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Eisenbahnforum Nordostbayern
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vor 10 Jahren, 9 Monaten
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Schwandorfer

ZM zum Schwandorfer Schwellenwerk

Startbeitrag von Schwandorfer am 27.01.2007 21:53

Quelle: [www.donau.de]

Zitat

Das „Herz“ im Schwellenwerk schlägt weiter

Der neue Chef verspricht bei einem Besuch der SPD-Stadtratsfraktion Zukunft für 50 Arbeitsplätze

SCHWANDORF (ef). „Hier hängt Schwandorfer Herzblut dran!“ Franz Schindler machte mit seiner SPD-Stadtratsfraktion am Freitag Betriebs-Visite im Bahn-Schwellenwerk. Und der neue Chef Lothar Knöchel hatte gute Nachricht nach diversen Schließungsplänen in den vergangenen Jahren: Das Werk wird es weiter geben, auch wenn die Zeit der hier produzierten Holz-Schwellen bald vorbei sein dürfte. Die Umrüstung auf Alternativen läuft schon.


Einer aus der SPD-Besuchergruppe kennt sich ganz gut aus auf dem 280000 Quadratmeter großen Gelände im Schwandorfer Süden hinter dem Lindenviertel: Als Ferienjobber habe er selbst einmal hier gearbeitet, erzählte der Landtagsabgeordnete Franz Schindler. Und er erinnert sich: „Die haben damals gut bezahlt.“
50 Leute: 28 Millionen Umsatz

360 Leute haben zu Spitzenzeiten hier einmal ihr tägliches Brot verdient. Aber diese alten Eisenbahnerzeiten sind vorbei. Das sagt auch Lothar Knöchel mit einem Anflug von Sehnsucht in der Stimme. Der Mann ist „36 Jahre bei der Bahn“ und seit Dezember neuer Chef im Schwandorfer Schwellenwerk, das heute von der DB Netz Regio betrieben wird. 50 Leute haben jetzt hier noch einen festen Arbeitsplatz, dazu 16 Zeitarbeiter. 100000 Meter Eichenschwellen gehen jährlich hier raus, 45000 Stück „Gleisschwellen“, 45000 „Rippenschwellen“, 400000 Meter „Pass-Schienen“. 28 Millionen Euro Umsatz werden hier gemacht, 1,4 Millionen Gewinn für die DB-Netz-Regio springen heraus. „Wir sind mit modernsten CNC-Maschinen ausgestattet“, sagen Lothar Knöchel und sein Stellvertreter Emil Schreglmann mit einer Stimme: „Das Werk hat Zukunft!“
Trotzdem: Es gibt eine neue Herausforderung. Die hier produzierten Holzschwellen seien „in ein paar Jahren sicher nicht mehr gefragt auf dem Markt“, so Knöchel. Und dann? — Eine Umstellung auf Betonschwellen-Produktion sei viel zu aufwändig, erklären die Chefs. Aber es gibt Alternativen: Das Werk stelle sich jetzt schon auf „neue Geschäftsfelder“ um: „Isolierstöße“ (Strom-Isolierpuffer zwischen zwei Gleisen aus Kunststoff), Weichenbau oder „Rippenschwellen„ (zur Befestigung der Schienen auch auf Betonschwellen) werden neue Schwerpunkte sein.
Die Anlieger im Lindenviertel werden wohl nicht traurig über diese Entwicklung sein. Geruchs- und eventuelle Schadstoffbelästigungen durch das Imprägnieren der Holz-Schwellen sind schon immer ein Thema. Lothar Knöchel sagte gestern zur jetzigen Situation: Das Imprägniermittel sei „längst kein Teeröl mehr“ und die Geruchs- und Schadstoffbelastung gerade erst wieder von Technikern der TU München überprüft worden.
Wann kommt Süd-Zufahrt?

Noch ein Ärgernis, das die Lindenviertler mit dem Schwellenwerk haben: Der LKW-Zulieferverkehr zwängt sich über enge Zufahrtsstraßen mitten durch Vorstadt-Wohnsiedlungen. Knöchels Versprechen: „Wir werden eine Anbindung über das Werks-Südtor zur neuen Südtangente schaffen!“ Geschätzte Kosten: 250000 Euro. Und hier liegt das Problem. Knöchel: „Ich weiß nicht, wann wir von der DB Regio das Geld dafür bekommen!“ Darauf Franz Schindler: „Wir werden gerne veranlassen, dass die Stadt mit einem Brief für ein wenig Druck sorgt.“


direkter Link: [www.mittelbayerische.de]

Viele Grüße

Tobias

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