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Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
12
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Neuenmarkt, Martin Pfeifer, Cargonaut, KBS 867, Woyzeck

Verkehrte Welt - Busse fahren bei jedem Wetter - die Bahn nicht

Startbeitrag von Neuenmarkt am 19.01.2007 06:30

Alle Mitarbeiter von uns, welche mit Bus oder Auto anreisen können, sind vollzählig auf der Arbeit, nur die Personen, welche auf die Bahn angewiesen sind, fehlen noch.

Es wird auf den Busverkehr verwiesen, alle BVB und OVF Linien fahren und fahren auch den Hbf in Bayreuth an.

Dort leuchtete gegen 6.45 nur "Bitte Ansage beachten " auf, keine Servicekraft, weder innen noch außen, stattdessen irrten in der Halle sowie an den leergefegten Bahnsteigen die Reisenden herum und fragten sich gegenseitig wie sie jetzt nach Nürnberg, Pegnitz usw. auf die Arbeit kommen sollen.

Man müsste halt mal öfters links und rechts der Dämme einen Kahlschlag machen. Darum kann man in den Zügen auch die Fenster nicht mehr aufmachen weil man sonst die Äste im Gesicht hätte.

Antworten:

Re: Kahlschlag

Guten Morgen Alex,

so ein Kahlschlag wurde bzw. wird doch gerade erst gemacht!
Aber leider auf der Staatsstraße 2181 zwischen Döhlau und Weidenberg, dort wurden vor allem nach Döhlau, bei Görschnitz und bei der Abfahrt nach Weidenberg am Straßenrand alle Bäume in einem Abstand von ca. 3 m vom Fahrbahnrand entfernt. :(
Ein LKW-Unfall wie letztes Jahr, als der bei Görschnitz am Hang abzustürzen drohte, hätte jetzt fatale Folgen, da die Bäume die den LKW gehalten haben nun weg sind und ein Fahrzeug nun die komplette Böschung (bestimmt 5-6 Meter) in den dortigen Bach stürzen würde.

Gruß
Andreas

von KBS 867 - am 19.01.2007 06:44

die Frage ist...

...ob die Strecken alle vorsorglich von "Oben" gesperrt wurden, aus Angst, es könnte was passieren oder ob die Strecken wirklich gesperrt waren, weil Bäume im Gleis lagen. denn ich denke, auf der ein oder anderen Strecke wäre ein Betrieb, zumindest heute Früh für die Pendler drin gewesen. Aber im Moment schaut es bei einem Bekannten so aus....Cargo-Tf werden Heim geschickt und für morgen bestellt, wo es wieder richtig losgehen soll und Regio wird nicht wissen, wie sie Ihre Züge fahren sollen....


Wie schön war es doch noch, als wir EINE Bahn waren und in solchen Fällen unkompliziert mit Diesellok ein Personenzug gefahren werden konnte...

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 19.01.2007 10:41

wie bist du doch altmodisch :-)

Zitat

Wie schön war es doch noch, als wir EINE Bahn waren und in solchen Fällen unkompliziert mit Diesellok ein Personenzug gefahren werden konnte...


Du bist aber altmodisch! ;)
Wo doch jetzt sogar einzelne Loks in den diversen Verkehren aufgeteilt werden, siehe den Bericht über die "Montan-Loks" in der neuen Drehscheibe.
"Die 140 xxx? Die kann jetzt nicht den eiligen gemischten Gz übernehmen, auch wenn sie die einzige Lok im Bh ist, denn die steht nur für Kohleganzzüge zur Verfügung."

Bei solchen Entwicklungen wird mir richtig schlecht!

Und dann würdest du auch noch total außerhalb deines Geschäftsbereichs einen Personenzug fahren wollen? Schäm dich, das ist ja geschäftsschädigend. :D


Gruß
Andreas

PS: Der Beitrag ist ironisch gemeint!


von KBS 867 - am 19.01.2007 11:10
Servus!

Es dürfte allerdings auch um ein Vielfaches einfacher sein, eine Straße freizuhalten, als eine Bahnstrecke. Bei einem umgestürzten Baum fährst mit dem Kran her, hebst den Baum passend, und zersägst ihn. Das Procedere stell ich mir bei einem Baum im Gleis zB zwischen Schnabelwaid und Creußen weniger einfach vor ;-)

Es hätte heute übrigens auch sicher Schule stattfinden können, bloß hätten - eben durch die Tatsache, dass kaum/keine Züge fuhren, wohl mindestens die Hälfte der Schüler gefehlt *g* Die OVF-Linie 8354 zB ist lt. Fahrer ohne Einschränkungen in Betrieb, begonnen mit der ersten fahrplanmäßigen Fahrt um 5.30 ab Drossenfeld nach Bayreuth. Nichtsdestotrotz freue ich mich sehr über ein verlängertes Wochenende :-) *grins*

Viele Grüße
Andreas

von Woyzeck - am 19.01.2007 11:27

Sag nur Bahnmeisterei

frührer wurden die Strecken beidseits des Gleiskörper freigehalten.

Wennst jetzt fährst, dann schau Dich mal um . Vor allem in Stammbach, wo von dem letzten Sommergewitter noch die Äste im Seilzug hängen.

Und beidseits der Strecken liegen noch Bäume von den Unwettern des Sommers, es wurden nur die ins Gleis ragenden Spitzen soweit entfernt, das der Lichtraum einigermaßen frei ist. Der Rest bleibt einfach daneben liegen bis wieder drauf fällt und den ersten Stamm wieder reinschiebt.

Ist genauso praktisch, wie die Maßnahme bei Schneefall lieber die Bahn einzustellen und Ersatzbusse zu fahren (wie letzten Winter) - ein Armutszeugniss für ein Spurgebundes Verkehrsmittel wenn es wie damals bei Schnee und Glatteis durch
Gummikonkurrenz ersetzt wird, nur weil man keine Vorhaltungen mehr macht.

Ist ja ein Armutszeugniss wenn bei schlechten Wetter dazu aufruft das Auto stehen zu lassen und auf die Bahn umsteigen soll (wegen den Straßenverhältnissen) und dann steht man frierend am Bahnhof um zu erfahren das nichts kommt und dafür vielleicht ein Bus fährt (auf der Straße die man meiden wollte).

Wenn so das Unternehmen Zukunft aussieht, kapputt gespart wo es geht, Bahnmeistereien aufgelöst, jeder Handstrich wird dem jeweils anderen Konzern verrechnet.

von Neuenmarkt - am 19.01.2007 11:42

ja, so ist die heutige Zeit

Dem kann ich so zustimmen, wie Du es geschrieben hast. es wird gespart, koste es, was es wolle...das kenn ich doch... :D

Allerdings muß man auch sagen, wäre die Bahn gefahren und es wäre was passiert mit Personenschaden, dann wäre das Geschrei von einigen Leutchen auch groß gewesen, wieso der Verkehr nicht vorsorglich eingestellt wurde.

Allerdings kenne ich eine solche Situation bisher noch nicht, daß aufgrund eines Orkanes der eisenbahnbetrieb komplett eingestellt wird. Früher ist man eben langsamer gefahren, aber es rollte zumindest etwas. Wieso das heute nicht geht, weiß ich auch nicht. Wahrscheinlich hatten die Verantwortlichen keinen Arsch in der Hose, dies so zu entscheiden.

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 19.01.2007 11:52

So ist es

das ist halt der Lauf der Zeit

gemäß dem Sprichwort "lieber schlecht gefahren, als gut gelaufen"

Der Busbetrieb der BVB in Bayreuth wurde auch bis zum Betriebsende durchgeführt.

Bei bestimmten Strecken wie viele Waldgebiete, hohe lange Brücken usw. ist das vorsogliche OK.

Ich war selber schon mal in einer Sturmnacht über mehrere Stunden in einem 612er festgessen (das war die Nacht wo es den Toten in Forchheim auf dem Annafest gab).

Auf Rückreise von Hof ging es auf Sicht bis zum ersten Baum, dort standen wir bis wieder weiterging. Dann bis Rabatz, dann bis NKL, schön langsam aber es ging.

Wir kamen in NBY, spät aber wir fuhren.

Ansonsten hättes die Möglichkeit geben in einem Bahnhof zu warten bis es vorbei, aber welcher Bahnhof gehört denn noch der Bahn, wo Du Leute unterbringen kannst bzw. verfügt noch über WC usw. in unseren Breiten ? Und Zelt im Freien durchs BRK aufstellen lassen ? bei dem Wind.

Sicher ist eine Riskioentscheidung, lasse ich fahren, was passiert wenn dort ein Baum liegt ? Feuerwehr entfernt ihn ? besteht Lebensgefahr für die Einsatzkräfte ? Besteht Gefahr bei der Evakuierung ? Gibts Busse ?

Fragen Fragen Fragen.

Wir mussten auch bis zum Schluß arbeiten, uns hat auch keiner gefragt ob wir nicht lieber die Arbeit einstellen wollen und uns sicher nach Hause begeben. Und heute früh wieder pünktlich erscheinen, ob mit Auto, zu Fuß, Rad, Bahn oder Bus.

Das letztere ist auf die Behörden gemünzt, welche schon ab dem frühen Nachmittag geschlossen hatte.

von Neuenmarkt - am 19.01.2007 12:19

Re: die Frage ist...

Servus,

in meinen Augen wurde die Sperrung von recht weit oben angeordnet. Ich denke, die betroffenen Herren sahen sich aufgrund der schlechten Erfahrungen mit diversen Evakuirungen nach Sturm und Schneebruch, z.B. Lothar, dazu veranlasst.

von Martin Pfeifer - am 19.01.2007 14:17

50 Fahrgäste in Pegnitz gestrandet

Unplanmäßiger Aufenthalt: Für 50 Fahrgäste der deutschen Bahn war in Pegnitz vorerst Endstation 19.01.2007
15:42 h Radio Mainwelle


50 Fahrgäste des Regionalexpress zwischen Bayreuth und Nürnberg steckten am vergangenen Abend in Pegnitz fest. Einer Meldung des bayerischen roten Kreuzes zufolge wurde die Rettungsleitstelle in Bayreuth gegen 20 Uhr informiert, dass der Zugverkehr aufgrund des Sturmes deutschlandweit eingestellt wurde. Frank Zeißler vom BRK Bayreuth.


"Es wurden dann zehn Helfer der BRK Bereitschaft Pegnitz vor Ort geschickt. Die haben dann die Lage erkundet, haben die gestrandeten Passagiere mit Kaffee und Tee versorgt. Während ungefähr die Hälfte der Passagiere selber irgendwo hingefahren ist zur Übernachtung, zur Weiterreise, wurden 25 Personen letztlich in das evangelische Gemeindehaus nach Pegnitz verbracht, wo sie dann eine provisorische Notunterkunft bezogen haben."

Seit heute Mittag verkehren die Züge der deutschen Bahn wieder. Es muss aber noch immer mit Verspätungen gerechnet werden.


Anmerkung: Von NN nach NBY und dann in NPZ übernachten ?

Waren da überhaupt Bäume auf Gleisen ? Von Feuerwehreinsätzen um diese Zeit
auf der Bahnstrecke ist mir jedenfalls nichts bekannt.

von Neuenmarkt - am 19.01.2007 14:46

Wünsch ein schönes WE, vor allem den Bahnern

die ihre lieb Mühe mit dem Orkan haben/hatten, sei es an der Kettensäge in vorderste Front - sei es bei der "Bastelei" damit wieder alle Fahrzeug wieder dort sind wo sie eigentlich lt. Plan hätten sein sollen - oder den Zugbegleitern, die sich die Nöte der
gestrandeten Fahrgäste haben anhören müssen.

Auch an die , welche noch zwischen Pressig und Saalfeld mit den Tücken der Oberleitung kämpfen, vor allem da schon wieder Böen um die 70 80 KM/h vorhergesagt sind und es schon wieder tüchtig bläst.

Ciao bis zum Montag


von Neuenmarkt - am 19.01.2007 15:20
Zitat
Woyzeck
Servus!

Es dürfte allerdings auch um ein Vielfaches einfacher sein, eine Straße freizuhalten, als eine Bahnstrecke. Bei einem umgestürzten Baum fährst mit dem Kran her, hebst den Baum passend, und zersägst ihn. Das Procedere stell ich mir bei einem Baum im Gleis zB zwischen Schnabelwaid und Creußen weniger einfach vor ;-)

...
Viele Grüße
Andreas


Servus,

die gute alte Bahnmeisterei hatte es hier auch wesentlich einfacher. Die sind mit ihrem SKL (nennt sich heute Gruppen-Arbeitsfahrzueg) losgezogen und haben Baum für Baum beseitigt. Der SKL hat natürlich auch einen Kran. Da SKL's ja heute Seltenheitswert haben und alles von der Straße aus gemacht werden muß, ist so etwas natürlich komplizierter als auf der Straße. Glück haben hier wohl die ex-Bahnmeistereien, die kurzfrisitig einen Zwei-Wege-Bagger auftreiben konnten.

von Martin Pfeifer - am 19.01.2007 20:21
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