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Eisenbahnforum Nordostbayern
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vor 10 Jahren, 10 Monaten
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Neuenmarkt

ICE NBS Erfurt bis 2017, allerdings nur bis Ebensfeld

Startbeitrag von Neuenmarkt am 20.04.2007 07:28

Während die Franzosen komplette NBS bauen, bleibt es in D nur bei Flickenteppichen.

Lt. dieser Meldung aus der Bayerischen Rundschau sollen die Züge schon ab 2017 rollen, aber nur zwischen Erfurt und Ebensfeld auf der NBS.

Die Ausbaustrecke nach Nürnberg soll dann erst später, bis 2030 gemacht werden, also unter rollenden Rad.

Aber lest selbst:



Minister-Sprecherin: Ab 2017 rollt der ICE nach Erfurt
Verkehr Im zuständigen Berliner Ressort bleibt man dabei, dass die Strecke Richtung thüringische Landeshauptstadt in zehn Jahren befahren werden kann.


Der Ausbau zwischen Nürnberg und Ebensfeld dürfte allerdings länger dauern.



VON UNSEREM REDAKTIONSMITGLIED
Klaus Angerstein

Bamberg - Kommt die ICE-Strecke Richtung Erfurt oder kommt sie nicht? Diese Frage beherrschte früher die Diskussionen. Nach dem klaren Ja des Bundes zum Ausbau interessiert jetzt mehr die Frage, wann die Neubaumaßnahme abgeschlossen sein wird. Angesichts der Streckenkosten von rund fünf Milliarden Euro eine durchaus berechtigte Frage.

Während für Heinz Schielein, Sprecher der Bürgerinitiative „Das bessere Bahnkonzept“, klar ist, dass angesichts der veröffentlichten Zahlen (100 bis 150 Millionen Euro für den Ausbau jährlich) eine Fertigstellung nicht vor dem Jahr 2030 erfolgen kann, sieht man das im Berliner Verkehrsministerium anders.

Einer Ministeriumssprecherin zufolge bezieht sich der Fertigstellungshinweis 2017 auf die Neubaustrecke von Ebensfeld nach Erfurt und nicht auf die gesamte Ausbaustrecke von Nürnberg nach Erfurt. Seitens des Ministeriums würden alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um dieses Ziel auch tatsächlich zu erreichen.

Damit relativiert sich die Ministeraussage insofern, als es sich nur um etwa die Hälfte der Strecke handelt. Dennoch: ICE-Züge könnten so ab 2017 durchgehend von München nach Berlin fahren, müssten allerdings zwischen Nürnberg und Ebensfeld noch mit der alten, bereits vorhandenen Streckenführung, vorlieb nehmen. Hier werde der ICE-Ausbau nicht zeitgleich erfolgen können.

Auf das dann immer enger werdende Nadelöhr im Großraum Nürnberg verwies eine Sprecherin des bayerischen Wirtschaftsministeriums gegenüber unserer Zeitung. Deshalb sei es entscheidend, dass eine Güterzugumfahrung um Fürth möglichst rasch in Angriff genommen werde. Auch in München verhehlte man nicht, dass die Mittel über das bisher bekannte Maß hinaus aufgestockt werden müssten, um den Zeitplan einhalten zu können. Der thüringische SPD-Bundestagsabgeordnete Rainer Fornahl, zusammen mit seinem CSU-Kollegen Karl Theodor zu Guttenberg Sprecher eines parlamentarischen Unterstützerkreises für das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8.1. zeigte sich zuversichtlich, dass der von Minister Tiefensee vorgelegte Zeitplan auch eingehalten wird. Es sei schließlich auch Aufgabe des Unterstützerkreises durch entsprechende Aktionen in den betroffenen Regionen für die ICE-Baumaßnahme zu werben und für öffentlichen Druck zu sorgen.Sein Kollege zu Guttenberg erklärte , man verstehe sich dabei nicht als ministerielle Abnickertruppe, sondern sehe eine vorrangige Aufgabe darin, die Realisierung der ICE-Neubaustrecke möglichst zu beschleunigen. Darüber hinaus muss nach Vorstellung der Parlamentarier auch der Ausbau der Strecke zwischen Nürnberg und Ebensfeld möglichst zeitnah erfolgen. Zu Guttenberg möchte sich zudem für Schallschutzmaßnahmen in problematischen Bereichen wie im Raum Zapfendorf oder Lichtenfels stark machen. Damit soll für eine bessere Akzeptanz der Neubaustrecke bei der betroffenen Bevölkerung gesorgt werden.

Auch seitens der Industrie- und Handelskammer ist man zuversichtlich, dass der von der Politik vorgegebene Zeitrahmen eingehalten werden kann. Der Optimismus rührt daher, weil der wirtschaftliche Aufschwung Geld in die Staatskasse spült. Denn auch bei der IHK geht man davon aus, dass der ICE-Bau mehr Geld braucht. 150 Millionen Euro im Jahr reichen nicht.

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