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Eisenbahnforum Nordostbayern
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146.2er-anti ICE Stundentakt-Fab, derSchlömener, Neuenmarkt, Cargonaut

[PM]Wiesenttalbahn: Fahrgäste beklagen Einsparungen

Startbeitrag von 146.2er-anti ICE Stundentakt-Fab am 19.01.2007 09:59

..heute morgen war in der NN folgendes über die Wiesenttalbahn zu lesen:

[www.nn-forchheim.de]

Reisende verunsichert
Wiesenttalbahn: Fahrgäste beklagen Einsparungen


Fast lautlos hat sich der Wechsel vollzogen: Seit der Fahrplanänderung am 10. Dezember vergangenen Jahres ist die Wiesenttalbahn von Forchheim nach Ebermannstadt ohne Zugbegleiter unterwegs. Ein eklatanter Mangel an Sicherheit und Service herrsche seitdem auf der Strecke, finden viele der Fahrgäste.

FORCHHEIM/EBERMANNSTADT - Hildegard Kosel-Zenske fährt ein bis zwei Mal pro Woche mit der Wiesenttalbahn von Ebermannstadt nach Forchheim. Dass seit Anfang Dezember kein Schaffner mehr im Zug ist, hat sie überrascht. «Da wird meiner Meinung nach an der falschen Stelle gespart», sagt die Rentnerin. Vor allem von älteren Menschen werde sie oft angesprochen, wo man denn jetzt die Fahrkarten kaufen kann. «Ich persönlich habe ja keine Schwierigkeiten, ich habe eine Mobicard, aber es gibt viele, die noch eine Fahrkarte brauchen», erzählt sie.

Tickets gibt es in Ebermannstadt und an allen Unterwegshaltestellen mittlerweile nur noch am Automaten, die Schalter wurden schon vor Jahren geschlossen. Doch bereitet die Bedienung der Fahrkartenautomaten vor allem älteren Reisenden Probleme. «Früher konnten die dann noch beim Schaffner im Zug einen Fahrschein kaufen. Jetzt geht das nicht mehr. Man fährt also schwarz bis Forchheim», empört sich die Ebermannstädterin. Gleiches gilt, wenn der Automat defekt ist. Doch es ginge nicht nur um den Service, es gehe auch um die Sicherheit. «Gerade als allein reisende Frau fühlt man sich unwohl, wenn kein Zugbegleiter da ist», sagt die 75-Jährige. Sie setze sich deshalb immer in eines der vorderen Abteile, «damit ich zur Not beim Lokführer klopfen kann». Vor allem abends reise sie dennoch mit einem mulmigen Gefühl.

Damit ist Hildegard Kosel-Zenske nicht die Einzige. Schon im Dezember haben sich zwei weitere ältere Damen beim Ebermannstädter Bürgermeister Franz Josef Kraus über das Fehlen der Zugbegleiter beschwert. «Auch einige Mütter, deren Kinder von Ebermannstadt nach Forchheim in die Schule fahren, haben sich gemeldet», sagt Kraus. Die Beschwerden nahm der Bürgermeister zum Anlass, um einen Brief an die Bahn zu schreiben (wir berichteten). «Ich hoffe, dass wir dadurch was erreichen können», sagt Kraus.

Reaktion auf den Fortschritt

Franz Lindemair, der für Bayern zuständige Sprecher der Bahn, verteidigt indes die Abschaffung der Zugbegleiter. «Wir reagieren damit nur auf die neuen technischen Möglichkeiten», erläutert er. Durch das automatische Schließen der Türen brauche man eben keinen Schaffner mehr. Für die Fahrgäste entstünden dadurch jedoch keine Nachteile. «Die meisten Reisenden auf der Strecke haben Monatskarten oder Mobicards», erklärt er. Und wenn der eine oder andere doch mal eine Fahrkarte benötigt, der Automat aber defekt ist, dann werde er nicht gleich als Schwarzfahrer abgestempelt. «Man sollte sich die Nummer des Automaten merken. Wenn doch mal ein Schaffner kontrolliert, wird er das prüfen», erklärt Lindemair.

Auch in puncto Sicherheit sieht die Bahn kein Problem: Bis jetzt habe es noch keine Vorfälle gegeben.

Das sei kein Argument, sagt Johann Gebhardt, Organisationsleiter der Bahn-Gewerkschaft Transnet in Bayern. «Es geht hier doch schlichtweg um Kosteneinsparung.» Und da sei auch der Freistaat, der die Regionalstrecken ausschreibe, gefragt. «Dass ein Zugbegleiter mitfahren muss, steht in den Ausschreibungen nicht. Wenn die Bahn die Schaffner abschafft, verstößt sie deshalb nicht gegen Verträge», erklärt er. Die Personaleinsparungen auf den Nebenstrecken seien erst der Anfang. Auch auf den Hauptstrecken, beispielsweise zwischen Nürnberg und Bamberg, könnten die Schaffner demnächst abgezogen werden.

JANA SCHWINGER
19.1.2007 0:00 MEZ


© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, FORCHHEIM, EBERMANNSTADT

Antworten:

Typische Lindemair und DB Haltung

Wenn ich das schon lese:

Auszug :

Reaktion auf den Fortschritt

Franz Lindemair, der für Bayern zuständige Sprecher der Bahn, verteidigt indes die Abschaffung der Zugbegleiter. «Wir reagieren damit nur auf die neuen technischen Möglichkeiten», erläutert er. Durch das automatische Schließen der Türen brauche man eben keinen Schaffner mehr. Für die Fahrgäste entstünden dadurch jedoch keine Nachteile. «Die meisten Reisenden auf der Strecke haben Monatskarten oder Mobicards», erklärt er. Und wenn der eine oder andere doch mal eine Fahrkarte benötigt, der Automat aber defekt ist, dann werde er nicht gleich als Schwarzfahrer abgestempelt. «Man sollte sich die Nummer des Automaten merken. Wenn doch mal ein Schaffner kontrolliert, wird er das prüfen», erklärt Lindemair.

Auch in puncto Sicherheit sieht die Bahn kein Problem: Bis jetzt habe es noch keine Vorfälle gegeben.

Auszug Ende

Möchte wissen wer sich die Nummer des Automaten merkt und ob sich der Prüfdienst damit zufrieden gibt ?

Es soll auch Leute geben die keine Monatskarte haben, bzw. evtl. mal Auskünfte oder anderen Hilfen vom Zugbegleiter möchten.

Und es ist noch nichts passiert ? Na das sind ja tolle Argumente.

Wenn so die Zukunft der Bahn aussieht, dann gute Nacht.

von Neuenmarkt - am 19.01.2007 10:26

passend dazu

ein großer Beitrag in unseren "Neuen (Bahn-)Deutschland" der Bahn-Zeit diesen Monat ein großer Beitrag, daß doch keinerlei Zugführer von den Zügen abgezogen würden und mit keinerlei Serviceeinbußen am oder im Zug zu rechnen ist.... ohne Worte. die Konzernspitze hat mal wieder keinen Plan, was an der Basis passiert.

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 19.01.2007 10:35

kostenlose Beförderung...

... wird somit immer öfter wieder Realität.
Wie schaut es denn mit Wiesenthau beispielsweise aus? Gibt es dort überhaupt einen Automaten?
Als weiteres Beispiel möchte ich auch die Helmbrechter Strecke nennen: Ich kann seit Fahrplanwechsel z.B. kostenlos von Wüstenselbitz nach Münchberg pendlen, bzw. auch von jedem anderen Unterwegshalt zwischen Helmbrechts und Münchberg. Fahrkartenautomaten gibt es keine mehr und im Zug wird meines Wissens nix verkauft. Naja, wenn sie es nicht nötig haben; die Fahrgäste werden sich freuen. Man kann dann ja 20x Münchberg - Wüstenselbitz kaufen (für die werktägliche Rückfahrt) und reinwärts muss man immer zwangsläufig ohne Fahrkarte fahren.

Genauso bei dem abendlichen Zug der Vogtlandbahn von Hof nach Neuenmarkt. Steige ich an Unterwegshalten OHNE Fahrkartenautomat zu, wie z.B. Stammbach (dort gibt es nur einen Fernverkehrsautomat; es gab auch nie einen NV-Automat :-), bekomme ich im Zug ja keine Fahrkarte mehr (in der Vogtlandbahn)



von derSchlömener - am 20.01.2007 15:21

Re: kostenlose Beförderung...

Also in Pinzberg, Wiesenthau und in Gosberg gibt es keine Fahrkartenautomaten. Das weis ich sicher. Ob es in Kirchehrenbach und Pretzfeld welche gibt, wage ich auch zu bezeweifeln.

von 146.2er-anti ICE Stundentakt-Fab - am 20.01.2007 15:38
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