Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Cargonaut, KBS 855, Schwandorfer, 330kW_Fan

ZM: Pendler lieben die Bahn

Startbeitrag von KBS 855 am 04.01.2007 15:32

[www.oberpfalznetz.de]

Von Andreas Ascherl | 04.01.2007 | Netzcode: 10961338
Die Pendler lieben die Bahn
Doch manchmal ereignen sich seltsame Dinge - Ein Halt in Hersbruck

Amberg. An sich lieben die Pendler ja ihre Bahn - so wie man eine alte, etwas launenhafte Freundin liebt. Sie ist eigentlich ganz nett, meist zuverlässig und manchmal etwas schrullig. Sie steht ihnen beim Weg in die Arbeit oder wieder heim treu zur Seite - auch wenn sie zum täglichen Treff meist ziemlich spät erscheint. Doch manchmal müssen sogar die Pendler verwundert den Kopf schütteln. Beispielsweise über den Vorfall, der sich unlängst zwischen Nürnberg und Amberg ereignet hat.

Gegen 14.50 Uhr setzte sich am Freitagnachmittag der Pendolino in Nürnberg in Bewegung. Der Weg führte zunächst nach Hersbruck, wo der Zugteil in Richtung Bayreuth abgekoppelt wurde. Was dann passierte, ist absolut die Ausnahme - sagt zumindest Ingo Schüttke von der Pressestelle der Bahn in München. Ist mehr oder weniger die Folge einer chronischen Überfüllung - behaupten die Pendler. Der Zug stoppte also, ein Zugteil wurde entfernt.

Aus diesem drängten nun die Leute, die nicht nach Bayreuth wollten, in die Wagons in Richtung Amberg. Nun sollte sich der Pendolino wieder in Bewegung setzen. Tat er aber nicht! Vielmehr erfolgte die Durchsage des Schaffners, nunmehr könne der Zug seinen Weg nicht fortsetzen, weil er überladen sei. Freiwillige mögen doch bitte aussteigen und einen späteren Pendolino nehmen. Passiere das nicht, müsse er bedauerlicherweise von der Bundespolizei räumen lassen.

Im Prinzip, so sagt Bahn-Sprecher Schüttke, hat der Mann ja richtig gehandelt, weil er die Sicherheit der Türschließeinrichtung nicht mehr gewährleistet sah. Möglicherweise aber etwas "unglücklich", so gibt er zu. Weil die gestressten und müden Pendler aber keineswegs gewillt waren, eine Stunde auf einem zugigen Bahnsteig zu verbringen, leerte sich der Pendolino nicht. Kurze Zeit später rückte dann tatsächlich die Bundespolizei an, schaute sich das Ganze genau an - und rückte anschließend wieder ab. Danach setzte sich der Zug mit rund 45-minütiger Verspätung in Bewegung und lieferte seine Passagiere unterwegs sicher und ordentlich ab.

Die Verantwortung

Ingo Schüttke hellt auf: Seiner Erläuterung nach sah sich der Schaffner nicht mehr in der Lage, für die Sicherheit zu garantieren (siehe oben). Er habe aus diesem Grund die Bundespolizei gebraucht, die an seiner Stelle die Verantwortung für die Weiterfahrt des Zuges übernehmen musste. Manchmal stellt die Bahn die Liebe der Pendler ganz schön auf die Probe.

Antworten:

Servus,

Zitat
oberpfalznetz.de
Gegen 14.50 Uhr setzte sich am Freitagnachmittag der Pendolino in Nürnberg in Bewegung. Der Weg führte zunächst nach Hersbruck, wo der Zugteil in Richtung Bayreuth abgekoppelt wurde. Was dann passierte, ist absolut die Ausnahme - sagt zumindest Ingo Schüttke von der Pressestelle der Bahn in München. Ist mehr oder weniger die Folge einer chronischen Überfüllung - behaupten die Pendler. Der Zug stoppte also, ein Zugteil wurde entfernt.

Also ich fahr jetzt seit ca 1,5 Jahren fast täglich mit einem dieser REs (1350 od 1450) und ich müsste jetzt sehr bekloppt sein, wenn das nicht normal wäre.



Zitat
oberpfalznetz.de

Aus diesem drängten nun die Leute, die nicht nach Bayreuth wollten, in die Wagons in Richtung Amberg. Nun sollte sich der Pendolino wieder in Bewegung setzen. Tat er aber nicht! Vielmehr erfolgte die Durchsage des Schaffners, nunmehr könne der Zug seinen Weg nicht fortsetzen, weil er überladen sei. Freiwillige mögen doch bitte aussteigen und einen späteren Pendolino nehmen. Passiere das nicht, müsse er bedauerlicherweise von der Bundespolizei räumen lassen. Im Prinzip, so sagt Bahn-Sprecher Schüttke, hat der Mann ja richtig gehandelt, weil er die Sicherheit der Türschließeinrichtung nicht mehr gewährleistet sah.

Wie bitte? Wenn die Türen zugehen is doch alles in Ordnung. Falls da einer von euch genaueres weiß, wäre ich sehr erfreut, wenn etwas Licht ins Dunkle kommen würde, nämlich der richtige Grund.




Benedikt

von 330kW_Fan - am 05.01.2007 21:29
Ich denke mal, die verwechseln Pendolino mit 612...wenn so viele Leute im Zug sind, daß die Türen nicht mehr zu gehen...was will man da machen?

Das trifft übrigens auf beide Typen 610 und 612 zu. Was würdest du da machen?

MfG Cargoanut

von Cargonaut - am 05.01.2007 21:37
Zitat
Cargonaut
Ich denke mal, die verwechseln Pendolino mit 612...wenn so viele Leute im Zug sind, daß die Türen nicht mehr zu gehen...was will man da machen?

Das trifft übrigens auf beide Typen 610 und 612 zu. Was würdest du da machen?

MfG Cargoanut


Ich würde mal die BEG drängen einen längeren Zug zu bestellen, da dies ja anscheinend ein Dauerzustand ist.

von KBS 855 - am 06.01.2007 12:38
Zitat

Weil die gestressten und müden Pendler aber keineswegs gewillt waren, eine Stunde auf einem zugigen Bahnsteig zu verbringen, leerte sich der Pendolino nicht.


Das Problem dabei ist, daß man wenn man aussteigt, ja davon ausgehen muß, im nächsten Zug auch wieder keinen Platz zu bekommen. Wielang soll man dann auf dem "wunderschönen" Bahnhof Hersbruck warten? Bis sich zum Abend das Verkehrsaufkommen leicht gelegt hat?
Wer regelmäßig von Nürnberg auf den RE-Strecken Richtung Osten unterwegs ist, kann vor allem am Freitag Nachmittag ein Lied von den überfüllten Zügen singen. Hier ist die BEG gefordert, von dieser bescheuerten Linienverknüpfung zwischen Nürnberg und Hersbruck wegzugehen, damit die Züge verstärkt werden können.

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 06.01.2007 12:43
Zitat
KBS 855
Zitat
Cargonaut
Ich denke mal, die verwechseln Pendolino mit 612...wenn so viele Leute im Zug sind, daß die Türen nicht mehr zu gehen...was will man da machen?

Das trifft übrigens auf beide Typen 610 und 612 zu. Was würdest du da machen?

MfG Cargoanut


Ich würde mal die BEG drängen einen längeren Zug zu bestellen, da dies ja anscheinend ein Dauerzustand ist.


Das nützt dem Zf jetzt und heute vor Ort aber wenig Dein Vorschlag. ;-)

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 07.01.2007 20:43
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.