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Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
12
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
151olli, Martin Pfeifer, Cargonaut, razor300, Peter Pan, Schwandorfer, Der Weißenburger

3stündiges Hupkonzert in NWH - Frostalarm bei 221 136 (1 B/1 Video)

Startbeitrag von 151olli am 13.02.2007 18:58

Es war zum Davonlaufen (bin dann auch in die Kantine geflüchtet :D )
In den frühen Morgenstunden, gegen 5 Uhr, sprach im Bw Würzburg Hbf bei 221 136 (PEG) der Frostalarm an. Kühlwasseruntertemperatur.
Folge: Die Frostschutzhupe der V200 begann zu plärren und unterhielt mit ihrem "Gesang" den halben Hauptbahnhof. :p
Da die Maschine wie üblich auf EBW-Gleisen stand, wurde die Firma auch umgehend von der Lokleitung telefonisch alarmiert. Leider erst mal erfolglos.
Erst gegen 8:30 Uhr fand sich EBW-Personal an der Lok ein und quittierte den Frostalarm.
Nach über 3 Stunden (!!) endlich Stille. :D

Plärrst Du mich an, dann knips ich zurück!!! :p



Um sich eine kleine Vorstellung vom Lärm zu machen, den diese "Alleinunterhalterin" dem Hauptbahnhof Würzburg, seinen Fahrgästen und Personal bescherte, ein kleines Handyvideo. :D


Antworten:

Ich dachte, sowas gibt es im Zeitalter des digitalen Funks gar nicht mehr.

Naja, schön, daß es mal keine Lok in vr war, die da Unterhalterin war ;-)

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 13.02.2007 19:27

*g* Jo...

...haste etwa nix gehört im Vorbeifahren? :D
Der Lokleiter meinte sie hätte bereits um 5 Uhr mit Plärren begonnen. Gegen 6 biste in der Meldestelle an mir vorbei gen Ausgang gestürmt :D und etwa 10 min danach bin ich mit´m Bw-Bus hoch zum Hbf.
Beim Aussteigen dann dieser feierliche Empfang von der Kiste...

Wundert mich aber auch daß hier keine Fernüberwachung angewandt wird (werden kann? Denke mal schon. Die Loks wurden schließlich generalüberholt und auch im elektrischen Teil komplett erneuert, also auch Warmhaltegeräte). Hmmm?!

Egal. Nun isse ja still :D

Bis demnächst ;-)

von 151olli - am 13.02.2007 20:00
Servus,

der Sound ist wirklich nervend. Hoffentlich hat sich ein Anwohner beschwert!

von Martin Pfeifer - am 13.02.2007 22:24
Zitat

Hoffentlich hat sich ein Anwohner beschwert!


Damit die Frostschutzüberwachung zukünftig nicht mehr eingeschaltet werden darf?

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 14.02.2007 14:34
Zitat
Martin Pfeifer
der Sound ist wirklich nervend. Hoffentlich hat sich ein Anwohner beschwert!


Glaube ich kaum - die nächsten Anwohner sind schon ein ganzes Stück weit entfernt. Ich bezweifle sogar, ob man dort überhaupt noch was von der Frostwarnhupe gehört hat - der Straßenlärm dürfte lauter sein...

Gruß,
Der Weißenburger

von Der Weißenburger - am 14.02.2007 15:04
Zitat
Schwandorfer
Damit die Frostschutzüberwachung zukünftig nicht mehr eingeschaltet werden darf?

Viele Grüße

Tobias


Servus,

für andere Aufgaben gibt es ganz klare Zeitlimits für die akustische Warnung: z.B. bei Einbruchmelde-Anlagen in Häuser oder Alarmanlagen bei PKW. Die dürfen max 3 Minuten ihren Radau machen. Auch wenn es hier scheinbar niemanden stört, in anderen Bahnhöfen wäre das sicher einen Anruf bei der Polizei wert. Ich denke da z.B. an Amberg oder Schwandorf, wo es keine umgebenden Schnellstraßen gibt.

Da ja die Lokleitung in NWH auch sofort reagiert hat, erfüllt auch der 3-min-Radau seinen Zweck.

von Martin Pfeifer - am 14.02.2007 18:19
Zitat
Schwandorfer
Zitat

Hoffentlich hat sich ein Anwohner beschwert!


Damit die Frostschutzüberwachung zukünftig nicht mehr eingeschaltet werden darf?

Viele Grüße

Tobias


Wozu braucht man den eigentlich noch im Zeitalter derGSMR-Technik? warum werden die Privaten Loks nicht auf Fernüberwachung abgestellt?

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 14.02.2007 18:25

War überhaupt Frost,

oder warnte 221 136 vor kommenden Frost?

von Peter Pan - am 15.02.2007 06:28

Re: War überhaupt Frost,

Zitat
Peter Pan
oder warnte 221 136 vor kommenden Frost?


:D Das hat nicht direkt mit vorherrshendem Frost zu tun - dann wär´s u.U. eh zu spät. :D

Du musst das ganze sozusagen als "Hilfeschrei" der Diesellok auffassen, aus "Todesangst" :D Und zwar "Tod durch Erfrieren". ;-)

Die Warmhalteeinrichtung eines Dieseltriebfahrzeugs überwacht gleichzeitig, daß ein Temperaturlimit des Kühlwassers bei abgestelltem Fahrzeug nicht unterschritten wird. (meist +10 Grad)
Das Einfrieren des Kühlwasserskreislaufes würde natürlich enorme Beschädigungen des Motors hervorrufen.
Deshalb die Frostschutzhupe, um bei Unterschreiten dieses Temperaturwerts rechtzeitig Abhilfemaßnahmen einleiten zu können. ;-)

Abgesehen davon, daß solcherlei Großdieselmotoren nicht dafür gemacht sind, "mal eben" mühelose Kaltstarts hinzulegen, wie es beispielsweise bei einem PKW an der Tagesordnung ist. Auch ein Grund weshalb Dieseltriebfahrzeuge überhaupt Warmhalteeinrichtungen benötigen, die das Kühlwasser auf Betriebstemperatur halten. ;-)
Wer schon mal einen Kaltstart einer Diesellok (i. d. R. für den Tf auch untersagt - war früher anders ;-) - und auch nicht ratsam!) erlebt hat, wirds nachvollziehen können.
(1x bei 218 und mehrmals bei V90 erlebt und bei V60 dazu genötigt... Übelst!!)

Dennoch finde ich es beim konkreten Fall der 221 136 schon sehr armseelig, daß über drei Stunden vergehen müssen, ehe der Betreiber vor Ort ist. Zumal es sich hierbei auch noch um die EBW handelt und diese Gesellschaft selbst im Bw ein Büro unterhält.
Sollte dort zu dem Zeitpunkt eben niemand anwesend gewesen sein, so muss ich mich immer noch dem Cargonauten anschließen, in seiner Frage "Wieso keine Fernüberwachung?"

Was nützt es auch wenn "von uns" (Railion bzw. allgemein DB) der Frostalarm wahrgenommen wird, wir aber keinerlei Möglichkeit haben einzugreifen, selbst wenn wir wollten?!
Die Lokleitung hat den Vorfall unverzüglich versucht zu melden (die Ärmsten hatten die plärrende Kiste ja auch direkt vorm Fenster stehen!)
Kollegen hätten sich auch gern dem Fahrzeug gewidmet. Handelt es sich schließlich um ein gängiges, ehemaliges DB-Fahrzeug bzw. diese sind allgemein von Haus aus sehr vereinheitlicht. Nur was nützt es wenn das FAhrzeug verschlossen ist? (Privatlokomotiven sind meist bewusst nicht mit Kreuzbartschloss ausgerüstet)

Kurz: Es wird der DB zwar gern immer wieder vorgeworfen, schlecht organisiert zu sein.
Aber in diesem FAll ist es bei mancher Privatbahn offensichtlich auch nicht besser.
Ernsthaft frostbeschädigte Dieseltriebfahrzeuge gibt es hier wie auch dort.


Noch etwas zum Lärm: Wie bereits angemerkt werden es Anwohner um NWH sicher nicht mitbekommen haben. Wenn doch, dann sicher nicht als "störend laut". Da es keine direkten Anwohner in angemessener Nähe gibt.
Allenfalls waren es wartende Reisende, die sich atsächlich allmählich belästigt fühlten. Insbesondere auf dem hintersten Bahnsteig, Gleis 10/11.
Weiter mittig, etwa Gleis 4, 5, war davon nicht mehr viel davon zu hören ;-)

von 151olli - am 15.02.2007 15:02

Re: War überhaupt Frost,

Zitat
151olli
Was nützt es auch wenn "von uns" (Railion bzw. allgemein DB) der Frostalarm wahrgenommen wird, wir aber keinerlei Möglichkeit haben einzugreifen, selbst wenn wir wollten?!
...
Kollegen hätten sich auch gern dem Fahrzeug gewidmet. Handelt es sich schließlich um ein gängiges, ehemaliges DB-Fahrzeug bzw. diese sind allgemein von Haus aus sehr vereinheitlicht. Nur was nützt es wenn das FAhrzeug verschlossen ist? (Privatlokomotiven sind meist bewusst nicht mit Kreuzbartschloss ausgerüstet)


In der Haut des Kollegen möchte ich aber nicht stecken, falls der bei seiner "Widmung" was beschädigt hätte. Könnte ja sein (jetzt mal rein hypothetisch) dass die Kiste nur von aussen aussieht wie ein gängiges, ehemaliges DB-Fahrzeug - aber innen ein BlueTiger ist. Was wenn bei der alten V200 der Warmhaltwasauchimmerhebel nach links umgelegt werden muß - genau der Hebel aber bei diesem Fahrzeug nun den Selbstzerstörungsmechanisum auslöst?

Ich lese schon die Schlagzeile: DB sabotiert Privatbahnen - Lok zerstört - hatte 151Olli seine Hände im Spiel? Schadensersatzklage in Milliardenhöhe eingereicht ;)




von razor300 - am 16.02.2007 00:33

Re: War überhaupt Frost,

Hi

Naj, das klingt theoretisch natürlich logisch was Du beschreibst. Und so läuft es in der Realität ja meist auch: "Was kümmert mich der 'Fremde'?" ;-) Und dann werden brav die Finger davon gelassen.
Aber die Warmhalteeinrichtungen selbst, sind normalerweise immer dieselben gängigen Geräte.
Auf den speziellen Fall oben bezogen: So wissen die heimischen Kollegen schon was in ihrem Bw regelmäßig an Fremdfahrzeugen verkehrt ;-) Und 221 136 ist eben so ein Fall. Durch ihre häufige Anwesenheit bei der EBW in Würzburg - man müsste schon "Zweitwohnsitz" sagen :D - müsste man das Fahrzeug ja schon fast mit der EBW-eigenen, gelben 221 gleichstellen :D ;-)
Aber wie gesagt, im Grundsatz haste natürlich recht und es wird sich im Normalfall auch keiner die Finger an einer Fremdlok "schmutzig" machen. Denn die Gegenseite tut´s ja bei unseren Tfz auch nicht. ;-)

von 151olli - am 16.02.2007 04:03
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