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tazdiss v3.3b
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vor 10 Jahren, 9 Monaten
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ex nihilo

"kernkraft"-offensive

Startbeitrag von ex nihilo am 12.02.2007 11:11

heute ist ein recht interessanter artikel von michael müller (spd) in "spon" zu lesen. zunächst dachte ich, er werde nur nach dem motto argumentieren: mag ja alles sein, aber das alles lenkt nur ab von den eigentlichen aufgaben der energie-einsparung.

aber es finden sich in der tat hinweise auch auf die (auch abgesehen von der unfallgefahr und auch umweltbelastung) ungeeignetheit dieser art energie-erzeugung (zumindest im hinblick auf die antstehenden aufgaben des "klimaschutzes" etc., als deren lösung die kernkraft-lobby ja ihre produkte nun anpreist):

Zitat

Eine erfolgreiche Gegenstrategie, so die Schlussfolgerung, muss die Einbindung erneuerbarer Energien auf kommunale und industrielle Kraft-Wärme-Kopplung und auf Effizienztechnologien setzen, um den Einsatz nicht notwendiger fossiler Brennstoffe zu vermeiden. Genau das aber widerspricht der inneren Logik eines großtechnischen (Atom-)Energiesystems mit seinen technischen, betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Zwängen. Deren Philosophie liegt in der Ausnutzung großer Erzeugungskapazitäten, die weit weg sind vom Verbraucher. Atomkraftwerke sind Grundlastkraftwerke, die systembedingt für den Ausgleich der Angebotsschwankungen wenig geeignet sind. Sie sind keine flexible Energietechnik, die heute gebraucht wird. Die Barrieren sind so hoch, dass sich Atomkraft und Effizienzstrategien weitgehend ausschließen. [...] Die Erzeugung in Kondensationskraftwerken, die von den großen Stromkonzerne EnBW, E.on, RWE und Vattenfall weit überwiegend betrieben wird, ist eine gigantische Verschwendung, typisch für das letzte Jahrhundert, aber nicht wegweisend für die Zukunft. Energie wird über Kühltürme sinnlos in die Luft geblasen oder in Flüsse geleitet, obwohl sie im Winter als Fernwärme und im Sommer zur Klimatisierung genutzt werden könnte, was Millionen von Tonnen CO2 vermeidet.

und zu besagter logik gehörte natürlich, im hinblick auf die ebenfalls begrenzten ressourcen, der einstieg in die und ausbau der "brüter"-technologie (was müller ebenfalls anspricht).

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