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Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
BR 44, Cargonaut, Martin Pfeifer, Neuenmarkt

Bahnübergang NWHR KM 42.8

Startbeitrag von BR 44 am 03.01.2007 17:46

Hallo

Jetzt ist der Bahnübergang gesperrt aber wie halt! In Weiherhammer am Badeweiher nichts geht mehr. Durch den Bau der Umgehungsstrasse Etzenricht hat sich die Bahn mit 1/3 der Kosten beteiligt, mit der Auflage den Bahnübergang zu sperren.








Der Regional Express aus Weiden BR 610 512-6 bei geschlossener Schranke.

Dafür habe jetz einen Umweg von 2 km zur Arbeit !!!

Schönen Abend noch

Antworten:

wo liegt das Problem?

Ist jetzt die Bahn an der Umgehungsstraße schuld oder daß du jetzt nicht baden gehen kannst? :D

Versteh das Posting so nicht ganz. Dazu müßtest schon etwas mehr Hintergrund psoetn, ob die Bahn den Übergang schließen mußte (Auflage wegen Straßenbau) oder wie es sonst irgendwie zusammenhängt. Vielleicht hat es ja was Positives, die 2km längerer Arbeitsweg, daß du so über die 21km kommst und in den Genuß von Pendlerpauschale kommst. ;-)

MfG cargonaut

von Cargonaut - am 03.01.2007 19:33

Re: wo liegt das Problem?

Hallo Cargonaut,
Hier der Zeitungsbericht, (Quelle:Der neue Tag)

28.12.2006 | Netzcode: 10959698
Neue Umgehung bringt neuen Frust
Lange Staus am Bahnübergang in Weiherhammer sorgen für Ärger - Geschäftsleute fürchten Verluste
Weiherhammer. (phs) Es ist fast typisch: Vorfreude ist die schönste Freude. Jahrelang hatten Bürger und Politiker erwartet, dass es in Etzenricht, Weiherhammer und Mantel mit den Ortsumgehungen vorwärts geht. Kaum ist das Geschenk ausgepackt und der erste Abschnitt für den Verkehr frei, gibt es lange Gesichter.

Die Etzenrichter trauern der Kreuzung an der Haberstumpfmühle hinterher, und die Weiherhammerer kratzen sich am Kopf, warum man einen Bahnübergang dicht macht, bevor mit einer Unterführung am Bahnhof für Entlastung gesorgt ist. Denn an den Gleisen am Badeweiher ist jetzt eine Sackgasse. Der Verkehr, der sich bis vor einigen Tagen auf zwei Bahnübergänge verteilt hat, konzentriert sich somit auf die Querung am Bahnhof.

"Jetzt hat man den Stau komplett im Ort", klagt Sabine Solter vom gleichnamigen Küchenstudio. Tatsächlich bilden sich in der Hauptstraße, die zur abknickenden Vorfahrtsstraße geändert wurde, lange Schlangen, wenn die Schranken runter gehen und der Regionalzug Richtung Weiden oder Nürnberg ein- oder abfährt. Denn anders kommt man nicht mehr aus der Ortsmitte von Weiherhammer ins Industriegebiet sowie nach Kohlberg, Hannersgrün und Etzenricht. Für die Gegenrichtung gilt dasselbe.

Trotzdem: "Seit Montag ist es schon besser geworden", hat Hauptkommissar Alfred Kunz beobachtet, dass sich der Stau langsam herumspricht. Jeden Tag ist er zurzeit um 7.15 und um 13.15 Uhr an Ort und Stelle. Kunz passt auf, dass Schüler, die mit dem Zug nach Weiden oder Neustadt pendeln, nicht blindlings über die Hauptstraße flitzen, sondern langsam die Bahnhofstraße überqueren. "Ich kann den Leuten nur sagen, dass sie halt fünf Minuten eher losfahren sollen, damit sie kurz vor 7.15 Uhr am Übergang sind", sagt der Polizist frustrierten Autofahrern, die es eilig haben. Dass die Bahnhofstraße dadurch stark vom Hauptverkehr abgeschnitten ist, hält er für einen Vorteil: "Eltern, die ihre Kinder vom Bahnhof abholen, können dort jetzt besser im Auto warten."

Viele biegen falsch ab

Matthias Kohl, der in dieser Straße ein Autohaus betreibt, ist ganz anderer Ansicht. "Ich bin jetzt abgeschnitten. Unsere Gebrauchtwagen sieht jetzt niemand mehr beim Vorbeifahren. Da rechne ich schon mit Einbußen." Noch ist es nicht so weit. Im Gegenteil: Kohl beklagt, dass "pro Tag mindestens 500" Autos und Lastwagen über den geschlossenen Bahnübergang ins Industriegebiet wollen und dann an den Raiffeisen-Lagerhäusern mühsam umkehren müssen. Daran sei unter anderem eine falsche Beschilderung schuld.

Für Bürgermeister Werner Windisch liegt es an etwas anderem: "Viele Lkw-Fahrer verlassen sich auf ihre Navigationssysteme, und die wissen noch nicht, dass es da hinten nicht mehr weiter geht."

Das Problem kennt auch Sabine Solter. "Viele halten bei uns an und fragen, wie sie weiter kommen." Auch sie fürchtet durch die gekappte Zufahrt Einbußen fürs Geschäft. "Jetzt müssen wir das mit Schildern und verstärkter Werbung ausgleichen." Windisch bietet seine Unterstützung an: "Wenn jemand deswegen zu uns kommt, versuchen wir unbürokratisch zu helfen."

Doch das Grundproblem bleibt. "Es ist eigentlich müßig. Man macht einen Bahnübergang zu, und jetzt ist am anderen doppelt soviel los", sagt Christopher Sauer, der bei der Firma Marlin in der Bahnhofsstraße arbeitet.

Finanzierungsfrage

Peter Martan vom Staatlichen Bauamt erklärt es so: Die Deutsche Bahn hätte sich nicht zu einem Drittel an der Finanzierung der Ortsumgehung Etzenricht beteiligt, wenn der höhengleiche Bahnübergang am Badeweiher nicht dicht gemacht worden wäre. Dass solche Übergänge wegkommen, schreibt das Eisenbahn-Kreuzungsgesetz des Bundes vor.

Davon unabhängig sei die geplante Unterführung am Bahnhof zu sehen, bei der noch Fragen des Hochwasserschutzes und der Linienführung zu klären seien. Bis das so weit ist, habe man aber nicht warten können. "Salopp gesagt, hätte sich dann die Bahn gefragt, warum sie zahlen soll, wenn so lange der Übergang offen bleibt," erläutert Martan.

Kilometerpauschale kann ich vergessen vorher 3km jetzt 5 km einfach.
Gruß
Reinhold

von BR 44 - am 03.01.2007 19:54

tja, ich würde sagen, ...

...das ist ein reines Planungsproblem und Du bist bei einer Geschwindigkeit von 50km/h etwas mehr als 2min länger unterwegs. ein Beinbruch? sicher etwas ärgerlich, aber wenn die stadt nicht in die Pötte kommt, die Unterführung zu planen, die Bahn aber "Druck" hat, niveaugleiche Übergänge zu entfernen...da passiert sowas sicher mal. Und ich denke, bei denb Vereinbarungen/Verträgen mit der Bahn, war dieses Problem ja bekannt. Ich ich würde sagen, die Stadt hat sich einfach mit der Planungsdauer für die Unterführung verhauen...dafür jetzt auf die Bahn zu schimpfen, halte ich für falsch. ein genaueres Urteil über Schuld und Unschuld kann man aber eigentlcih erst abgeben, wenn man die Vereinbarungen zwischen Bahn und Stadt kennt, was die zeitlichen Rahmen für die Unterführung und der damit verbundenen Schließung des Bü angeht. Wenn die stadt da im zeitlichen Rückstand ist, aus welchem Grund auch immer, kann ich der Bahn schlecht die Schuld geben.

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 03.01.2007 20:07

Mensch die könnte man doch abbauen

und für die KBS 862 benutzen, dort wird sie dringend benötig.

von Neuenmarkt - am 04.01.2007 07:05

Re: Mensch die könnte man doch abbauen

Servus Alex,

da sei ganz beruhigt, der Abbau der Schranken und Lichtzeichen wird kommen. Ob man die allerdings an der KBS 862 weiterverwendet, ist fraglich. Der wertmäßig grösste Teil einer Bahnübergangssicherung liegt in der Erde - in Form der Kabelstrecken zu den Ein- und Ausschaltkontakten.

MfG Martin Pfeifer

Lieber Blech- als Plastikspielzeuge!

von Martin Pfeifer - am 04.01.2007 08:52
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