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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Guliver, KBS 855

[ZM]"Stadtbahn: Krampf oder Chance?" in der Passauer "Am Sonntag"

Startbeitrag von Guliver am 04.02.2007 09:02

Aus der Am Sonntag (PNP-Sonntags-Anzeigenblättchen):

Zitat

Montagabend im Passauer Plenum—CSU-FWG-Mehrheit ist bislang dagegen
Stadtbahn: Krampf oder Chance?

Von MATTHIAS GIESELMANN
Morgen diskutieren Passaus Stadträte wieder die Frage: Ist die Wiederbelebung der Stadtbahn nur ein Hirngespinst, oder was wäre, wenn sie wieder rollen würde? Zum Beispiel das:
! Vier Bahnhöfe ließen sich unmittelbar mit Einkaufsmagneten verbinden: Media Markt, Hornbach und Baywa alle haben Gleisanschlüsse. Auch das künftige ECE.
! Touristen könnten die Schokoladenseite der Stadt (Pendelverkehr nach Lindau übers Innstadtufer) erkunden. Ein Stadtführer: "Wir könnten Mariahilf und das Römerkastell in unsere Touren einbinden."
! Haibach und die Innstadt würden eine staufreie Anbindung zur City und eine schnelle Verbindung nach Grubweg bekommen.
! Anbindung des ZOB und der Region: durch den Ausbau nach Pocking, Freyung, Vilshofen und Hauzenberg. Der größte Arbeitgeber, die Zahnradfabrik (ZF) mit 3500
Mitarbeitern, hätte wieder ein praktisches Verkehrsmittel. Die Werke in Grubweg und
Patriching liegen am Gleis. "Wir verfolgen die Diskussion mit Interesse, wollen sie derzeit
aber nicht kommentieren", sagt Sprecher Gernot Hein. Rund 1400 ZF-Pendler könnten von einer Bahn profitieren. Heute formieren sich dafür Bürgerbewegungen. "Fast
4000 Unterschriften wurden schon gesammelt. Aber alles hängt von Passau ab", sagt
Hauzenbergs Bürgermeister Josef Federhofer. Für die Rathausmehrheit
von CSU und FWG und für Stadtwerkechef Gottfried Weindler sind die Stadtbahnpläne
nur Phantastereien: "Kein Bedarf, zu teuer, zu kompliziert." Verfechter der Bahntrasse
ist MdB Max Stadler (FDP): "Wenn die Gleise herausgerissen sind, ist diese Bahn ein
für allemal erledigt", sagt er. Doch im dritten Jahrtausend geht der Trend wieder
zur umweltfreundlichen Bahn: Die Spritpreise klettern und Abgase kippen das Klima.

Artikel verfügbar unter [www.am-sonntag.de] auf der 4. Seite

Antworten:

Zitat
Peter_Wolf
Aus der Am Sonntag (PNP-Sonntags-Anzeigenblättchen):

Zitat

Montagabend im Passauer Plenum—CSU-FWG-Mehrheit ist bislang dagegen
Stadtbahn: Krampf oder Chance?

Von MATTHIAS GIESELMANN
Morgen diskutieren Passaus Stadträte wieder die Frage: Ist die Wiederbelebung der Stadtbahn nur ein Hirngespinst, oder was wäre, wenn sie wieder rollen würde? Zum Beispiel das:
! Vier Bahnhöfe ließen sich unmittelbar mit Einkaufsmagneten verbinden: Media Markt, Hornbach und Baywa alle haben Gleisanschlüsse. Auch das künftige ECE.
! Touristen könnten die Schokoladenseite der Stadt (Pendelverkehr nach Lindau übers Innstadtufer) erkunden. Ein Stadtführer: "Wir könnten Mariahilf und das Römerkastell in unsere Touren einbinden."
! Haibach und die Innstadt würden eine staufreie Anbindung zur City und eine schnelle Verbindung nach Grubweg bekommen.
! Anbindung des ZOB und der Region: durch den Ausbau nach Pocking, Freyung, Vilshofen und Hauzenberg. Der größte Arbeitgeber, die Zahnradfabrik (ZF) mit 3500
Mitarbeitern, hätte wieder ein praktisches Verkehrsmittel. Die Werke in Grubweg und
Patriching liegen am Gleis. "Wir verfolgen die Diskussion mit Interesse, wollen sie derzeit
aber nicht kommentieren", sagt Sprecher Gernot Hein. Rund 1400 ZF-Pendler könnten von einer Bahn profitieren. Heute formieren sich dafür Bürgerbewegungen. "Fast
4000 Unterschriften wurden schon gesammelt. Aber alles hängt von Passau ab", sagt
Hauzenbergs Bürgermeister Josef Federhofer. Für die Rathausmehrheit
von CSU und FWG und für Stadtwerkechef Gottfried Weindler sind die Stadtbahnpläne
nur Phantastereien: "Kein Bedarf, zu teuer, zu kompliziert." Verfechter der Bahntrasse
ist MdB Max Stadler (FDP): "Wenn die Gleise herausgerissen sind, ist diese Bahn ein
für allemal erledigt", sagt er. Doch im dritten Jahrtausend geht der Trend wieder
zur umweltfreundlichen Bahn: Die Spritpreise klettern und Abgase kippen das Klima.

Artikel verfügbar unter [www.am-sonntag.de] auf der 4. Seite



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.02.07 10:06 durch Peter_Wolf.


Was ich interessant finde, ein FDP-MdB ist für die Bahntrasse, oder habe ich mich da verlesen? Das finde ich aber mal positiv.
Dies wäre eine einmalige Gelegenheit für Passau, die sollte man wahrnehmen, nur nützt das alles nichts, sie wird nie kommen, da man da mit der CSU eher einen Autobahnring um Passau bauen kann.
CSU und FWG, leider gibts im (schwarzen) Wald zu viele CSU-Wähler die damit diese Bahnfeindliche Einstellung untermauern...

von KBS 855 - am 04.02.2007 11:49

Hast schon richtig gelesen.

Ja der innenpolitische Sprecher der FDP Bundestagsfraktion Max Stadler ist ein Beführworter der Bahnreaktivierung.

von Guliver - am 04.02.2007 12:09

Fast wortwörtliche Meldung bei mediendenk.com

Fast wortwörtlich die gleiche Meldung unter [www.mediendenk.com]
Zitat

NAHVERKEHR
Passauer Stadtbahn: Nicht nur ZF-Pendler und Touristen profitieren davon
Unsere Karte zeigt, wie die Passauer Stadtbahn aussehen könnte. Das Thema spaltet den Stadtrat. Geniale Idee oder abwegiges Hirngespinst? Vor 105 Jahren haben die Passauer diese Frage gar nicht gestellt: Sie begannen, Bahntrassen aufzuschütten und Gleise zu legen...

Was wäre, wenn die Stadtbahn wieder rollen würde?

* Vier Bahnhöfe ließen sich unmittelbar mit Einkaufsmagneten verbinden: Media Markt, Hornbach und Baywa - alle haben schon Gleisanschlüsse. Auch das künftige ECE.
* Touristen entdecken die Schokoladenseite der Dreiflüssestadt (Pendelverkehr zum Kreuzfahrtschiffshafen Lindau übers Innstadtufer).
* "Wir könnten den ältesten Stadtteil mit Kloster Mariahilf und Römerkastell in unsere Touren einbinden", sagt ein Stadtführer.
* Haibach und Innstadt bekommen endlich eine staufreie Anbindung zur City – und eine schnelle Verbindung nach Grubweg.
* Perfekte Anbindung zum Stadtwerke-ZOB und für die Region: Ausbau über Neustift nach Pocking, hinauf nach Freyung und Vilshofen und hinunter nach Hauzenberg.
* Das praktischste Verkehrsmittel für den größten Arbeitgeber, der Zahnradfabrik (ZF) mit 3.500 Mitarbeitern. Die Werke in Grubweg und Patriching liegen am Gleis.

"Wir verfolgen die politische Diskussion mit Interesse, wollen sie derzeit aber nicht kommentieren“, sagt Werksprecher Gernot Hein.

Etwa jeder dritte Beschäftigte benutzt derzeit die ZF-Schichtbusse. Schätzungsweise 1000 Pendler könnten von einer Stadtbahn nach Hauzenberg, weitere 400 von einer nach Freyung profitieren. Das Ende der Bahn kam, weil sie sich in den 70ern nicht den neuen ZF-Schichtzeiten anpasste.

Heute formieren sich Bürgerbewegungen. "Fast 4.000 Unterschriften wurden schon gesammelt. Aber alles hängt von Passau ab", sagt der Hauzenberger Bürgermeister Josef Federhofer.

Für die Rathausmehrheit von CSU und FWG und für Stadtwerkechef Gottfried Weindler sind die Stadtbahnpläne nur Phantastereien: Kein Bedarf, zu teuer, zu kompliziert. Die Gegner argumentieren auch: Die Strecke zum Hauptbahnhof wird wegen des Fernverkehrs zum Nadelöhr. "Stimmt nicht. Denn zwei Brückengleise können beliebig in beide Fahrtrichtungen verwendet werden", erwidern Fachleute.

Prominentester Verfechter der Bahntrasse ist FDP-Bundestagsabgeordneter Dr. Max Stadler. "Wenn die Gleise herausgerissen sind, ist diese Bahn ein für allemal erledigt", erklärt er.

Doch im dritten Jahrtausend geht der Trend wieder zur umweltfreundlichen Bahn: Die Spritpreise klettern und Abgase kippen unser Klima.
mediendenk/hud


von Guliver - am 04.02.2007 14:48
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