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DRE will heuer Strecke nach Warmensteinach ausbauen

Startbeitrag von Neuenmarkt am 02.02.2007 06:54

Ich lasse den Artikel aus dem NBK hier mal unkommentiert stehen:


Es hat lang gedauert, bis die Fichtelgebirgsbahn reaktiviert wurde. Manche wollten nicht mehr daran glauben. Es war die größte Wiederbelebung seit Lazarus, sagte gar Wirtschafts-Staatssekretär Spitzner. Seit 8. Januar fahren auf der Strecke täglich 15 Zugpaare im flotten S-Bahn-Tempo. Doch dies ist nur eine halbe Sache.

Wer von Warmensteinach nach Bayreuth oder umgekehrt fahren will, für den wird es ganz schön nervig. Denn für die rund 23 Kilometer lange Strecke muss er in Weidenberg vom Bus auf die Bahn umsteigen. Der Ärger in Warmensteinach ist deutlich.

Deshalb ist es erforderlich, die Strecke auf der gesamten Länge auszubauen. Und zwar nicht als Minimallösung einer Nostalgiebahn, die mit mäßigem Schienenmaterial nur im Schneckentempo ein paar mal im Jahr befahren werden kann. Die Reststrecke braucht einen Ausbau wie von Bayreuth nach Weidenberg. Um attraktiv für Pendler und Ausflügler gleichermaßen zu sein. Die Deutsche Regional Eisenbahn will den Ausbau heuer schaffen. Und zunächst selbst bezahlen. Es läge nun am Landkreis und an Weidenberg und Warmensteinach, öffentlich ihren Wunsch pro Bahn in Richtung München zu artikulieren. Dann stünde vielleicht der Freistaat auch finanziell hinter seiner Aussage, dass die Erschließung des Landes mit dem Schienenverkehr ein wichtiges Anliegen sei.

Jedenfalls sind die DRE und deren Geschäftsführer Gerhard Curth jetzt in Zugzwang. Er muss seinen Aussagen Taten folgen lassen und die Strecke in diesem Jahr bauen, wenn er nicht unglaubwürdig werden will. Werner Seelbinder

Hier die Reaktion aus Warmensteinach aus der gleichen Zeitung:
warmensteinach
Wie ist die Meinung im Warmensteinacher Gemeinderat zur Bahnfrage? Da schien man bislang gespalten.

Aber es besteht jetzt Zugzwang, denn bei der letzten Gemeinderatssitzung gab es eine Bauvoranfrage der DRE zum Bau eines Empfangspavillons am Rathaus, dem früheren Bahnhof und Endpunkt der Bahnstrecke.

Laut Bürgermeister Reinhard Jaresch gibt es seit der Wiedereröffnung der Teilstrecke von Bayreuth bis Weidenberg einigen Unmut in der Bevölkerung: Von Warmensteinach muss man mit dem Bus bis Weidenberg fahren, um dort in den Zug umzusteigen. Warum also die Strecke nicht gleich bis Warmensteinach ausbauen, heißt es.

Der Warmensteinacher Gemeinderat hat sich bislang weder besonders für die Weiterführung der Strecke stark gemacht noch diese abgelehnt. Die Einrichtung einer Nostalgiebahn erachtet Jaresch als keine besondere Lösung, da auch hier dieselben Einrichtungen samt den Bahnübergängen vorgehalten werden müssen.

Über dieses Thema wurde jetzt auch wieder im Kreis der Fraktionssprecher geredet. Dazu Bürgermeister Reinhard Jaresch: Der Gemeinderat habe sich 1999 für den Erhalt der Bahnstrecke ausgesprochen, wenn auf die Kommune keine Kosten zukommen. „Und zu diesem Beschluss stehen wir auch heute noch.”

Die Sanierung und Verampelung der Bahnübergänge dürfte für Warmensteinach übrigens kein Hinderungsgrund sein. Beispiel Weidenberg: Hier wurden zwei Bahnübergänge ausgebaut, Gesamtkosten 200 000 Euro. Die Kosten übernahmen zu je einem Drittel Bund, Land und Gemeinde. Die Gemeinde zahlte also knapp 70 000 Euro, worauf es 80 Prozent Zuschuss gab. ws


Antworten:

2,8 Millionen soll die Sanierung kosten, DRE will zahlen

Im Kurier steht noch ein weiterer Artikel dazu.

Auszug:

2,8 Millionen Euro teuer soll nach Kostenschätzung der DRE der Bau bis Warmensteinach kommen. Und wer übernimmt die Kosten ? Natürlich erst einmal die DRE, sagt Geschäftsführer Curth, aber wir versuchen über Zuschußanträge beim Freistaat wieder Mittel zu bekommen.

Im Wirtschaftsministerium sieht man die Lage anders: " Es gibt einen stimmigen Personenverkehr mit Zug und Bus von Bayreuth nach Warmensteinach. Deshalb wird sich der Freistaat an der Wiederinbetriebnahme bis Warmensteinach nicht finanzielle beteiligen", hieß es auf Kurier Anfrage aus dem Ministerium.

(Anmerkung von mir, hauptsache Flughafen Hof und Fichtelgebirgsautobahn).

Der Landkreis Bayreuth lehnt jedenfalls eine finanzielle Unterstützung ab.

Zum 31.12.2007 erlischt die Betriebserlaubniss für das Reststück.

Derzeit laufen Vermessungen für das Reststück und die Sanierung, der Ausbau bis Sophiental ist bereits sicher.

Für Warmensteinach gibt es eine Bauvoranfrage für ein 200m2 großes Empfangsgebäude in Warmensteinach durch die DRE an die Gemeinde Warmensteinach.


Außerdem wurde mit der Gemeinde Warmensteinach über einen Lagerplatz gesprochen. Dort sollen demnächst Schwellen, Schienen und Schotter zwischengelagert werde.
Das Material kommt von der DRE.

Anmerkungen von mir, die DRE hat ja viele Stellen wo es was abzubauen gibt, die letzte gesperrte ist ja die mit dem Drahtwerk Schlüsselfeld.


Anmerkung von mir:

Die BEG hat jedenfalls auch immer erwähnt, das sie definitiv keinen Schienenverkehr bis Warmensteinach bestellt und der Landkreis wird auch nichts zahlen.

Ob die DB dann eigenwirtschaftlich fährt ???

Angedacht wurde auch, Triebwagen von den Oststrecken der DRE hier zu stationieren, dann müsste in Weidenberg trotzdem umgestiegen werden, von zug zu zug.



von Neuenmarkt - am 02.02.2007 10:52
Nachdem nun der Ausbau bis Warmensteinach bevorsteht, hat man im Landratsamt immerhin realisiert, dass ein Zug zumindest schon bis Weidenberg fährt. Zumindest ist auf der Seite des Landkreises seit kurzem der neue Bus-/Zug-Fahrplan zu finden. Zuvorgekommen ist ihm der OVF (schon vor dem Fahrplanwechsel) und die Bahn, die dies immerhim am 16.1 geschafft hat, auf ihrer Homepage das Kursbuch zu aktualisieren. Die Gemeinde Weidenberg fährt auf ihrer Page immernoch Schienenersatzverkehr (schade, so sind die neuen - hoffentlich angepassten - ALT-Fahrpläne fürs Gemeindegebiet nirgends einzusehen), während auf der EgroNet-Seite die Fahrpläne allgemein noch auf dem Stand von 2006 sind.

Auf dem Landratsamtsfahrplan is übrigens ne ALT-Fahrt Mo-Fr um 19:00 ab Bayreuth bis Mehlmeisel eingetragen, die auch auf der OVF-Seite kürzlich hinzugefügt worden sein muss. Weiß jemand eventuell, ob diese Fahrt schon Anfang Januar oder erst später angeboten wurde? Damit wurde das grausame 3-Stunden-Loch am frühen Abend, das den Fahrplan in meinen Augen absolut unattraktiv gemacht hat, gestopft und damit doch schön abgerundet. Wenngleich man sich bewusst sein muss, das es mit dem SEV am Nachmittag durchaus ein besseres Angebot gab als den jetzigen starren Stundentakt. Aber man soll ja nicht immer NUR die negativen Dinge sehn..;)

von Mars - am 02.02.2007 12:13
Zitat

Laut Bürgermeister Reinhard Jaresch gibt es seit der Wiedereröffnung der Teilstrecke von Bayreuth bis Weidenberg einigen Unmut in der Bevölkerung: Von Warmensteinach muss man mit dem Bus bis Weidenberg fahren, um dort in den Zug umzusteigen. Warum also die Strecke nicht gleich bis Warmensteinach ausbauen, heißt es.


Das klingt fast so, als wäre man in Warmensteinach ein wenig neidisch auf die Weidenberger. :-)

Aber die Lage bleibt, wie sie ist - solange kein nach EBO zugelassenes Regelfahrzeug den Bf Warmensteinach erreicht hat, glaube ich nicht an eine Wiedereröffnung.

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 02.02.2007 14:05

Wieso immer gegen die DRE

Hallo,

ich versteh gar nicht, wieso hier immer so negativ gegen die DRE geschrieben wird. Schließlich hat sie auch zur Rettung der Strecke bis Weidenberg beigetragen.

Wer hier wirklich kläglich versagt, ist die Politik, die erst zuschaut, wie der bundeseigene DB-Netz-Betreiber die Strecke bis zum unbefahrbaren Zustand verkommen lässt (aber natürlich Trassenentgelte kassierte) und nun der Privatbahnunternehmer die Schäden der letzten 20 Jahre ausbaden und finanzieren soll.

Mir scheint erheblich der politische Wille zu fehlen, hier eine vernünftige Lösung zu finden. Aber wenn am Ende der Strecke in Warmensteinach ein Parteigänger der Partei mit dem "C" als Busbetreiber sitzt - wieso soll man dann noch einen durchgängigen Zugverkehr machen. Es ist mal wieder einer dieser faulen Kompromisse: auf halber Strecke das politische Gesicht gewahrt bis Weidenberg, auf halber Strecke den Reibach gemacht bis Warmensteinach und noch ein paar lukrative Buslinien im Stundentakt dazu.
Für mich ist es ein Schildbürgerstreich, Infrastruktur für die Schiene fast schon ICE tauglich auszubauen und dann sporadisch ein paar RB darüber fahren zu lassen, die den Flugrost nach der Zwangspause an Wochenenden wegfahren... Das ist Steuerverschwendung aus politischer Ideologie. Und es trifft mal wieder das schwächste Glied in der Kette.

Selbst wenn die DRE die Strecke herrichtet - wie soll man denn die 2,8 Mio jemals reinfahren, wenn keiner den Zug, aber sehr wohl den Bus bestellt?!?



von Lainecker - am 02.02.2007 17:22
Da kann man ja fast ins träumen kommen. Es warten noch viele andere Schätzchen in Oberfranken und in der Oberpfalz auf Reaktivierung.


von Münchberger - am 02.02.2007 18:26

Sie hat nicht nur "beigetragen"...

... die DRE hat die Strecke definitiv gerettet. Und zwar sie allein praktisch. Wäre die DRE nicht gewesen, hätten die Weidenberger noch so sehr den Wunsch an die DB äußern können, sie würden doch auch gern wieder einen Zug zu ihnen rintergeschickt haben. Die DB hätte wahrscheinlich in der Führungsetage nicht mal gemerkt, dass es den Ort Weidenberg gibt (oder so ähnlich).
Fakt ist auch, dass die DRE noch jahrelang die Strecke betriebsfähig vorgehalten hat und man so bis zur Sperrung wegen dem Brückenbau der A9 Zugverkehr auf der Trasse abwickeln konnte.
Heute ist die Strecke eine Vorzeigestrecke, alles neu gemacht - wenn es auch noch ein paar kleinere Probleme bei den BÜs gibt ;-)
Jetzt braucht hier auch keinen ankommen und sagen, dass sie es nur gemacht haben, weil sie gefördert worden sind...!
Macht die DB irgendetwas eigenwirtschaftlich?? *LOL* Baut sie mit EIGENEM Geld Strecken? Ich wäre ja schon zufrieden, wenn man den jetztigen Zustand der Hauptstrecken so halten könnte, wie er jetzt ist. Aber am Bahnhof Bindlach sieht man ja schön, was die DB macht, wenn man eigentlich man eigenes Geld für den Streckenunterhalt ausgeben müsste: sie macht nämlich nix, außer die kaputten Sachen auszubauen und dann eben noch darauf weiterzufahren, was man eben noch hat. Super Lösung!
Es würde wesentlich besser in der gesamten Bahn-Landschaft hier ausschauen, würde die DB nur den halben Enthusiasmus wie die DRE an den Tag legen...


von derSchlömener - am 02.02.2007 19:23

Was ich nicht verstehe....

...ist, warum Du die DB grundsätzlich und überall niedermachst, während Du bei der DRE versuchst, auch die letzte nichterfüllte Pressemeldung schönzureden. Du bist doch normal nicht der Typ, der auf billige Propaganda reinfällt?!

Die DRE hat die Strecke als Trasse lediglich solang gesichert, bis sich die Politik doch dazu entschlossen hatte, die Strecke zu halten. Abgesehen von der notdürftigen Instandsetzung nach der Betriebseinstellung vor einigen Jahren, hat die DRE aktiv überhaupt nichts zum Erhalt beigetragen.

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 02.02.2007 19:28

Re: Was ich nicht verstehe....

Es nützt ja auch nix, wenn man "aktiv ... zum Erhalt" der Strecke beiträgt, aber die Politik dann lieber Busse nebenherfahren lässt, aber keinen Zug darauf bestellt.

Ich glaube Du verkennst etwas die Größenordnungen von DB und DRE! Es ist die DB gewesen, die die Strecke heruntergewirtschaftet hat - die Gelder kassiert, aber nicht investiert! Und jetzt fährt sie auch noch auf der Strecke, nachdem sie wieder vorbildlich instandgesetzt ist!
Die DRE und die Bürgerinitiative um Prof. Hiery (jawoll, Bürger haben für die Bahn die Plakate hochgehalten) hat immerhin ermöglicht, dass die Strecke betriebsbereit gehalten wurde! Und die DB? Deren Franken-Sachsen-Magistrale samt ICE-TD ist heute noch eine Katastrophe! Soviel zu dem, was DB-Konzern und DRE effektiv bewegen.
Ich stimme dem Schlömener zu, ohne DRE würde heute kein Zug mehr bis Weidenberg und hoffentlich bald auch bis Warmensteinach fahren.
Mit Kohle vom Staat fährt die DB im Nahverkehr dicke Gewinne ein - ich frag mich nur, wieso wir dann speziell in Oberfranken monatelang Langsamfahrstellen haben??? Geld sollte doch genug da sein - man kann es sich ja sogar leisten, auf die Fahrgelder zu verzichten, wenn man keine Zugbegleiter mehr mitschickt auf den Strecken!

Ich bin jedenfalls froh, dass die DRE damals eingesprungen ist.


von Lainecker - am 02.02.2007 20:48

Re: Was ich nicht verstehe....

Zitat

Es nützt ja auch nix, wenn man "aktiv ... zum Erhalt" der Strecke beiträgt, aber die Politik dann lieber Busse nebenherfahren lässt, aber keinen Zug darauf bestellt.


Wieso? Soll auch sowas wie Güterverkehr mal gegeben haben...

Zitat

Ich glaube Du verkennst etwas die Größenordnungen von DB und DRE! Es ist die DB gewesen, die die Strecke heruntergewirtschaftet hat - die Gelder kassiert, aber nicht investiert!


Und was hat die DRE gemacht? Die hat auf dem hinteren Streckenabschnitt Schienen rausgerissen. Das nenne ich auch nicht gerade förderlich.

Zitat

Und jetzt fährt sie auch noch auf der Strecke, nachdem sie wieder vorbildlich instandgesetzt ist!


Hättest Du wirklich gewollt, daß die DRE selber fährt? Da hätte man dann an normalen Tagen die Zuverlässigkeit gehabt, die die DB bei Kyrill gebracht hat.
Außerdem sind DB Netz und DB Regio zwei Paar Stiefel!


Zitat

Die DRE und die Bürgerinitiative um Prof. Hiery (jawoll, Bürger haben für die Bahn die Plakate hochgehalten) hat immerhin ermöglicht, dass die Strecke betriebsbereit gehalten wurde!


Wo hat denn die DRE ermöglicht, daß die Strecke betriebsbereit gehalten wurde? Meines Erachtens ist der Erfolg der Reaktivierung hauptsächlich von den Bemühungen einzelner Leute der Region, unter anderem auch des Bayreuther Landrates zuzuschreiben.

Zitat

Und die DB? Deren Franken-Sachsen-Magistrale samt ICE-TD ist heute noch eine Katastrophe!


Wieso ist der ICE-TD heute noch eine Katastrophe?

Zitat

Soviel zu dem, was DB-Konzern und DRE effektiv bewegen.


Was bewegt denn die DRE?
- NIederlausitzer Eisenbahn: endlich mal ein Zug-Grundangebot nach zig Pannen
- Döllnitzbahn: kurz vor der Gesamteinstellung
- Kitzingen-Etwashausen: Lautes Geplärr über einen Ausflugsverkehr, aber kein einziger Zug ist gefahren
- Frensdorf - Ebrach: abgebaut
- Strullendorf - Schlüsselfeld: keine Besserung in Sicht
Die Liste könnte man noch ewig weiterführen...

Zitat

Ich stimme dem Schlömener zu, ohne DRE würde heute kein Zug mehr bis Weidenberg


Das stimmt, aber die DRE hatte da lediglich die Funktion, eine Entwidmung solange hinauszuzögern, bis sich die örtliche Politik entschieden hatte.

Zitat

und hoffentlich bald auch bis Warmensteinach fahren.


Genau - und die Neubaustrecke von Gefrees nach Kirchenthumbach wird auch zum Jahresende eröffnet.

Zitat

Mit Kohle vom Staat fährt die DB im Nahverkehr dicke Gewinne ein - ich frag mich nur, wieso wir dann speziell in Oberfranken monatelang Langsamfahrstellen haben??? Geld sollte doch genug da sein - man kann es sich ja sogar leisten, auf die Fahrgelder zu verzichten, wenn man keine Zugbegleiter mehr mitschickt auf den Strecken!


Völlig zusammenhangloses "Bahn-Bashing"...

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 02.02.2007 21:01

Danke!

Danke, dass ich nicht (wieder) völlig alleine mit meiner Meinung dastehe ;-) Genau das meine ich.
Außerdem muss die DRE doch ein großes Verhandlungsgeschick haben bzw. irgendwelche "Gönner" beim Netz sitzen haben. Wie konnte sie sonst die Strecke zu einem symbolischen Preis damals übernehmen?
Die Demo der Bürgerinitiative bei Einführung des ICE-TDs im Juni 2001war jedenfalls eine Super-Vorstellung! Da hat der Wiesheu erst mal etwas seltsam gekuckt, als er aus dem Zug stieg in Bayreuth :-)
Die ganze Veranstaltung zur Eröffnung der Städtemagistrale war sowieso eine recht schräge Veranstaltung: Auf Gleis 1 die geladenen Gäste, die ihr Programm eisern durchziehen und sich von den lästigen Demonstranten auf Gleis 2 nicht beeindrucken lassen... Sowas bleibt in Erinnerung.


von derSchlömener - am 02.02.2007 21:02

Re: Was ich nicht verstehe....

Zitat
Schwandorfer
Und was hat die DRE gemacht? Die hat auf dem hinteren Streckenabschnitt Schienen rausgerissen. Das nenne ich auch nicht gerade förderlich.


Ach, Tobias, Du verkennst die Lage ganz einfach: Mit den erzielten Erlösen aus dem Verkauf der Schienen + Schwellen finanziert die DRE zunächst mal den Neubau des EG in Warmensteinach, der Rest des Geldes reicht dann sicher auch noch für den Wiederaufbau bzw. die Sanierung von Weidenberg bis Warmensteinach. ;-)

Gruß,
Der Weißenburger

von Der Weißenburger - am 02.02.2007 21:06

Re: Danke!

Zitat
derSchlömener
Die Demo der Bürgerinitiative bei Einführung des ICE-TDs im Juni 2001war jedenfalls eine Super-Vorstellung! Da hat der Wiesheu erst mal etwas seltsam gekuckt, als er aus dem Zug stieg in Bayreuth :-)
Die ganze Veranstaltung zur Eröffnung der Städtemagistrale war sowieso eine recht schräge Veranstaltung: Auf Gleis 1 die geladenen Gäste, die ihr Programm eisern durchziehen und sich von den lästigen Demonstranten auf Gleis 2 nicht beeindrucken lassen... Sowas bleibt in Erinnerung.


Hmmm, waren das Angestellte der DRE, die da demonstriert haben? Oder doch eher Bürger aus Weidenberg und den anderen Gemeinden, die ihre Bahn wieder haben wollten?

Damit belegst Du doch selbst, dass die Sanierung der Strecke hauptsächlich durch das Interesse und die Beharrlichkeit der Bevölkerung erhalten blieb. Wären die Warmensteinacher ebenfalls so hinter der Sache gestanden, hätte es vielleicht auch eine Sanierung der Gesamtstrecke gegeben...

Aber nur die DRE alleine wird den Abschnitt Weidenberg - Warmensteinach nie im Leben sanieren können - woher soll das Geld denn bitte kommen? Vom Staat gibt's nix, das steht fest... Und selbst wenn: Wer soll auf der Strecke fahren? Von der BEG war ja zu verlauten, dass da nix bestellt werden soll, da Busparallelverkehr... Und Du wirst doch nicht im Ernst glauben, dass die DRE selbst eigenwirtschaftlich einen Bahnverkehr von Warmensteinach nach Weidenberg aufzieht...

Gruß,
Der Weißenburger

von Der Weißenburger - am 02.02.2007 21:14

Re: Was ich nicht verstehe....

Nicht pauschales Bahn-Bashing!

DB = Millionen für eine Schlömener Kurve in den oberfränkischen Sand gesetzt (bzw. diesen zuvor erst noch angehäuft)!

DB = Millionen in den ICE-TD investiert, der jahrelang vor sich hingammelt!

Dein Argument, dass die DRE die von Dir genannten Strecken nicht vorwärts bringt, sticht nicht. Die Strecke zum symbolischen Preis zu überlassen (loszuwerden), ist doch die beste Lösung, die die DB mit dem Schrott noch anfangen kann. Es würde ganz anders ausschauen, wenn die DB auch die Gelder, die als Trasseneinnahmen für den Streckenunterhalt eingenommen wurden, ebenfalls mit zu übereignen wären...

Und bei hohen Stahlpreisen die Schwellen zu Geld zu machen, die sowieso ausgebaut werden müssen im Zuge der Sanierung (oder wie sollen Hangabrutsche und Brücken unterm Gleis erneuert werden) ist doch nur vernünftig von der DRE. Die versuchen nämlich aus dem, was sie von der DB so er(wer)ben, noch was machen. Für mich der sinnvolle Schritt zur Sanierung. Aber ohne Geld für den Betrieb kann das die DRE nicht schultern.

Und wer hat denn im Zuge von MORA C den Güterverkehrspunkt Weidenberg-Zapf Werk, Bayreuth Hbf etc. gegen den Widerstand der verladenden Unternehmen dicht gemacht? Wohl doch schon die DB und nicht die DRE. Ein Güterzug von Weidenberg nach Bayreuth (ehemaliger) Güterbahnhof macht ja nun nicht wirklich Sinn?!? Die DB wäre ja auch schon längst auf Anlieferung des Diesels in BT mit LKW umgestiegen, wäre nicht noch der von öffentlicher Hand bezahlte Müllzug nach Schwandorf, an den man den Kesselwagen anhängen kann. Kleiner Hangrutsch bei Lanzendorf --> das war das Ende der Strecke nach Himmelkron-Bad Berneck!

Was die DB im großen Stil falsch macht, kann definitiv ein Idealist wie die DRE nicht alles gleichzeitig retten!

von Lainecker - am 02.02.2007 21:17

Re: Was ich nicht verstehe....

Zitat

DB = Millionen für eine Schlömener Kurve in den oberfränkischen Sand gesetzt (bzw. diesen zuvor erst noch angehäuft)!


Und warum? Von sich aus sicher nicht! Da mußten sich ja wieder Politiker einmischen. Wenns ALLEIN nach der DB gegangen wäre, wäre es sicher über Martredwitz gegangen.

Zitat

DB = Millionen in den ICE-TD investiert, der jahrelang vor sich hingammelt!


Das ist Fernverkehr und hat mit den Spielchen von DB Netz oder Regio nicht im Geringsten etwas zu tun.

Zitat

Dein Argument, dass die DRE die von Dir genannten Strecken nicht vorwärts bringt, sticht nicht. Die Strecke zum symbolischen Preis zu überlassen (loszuwerden), ist doch die beste Lösung, die die DB mit dem Schrott noch anfangen kann. Es würde ganz anders ausschauen, wenn die DB auch die Gelder, die als Trasseneinnahmen für den Streckenunterhalt eingenommen wurden, ebenfalls mit zu übereignen wären...


Auch an dieser Stelle wieder nur wilde Motzerein gegen die DB, aber keine Argumente für die DRE. Daß die Strecke zum symbolischen Preis überlassen wurde, müßte eigentlich eher bedeuten, daß der DRE sozusagen mehr Geld für den Streckenunterhalt bleibt, da sie die teuren Grundstücke nicht kaufen hat müssen. Wo ist dieses gesparte Geld hingeflossen?

Zitat

Und bei hohen Stahlpreisen die Schwellen zu Geld zu machen, die sowieso ausgebaut werden müssen im Zuge der Sanierung (oder wie sollen Hangabrutsche und Brücken unterm Gleis erneuert werden) ist doch nur vernünftig von der DRE.


Das glaubst Du also auch noch... Traurig.
Gerade Stahlschwellen sind die am längsten haltenden Schwellen überhaupt. Und erzähl mir ned, daß der Oberbau soweit abgefahren war, daß ÜBERHAUPT KEIN Zug mehr verkehren hätte können.

Zitat

Die versuchen nämlich aus dem, was sie von der DB so er(wer)ben, noch was machen.


Ja, Geld, das sie dann irgendwo anders ohne jegliches Konzept sinnlos verpulvern.

Zitat

Für mich der sinnvolle Schritt zur Sanierung.


Wo wurde denn nach Warmensteinach saniert???

Zitat

Und wer hat denn im Zuge von MORA C den Güterverkehrspunkt Weidenberg-Zapf Werk, Bayreuth Hbf etc. gegen den Widerstand der verladenden Unternehmen dicht gemacht? Wohl doch schon die DB und nicht die DRE.


Und was spricht dagegen, den Verkehrspunkt einfach wieder zu öffnen? Was spricht dagegen, Konzepte aufzustellen, wie man wieder Güterkunden auf die Schiene bringen kann?

Zitat

wäre nicht noch der von öffentlicher Hand bezahlte Müllzug nach Schwandorf, an den man den Kesselwagen anhängen kann.


Der ZMS ist ein ganze normaler Railion-Kunde mit denselben Bedingungen, die für andere Kunden auch gelten.

Zitat

Kleiner Hangrutsch bei Lanzendorf --> das war das Ende der Strecke nach Himmelkron-Bad Berneck!


Wo ist hier der Zusammenhang zu Deinem restlichen Geschreibsel? Kann ich keinen erkennen.

Zitat

Was die DB im großen Stil falsch macht, kann definitiv ein Idealist wie die DRE nicht alles gleichzeitig retten!


Ich möchte nochmal wiederholen: Hier in Bayern hat die DRE aktiv noch überhaupt keine Strecke gerettet.
Und von einem Idealisten erwarte ich mir anderes, als daß man genauso weitermacht wie vorher der Monopolist und die Strecken bis zum geht-nicht-mehr runterwirtschaftet und dann dichtmacht. Die DRE sollte sich mal ein Beispiel an der RSE nehmen, die zwar nicht jede x-beliebige Strecke übernimmt, aber bei den übernommenen Strecken auch immer ein schlüssiges und realisierbares Konzept mitbringt.

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 02.02.2007 21:34

Re: Was ich nicht verstehe....

Zitat
Lainecker
Dein Argument, dass die DRE die von Dir genannten Strecken nicht vorwärts bringt, sticht nicht. Die Strecke zum symbolischen Preis zu überlassen (loszuwerden), ist doch die beste Lösung, die die DB mit dem Schrott noch anfangen kann. Es würde ganz anders ausschauen, wenn die DB auch die Gelder, die als Trasseneinnahmen für den Streckenunterhalt eingenommen wurden, ebenfalls mit zu übereignen wären...

*hust*
Liest Du eigentlich regelmäßig die Ausschreibungen von abzugebenden DB-Strecken? Also ich hab' da noch nie was von nur einem Euro gesehen, da stehen meist sechs- bis siebenstellige Beträge drin. Die DB verschenkt nix, die weiß schließlich, dass so eine Bahnstrecke auch einen gewissen Wert (als Baugrund) hat...
Aktuelles Beispiel: Wiehltalbahn. Diese hat man für über eine Million Euro (ich glaube, es waren 1,5 Mio. EUR) an die Anliegergemeinden verkauft.
Wenn die DRE die Strecke für einen Euro übernehmen konnte, dann liegt das allein in einem unterstützend tätigen Politiker begründet - einfach so macht das die DB sicher nicht...

Zitat
Lainecker
Und bei hohen Stahlpreisen die Schwellen zu Geld zu machen, die sowieso ausgebaut werden müssen im Zuge der Sanierung (oder wie sollen Hangabrutsche und Brücken unterm Gleis erneuert werden) ist doch nur vernünftig von der DRE.

Aha.
Also ich kenne eine Bahnstrecke, da liegen Stahlschwellen aus dem Jahre 1930 und älter und die sind tiptop in Ordnung. Gerade das ist nämlich der Vorteil von Stahlschwellen: Sie gehen nicht kaputt - gut in 500 Jahren vielleicht dann schon mal...
Daher kann ich es absolut nicht nachvollziehen, die Schwellen rauszureißen und zu versilbern...

Zitat
Lainecker
Die versuchen nämlich aus dem, was sie von der DB so er(wer)ben, noch was machen. Für mich der sinnvolle Schritt zur Sanierung.

Kannst Du das auch belegen oder Beispiele nennen?

Zitat
Lainecker
Aber ohne Geld für den Betrieb kann das die DRE nicht schultern.

Wo soll denn das Geld herkommen?
Zum 1.000sten Mal: Der Freistaat will nix geben - aus, basta...

Zitat
Lainecker
Und wer hat denn im Zuge von MORA C den Güterverkehrspunkt Weidenberg-Zapf Werk, Bayreuth Hbf etc. gegen den Widerstand der verladenden Unternehmen dicht gemacht? Wohl doch schon die DB und nicht die DRE. Ein Güterzug von Weidenberg nach Bayreuth (ehemaliger) Güterbahnhof macht ja nun nicht wirklich Sinn?!?

*am Kopf kratz*
Meinst Du nicht, Du verwechselst da was?
Du weißt schon, dass es Eisenbahninfrastruktur-(EIU) und Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) gibt? Das ist nämlich ein großer Unterschied!
DB Netz (EIU!) hat wohl mit MORA C und der Einstellung des Güterverkehrstarifpunktes Weidenberg - Zapf Werk eher weniger zu tun - das war nämlich DB Cargo (EVU!).

Zitat
Lainecker
[...]
Was die DB im großen Stil falsch macht, kann definitiv ein Idealist wie die DRE nicht alles gleichzeitig retten!

*lol*
Wo rettet denn die DRE irgendwas?
All das, was ich von der Strecke nach Kitzingen-Etwashausen mitbekommen habe, trägt eher nicht zur Rettung bei... Zum Glück hat sich dort jetzt eine private IG gegründet - hoffentlich können die was bewegen...

Gruß,
Der Weißenburger

von Der Weißenburger - am 02.02.2007 21:42

Re: Was ich nicht verstehe....

Jawoll, über Marktredwitz und dann noch nen fetten Park and Ride Parkplatz an die Fichtelgebirgsautobahn gepflastert in der Pampa - Hauptsache schnelle Züge weit weg von den Großstädten. Was soll denn das ständige Genöhle mit Rawatz - Schau mal die Auslastung der FSX über Rawatz und BT an - das Fahrgastaufkommen nach BT ist doch erheblich höher als nach Rawatz.

Na das mit der Trennung aller möglichen kleinen Unternehmensbestandteile in eigenständige Profitcenter ist ja wohl auch ned des Gelbe vom Ei. Und der Fernverkehr hat doch grade bei DB Regio die Leistungen auf dr Franken-Sachsen-Magistrale eingekauft oder nicht?

Dafür fährt der neue München-Nürnberg Express mit IC-Wagenmaterial des Fernverkehrs - wo ein Wille im DB-Konzern, da verschwimmen dann auf einmal wieder die Grenzen zwischen den Gesellschaften.

Tolles Geschäftsgebahren der DB Cargo: Kündigt erst den BESTEHENDEN Kunden, kappt die Güteverkehrstarifpunkte flächendeckend und dann sollen die Privaten wieder das System ins Rollen bringen? Gratuliere zu diesem höchst effizienten Vorgehen - anstatt gemeinsam auf Neukundenakquise zu gehen, zeigt man den bestehenden Kunden, wer der Monopolist ist und bedient wird!

Mögen Stahlschwellen auch die mit am haltbarsten sein, 100 Jahre setzen denen besonders auch im Fichtelgebirge zu. Ausserdem: genau lesen: ich habe das mit den anstehenden Sanierungsarbeiten begründet, wo installierte Gleise mehr hindern als nutzen.

Auch genau lesen: Ich habe geschrieben: "das ist der sinnvolle Schritt ZUR Sanierung" - also erst das und DANN die Sanierung!

Tja, aber wegen einem oder 2 Dieselkesselwagen lohnt doch kein Zugverkehr! Wo kommen wir denn da hin! Die Story stimmt, kannst Du im Nordbayerischen Kurier Archiv nachlesen!

Und ich bleibe dabei: die Strecke nach Weidenberg hat die DRE gerettet. Und was an den Grundstücken "teuer" sein soll, das musst Du mir erst mal erklären - teuer sind sie höchstens weil marode Schienen drauf verlaufen, die kein Geld einspielen können, da 1. kein Besteller und 2. unterhalten und von Bewuchs freigehalten werden müssen.

Die DRE kann nicht die Probleme, derer sich die DB am Ende ihres Lateins entledigt, alle lösen. Zu einer Eisenbahnlinie gehören ein paar mehr Akteure ausser einem Netzprovider - es muss Kunden geben, die ein entsprechendes Angebot auch wahrnehmen. Sprich, sich in den Zug auch tatsächlich setzen und Güter verladen. Das ist der springende Punkt, und da müssen die Kommunen, die Bürger und das Verkehrsunternehmen für arbeiten - und sich nicht so zögerlich verhalten, wie ein Dorf, das nun eben noch keinen Bahnanschluss hat. Wo ein Wille ist, ist immer auch ein Weg - mir scheint es am mangelnden Willen zu liegen.


von Lainecker - am 02.02.2007 21:56

Re: Was ich nicht verstehe....

Was Du wohl auch verkennst bei Deiner Betrachtung:

Die DB hat dann die Million aus dem Grundstücksgeschäft / Bahnanlagenverkauf - der Käufer die Arbeit und die gesellschaftliche Erwartung am Bein, aus dem Erworbenen wieder Eisenbahnbetrieb entstehen zu lassen (zumindest die DRE arbeitet daran).

Eine Kommune, die eine Eisenbahnstrecke nur kauft, um daraus Bauland oder darauf eine Umgehungsstraße zu machen, gibt ja das Geld sogar aus, ohne jegliche Aussicht auf Wiederaufnahme des Bahnverkehrs. Und die holen sich die Millionen dann wieder bei den Käufern des Baulandes. Aber prinzipiell steht dem doch auch nichts entgegen, wenn das die DRE erst mal anderst versucht und primär die Eisenbahn wieder flott machen will - an die Kommunen kann auch die DRE verkaufen -oder nicht?

von Lainecker - am 02.02.2007 22:06

Re: Was ich nicht verstehe....

Mal gleich ganz zuerst: Ich vermisse nach wie vor Beispiele dafür, was die DRE aktiv in irgendwelche Strecken gesteckt hat.

Zitat

Jawoll, über Marktredwitz und dann noch nen fetten Park and Ride Parkplatz an die Fichtelgebirgsautobahn gepflastert in der Pampa - Hauptsache schnelle Züge weit weg von den Großstädten.


Wenn Du von Großstädten sprichst, dann kannst hinter Nürnberg aufhören, denn mehr als ein größeres Kaff inmitten einer strukturschwachen Region ist Bayreuth auch nicht.

Zitat

Was soll denn das ständige Genöhle mit Rawatz - Schau mal die Auslastung der FSX über Rawatz und BT an - das Fahrgastaufkommen nach BT ist doch erheblich höher als nach Rawatz.


In welchem Takt fährt der FSX nochmal über NMR?
Klar hat Bayreuth mehr Einwohner als Marktredwitz, aber doch nicht genug, um eine sauteure Kurve zu rechtfertigen (wie Du übrigens im Beitrag vorher noch selbst geschrieben hast).

Zitat

Na das mit der Trennung aller möglichen kleinen Unternehmensbestandteile in eigenständige Profitcenter ist ja wohl auch ned des Gelbe vom Ei. Und der Fernverkehr hat doch grade bei DB Regio die Leistungen auf dr Franken-Sachsen-Magistrale eingekauft oder nicht?

Dafür fährt der neue München-Nürnberg Express mit IC-Wagenmaterial des Fernverkehrs - wo ein Wille im DB-Konzern, da verschwimmen dann auf einmal wieder die Grenzen zwischen den Gesellschaften.


Auch hier wieder: Was hat der FSX oder der MNE damit zu tun, daß DB Cargo auf einer DB Netz Strecke einen Gütertarifpunkt zugemacht hat?

Zitat

Tolles Geschäftsgebahren der DB Cargo: Kündigt erst den BESTEHENDEN Kunden, kappt die Güteverkehrstarifpunkte flächendeckend und dann sollen die Privaten wieder das System ins Rollen bringen?


Dein Argument also: Wenn die DB den Verkehr eingestellt hat, dann sollte sich ein anderes EVU keinesfalls um eine Wiederaufnahme bemühen, um der DB zu zeigen, daß nicht nur sie das kann?

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Mögen Stahlschwellen auch die mit am haltbarsten sein, 100 Jahre setzen denen besonders auch im Fichtelgebirge zu.


1. Die Schwellen sind keine 100 Jahre alt.
2. Warum halten die Schwellen im Fichtelgebirge weniger lang, als woanders?

Zitat

Ausserdem: genau lesen: ich habe das mit den anstehenden Sanierungsarbeiten begründet, wo installierte Gleise mehr hindern als nutzen.


Bitte konkretisiere diese Aussage! Bei welchen Sanierungsarbeiten hindern Gleise mehr, als sie nutzen? In der Regel ist eine Erneuerung des Schienen- und Schwellenmaterials + Stopfen bei eingebauten Gleisen einfacher möglich, solange diese befahrbar sind, als bei ausgebauten.

Zitat

Auch genau lesen: Ich habe geschrieben: "das ist der sinnvolle Schritt ZUR Sanierung" - also erst das und DANN die Sanierung!


In welchem Abstand zum Abbau soll den die Sanierung kommen? Die Schienen und Schwellen wurden bereits vor Jahren ausgebaut. Auf irgendeine Sanierung wartet man noch immer vergeblich. In der Zwischenzeit ist die Trasse schon wieder vollends zugewuchert.

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Tja, aber wegen einem oder 2 Dieselkesselwagen lohnt doch kein Zugverkehr! Wo kommen wir denn da hin!


Der Müllzug ist kein kommunaler Zug, sondern eine ganz normale Übergabe von DB Cargo - nur nochmal zum Mitschreiben.

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Die Story stimmt, kannst Du im Nordbayerischen Kurier Archiv nachlesen!


Da kann ich dann auch nachlesen, daß die CSU immer recht hat oder sowas ähnliches? Oder ist der Nordbayerische Kurier neuerdings eine Fachzeitschrift für Schienengüterverkehr?

Zitat

Und ich bleibe dabei: die Strecke nach Weidenberg hat die DRE gerettet.


Dann bleibst halt dabei - schade, daß Du das nicht mit Argumenten begründen kannst.

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Und was an den Grundstücken "teuer" sein soll, das musst Du mir erst mal erklären


Na dann frag mal bei den Gemeinden an, die gerne einen Radweg auf der Bahntrasse hätten, was die so für die Grundstücke hinblättern.

Zitat

Die DRE kann nicht die Probleme, derer sich die DB am Ende ihres Lateins entledigt, alle lösen. Zu einer Eisenbahnlinie gehören ein paar mehr Akteure ausser einem Netzprovider - es muss Kunden geben, die ein entsprechendes Angebot auch wahrnehmen. Sprich, sich in den Zug auch tatsächlich setzen und Güter verladen. Das ist der springende Punkt, und da müssen die Kommunen, die Bürger und das Verkehrsunternehmen für arbeiten - und sich nicht so zögerlich verhalten, wie ein Dorf, das nun eben noch keinen Bahnanschluss hat. Wo ein Wille ist, ist immer auch ein Weg - mir scheint es am mangelnden Willen zu liegen.


Sag ich doch die ganze Zeit! Ohne Angebot keine Nachfrage - und hier schläft die DRE leider nach wie vor - man müßte auf die Kunden zugehen, ned warten, bis sie mal ankommen und betteln. Den Fehler hat man vor 30 Jahren bei der Bundesbahn schon gemacht.

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 02.02.2007 22:15

Re: Was ich nicht verstehe....

Welcher Konzern mit seinen Tochtergesellschaften hat denn die Strecke "kalt stillgelegt" und vom Eisenbahnbundesamt wiederholt eine auf die Finger bekommen? Die DB oder die DRE.

Und wie bitte soll man die Sanierungsarbeiten schienengebunden machen auf dem hinteren Streckenabschnitt Weidenberg-Warmensteinach, wenn einem auf dem Weg dorthin mal schnell die Brücke über die BAB eingerissen wird ?!? Du argumentierst wirklich an den Tatsachen vorbei!

Nur zum Vergleich die DB:
Soweit ich weiss, ist die Strecke vopn Erlangen nach Herzogenaurach noch im Eigentum des DB Konzerns. Wieso wird denn da nichts saniert (sondern vielleicht auf steigende Baulandpreise spekuliert) von Seiten der DB? Am Endbahnhof in Herzogenaurach wären Weltfirmen wie INA, Adidas, Puma vorhanden! In Herzogenaurach ist das absolute Verkehrschaos und auf den Zubringerstraßen doch auch! DB Netz müßte doch nicht mal die Grundstücke erwerben, sondern "nur" sanieren, hat einen Bahnhof mit riesen Fahrgastpotential (die ganzen Sportklamottenshopper) und sollte sogar die Bürger auf ihrer Seite haben - wieso bringt denn die DB da nix auf die Beine?!?



von Lainecker - am 02.02.2007 22:27

Re: Was ich nicht verstehe....

Zitat

Welcher Konzern mit seinen Tochtergesellschaften hat denn die Strecke "kalt stillgelegt" und vom Eisenbahnbundesamt wiederholt eine auf die Finger bekommen? Die DB oder die DRE.


Beide.

Zitat

Und wie bitte soll man die Sanierungsarbeiten schienengebunden machen auf dem hinteren Streckenabschnitt Weidenberg-Warmensteinach, wenn einem auf dem Weg dorthin mal schnell die Brücke über die BAB eingerissen wird ?!? Du argumentierst wirklich an den Tatsachen vorbei!


Und wie sind die schweren sechsachsigen NOHAB-Maschinen mit den Schotterzügen über diese Brücke gekommen? Geflogen? Oder per Culemeyer?

Mir wirds an dieser Stelle zu blöd, denn Du widersprichst Dir ständig selber und bringst nach wie vor keine Argumente für die DRE...

Ich wünsche noch eine gute Nacht.

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 02.02.2007 22:32

Re: Was ich nicht verstehe....

Also in einem anderen Beitrag schreibst Du, die DB lässt sich die Streckenveräußerungen 6-7 stellige Summen kosten - ist das denn nichts, was das die DRE dann in die Strecken gesteckt hat?!?

Das ist nun mal die Voraussetzung, dass man ein Betriebskonzept ausarbeiten kann - aber anstatt die DRE Unterstützung durch Eisenbahner erfährt, zieht jeder nur über sie her... Was soll denn die DRE nach Deiner Vorstellung machen?!?

von Lainecker - am 02.02.2007 22:38

Re: Was ich nicht verstehe....

Zitat
Lainecker
Also in einem anderen Beitrag schreibst Du, die DB lässt sich die Streckenveräußerungen 6-7 stellige Summen kosten - ist das denn nichts, was das die DRE dann in die Strecken gesteckt hat?!?

Nein, das hat nicht Tobias sondern ich geschrieben! Du solltest mal genauer lesen...

Zitat
Lainecker
Das ist nun mal die Voraussetzung, dass man ein Betriebskonzept ausarbeiten kann - aber anstatt die DRE Unterstützung durch Eisenbahner erfährt, zieht jeder nur über sie her... Was soll denn die DRE nach Deiner Vorstellung machen?!?

Nach Deiner Vorstellung sollen also Eisenbahner (quasi ZUBs, Tfs etc.) in ihrer Freizeit losziehen und die Strecke nach Warmensteinach sanieren? Interessante Theorie...

Gruß,
Der Weißenburger

von Der Weißenburger - am 02.02.2007 22:43

Re: Was ich nicht verstehe....

Weißenburger, da hast Du recht, dass Du und nicht Tobias das geschrieben hast - bei dem langen Threat kann man schon mal den Überblick verlieren.



von Lainecker - am 02.02.2007 22:59

Re: Danke!

WIE die DRE den Verkehr wieder aufnehmen will, weiß sie eventuell selbst nicht. Auf jeden Fall versucht sie es. Weshalb sollten sie in Warmensteinach n "Empfangspavillion" bauen, wenn sie sich sicher ist, dass dort nie ein Zug ankommen wird? So lukrativ ist der Imobillienmarkt in Warmensteinach nicht, als dass man da mit nem Bäcker und nem Kiosk als Pächter groß Geld machen könnte.
Eventuell spekuliert die DRE darauf, dass, wenn das Pavillion da is (für das es eventuell irgendwelche Zuschüsse gibt) und im Zuge dessen der Bahnhof an sich n bisschen hergerichtet ist, die Unterstützung für die Reaktivierung wächst und sich dann ein Weg zum nächsten Ziel, der Streckensanierung, findet, und schliesslich, wenn diese (wieder)aus/aufgebaut is, auch irgendjemand Leistungen bestellen wird.

Die DRE hat sicherlich nicht das Geld, eigenwirtschaftlich die ganze Sache durchzuziehen. Mein Eindruck is aber der, dass sie einfach versucht, irgendwie ihre Ziel zu erreichen, und sei es, dass sie auf den Zufall hofft. Immerhin noch mehr - und zwar äußerst enthusiastisches - Engagement als vom vorherigen Streckeninhaber. Auf den anderen erworbenen Strecke gabs sicher auch interne Bemühungen, Verhandlungen, Initiativen zur Reaktivierung, die bisher leider erfolglos waren. Auch hier scheint man auf eine glückliche Wendung zu warten und das unmögliche möglich machen zu wollen.

In meinen Augen hat die DRE nicht den Verdienst, den Weidenberger Zug alleine auf die Schiene gebracht zu haben, wohl aber hat sie mit Idealismus Durchhaltevermögen bewiesen und möchte auch anderswo das Streckensterben irgendwie verhindern. Und wenn von 20 Trassen auch nur eine der Entwidmung entrissen und reaktiviert werden kann, so ist das mehr, als ohne dem Eingreifen der DRE passiert wäre.

von Mars - am 02.02.2007 23:41

Re: Was ich nicht verstehe....

Zitat
Lainecker
Dein Argument, dass die DRE die von Dir genannten Strecken nicht vorwärts bringt, sticht nicht.


Warum nicht? Sind doch glasklare Fakten! Und die Liste ist endlos fortsetzbar mit der Muldentalbahn...

MfG cargonaut

von Cargonaut - am 03.02.2007 01:43

wie wäre es nächstes Wochenende mit einem Subotnik?

Alle Anwohner und Eisenbahner, die die Strecke bis Warmensteinach wiederhaben wollen finden sich in Arbeitsklamotten um 6Uhr am Ampfangsgebäude in Weidenberg ein.

Zu DDR-Zeiten wurden auch freiwillige eisenbahnbegeisterte Studenten herangezogen, einige Schmalspurstrecken in Schuß zu halten...unentgeldlich natürlich!

Was iczh von der DRE als echtes Eisenbahnunternehmen erwarte ist folgendes:

1. schlüssige Betriebskonzepte für gekaufte/gepachtete Strecken vorlegen
2. diese Konzepte auch irgendwann mal praktizieren, denn heiße Luft daherreden kann jeder
3. vielleicht ist weniger mehr. Nicht viele Strecken kaufen und ebenfalls keinen Verkehr anbieten können, sondern sich auf wenige Strecken konzentrieren!
4. vielleicht baut die DRE ja auch im Muldental die Schienen ab, um Geld für die Strecke nach Warmensteinach zu bekommen?

Ich möchte damit sagen, daß die DRE aufgrund ihrer oft recht fragwürdigen Aktivitäten im Osten deutschlands nunmal nicht den besten Ruf hat. Und das ist nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern Tatsache! wenn Du die Eisenbahnpresse in den letzten Jahren bezüglich der DRE mal etwas verfolgt hättest, würdest du wissen, von was ich rede. Sprich mal mit Redakteuren, die einfach nur die Wahrheit über die DRE und deren Machenschaften an einigen Bahnstrecken berichtet haben, was die so alles erlebt haben mit diesem Unternehmen. Und auch Du wirst anders über die DRE denken.

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 03.02.2007 01:56

nur Gedult...

die DRE kümmert sich um alle Strecken und regelt das... :D

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 03.02.2007 01:59
Zitat
Neuenmarkt
Ich lasse den Artikel aus dem NBK hier mal unkommentiert stehen:


...Seit 8. Januar fahren auf der Strecke täglich 15 Zugpaare im flotten S-Bahn-Tempo. ...

Welch wundersame Vermehrung des Zugangebotes!


von Martin Pfeifer - am 04.02.2007 21:14

Was ist mit den Brücken?

Guten Morgen,

ein heißes Thema für eine Streckensanierung dürften m.M. nach die drei großen Brücken der Strecke sein (was ich ja schon mal berichtet habe):
- Mittlernhammer (Behelfsbrücke nach dem 2. WK gebaut)
- Sophienthal
- Warmensteinach

Alle drei Brücken sind in einem sehr maroden Zustand und waren ja vorher wohl nur mit einer La befahrbar.
Nach der Streckenstillegung konnte man die Brücken noch zu Fuß überqueren. Einige Zeit darauf wurden sie auch für Fußgänger gesperrt und mit Brettern abgesperrt.
Sind sie aber wirklich so marode, daß man nicht einmal mehr zu Fuß darüber laufen kann? Wenn ja kann da erst recht kein Zug fahren.
Ansonsten könnte es nur wegen der Unfall- (Absturz-)gefahr sein, da ja auch die Geländer verrostet sind oder Löcher im Boden sind.

Gerade diese Brücken dürften doch wohl den größten Kosten- und Sanierungsaufwand der ganzen Strecke darstellen. Im Fall der Behelfsbrücke bei Mittlernhammer ist doch wohl für einen sicheren und zügigen Bahnbetrieb ein Neubau fast unerläßlich.

Gruß
Andreas

von KBS 867 - am 05.02.2007 07:15
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