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Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Schwandorfer, Martin Pfeifer, KBS 855

Neues Stellwerk in Schwandorf?

Startbeitrag von KBS 855 am 21.02.2007 17:49

Ich habe gerade einen Zeitungsartikel im neuen Tag über Schwandorf entdeckt. Dort steht dass man zwischen Schwandorf und Klardorf 3 von 4 Bü's beseitigen will, ursprünglich wollte man alle 4 beseitigen und dann steht dass die Deutsche Bahn AG ein großes Interesse an einer schnellen Einigung hat, weil man für Schwandorf für nächstes Jahr ein neues Stellwerk plant.

Ein EStw für Schwandorf? Weiß jemand konkreteres, z. B. der Schwandorf(er)-Experte?
Wird es von München ferngesteuert (hoffentlich nicht, aber wahrscheinlich) und welche Bahnhöfe werden angeschlossen?
Da dürfen wir uns jedenfalls auf neue Rückbauaktionen "freuen" oder so tolle Sachen wie Signale die mitten in einem nicht mehr benötigten Gleis stehen...

Antworten:

Servus,

ich weiß auch nichts genaueres, gebe aber zu Bedenken, das Schwandorf aufgrund des hohen Aufkommen an Rangierfahrten für die Güterzugbildung nicht der ESTW-Kanditat par excellence ist. Rangieren, zumal Ablaufbetrieb mit einem ESTW ist keine Freude. Dazu kommt auch noch, das hier beim Rangieren die reichlich vorhandenen Hauptgleise (so etwa größer Gleis 6 ) oft mitbenutzt werden, da ist ein Rangier-Stellwerk Bauart Diefenbach (eine bessere EOW-Anlage) wegen der Schnittstelle kaum praktikabel.

Auf der anderen Seite kann ich nicht ausschließen, das die beiden vorhandenen elektromechanischen STellwerke "Ssf" und "Sn" aufgrund ihres Alters in einem Zustand sind, der eine Ablösung erfordert. Kritisch ist m.W. bei älteren Dr- und elektromechanischen Stellwerken mitunter die Innenkabelanlage.

von Martin Pfeifer - am 21.02.2007 19:22
Zitat

Ich habe gerade einen Zeitungsartikel im neuen Tag über Schwandorf entdeckt.


Kann man den Artikel auch online finden? Ich habe beim Suchen nämlich nichts entdeckt.

Zitat

Dort steht dass man zwischen Schwandorf und Klardorf 3 von 4 Bü's beseitigen will,


Welche drei denn?
Zumindest den 39,9 hat man komischerweise im Zuge des Umgehungsstraßenbaus nicht beseitigt. Damit hätte ich eigentlich gerechnet.

Zitat

Ein EStw für Schwandorf? Weiß jemand konkreteres, z. B. der Schwandorf(er)-Experte?


Nein, nichts bekannt.

Zitat

Wird es von München ferngesteuert (hoffentlich nicht, aber wahrscheinlich) und welche Bahnhöfe werden angeschlossen?


Ich habe mal gehört, daß man das zentrale Fernsteuerkonzept nur noch für die wichtigsten Durchgangsstrecken verfolgen will. Bei den restlichen Strecken (zu denen die 855 gehört) ist eine Lösung mit Fdl vor Ort wie in Marktredwitz vorgesehen.

Zitat

Da dürfen wir uns jedenfalls auf neue Rückbauaktionen "freuen" oder so tolle Sachen wie Signale die mitten in einem nicht mehr benötigten Gleis stehen...


Was sollte denn zurückgebaut werden? In Schwandorf wüßte ich kein Gleis, das nicht benötigt wird.

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 21.02.2007 19:34
Zitat
Schwandorfer
Zitat

Ich habe gerade einen Zeitungsartikel im neuen Tag über Schwandorf entdeckt.


Kann man den Artikel auch online finden? Ich habe beim Suchen nämlich nichts entdeckt.

Was sollte denn zurückgebaut werden? In Schwandorf wüßte ich kein Gleis, das nicht benötigt wird.


Stimmt, in Schwandorf kann man so gut wie nichts zurückbauen, aber bei DB Netz weiß man ja nie, siehe die geringe Streckenkapazität NSCH - NWDO.

Im Internet habe ich den Artikel nicht entdeckt und da der Schwandorfer wohl "Mittelbayerische" liest, hat er es nicht mitbekommen :-)
Den Artikel habe ich eingescannt und sende ihn dir per Mail zu, kannst ihn natürlich auch hier einstellen wenn noch jemand Interesse am Artikel hat.

von KBS 855 - am 22.02.2007 14:59
Servus,
Zitat
Schwandorfer
Zitat

Dort steht dass man zwischen Schwandorf und Klardorf 3 von 4 Bü's beseitigen will,


Welche drei denn?
Zumindest den 39,9 hat man komischerweise im Zuge des Umgehungsstraßenbaus nicht beseitigt. Damit hätte ich eigentlich gerechnet.

Normal ist es schon, das so ein Bü im Zuge des Baues einer Brücke über die Gleise verschwindet, aber es gibt da eine ganz klare Forderung: das Gebiet östlich der Gleise muß weiterhin erreichbar sein. Wahrscheinlich war der Grundstückskauf für die neue Anbindung an die Süd-Umgehung so teuer / die Verhandlungen so kompliziert, das man es erst einmal gelassen hat. Späteres Nachholen daher nicht ausgeschlossen.

Zitat

Ich habe mal gehört, daß man das zentrale Fernsteuerkonzept nur noch für die wichtigsten Durchgangsstrecken verfolgen will. Bei den restlichen Strecken (zu denen die 855 gehört) ist eine Lösung mit Fdl vor Ort wie in Marktredwitz vorgesehen.


Nicht ganz. Die großen BZ kümmern sich nur noch um die Hauptverkehrsstrecken, für die regionalen Netze werden eigene BZ errichtet. Die Zeit von Stellwerks-Neubauten als ESTW mit Fdl vor Ort ist vorbei, ausgenommen Erweiterung vorhandener ESTW. Der Fdl vor Ort ist ein Auslaufmodell, auch wenn es ihn noch viele Jahre geben wird. Schon jetzt vorbei ist die Zeit von klassischen Stellwerks-Bauten, der heute übliche Container mit Ziegeldach, ist architektonisch leider Einheitsware und wirklich keine Zierde. Mitunter ist dieser Container aber neben diversen Unterstellhäuschen das einzige Bauwerk überhaupt noch, Kinding (Altmühltal) und Allersberg an der SFS Nürnberg - Ingolstadt sind da sozusagen die Prototypen.



von Martin Pfeifer - am 22.02.2007 20:22
Zitat

Im Internet habe ich den Artikel nicht entdeckt und da der Schwandorfer wohl "Mittelbayerische" liest, hat er es nicht mitbekommen :-)


Naja, bekanntlich ist der südliche Landkreis eher nach Regensburg orientiert (und damit eher MZ-Leser) und der nördliche Landkreis eher nach Weiden orientiert (und damit eher Neuer Tag-Leser). ;-)

Zitat

Den Artikel habe ich eingescannt und sende ihn dir per Mail zu, kannst ihn natürlich auch hier einstellen wenn noch jemand Interesse am Artikel hat.


Wenn jemand explizites Interesse hat, bitte nochmal melden, bin grad zu faul, ihn einzustellen.... Auf jeden Fall danke für das Mail!

Für mich liest es sich so, als wären mit den vier Übergängen der beim 39,9 gemeint, dann der im Wald ein Stück weiter (der dann wohl erhalten bleiben soll), die Anrufschranke bei Unterweiherhaus und dann noch der ein Stück weiter befindliche Fußgängerüberweg. Der große Bü im Bf Klardorf ist offensichtlich nicht gemeint, da von Ersatz durch Schotterwegen entlang der Strecke und keine Brücke gesprochen wird!
In diesem Fall kann ich die Auflassung der Übergänge nicht befürworten, fördert das ganze doch nur wieder die wilde Gleislatscherei. So schlecht frequentiert von Spaziergängern sind die Anrufschranke und der Fußgängerüberweg besonders an sonnigen Tagen nämlich nicht.

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 22.02.2007 22:42
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