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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
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KBS 855, Münchberger, nix mehr, Neuenmarkt, Guliver, Peles, Stefan Schmeißner

Nicht mehr Bahn sondern Autobahn ins Fichtelgebirge

Startbeitrag von Neuenmarkt am 30.01.2007 07:02


Schnell muss es gehen
29.01.2007 19:53
Fichtelgebirgsautobahn: Was die Wirtschaft will


Bayreuth
An der Industrie- und Handelskammer spricht man Klartext: Der oberfränkischen Wirtschaft ist es egal, wo genau eine leistungsfähige West-Ost-Straße gebaut wird. Wichtig ist, dass sie gebaut. Und dass sie nicht allzu lange auf sich warten lässt.

Die bisherigen Planungen zur Fichtelgebirgsautobahn gehen von zwei Korridoren aus: einer im Süden und ein weiterer im Norden, für den bereits vier konkrete Trassenvorschläge und eine Raumempfindlichkeitsanalyse vorliegen. Die soll es in einer zweiten Auflage geben, dabei würden die

Auch für die Südvariante ist derzeit eine solche Analyse derzeit in Arbeit. Noch liegen keine offiziellen Ergebnisse vor. Doch nach Angaben des Bereichsleiters Standortpolitik an der IHK, Wolfram Brehm, ergaben sich aus den Untersuchungen zwei naturschutzrechtliche Aspekte, die vor Gericht triftige Gründe wären, diese Streckenführung abzulehnen. Zudem zeichnet sich ab, dass die Südvariante als die längste Variante deutlich teuerer kommen würde als ein analoger Straßenbau weiter nördlich. Der Unterschied soll dem Vernehmen nach bei 130 Millionen Euro liegen. Die finanziell günstigere und besser planbare Trasse liegt demnach im Norden - genauer in einer leistungsfähigen Straße mit Tunnel am Waldstein, Experten kennen die als Variante Mitte-Süd.

Warnung vorm Abwarten

„Wir haben großes Vertrauen in die Straßenbaubehörden, die ganz sicher eine günstigste und durchsetzbare Trasse finden werden”, so Brehm in einem KURIER-Gespräch. Denn eines sei sicher: Oberfrankens Wirtschaft kann sich langes Warten auf eine leistungsfähige Straße nicht leisten. fs




Siehe auch diesen Artikel mit Fotomontage aus Weidenberg
[www.nordbayerischer-kurier.de]

Antworten:

Welche Industrie?

Hallo,

welche Industrie im Fichtelgebirge?
Etwa das Autozulieferzentrum in Hof? Das liegt nicht im Fichtelgebirge.
Die Wurschtfabrik in Arzberg? Oder muß das Brennholz, der kaputte Fichtendreck,
der nun ratzfatz in spätestens 5 Jahren hier weg ist, möglichst schnell in ein Biokraftwerk abgekarrt werden?
Polemik allerorten. Selbstbeweihräucherung, Idiotie und wer weiß was noch alles.
Ein dummer Flughafen in Hof dazu.
Wann endlich fordert einer dieser regionalen Experten einen Donau-Saale-Kanal? Vorbei an Wunsiedel und Oberkotzau!

Eine Autobahn bringt hier nur eins: schnell durch! Da kann rein gar nichts hängen bleiben, außer Krach und Abgase.
Und diese dröseligen Lokal"politiker" merken es selber noch gar nicht mal.

Eisenbahn? Das fängt schon mit derlei Kapazitäten wie dem Selber OB an...
Mein Gott, wo kommen wir da noch hin....

Gruß,
malo

von nix mehr - am 30.01.2007 11:22

und Hof ?

Hof hat Autobahnen nach Sachsen, nach Nürnberg, nach Regensburg usw.

und trotzdem die viele viele viele viele Arbeitslose.

von Neuenmarkt - am 30.01.2007 12:15

und Hof? Braucht einen Flughafen!

Also an den Autobahnen kann es nicht liegen. Es muss also an dem fehlenden Flughafen liegen! Wenn Hof/Plauen erst mal richtig ausgebaut ist, gibt es nur noch blühende Landschaften in Oberfranken.

von Guliver - am 30.01.2007 13:41

Re: und Hof? Braucht einen Flughafen!

Und wenn er Flughafen nicht reicht, dann bekommt Hof noch einen Weltraumbahnhof, denn dann geht es sicher aufwärts :-)

Wie stehen die Politiker und Vertreter im Fichtelgebirge zu diesen Plänen? Die Bürger werden ja wohl dagegen sein, was ihre "Vertreter" aber selten kümmert.
Sehen wir es doch mal so, dem Fichtelgebirge schadet so eine Autobahn doch mehr als sie bringt. Was bringt sie eigentlich?
Tausende Lkw durch eine herrliche Landschaft, die man so schön verpesten kann und ein paar zweifelhafte Industriegebiete mit den großen "Arbeitsplatzbringern" a la Fast-Food-Restaurant, Autoraststätte und Spielhölle. Wahnsinn, da findet die Bevölkerung wirklich gut bezahlte Jobs.
Warum sollte sich dort ein großes Unternehmen ansiedeln? Mit der Autobahn haben sie die Möglichkeit schnell durchs Fichtelgebirge zu rollen.

Das Fichtelgebirge sollte lieber den Erholungswert herausstellen und ich glaube die Besucherzahlen gehen zurück wenn frische Autobahnluft um die Nase weht.
Die Bürger können sich ja mal im Isental bei Mühldorf erkundigen wie man eine Autobahn verhindert. Oder sie erkundigen sich in Tirol mal wie die Folgen einer Autobahn durch einzigartige Landschaft sind.

Zum Schluss sehe ich auch keinen Bedarf für diese Autobahn, für was gibt es die A6 und soooo Ausgelastet ist die auch nicht (verglichen mit A9 und anderen), gerade am Wochenende ist dort oft im Ostabschnitt kaum Verkehr!
Ich finde die A6 reicht, dazu noch die Autobahn von Dresden her. Man sollte lieber die Bahnlinien nach Tschechien ausbauen und dorthin einen großen Teil des Güterverkehrs verlagern. Achja, das ist ja nicht gewollt, aber träumen darf man ja...

von KBS 855 - am 30.01.2007 14:03

Der wahre Grund für die Fichtelgebirgsautobahn

ist der, damit die westdeutschen Unternehmer schneller ihre billigen Güter aus den osteuropäischen Länder nach Deutschland holen können.

Deswegen wird in Hof nicht unbedingt ein Vollzeitarbeitsplatz mehr entstehen.

von Neuenmarkt - am 30.01.2007 14:09

Re: Welche Industrie?

Wo wir noch hinkommen?
Das von malo so treffend beschriebene Geschwätz einiger Politiker und "Industrieller" zeigt leider, dass wir bereits da sind, wo wir nie hätten hinkommen dürfen!
Frustrierter Gruß aus Kulmbach

von Stefan Schmeißner - am 30.01.2007 16:59

Flugplatzausbau ade?

Anscheinend hat ein Umdenken eingesetzt. Denn lt. einer Meldung der Frankenpost von heute hat sich jetzt mit dem Rehauer Bürgermeister erstmal ein Repräsentant der CSU gegen den Ausbau des Hofer "Airports" ausgesprochen. (siehe hier: [www.frankenpost.de] )

Hoffentlich setzt sich diese Erkenntnis überall durch! Denn eine größere Geldverschwendung gibts in ganz Deutschland nicht noch ein zweites Mal!

Peles

von Peles - am 31.01.2007 10:06

Womöglich,...

Hallo,

womöglich kommt dazu derzeit für den dummen Bürger noch nicht sichtbare Schützenhilfe aus München?
Ganz so, als wenn sie "hinten herum" der Flugplatzbefürwortern vorschlagen (drohen!):
"Wenn ihr schön artig gegen den Flughafen seit, dann bekommt ihr problemlos die Autobahn!".
Kann ich dies bei diesem Büttel ausschließen?

Gruß,
malo


von nix mehr - am 31.01.2007 11:18

Re: Womöglich,...

Zitat
malo
Hallo,

womöglich kommt dazu derzeit für den dummen Bürger noch nicht sichtbare Schützenhilfe aus München?
Ganz so, als wenn sie "hinten herum" der Flugplatzbefürwortern vorschlagen (drohen!):
"Wenn ihr schön artig gegen den Flughafen seit, dann bekommt ihr problemlos die Autobahn!".
Kann ich dies bei diesem Büttel ausschließen?

Gruß,
malo


Dürfte mit einem Ministerpräsidenten Beckstein (immerhin mit dem Flughafen Nürnberg verbunden) dieser Flug"hafen" Hof nicht schwerer realisierbar sein? Ich hoffe es doch.
Aber auf diese Autobahn kann man auch verzichten, aber deine Gedanken sind nicht so abwegig, das ist doch typische CSU-Politik.

von KBS 855 - am 31.01.2007 14:39

Re: Der Aufschwung kommt...

Zitat
Neuenmarkt
Deswegen wird in Hof nicht unbedingt ein Vollzeitarbeitsplatz mehr entstehen.


Wo denkst du hin? Hof wird die Stadt in Deutschland mit der geringsten Arbeitslosigkeit, die Firmen reißen sich nur so drum in Hof bauen zu dürfen, aber nur wenn die Fichtelgebirgsautobahn kommt.
Und erst die Fichtelgebirgskäffer, die erleben den großen Aufschwung, Luxus-Fahrradwege auf Bahntrassen mit Abgassüchtigen Radlern, Braune, dürre Bäume (Skulpturen?), beruhigende, gleichmäßige Töne (Geräuschkur in "Bad Warmensteinach"?).
Dazu die gut bezahlten Vollzeitstellen für die Fichtelgebirgseinwohner, wie an der neuen Raststätte "Busliebhaberstadt Warmensteinach", wo in der Spielhölle, der Toilette des Autobahncafes und bei McDonalds unzählige Arbeitsplätze für die willigen Fichtelgebirgler warten.

Es wird toll, diese Autobahn bringt den Aufschwung ins Fichtelgebirge, da bin ich überzeugt, die CSU hat mir die Augen geöffnet und jetzt bin ich dafür. Wer anderes behauptet hat natürlich niemals recht :-)

von KBS 855 - am 31.01.2007 14:44

Wiederstand

Also wenn die Autobahn mal konkret werden sollte, was ich nicht hoffe, dann schlage ich vor einen Widerstand wie damals Wackersdorf zu organisieren.

Des wär was, da wäre ich sofort mit dabei.





von Münchberger - am 31.01.2007 19:52

Re: Widerstand

Zitat
Münchberger
Also wenn die Autobahn mal konkret werden sollte, was ich nicht hoffe, dann schlage ich vor einen Widerstand wie damals Wackersdorf zu organisieren.

Des wär was, da wäre ich sofort mit dabei.


Glaubst du dass die Fichtelgebirgler mit im Boot wären? Wie stehen die denn zur Autobahn? Lassen die sich von den Märchen ihrer politischen Vertreter einlullen?
Einen Widerstand wie in Wackersdorf, das ist doch unrealistisch, so viele Leute aus dem Bundesgebiet kannst du da nicht ankarren für eine Autobahn im Fichtelgebirge.

Aber man könnte etwas organisieren nach dem Vorbild der A94-Gegner bei Mühldorf.

von KBS 855 - am 31.01.2007 21:44

Re: Widerstand

Ich denke schon, dass es noch ein paar vernünftige Menschen gibt, ich glaube die Befürworter wollen uns nur glauben lassen dass die Mehrheit im Raum Wunsiedel-Marktredwitz für die Autobahn ist, was ja gar nicht stimmt. Im Falle Wackersdorf waren es übrigens viele einheimische, die Widerstand geleistet haben. Auf die Masse kommt es ja nicht an. Viele große Demos z.B. von der Gewerkschaft bezwecken leider oft gar nichts. Man müsste sich halt was Kreatives für die Medien einfallen lassen was noch nie da war.
Ich finde die Natur ist das wichtigste was wir im Fichtelgebirge haben, dafür lohnt es sich einzusetzen.

von Münchberger - am 31.01.2007 21:59

"Für" die Medien?

Hallo,

für WEN sind die?
Für uns, für den BÜRGER, ganz bestimmt nicht mehr. Das war einmal.
Medien werden vor den Karren gespannt. Das dem so ist, schrieb sogar schon der Spiegel. Und der ist auch nicht mehr das, was er einmal war.
Versuch mal einen Leserbrief in unser heimatliches Süddeutsche-Zeitangsblättchen FP zu bringen, der etwas genauer, härter und den Tatsachen! entsprechender formuliert ist. Der wird gar nicht gebracht.
Alles ist unterwandert. Vergiftet. Zur Lobby geworden. Bezahlt. Mit Geld und Pöstchen für die kommunalen "Politiker".

Mir wird in diesem Staate eine Demokratie vorgelullt, wie sie nur am Papier steht.
Gemacht wird nicht das, was ich bei der Wahl durch den von mir gewählten Vertreter erwartet habe. Weil ist er drin, im Landtag, Bundestag, dreht er sich sofort zum schnöden Mammon. Sein Wohlergehen ist dann wichtig. Sein Ansehen in der Partei.
Die Legislaturperiode! Und wenn die Diät paßt und die Pension in Sicht ist, macht man einen Skandal mit fetter Afindung.
Wir? Bei uns gibts Geld abzumelken.

Ach welche Sau treiben wir grad durchs Dorfe?
Irgend so ein Nora-Virus. Es ist fast schon wie mit der Vogelgrippe.
Mein Gott, eine Grippe. Nun zündet die Lobby der Impfstoffbande eine Nebelkerze.
Warnung! Impfen lassen und gleichzeitig blinkern die Euro-Zeichen wie bei Dagobert vor den Scheuklappen.
NUR: wieviele Leute sind schon jetzt in diesem Schein-Winter 2006/2007 bereits an der alljährlich wiederkehrenden stinknormalen Grippe gestorben? Bestimmt schon ein paar 100. Da krächzt keiner mehr danach... Manche sagen, der Influenza fallen 1000ende zum Opfer, andere reden von um die 400...
Beeinflußung ist alles. Und mit dem scheiß Hofer Flughafen, mit der scheiß Fichtelgebirgsautobahn auch. Wegen ein paar Kack-Handwerksbetriebe, die ein paar Hanseln beschäftigen, wird das ganze Gebirge zerschnitten und verheizt. Wenn dadurch am Ende mehr Arbeitsplätze entstehen, ob "Jobs" mit Hungerlöhnen auf der Raststation "Am Karches", oder in der Dorfschlosserei Leupoldsdorf, möchte ich wissen, wieviele Millionen Euro da verbraten wurden. 300 Millionen die Autobahn? 300 Arbeitsplätze mehr? Oder gesichert? Für jeden Arbeitsplatz 1 Millionen in den Weltraum gefeuert? Wie bescheuert ist die Welt inzwischen? Gebt 300 Leuten hier jeweils 1 Million. Das schadet der Umwelt, unseren Kindern, unserer Zukunft, weniger, als so eine schwachsinnige Trasse.
Man muß sich mal mit stinknormalen Leuten auf der Straße unterhalten. Da gibt es "Wissen", Meinungen,... da legts die nieder! Voll auf dem Niveau von Nachmittagsfernsehsendungen. Geradezu dumm.
"Do kumm iech a verdl Schdund ehra auf Gfrees nieba!"
Eine Viertel Stunde für ein A.... Oh graus.
Und wenn Du dann mal schweres Geschütz auffährst, wie wir hier alle im Forum könnten, tatsächliche Zahlen, Argumente, wie beim Höllennetz in Gebrauch, für jeden les- und konsumierbar, auch für den Superstar-Fan, dann höre ich: Woher wasd denn Du Gscheitheini des scho widda?" Soll ich mich noch mit solch Dumbfbacken länger auseinander setzen?

Das traurige ist ja, das rundum schon die Mehrheit zu blöd ist, das sie es noch merken könnte.
Uns hier interessiert Verkehr. Bahnverkehr. Und man hat Wissen dazu.
Doch die Mehrheit braucht Fußball, Dieter Bohlen und Popcorn. Und drei mal pro Jahr 14 Tage Urlaub per Charterflug zum Ballermann bei 40° im Schatten.

Gute Nacht,
malo

(Frustriert bin ich nicht! Bloß ich hau überall nur noch auf den Tisch.)

von nix mehr - am 31.01.2007 22:30

Re: "Für" die Medien?

Ich stimme dir ja voll und ganz zu, nur ab und zu unterläuft denen halt aus lauter Sensationsgier und Einschaltquotengeilheit manchmal ein Fehler, der dann nicht ins Konzept passt. Diesen "könnte" man dann vielleicht nutzen. Aber diese Change sehe ich auch als sehr klein an. Und die letzte Bastion, das Internet, dass wird leider auch bald völlig unter deren Kontrolle stehen, wenn es nicht schon so ist.

Warte nur, bald steht das LKA, BKA oder gar der Verfassungsschutz vor meiner oder deiner Tür, nur weil wir hier frei unsere Meinung äußern.

Jeder der schon mal das Glück hatte als Unschuldiger in deren Mühlen zu kommen, der weiß wovon ich rede.

Ich habe auch einen Grund frustriert zu sein. Ich habe heute mit Mitschülern und Lehrern diskutiert. Da behaupten echt ein Paar, dass unsere Forstwirtschaft nachhaltig sei und das Biomasse eine Lösung sei. Die waren wohl die letzten 3 Jahre nimmer im Wald. Da sage ich schon mal zum letzten Baum ade.
Die waren nicht mal in der Lage zu denken, dass zu der Energiebilanz z.B. auch der Transport des Eisenerzes, die Energie die man zur Herstellung oder Planung der Forstmaschine braucht oder der Kraftstoff des Holzlasters... gehört.
Unter dem Schnitt wird leider sehr viel mehr verbraucht als man gewinnt. Da hilft nur eins, mit der Hand bäume ummachen und mit dem Pferd und der Bahn transportieren. Die energieeffizenteste Methode der Welt. Aber das wäre ja ein Rückschritt. Lieber mit Vollgas und Wachstum in den Untergang.

Aber die meisten haben sich anscheinend ihre Hirne schon mit dem Handytelefonieren kaputt gemacht, oder kaputt geraucht, wie neuere Studien belegen. Dumm und glücklich halt.

Auf einfache Lösungen wie Energie sparen, da kommt keiner drauf. Lieber weiter immer neue Kraftwerke bauen. Da müssten sie ja mal mit der Bahn in Deutschland oder Österreich in den Urlaub fahren. Ich war seit Jahren nicht mehr im Urlaub und mir gehts auch gut, mir gefällt es daheim halt einfach am besten. Jeder muss einsehen, dass wir nicht mehr so weiter leben können wie wir es getan haben. Den schwarzen Peter schiebt man aber lieber auf die Anderen.



von Münchberger - am 01.02.2007 14:41

Re: "Für" die Medien?

Zitat
malo
Hallo,

für WEN sind die?
Für uns, für den BÜRGER, ganz bestimmt nicht mehr. Das war einmal.
Medien werden vor den Karren gespannt. Das dem so ist, schrieb sogar schon der Spiegel. Und der ist auch nicht mehr das, was er einmal war.
Versuch mal einen Leserbrief in unser heimatliches Süddeutsche-Zeitangsblättchen FP zu bringen, der etwas genauer, härter und den Tatsachen! entsprechender formuliert ist. Der wird gar nicht gebracht.
Alles ist unterwandert. Vergiftet. Zur Lobby geworden. Bezahlt. Mit Geld und Pöstchen für die kommunalen "Politiker".


Die bayerischen Medien speziell sind doch in CSU-Hand! Wenn du eine Meinung hat die nicht in deren Weltbild passt, brauchst du sie gar nicht vorbringen, die Zeitungen sind
alle ferngesteuert. Wir haben zwar keine russischen Zustände, aber wenn wir weitermachen, haben wir diese.
Aber nicht nur der mündige Bürger hat seine Probleme, auch Konkurrenten der CSU. So wollte die Bayernpartei über die Medien bekannter werden, jedoch hatte die CSU ihre Finger im Spiel und ihren Druck auf Zeitungen ausgeübt. Da hat man wohl Konkurrenz gefürchtet. Das passiert sicher auch mit anderen die oppositionelle Gedanken vorbringen.

Zitat
malo
Man muß sich mal mit stinknormalen Leuten auf der Straße unterhalten. Da gibt es "Wissen", Meinungen,... da legts die nieder! Voll auf dem Niveau von Nachmittagsfernsehsendungen. Geradezu dumm.
"Do kumm iech a verdl Schdund ehra auf Gfrees nieba!"
Eine Viertel Stunde für ein A.... Oh graus.
Und wenn Du dann mal schweres Geschütz auffährst, wie wir hier alle im Forum könnten, tatsächliche Zahlen, Argumente, wie beim Höllennetz in Gebrauch, für jeden les- und konsumierbar, auch für den Superstar-Fan, dann höre ich: Woher wasd denn Du Gscheitheini des scho widda?" Soll ich mich noch mit solch Dumbfbacken länger auseinander setzen?


Das ist aber leider der typische Durchschnittsbürger, der sich nur mit Bild und irgendwelchen Klatschsendungen im Privatfernsehen informiert. Alles was zum nachdenken anregt ist egal, weil "da können wir ja eh nichts machen" oder "ist mir egal", "da sollen sich andere darum kümmern" usw.
Aber dann am Stammtisch die großen Sprüche klopfen, naja, was will man dazu sagen?
Eigentlich sollte jeder Wähler vorher einen Test machen ob er überhaupt geeignet ist wählen zu dürfen. Wer ihn nicht besteht darf nicht wählen, fertig.

Zitat
malo
Das traurige ist ja, das rundum schon die Mehrheit zu blöd ist, das sie es noch merken könnte.
Uns hier interessiert Verkehr. Bahnverkehr. Und man hat Wissen dazu.
Doch die Mehrheit braucht Fußball, Dieter Bohlen und Popcorn. Und drei mal pro Jahr 14 Tage Urlaub per Charterflug zum Ballermann bei 40° im Schatten.


Man muss sich überhaupt nicht wundern dass Bohlens Superstarsendung und anderer Käse so erfolgreich sind. Die Leute wollen anscheinend dieses "Unterschichtenfernsehen" (Harald Schmidt) sehen und konsumieren es, sonst würde derartiger Schmarrn ja nicht gesendet.
Ich finde es verrückt dass es so viele Leute gibt die zum Saufen in den Urlaub fliegen, dort den eh schon "guten" Ruf unseres Landes "verbessern" und wenig von dort mitbekommen. Die Heimat kennt man auch nicht, nur im Umkreis von wenigen Kilometern. Wahnsinnig spannendes Leben haben da einige.

von KBS 855 - am 01.02.2007 21:24
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