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Eisenbahnforum Nordostbayern
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vor 11 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 1 Monat
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Cargonaut, Schwandorfer, Martin Pfeifer, KBS 855, BR628, domos, Peter Pan, 232-800, Soundfreak, Wunsiedel-Holenbrunn Hbf

Streckenausbau CZ - Nürnberg

Startbeitrag von BR628 am 06.05.2007 08:20

Hallo!

Wenn man mit dem Ziel antreten würde, mehr Güterverkehr (CZ -> Nürnberg) auf die Schiene zu verlagern (=> eventueller Verzicht auf "Fichtelgebirgsautobahn"?!), welche Strecke würdet Ihr dann dazu ausbauen?

Furth (Wald) - Schwandorf - Nürnberg oder
Cheb - Marktredwitz - Nürnberg ?

Hat eine der beiden Strecken einen/mehrere Vorteil(e)? Welche Strecke wäre am ehesten geeignet?

Persönlich würde ich die Strecke via Marktredwitz nehmen, allerdings sehe ich da die Tunnel im Pegnitztal (Lademaß-Problemchen?!) etwas skeptisch.
Da ich die Strecke via Schwandorf nicht ausreichend kenne, würde mich interessieren, was ihr dazu sagt.

Viele Grüße von der KBS 858!

Antworten:

Strecke Nürnberg-Weiden-Markredwitz, weil...

1. es dort keine Probleme mit der Lü gibt
2. ein großartiger Ausbau gar nicht nötig ist, sondern nur die richtige Nutzung der vorhanden Infrastruktur (Vilseck)

Allerdings spricht ein gewichtiger Grund für Schwandorf und Furth im Wald....nämlich der tscheche, der einfach diese Verbindung favorisiert, weil es für ihn günstiger ist.

MfG cargonaut

von Cargonaut - am 06.05.2007 08:42
Servus,

als Lokalpatriot muss ich mich ja nahezu zwangsläufig für Marktredwitz entscheiden. Allerdings sind die zahlreichen Tunnels (Langentheilen/Oberwappenöst, Hersbrucker Schweiz, u.v.m.) ein kostenträchtiges Ausbau- und Elektrifizierungshindernis.

Die Strecke Furth im Wald - Schwandorf - Amberg ist zwar eingleisig, dennoch sehr gut ausgebaut mit vielen Kreuzungsmöglichkeiten/Überholgleisen.

Die Politik fordert umsteigefreie Verbindungen München-Prag, also wird sich der Ausbau sicher auf Schwandorf konzentrieren. Ob dies jedoch dem Güterverkehr Eger-Nürnberg sonderlich schadet?

Viele Grüße,
Michael


von Wunsiedel-Holenbrunn Hbf - am 06.05.2007 08:48
Moin, und warum sind dann noch nicht bestätigte Meldungen im Umlauf,
die den 605 wieder zum Einsatz im Pegnitztal zwingen werden.
Oder vielleicht doch über Schwandorf nach Furth... von Regensburg aus...
soviel zum Thema umsteigefrei.

Gruß

von Soundfreak - am 06.05.2007 11:57

605er im Pegnitztal

605er wieder im Pegnitztal? Das hör ich heute das erste Mal... Ich denke die sind jetzt fest für den Dänemark-Einsatz (Vogelfluglinie) verplant?!

Viele Grüße von der KBS 858!

von BR628 - am 06.05.2007 12:10

Re: Beide Strecken

Ich würde beide Strecken ausbauen. Man kann ja z. B. Geld das man sonst für solch einen Unsinn wie Fichtelgebirgsautobahn oder Dorfflugplatz Hof ausgeben würde, hernehmen.
Wegen des Personenverkehrs sollte man wohl erst mal mit der Marktredwitzer Strecke anfangen, sofern das Tunnelproblem gelöst werden kann.

von KBS 855 - am 06.05.2007 12:30
Servus,

meiner Meinung nach ist ein Ausbau Nürnberg - Schwandorf - Furth im Wald auch für die Deutsche Bahn die einfachste Lösung. Die Strippe gibt es bis Hartmannshof dank der S-Bahn-Erweiterung schon gratis, die Strecke ist weitgehend zweigleisig. Schwandorf - Furth im Wald ist mit Bahnhöfen zum Kreuzen geradezu fürstlich ausgestattet.

Die KBS 870 hat im wesentlichen zwei Engpässe:
- den höhengleichen Bahnsteig-Zugang in Sulzbach-Rosenberg, da ist ein Außenbahnsteig für die Züge nach Schwandorf aber kein Problem
- der eingleisige Abschnitt Amberg - Irrenlohe mit der einzigen Kreuzungsmöglichkeit in Freihöls.

Da aber die Stellwerke (vor allem das alte Dr-Stellwerk in Amberg) nur begrenzt für eine Elektrifizierung tauglich sein dürften, kommt bei dieser Gelegenheit sicherlich ein ESTW. In diesem Zusammenhang wäre es meiner Meinung nach zweckmäßig statt der Wiederinbetriebnahme des Bbf Hiltersdorf für Zugkreuzungen einen längeren zweigleisigen Begegnungsabschnitt Hiltersdorf - Freihöls zu schaffen.

Der anerkannte Nachteil der KBS 870 sind sicher die Steigungen ab Hartmannshof bzw. ab Sulzbach-Rosenberg zum Scheitelpunkt bei Mainshof .

von Martin Pfeifer - am 06.05.2007 12:53
Zitat
Martin Pfeifer
Der anerkannte Nachteil der KBS 870 sind sicher die Steigungen ab Hartmannshof bzw. ab Sulzbach-Rosenberg zum Scheitelpunkt bei Mainshof .

MfG Martin Pfeifer

Lieber Blech- als Plastikspielzeuge!


Da zieht man mit einer Diesellok aber locker 1300t in beide Richtungen alleine recht zügig hoch, sollten also mit E-Lok noch mehr drin sein. Da sehe ich nicht sooo ein großes Problem.

MfG cargonaut

von Cargonaut - am 06.05.2007 13:05
Zitat
Cargonaut
Zitat
Martin Pfeifer
Der anerkannte Nachteil der KBS 870 sind sicher die Steigungen ab Hartmannshof bzw. ab Sulzbach-Rosenberg zum Scheitelpunkt bei Mainshof .

MfG Martin Pfeifer

Lieber Blech- als Plastikspielzeuge!


Da zieht man mit einer Diesellok aber locker 1300t in beide Richtungen alleine recht zügig hoch, sollten also mit E-Lok noch mehr drin sein. Da sehe ich nicht sooo ein großes Problem.

MfG cargonaut


Man darf also feststellen dass eine Elektrifizierung der Schwandorfer Strecke weitaus billiger käme als die Marktredwitzer.
Und diese Elektrifizierung könnte auch auf eine S-Bahn-Verlängerung nach Neukirchen hoffen lassen.

von KBS 855 - am 06.05.2007 13:09
Dann müßte man aber zumindest auch den rechten Abschnitt der Pegnitzstrecke zwischen Nürnberg und Hersbruck/Pommelsbrunn auch elektrifizieren.
Aber ansonsten sollte man mit dem nötigen Geld für die Pegnitztalstrecke, die Route über Schwandorf-Furth locker elektrifizieren können. Und da wären sicher auch noch ein paar längere zweigleisige Begegnungsabschnitte finanziell drin.

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 06.05.2007 13:17

Re: 605er im Pegnitztal

Nabbend,

der 605er soll Anfang Juni auch Testfahrten in Chechien machen.
Einer ist auch dafür schon auserkoren.
Hab leider vergessen welcher dabei zum Einsatz kommen soll.
Gruß


von 232-800 - am 06.05.2007 19:31

Schwandorf!

Ich sehe eindeutig die Linie über Schwandorf günstiger:
- Bald hängt von Nürnberg bis Hartmanshof der Fahrdraht, das sind schon fast 50km von 170
- keine aufwendigen Tunnel

Außerdem könnte man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: würde man die 40km von Schwandorf nach Regensburg noch Mitelektrifizieren, hätte man eine gute Verbindung sowohl von München, als auch von Nürnberg nach Tschechien.
Und: Sowohl Amberg - Irrenlohe, als auch Schwandorf - Furth im Wald sind durchgehend zweigleisig trassiert. Da dürfte ein Ausbau nicht sooooooo kompliziert sein.

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 06.05.2007 19:45

Re: Schwandorf!

Servus,

ganz so einfach ist es doch nicht:
Zitat
Schwandorfer
- keine aufwendigen Tunnel

Doch, der Klöpfelsberg-Tunnel. Dürfte aber im Gegensatz zur Pegnitztalstrecke ein vertretbarer Aufwand werden, da ja vorher / nachher keine Brücken folgen.

Zitat
Schwandorfer
Sowohl Amberg - Irrenlohe, als auch Schwandorf - Furth im Wald sind durchgehend zweigleisig trassiert. Da dürfte ein Ausbau nicht sooooooo kompliziert sein. ...


Ganz einfach - Typ "einfach nur das zweite Gleis verlegen" - dürfte es auch nicht werden. Zwischen Amberg und Hiltersdorf sind zwei Brücken Eisenbahn über Straße (in Moos und Gärmersdorf), die augenscheinlich nur für ein Gleis gebaut sind. Auch die Unterführung unter der B85 (neben der Straße Kümmersbrück - Gärmersdorf) müsste aufwendig neu gebaut werden, wobei da sicherlich noch ein Straßenausbau hinzukommt. Bei anderen Brücken, z.B. die St 2151 von der Stundensäule nach Schwarzenfeld oder bei der neuen Brücke der BAB A6 weiß ich den Zustand nicht genau.

von Martin Pfeifer - am 06.05.2007 20:14

Re: Schwandorf!

Zitat

Doch, der Klöpfelsberg-Tunnel. Dürfte aber im Gegensatz zur Pegnitztalstrecke ein vertretbarer Aufwand werden, da ja vorher / nachher keine Brücken folgen.


Ist die Frage, ob man das Streckenstück von Furth bis Ceska Kubice nicht sowieso neu trassieren könnte. Der "Berg" über dem Klöpflesbergtunnel ist jedenfalls nicht so extrem hoch, als daß da kein Einschnitt möglich wäre.

Zitat

Zwischen Amberg und Hiltersdorf sind zwei Brücken Eisenbahn über Straße (in Moos und Gärmersdorf), die augenscheinlich nur für ein Gleis gebaut sind.


Die Widerlager müßten aber doch für zwei Gleise ausgelegt sein, oder?

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 06.05.2007 20:38

Re: Schwandorf!

Zitat
Schwandorfer
Zitat
Martin Pfeifer
Zwischen Amberg und Hiltersdorf sind zwei Brücken Eisenbahn über Straße (in Moos und Gärmersdorf), die augenscheinlich nur für ein Gleis gebaut sind.


Die Widerlager müßten aber doch für zwei Gleise ausgelegt sein, oder?

Viele Grüße

Tobias


Servus,

jene in Moos ist ein Neubau aus der Zeit nach 1945 und passt definitiv nur für ein Gleis. Auch bei der in Gärmersdorf bezweifele ich, das da nach heutigen Verhältnissen zwei Gleise raufpassen. Der bis 1943 vorhandene Gleismittenabstand von 3,50 m darf heute bei Neubauten (und das wäre der Wiedereinbau des zweiten Gleises definitiv) nicht mehr hergestellt werden. Die Brücke in Gärmersdorf ist meiner Meinung nach aber das geringere Problem, der Zustand ist, zumindest visuell, eh schlecht.

Da kämen für den Abschnitt Amberg - Hiltersdorf auch noch einige Bahndämme hinzu, die verbreitert werden müssten. Das ist im allgemeinen ein recht riskantes Unterfangen, da der alte abgesetzte Teil und der neue noch labile Teil sich öfters nicht vertragen und der neue Teil abrutscht.

von Martin Pfeifer - am 06.05.2007 20:55

Re: An Schwandorf vorbei :-)

Zitat
Schwandorfer
Ist die Frage, ob man das Streckenstück von Furth bis Ceska Kubice nicht sowieso neu trassieren könnte. Der "Berg" über dem Klöpflesbergtunnel ist jedenfalls nicht so extrem hoch, als daß da kein Einschnitt möglich wäre.


Könnte man da nicht eine Neubaustrecke über Folmava (mit Halt dort) verlegen? Dort entstehen ja Einkaufsmöglichkeiten die man evtl. auch per Bahn erreichen könnte, außerdem würde es den Abschnitt erheblich beschleunigen.
Zumindest die aufwändige Trassierung sollte man begradigen.

Und zur Strecke über Schwandorf: Man muss die Strecke nur mit Begegnungsabschnitten ausbauen, denn die Münchner/Regensburger Züge sollten langfristig über eine NBS Regensburg - Nittenau - Roding fahren. So hätte der Wald eine schnelle Verbindung nach München und Regensburg, ganz neue Aussichten für Tagespendler.

von KBS 855 - am 07.05.2007 13:19

Re: An Schwandorf vorbei :-)

Zitat

Und zur Strecke über Schwandorf: Man muss die Strecke nur mit Begegnungsabschnitten ausbauen, denn die Münchner/Regensburger Züge sollten langfristig über eine NBS Regensburg - Nittenau - Roding fahren. So hätte der Wald eine schnelle Verbindung nach München und Regensburg, ganz neue Aussichten für Tagespendler.


Sorry, aber die Donau-Moldau-Bahn ist in meinen Augen das derzeit unrealsitischste Bahnprojekt in der ganzen Region. Schön wärs schon (sofern die Trasse auch dem Nah- und Güterverkehr dienen würde), aber ich glaube nicht daran. Deshalb den Ausbau der bestehenden Strecke auf eine Sparversion zu beschränken, halte ich für verkehrt.

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 07.05.2007 13:41

Re: An Schwandorf vorbei :-)

Zitat
KBS 855
Zitat
Schwandorfer
Ist die Frage, ob man das Streckenstück von Furth bis Ceska Kubice nicht sowieso neu trassieren könnte. Der "Berg" über dem Klöpflesbergtunnel ist jedenfalls nicht so extrem hoch, als daß da kein Einschnitt möglich wäre.


Könnte man da nicht eine Neubaustrecke über Folmava (mit Halt dort) verlegen? Dort entstehen ja Einkaufsmöglichkeiten die man evtl. auch per Bahn erreichen könnte,



Was glaubst Du, welcher Bürger zum einkaufen mit dem Zug nach Tschechien fährt? Spielst du dann den Taschenträger vom Bahnhof zu den betreffenden leuten nach Hause? Wäre vielleicht sinnvoll, dann wirst mal von Deinen abenteuerlichen "EU-Armee"-Gedanken etwas abgelenkt. Ich farge mich wirklich, warum auch ich die Oberpfalz mal verteidigt habe...

Mfg Cargonaut

von Cargonaut - am 07.05.2007 18:16

Re: 605er im Pegnitztal

Vorgesehen ist 605 021 :-)

von Peter Pan - am 09.05.2007 05:36
der vorschlag des ausbaus zw. freihöls u hiltersdorf wäre sowieso eine gute lösung weil dort 1938 mit dem ausbau begonnen wurde und bereits eine zweigleisige trasse (die zum einbau bestimmten gleise wurden im krieg nach osten mitgenommen, daher heute nur eingleisig) vorhanden ist...

von domos - am 10.05.2007 19:59
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