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Eisenbahnforum Nordostbayern
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vor 10 Jahren, 9 Monaten
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Guliver

[OT] [ZM] Straßenbau im Passauer Land

Startbeitrag von Guliver am 08.02.2007 10:30

Hallo,

es ist zwar kein Cent für die Bahn da, aber für Straßen sind Millionen und Milliarden da. Da steigt einem schon die Zornesröte ins Gesicht.

PNP Lokalteil Passau Land Bericht 8.2.2007

Zitat

Region rüstet sich für den steigenden Verkehr


MdL Konrad Kobler lud Bürgermeister und Kreisräte aus dem Stimmkreis Passau-Ost zur Straßenbau-Konferenz

von Karin Mertl
Hutthurm. Der Verkehr in der Region wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Deshalb muss dem Straßenbau höchste Priorität eingeräumt werden. Das ist das Fazit der Straßenbau-Konferenz in der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Kringell, zu der MdL Konrad Kobler (CSU) die Bürgermeister und Kreisräte im Stimmkreis Passau-Ost eingeladen hatte. Leitender Baudirektor Robert Wufka vom Staatlichen Bauamt Passau informierte über laufende und geplante Projekte.
„Die Straße ist und bleibt bei uns der wichtigste Verkehrsträger“, stellte Kobler klar. Der Verkehr werde wegen der demographischen Entwicklung nicht weniger. Er steige weiter - in Bayern noch mehr als im Bundesgebiet. „Wir sind ein Haupttransitland geworden“, sagte er, vor allem seit der Grenzöffnung gen Osten. Baudirektor Wufka bestätigte Koblers Aussage und nannte ein Beispiel: „Die A 3 hat wesentlich mehr Verkehr aufgenommen als ursprünglich einmal gedacht.“
Umweltschutz: Anforderungen steigen
Das Jahr 2006 setzte einen Meilenstein im Investitionsplan für Bundesfernstraßen in Bayern: „Erstmals ist die 1-Milliarde-Euro-Marke überschritten worden“, sagte Wufka. Im Bereich des Staatlichen Bauamtes Passau seien voriges Jahr 46 Millionen Euro umgesetzt worden. „Heuer wird es vielleicht sogar noch ein bisschen mehr sein“, prognostizierte er. Als „Hauptproblem“ bezeichnete er die steigenden Anforderungen im Umweltschutz. Nach Vogelschutz und FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat) komme jetzt auch noch der Artenschutz hinzu: „Das zieht die Projekte natürlich immer mehr in die Länge.“
Analog zum wachsenden Verkehr in ganz Bayern nimmt auch das Aufkommen im Stimmkreis Passau-Ost zu. Das haben Messungen im Jahr 2005 unter anderem an der B 85, an der B 12, am Autobahnzubringer von Hutthurm nach Aicha vorm Wald und auf der Straße von Passau nach Hauzenberg ergeben. Weniger Fahrzeuge wurden nur auf den Strecken Büchlberg-Hauzenberg, Passau-Obernzell und Waldkirchen-Jandelsbrunn gezählt. Anschließend stellte Wufka die bereits begonnenen und geplanten Projekte vor:
# Bundesstraße 85: Die Umgehung Neukirchen vorm Wald wird 2008 fertiggestellt. Auf Höhe der Kreisstraße PA 30 bei Patriching ist eine höhenfreie Kreuzung geplant. Dann können Kraftfahrer von der Kreisstraße rechts statt wie bisher links in die Bundesstraße einbiegen.
Dritte Spuren für B 12 und Zubringer
# Autobahnzubringer Hutthurm-Aicha vorm Wald: Bei Grubhof wird eine dritte Spur mit Kreuzungsbauwerk gebaut. Dafür wird derzeit das Planfeststellungsverfahren vorbereitet.
# Bundesstraße 12: Die Kreuzung bei Röhrnbach-Süd wird heuer noch so umgebaut, dass der Verkehr von Röhrnbach nach Passau rechts in die Bundesstraße einbiegen kann. Auch an der Kreuzung bei Außernbrünst soll ein Brückenbauwerk entstehen, das den Autofahrern ein Linkseinbiegen in die Bundesstraße künftig ersparen soll. Von dort weg ist ein dreistreifiger Ausbau von Außernbrünst bis Wimperstadl geplant. Dafür soll 2008 ein Planfeststellungsverfahren beantragt werden. Ebenfalls dreispurig ausgebaut werden soll das Stück von Hutthurm bis Großthannensteig. Damit wird auch die Lehranstalt in Kringell mit einem Brückenbauwerk versetzt an die Bundesstraße angebunden. Bei Hutthurm-Süd ist das nächste Brückenbauwerk geplant, um auch dort das Linkseinbiegen in die Bundesstraße zu umgehen. Bei Salzweg ist ebenfalls eine dritte Spur vorgesehen, die im Einklang mit den Interessen der Gemeinde geplant werden soll.
# Staatsstraße Passau-Hauzenberg: Die Straße soll bei der Löwmühle, beim dortigen Sägewerk, ausgebaut werden. Der Grunderwerb könnte möglicherweise noch heuer abgeschlossen werden, sagte Wufka. Bei der Ortsumgehung Hundsdorf werde man „demnächst“ in die Planfeststellung gehen.
# Staatsstraße Waldkirchen-Jandelsbrunn: Die Ortsumgehung Waldkirchen wird heuer im Juni endgültig fertiggestellt. Bürgermeister Josef Höppler forderte hier allerdings Nachbesserungen. Vor allem Laster hätten bei der jetzigen Straßenführung Probleme. Robert Wufka sagte Hilfe zu. Die Umgehung Jandelsbrunn wird heuer im Sommer oder im Herbst für den Verkehr freigegeben.
Anschließend hatten die Bürgermeister das Wort. Josef Federhofer aus Hauzenberg machte auf die „katastrophale Lage“ seiner Stadt als Knotenpunkt aufmerksam. Vor allem für die Anbindung der Gewerbebetriebe an die Autobahn gebe es keine Perspektive. Laut Kobler ist die Tunnel-Lösung als Ortsumfahrung „wahrscheinlich Utopie“. Auch Baudirektor Wufka bescheinigte den Granit-städtern eine sehr schwierige Situation. „Es gibt noch keine Lösung“, räumte er ein. Diese müsse erst entwickelt werden.
Jetzt doch: Umgehung für Büchlberg
Eine mögliche Verbesserung der Hauzenberger Lage sprach Büchlbergs Bürgermeister Norbert Marold an. Nach kontroversen Diskussionen über eine Umfahrung von Büchlberg habe man sich nun auf die Variante im Norden des Ortes geeinigt, die auch das Hinterland, sprich Hauzenberg, an den Autobahnzubringer Aicha vorm Wald anbinden könnte. Die Trasse soll nun in den Ausbauplan aufgenommen werden.
Sonnens Bürgermeister Matthias Anetzberger regte den Ausbau der Straße von Jandelsbrunn nach Sonnen an. Neureichenaus Bürgermeister Walter Bermann wollte wissen, wie es mit einer Umgehung von Gsenget ausschaut. „In absehbarer Zeit kein Thema“, sagte dazu Regierungsbaumeister Joachim Sattler vom Staatlichen Bauamt. Die Umfahrung sei zugunsten eines Ausbaus der Ortsdurchfahrt ad acta gelegt worden. Waldkirchens Bürgermeister Josef Höppler erkundigte sich nach dem Stand der Umgehung Böhmzwiesel. Das sei ein „ganz schwieriges Projekt“, sagte Robert Wufka. Gegen die geplante, großräumige Trasse gebe es offenbar gewaltigen Widerstand. Außerdem habe die letzte Verkehrszählung nur ein „durchschnittliches Verkehrsaufkommen“ festgestellt, fügte Sattler hinzu.
Tiefenbachs 2. Bürgermeister Hans Regner drängte darauf, die Kreuzung an der B 85 bei der Einfahrt nach Tiefenbach zu verbessern. Bürgermeister Franz Riedl aus Neukirchen vorm Wald meinte schließlich, dass man schon jetzt an eine dritte Spur auf dem Autobahnzubringer von Neukirchen nach Aicha denken sollte.

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