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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
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Neuenmarkt

Stadträtin will Halbschranken im Stadtgebiet

Startbeitrag von Neuenmarkt am 29.01.2007 08:57

Aus dem Nordbayerischen Kurier von heute:
Nicht auf Blinklicht beschränken
28.01.2007 18:44
Stadträtin Karin Heimler (SPD) kämpft für Halbschranken an Bahnlinie nach Weidenberg


bayreuth
Die Bahnlinie von Bayreuth nach Weidenberg ist fertig, sie ist in Betrieb. Die Bahnlinie hat aber nach Ansicht der Bayreuther Stadträtin Karin Heimler (SPD) nach wie vor mehrere Schwachstellen: Die Übergänge in Laineck. In einem Antrag an Oberbürgermeister Michael Hohl (CSU) fordert Heimler erneut den Einbau von Halbschranken.

Heimler kennt die Bahnübergänge nur zu genau. Kennt die Geschichte der einzelnen Übergänge, die Unfälle, hat auch die tödlichen Unfälle als Anwohnerin von Laineck miterlebt. Deswegen lässt sie auch nicht locker, wie sie im Gespräch mit dem KURIER sagt. In dem Antrag, der nach dem Willen Heimlers - trotz der Tatsache, dass der Einbau der Halbschranken zusätzlich zum Blinklicht pro Übergang wohl rund 250 000 Euro kosten wird, von denen die Stadt ein Drittel tragen müsste, wenn Bahnbetreiber und Landkreis mitfinanzieren - in die anstehenden Haushaltsberatungen eingebracht werden soll, schreibt Heimler: Die Vorschriften für den Bau der Bahnübergänge der neu in Betrieb genommenen Strecke „entsprachen und entsprechen nicht der Wirklichkeit. Der Autoverkehr hat sich in den letzten Jahren vervielfacht. Parallel zum Eisenbahnkörper wurde ein Rad- und Fußweg angelegt. Durch die Begradigung der Warmensteinacher Straße über der Autobahneinhausung wird der Autoverkehr schneller. Schneller fährt 15 Mal täglich auch die Bahn”.

Nach ihrer Ansicht sind die „besonderen Situationen” an den Bahnübergängen nicht ausreichend bedacht worden. Als Begründung für ihre Forderung, die Bahnübergänge zu beschranken, führt Heimler an: „Der Übergang Egerländer Straße wird zusätzlich benutzt durch Linienbusse von Stadt und OVF. Es besteht reger Autoverkehr durch und zu den ansässigen Firmen. Auch allgemein wird die Egerländer Straße als Verbindung stärker genutzt.”

Hohes Risiko

Der Übergang an der Carl-Benz-Straße berge noch höheres Risiko-Potenzial: Schließlich geschahen dort die beiden tödlichen Unfälle. Die beiden Firmen, die dort ihren Sitz haben, sind nach Heimlers Angaben nicht nur stark frequentiert, sondern werden auch von Lastzügen angefahren, die beim Abbiegen „den Gegenverkehr beobachten und auf Fußgänger und Radfahrer aus beiden Richtungen achten” müssten. Gerade Lastzüge seien aufgrund ihrer Länge besonders gefährdet, „weil sie zur Überquerung der linken Fahrbahn und des Bahnüberganges länger brauchen. Es ist auch zweifelhaft, ob die jetzige Beschilderung ausreichend auf den Übergang hinweist”, so Heimler in dem Schreiben.

Am Übergang Bernecker Straße hat es ebenfalls nach Heimlers Angaben bereits Tote gegeben. Hier sei aufgrund des starken Verkehrs zu und von den zahlreichen dort angesiedelten Firmen die Einrichtung von Halbschranken ebenso sinnvoll. Nicht zuletzt deshalb, weil „durch das Technikgebäude der Bundesautobahn auf der Einhausung eine späte, eingeschränkte Sicht auf das Warnlicht” zu registrieren sei. Heimler schließt ihren Antrag mit der Bitte, „mich bei der Sicherung aller Verkehrsteilnehmer bei der Bahnlinie von Bayreuth nach Weidenberg im Stadtgebiet zu unterstützen. Es darf nicht sein, dass irgendjemand verletzt oder getötet wird, weil Sicherheitsmaßnahmen unterlassen werden”. wah

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