OT: Raum Wunsiedel wird 15% der Bevölkerung verlieren, wie wird da der ÖPNV aussehen?

Startbeitrag von Neuenmarkt am 10.08.2007 08:21

Die Bayern zieht es immer mehr in den Süden des Landes


Zukunftsprognose des Landesamts für Statistik - Bevölkerungsschwund in Ostbayerns Randgebieten erwartet - Größtes Wachstum in Erding


München (ddp/rh). Das Nord-Süd-Gefälle in Bayern verstärkt sich weiter. Während im Süden des Freistaats und in den großen Städten bis zum Jahr 2025 voraussichtlich wesentlich mehr Menschen wohnen werden, ist an den nord- und ostbayerischen Rändern ein deutlicher Rückgang der Bevölkerung zu erwarten, teilte das Innenministerium gestern in München mit.

Nach der regionalisierten Vorausberechnung der Bevölkerung, die das Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung vorlegte, wird die Einwohnerzahl in Bayern Anfang der 2020er Jahre mit knapp 13 Millionen ihr Maximum erreichen. Dies entspräche einer Zunahme von 2,2 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2005.

Innenstaatssekretär Georg Schmid sagte, ab 2011 werde wegen der Freizügigkeit nach der EU-Osterweiterung mit einem stärkeren Anstieg gerechnet. Der demografische Wandel lasse auf lange Sicht ein generelles Sinken der Einwohnerzahlen in Bayern erwarten. Dies müsse aber nicht heißen, dass jede Stadt oder jeder Landkreis an Bevölkerung verliere.

Um mehr als fünf Prozent
sinken wird die Bevölkerungszahl in fast allen Landkreisen Unter- und Oberfrankens, der Oberpfalz und Niederbayerns, die an die Bundesländer Hessen, Thüringen und Sachsen oder an Tschechien grenzen - so auch in Regen
(Prognose: minus 5,5 Prozent) und Freyung-Grafenau (minus
6,2 Prozent).

Besonders stark
betroffen ist der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge, wo
die Statistiker eine Abnahme
von mehr als 15 Prozent errechneten.

Das größte Wachstum wird hingegen im Landkreis Erding mit mehr als 13 Prozent erwartet. Auch die Kreise Freising, Landsberg am Lech, München und Landshut nehmen um über zehn Prozent zu. In Landkreisen im Verbreitungsgebiet der Passauer Neuen Presse steigt die Bevölkerungszahl moderat an. Die erwarteten Zuwächse im Einzelnen: Landkreis Deggendorf 2,5 %, Rottal-Inn 2,0 %, Dingolfing-Landau 1,6 %, Altötting 0,8 %, Passau 0,5 %.
Der Durchschnitts-Bayer wird den Berechnungen zufolge zum Jahresende 2025 45,4 Jahre alt sein, im Jahr 2005 war er mit 41,7 Jahren noch knapp vier Jahre jünger. Die oberfränkischen Kreise werden künftig die älteste Bevölkerung aufweisen.

Antworten:

Wir haben dann endlich Platz für den Bau umfangreicher Gleisanlagen,

Servus,

...da ja zahlreiche Grundstücke frei werden. Der ÖPNV wird stark zunehmen, da Heerscharen an Arbeitskräften/Pendlern in unseren neuen Autobahnraststätten (Fichtelgebirgsautobahn), sowie am zukünftigen Großflughafen in Hof benötigt werden.

Aufgrund der Überalterung der Bevölkerung ist in Tagesrandlage jedoch Schienenersatzverkehr mit Krankenwagen in Planung, die BEG schreibt diese Leistungen demnächst aus.

Aber ganz im Ernst: Den ÖPNV kann man hier doch schon lange komplett vergessen.
Busse fahren genau dann, wenn sie keiner braucht (Ausnahme Schulbusse). Eine durchgängige Reisekette (Anruf-)Bus zur Bahn von früh um halb sechs bis abends um zehn ist schon lange Historie.

Herzliche Grüße,
Michael

von Wunsiedel-Holenbrunn Hbf - am 10.08.2007 09:08

Da ist was schief gelaufen

Der Freistaat hat hier vollkommen versagt und sollte endlich mal was gegen die Abwanderung in den Süden tun. Die Staatsregierung ist für ganz Bayern zuständig und soll gefälligst für gerechte Bedingungen sorgen!
Aber dazu ist man unfähig, so hat man es nicht mal geschafft den Bundespolizeistandort nach Schwandorf zu bringen, statt nach München wie es der Bund will. Wo man dort wirklich auf die Arbeitsplätze angewiesen ist, unglaublich!

Im Landkreis Wunsiedel fährt doch jetzt schon kaum noch jemand Bahn, wenn ich mir die Auslastung z. B. auf der Strecke Hof - Marktredwitz anschaue. Oftmals hat der Kreis auch selbst schuld, denn Selb - Holenbrunn wurde ja auf Wunsch des Kreises und der Buslobby eingestellt und das bahnfeindliche Selb war da besonders Aktiv, daher wünsche ich der Stadt auch förmlich dass sie ausblutet, das ist die gerechte Strafe.

Wunsiedel und Umgebung wird eine Zukunft haben: Als Altersruhesitz vieler Südbayern denen das Leben dort unten zu teuer ist und eben die "Heimkehrer" die im Alter zurück in die Heimat gehen, weil sie dort z. B. Grund und Boden oder gar ein Haus haben.

Im SPNV wird man nicht viel erwarten können, denn im Kreis gibts ja kaum noch Schienenstrecken, eigentlich fast nur die beiden großen Hauptstrecken und die Strecke von Selb nach Hof und die wird irgendwann gefährdet sein, auch weil sich die Stadt Selb, eben Provinzkaff, mit Sicherheit nicht dafür einsetzen wird.
Und Busverkehr ist nicht attraktiv, das hat man aber scheinbar immer noch nicht kapiert! Bis auf Schülerverkehr, den man bald mit Kleinbussen durchführen kann, gibts da nicht viel lohnendes.

von KBS 855 - am 10.08.2007 11:13

Die fahren im Landkreis WUN schon Bahn,

Servus,

aber eben fast zwangsläufig ab/bis Marktredwitz und raufen sich um die dortigen Bhf-Parkplätze, welche mittlerweile jeder (auch ohne Fahrkarte) für dreifuffzig 24 Stunden belegen kann.

Wie schon früher geschrieben: Die bemerkenswerte Fahrplangestaltung sorgt für Wartezeiten auf Anschluss in MAK zu den RE von oftmals 30-40 Minuten, wenn man von Kirchenlamitz bis Holenbrunn den heimatlichen Bahnhof/Hp benutzen möchte.

Da ist selbst Haidenaab-Göppmannsbühl Richtung Nürnberg weitaus besser angebunden, als alles zwischen Marktredwitz und Hof in der Summe.

Viele Grüße,
Michael


von Wunsiedel-Holenbrunn Hbf - am 10.08.2007 11:33

15% zu wenig

Hallo,

das reicht nicht. 30% sehe ich für reell!
Marktleuthen ist jetzt schon im alten Stadtkern mit erheblichen Leerstand belastet.
Die im Neubaugebiet wohnen, sind zugezogen, bzw. pendeln (per PKW) nach auswärts...
Man sollte die Region großflächig aufforsten und die verbliebene Bevölkerung zur Verwaltung dessen einsetzen. So hätte der Süden wenigstens Brennstoffe ;-)

Was allerdings die Lebensqualität anbelangt, so möchte ich nicht ums verrecken! in Großräumen wohnen. Schon drei mal nicht rund um München. Da verzichte ich auch auf die Alpen. Mit Stress und Stau ins "freie" Wochenende heißt es da.

Es wäre alles nur eine Frage der Politik gewesen, die Region auch mit top Firmen zu beglücken.
Da aber Manager und Konsorten ihr Wochenende gerne in der Schickimicki-Region Starnberg usw. verbringen wollen, und diese Manager in keinster!!! weise flexibel sind, habe ich hier das nachsehen. Anstatt das einer pendelt, rast nun FReitags und Sonntags die gesamte Belegschaft umher.

Frankenwald und Fichtelgebirge gehen nun zwanghaft wieder da hin zurück, wo sie früher waren: arme Regionen eben. Finster, grau und kühl.
Es hat eben hier nur einen einzigen Nachteil: Arbeit fehlt!

Auf den Rotz von Autobahnen, Freizeit"belustigungen" a la Geiselwind, kracherten Veranstaltungen in Musik und "Sport" verzichte ich.
Zum Leben reicht Ruhe! Mehr braucht es nicht.
Man muß nur auskommen können damit.

Gruß,
malo

von malo - am 10.08.2007 12:16

Re: Anschlusszeiten

Zitat
Wunsiedel-Holenbrunn Hbf
Wie schon früher geschrieben: Die bemerkenswerte Fahrplangestaltung sorgt für Wartezeiten auf Anschluss in MAK zu den RE von oftmals 30-40 Minuten, wenn man von Kirchenlamitz bis Holenbrunn den heimatlichen Bahnhof/Hp benutzen möchte.


Kann man hier nicht die Zeiten der RE-Züge Marktredwitz - Nürnberg mit den VBG-Zügen abstimmen? So könnten die Fahrgäste von der 855er bequem in NMR nach Nürnberg umsteigen. Gibts hier fahrplantechnische Probleme oder worin liegt das Hindernis?

von KBS 855 - am 10.08.2007 19:33

Re: Anschlusszeiten

Servus,

die gesamte VBG-Linie Hof-Schwandorf/Regensburg ist seitens der BEG auf Umsteigeverbindungen in Weiden fokussiert, von und zum dortigen RE aus und nach Nürnberg. Im Hinblick auf die Einwohnerzahlen und das Einzugsgebiet ggf. auch verständlich.

Für unsere Region bedeutet dies im Gegenzug:

Holenbrunn ab 06:13 , Marktredwitz an 06:18
(38 Minuten warten) Marktredwitz ab 06:56 (RE nach Nürnberg)

oder Beispiel für die Rückfahrt:

Nürnberg ab 19:50 , Marktredwitz an 21:04
(30 Minuten warten) Marktredwitz ab 21:34 (mit VBG Ri. Hof)

Gleiches gilt auch für die RE aus München/Regensburg.

Noch kurioser wird die Geschichte, wenn der RE aus Nürnberg in Marktredwitz endet, danach dieselkonsumierend als Leerfahrt gen Hof düst - und die Fahrgäste in Marktreditz auf die VBG warten müssen und der Leerfahrt hinterherfahren.

Ich bin aber guter Hoffnung, dass wir ab Fahrplanwechsel in Marktredwitz statt 34 Minuten dann 59 Minuten warten müssen, da gehen noch zwei Weissbier...

Viele Grüße,
Michael




von Wunsiedel-Holenbrunn Hbf - am 11.08.2007 11:57
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