kann ich mir das nicht erklären, dass die selben Triebwagen auf der Trasse Richtung Regensburg einwandfrei funktionieren.

Antworten:

nAbend,

dass die Neigetechnik bei euch immer nicht funktioniert kann eigentlich nur an 2 Sachen liegen. Entweder die Software hat einen bis mehrere Fehler (Da oben sind Balisen?) oder die Kurvengeometrie is sehr doof, aber das sollte eigentlich keine Neigetechnik was ausmachen. Was allerdings nicht sein kann, is dass die Spurkränze ankratzen, wenn die Neigetechnik rausfällt, weil die macht ja bekanntlicherweise für die Fahrphysik überhaupt nichts (sogar ein bisschen schlechter). Der einzige Sinn dieser Einrichtung ist die Reduzierung der seitlichen Beschleunigungskräften im Idealfall auf 0. Des heist, wenn ein Tfz der Baureihe 411,415,605,610,611,612 durch eine Kurve fährt, die bei Fahrten mit Neigetechnik für 160km/h zugelassen ist, passiert dem Zug auch nichts, wenn er dort mit ausgeschalteter Neigetechnik durchfährt. Wurde früher auch bei den 610ern so praktiziert.

Ich hoffe ich hab ein wenig aufklären können


mfg

Benedikt

von 330kW_Fan - am 20.12.2006 16:05
330KW fan, trifft das mit den Geräuschen auch nicht zu, wenn er sich zu früh aus der Kurve legt (in der Kurve) und sich sogar leicht in die falsche Richtung legt? War schon ziemlich seltsam mit leichter Neigung nach Außen. Klingt zwar unvorstellbar war aber so. Höre ja sonst nie so ein Geräusch an der Stelle, ich vermute schon, dass dies irgendwie zusammenhängt. Gibt es vielleicht Unterschiede zwischen den Atranz Datenspulen in den Gleisen, die für die Kurvenradios und die Geschwindigkeit verantworlich sind, zwischen der Regensburger und der anderen Strecke. Könnte hier eine mögliche Fehlerquelle liegen?
Die Neigetechnik ohne bogenschnellen Betreib funktioniert ja eigentlich unabhängig davon und ist nur vom Boardcomputer abhängig, der sollte ja in jeder 612 gleich sein.

Mfg Matthias



von Münchberger - am 20.12.2006 16:22
Zitat
Münchberger
330KW fan, trifft das mit den Geräuschen auch nicht zu, wenn er sich zu früh aus der Kurve legt (in der Kurve) und sich sogar leicht in die falsche Richtung legt? War schon ziemlich seltsam mit leichter Neigung nach Außen. Klingt zwar unvorstellbar war aber so. Höre ja sonst nie so ein Geräusch an der Stelle, ich vermute schon, dass dies irgendwie zusammenhängt. Gibt es vielleicht Unterschiede zwischen den Atranz Datenspulen in den Gleisen, die für die Kurvenradios und die Geschwindigkeit verantworlich sind, zwischen der Regensburger und der anderen Strecke. Könnte hier eine mögliche Fehlerquelle liegen?
Die Neigetechnik ohne bogenschnellen Betreib funktioniert ja eigentlich unabhängig davon und ist nur vom Boardcomputer abhängig, der sollte ja in jeder 612 gleich sein.

Mfg Matthias

1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.12.06 17:34 durch derSchlömener.


Servus,

nein, die Koppelspulen im Gleis übermitteln nur eine Information, welche Geschwindigkeit in welcher Distanz zulässig ist. Da gibt es keine grundlegenden Unterschiede zwischen den verschiedenen Herstellern und auch, ob alte ZUB100-Koppelspulen oder neue ETCS-Balissen liegen, sollte egal sein. Für das Verhalten der Neigetechnik entscheidend ist allerdings der Radienwechsel. Ist der Übergangsbogen inklusive Überhöhungsrampe (das ist der Beginn der Überhöhung von Null bis zum Endwert, fällt mit dem Korbbogen im Übergang von der Gerade zum Radius zusammen) etwas länger, klappt es mit der Wagenkasten-Schrägstellungs-Einrichtung besser. Auf kurze Übergangsbögen mit steilen Überhöhungsrampen reagiert der 612 mit einem regelrechten Kippen. Das kann der 610'er durch seine Hydraulik nicht, deshalb verkraftet er (oder genauer der Fahrgast) solche Strecken besser.

Nach meiner Einschätzung haben beide aber eine ausgesprochene Empfindlichkeit gegen Gleislage-Fehler, insbesondere Höhenfehler (beide Schienen nicht auf der gleichen Höhe, meistens ein Problem des Untergrundes) führen zum Rausfliegen der Neigetechnik.

von Martin Pfeifer - am 20.12.2006 20:17
Danke für die Antwort, dass wird es wohl sein, denn vom Material her ist die Strecke ja nicht des beste, Schienen von 1956 sind ja auch noch paar drin, ich weiß ja auch das 2 km Gleis vor 5 Jahren so schlecht waren, dass sie für den Verkehr gesperrt hätten werden müssen, wenn Sie nicht ausgetauscht worden wären.

von Münchberger - am 20.12.2006 21:16
Zitat
Münchberger
und sich sogar leicht in die falsche Richtung legt? War schon ziemlich seltsam mit leichter Neigung nach Außen. Klingt zwar unvorstellbar war aber so.


Definitiv hattet Ihr keine Neigung nach "Außen", denn das wäre von Rechner als Fehlneigung diagnostiziert worden und es hätte eine sofortige Zwangsbremsung gegeben.

Und aufgrund der Jahreszahl an den Schienen auf den allgemeinen Gleiszustand zu schließen, finde ich sehr gewagt.

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 21.12.2006 06:04
Was ne Zwangsbremsung bei Fehlneigung das will ich erst mal sehen da hast du falsche Infos

von Nürnberger - am 21.12.2006 11:41

wenn Du meinst...

schwere Fehlneigung=Zwangsbremsung.

Ich gehe jetzt nicht davon aus, daß er aufgrund schlechter Gleislage mal kurz in die andere ("falsche") Richtung wackelt.

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 21.12.2006 12:41
Servus,

aber auch so krass es klingt, wenn der Zug sich in jeder Kurve in die falsche Richtung neigen würde, er würde weder umkippen, noch würdern andere Kräfte auf das Drehgestellt wirken. Das kommt daher, dass sich der Wagenkasten in etwa um seinen Schwerpunkt dreht. Des einzige Problem, was du dann hast, du verlässt da Lichtraumprofil, aber naja.


mfg

Benedikt

von 330kW_Fan - am 21.12.2006 13:23
Zitat
Nürnberger
Was ne Zwangsbremsung bei Fehlneigung das will ich erst mal sehen da hast du falsche Infos


Hast Du denn bessere Infos? Und vor allem: Woher stammen diese Infos?

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 21.12.2006 15:47
Zitat
330kW_Fan
Servus,

Des einzige Problem, was du dann hast, du verlässt da Lichtraumprofil, aber naja.


Uns selbst das verläßt Du nicht, habe ich mich mal von einem Siemenstechniker aus diesem Forum aufklären lassen! ;-)

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 21.12.2006 15:57
Zitat
Nürnberger
Was ne Zwangsbremsung bei Fehlneigung das will ich erst mal sehen da hast du falsche Infos


Es wäre sehr höflich (und würde nebenbei die Lesbarkeit Deines Postings merklich erhöhen...), wenn Du das nächste mal auch ein paar Satzzeichen wie Punkte, Kommata und Fragzeichen verwenden würdest... Oder fehlen diese auf Deiner Tastatur?

Besten Dank,
Der Weißenburger

von Der Weißenburger - am 21.12.2006 17:05

Grundsatzfrage wofür Neigetechnik HO-WÜ???

Wozu wird überhaupt die Neigetechnik speziell auf dieser Verbindung benötigt?
Die paar 50km zwischen Hof und Neuenmarkt sind so schwierig (fast nebenbahnmäßig) trassiert, daß selbst mit bogenschnellen Betrieb (wenn man das hier überhaupt als bogenschnell bezeichnen kann) kaum nennenswerte Zeit rausgefahren werden kann. Und unterhalb der schiefen Ebene beginnen quasi-Flachlandverhältnisse mit entsprechend gerader Streckenführung und allgemein höheren Streckengeschwindigkeiten - die Neigetechnik wird hier überhaupt nicht benötigt.
Sollten dennoch zwischen Hof und Würzburg die Fahrzeiten kürzer sein, liegt das wohl ausschließlich an der guten Fahrdynamik aufgrund Übermotorisierung der VT.

von Gast - am 22.12.2006 09:26

Darum...

...weil jede zentel Sekunde, die man eher am Ziel ist, für Reisende wichtig ist und Millionen Euro an Aufwand lohnen.

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 22.12.2006 12:11

Das ist so gut und präzise formuliert,

Zitat: "...weil jede zentel Sekunde, die man eher am Ziel ist, für Reisende wichtig ist und Millionen Euro an Aufwand lohnen. "

daß es doch glatt als 3. Cargonautisches Grundgesetz herlangt!

von awp - am 22.12.2006 12:56

Fragt sich nur,

ob das wirklich die Auffassung der meisten Fahrgäste ist!

Ich denke die allgemeine Meinung speziell zur Baureihe 612 ist so eindeutig wie bei keiner anderen; da nützen auch freundliche Gesichter in der "Takt" nichts, neben denen steht "der 612 gefällt mir sehr gut - logisch, er ist ja auch neu!"

von 614 049-5 - am 22.12.2006 22:41
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