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Handball Landesliga Staffel 3
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Erster Beitrag:
vor 7 Jahren, 6 Monaten
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vor 7 Jahren, 6 Monaten
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schmunzel, ...., Oespel-90er-Coach, Wolf

Handballzukunft in Dortmund

Startbeitrag von Wolf am 27.05.2010 05:48

[www.derwesten.de]

Diskussionen darüber unter Kommentare unter dem Artikel oder aber hier:

[www.derwesten.de]

Umfrage zur Situation des Handballs in Dortmund : Wenig Anlass zum Optimismus

* Kommentare: 3
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Dortmund, 26.05.2010, Christian Menn

Dortmund war mal eine Handballstadt. Der DHB hat seinen Hauptsitz hier, die Westfalenhalle hat große Handball-Tage inclusive dreier Weltmeisterschaften erlebt, der TuS Wellinghofen, deutscher Meister 1964, und der OSC spielten in der Bundesliga.

Doch heute? Die Nationalmann kommt ab und an zu Besuch, demnächst wieder am 12. Juni zum WM-Qualifikationsspiel gegen die Griechen. Dortmund ist umzingelt von Bundesligisten, von Düsseldorf, Essen und Gummersbach, neuerdings auch Hamm. Alles in einer halben bis dreiviertel Stunde mit dem Auto erreichbar. Nur in Dortmund ist tote Hose. Die ranghöchsten Männer (OSC, Höchsten, Hombruch) sind in der fünften Liga angesiedelt. Schön für die Aufsteiger Hombruch und Höchsten, traurig für die Handball-Fans.

Gibt es Hoffnung ? Fünf Männer, denen der Handball viel, sehr viel bedeutet, schildern die Situation aus ihrer Sicht.

Jochen Meschke (re.), Geschäftsführer der Veranstaltungszentrum Westfalenhallen, übergibt ein Geschenk an Handball-Bundestrainer Heiner Brand. Foto: Michael Printz

Jochen Meschke, Veranstaltungsleiter der Westfalenhalle: „Geld wirft Tore, wie man an den Beispielen Hamburger SV oder Rhein-Neckar-Löwen sehen kann. Ich bin sicher, dass man neben dem BVB noch einen zweiten attraktiven Bundesligisten in Dortmund etablieren könnte. Auf jeden Fall tut mir als ehemaligem Sportlehrer die jetzige Situation in der Seele weh. An der Westfalenhalle wird ein Aufstieg nicht scheitern. Wir könnten die Infrastruktur von 3 000 bis 10 000 Zuschauern logistisch lösen.”

Jost Neurath (ASC). Foto: Knut Vahlensieck Foto: WR

Jost Neurath, Inhaber einer Marketing-Agentur und Vorstand beim SC Aplerbeck 09: „Mir fehlen in unserer Stadt Aufbruchstimmung und geeignete Strukturen. Ich bezweifle, dass der Wunsch nach einem Erstligisten ausgeprägt genug ist: Es beschäftigt sich doch niemand mit dieser Idee, die Arbeit über viele Jahre beinhalten würde, inclusive der Rückschläge. Jeder hat mit sich und dem Tagesgeschäft so viel zu tun, dass kein Raum für Ideen bleibt. Nur von „Betonköpfen” zu sprechen, wie es Udo Fricke tat, ist für die Sache kontraproduktiv. Jeder, der den Bundesligawunsch äußert, sollte sich zuerst fragen, was er selbst dazu beitragen kann. Der BVB dient nur als Pauschalentschuldigung.”

Ein Handball-Urgestein: Rüdiger Edeling. Foto: surkamp, volker

Rüdiger Edeling, Trainer des ATV Dorstfeld und seit 44 Jahren im Handball aktiv: „Nicht der BVB hat den Handball in die Ecke gestellt. Es fehlen vielmehr Leute mit Charisma wie Gustav Hue sen. oder Uli Büker, die aufgebaut und bewahrt haben, Uli Büker hat dazu noch viel Geld in den Handball investiert. Sie haben die Talente - die es heute in Dortmund auch reichlich gibt - geschult, dafür gesorgt, dass sie bleiben und mit externen Verstärkungen das Sahnehäubchen draufgesetzt. Mir wird ganz schlecht, wenn ich daran denke, dass unser höchster Männerverein nur in der Verbandsliga spielt. Ich habe schon einige Male an runden Tischen gesessen und über die Zukunft diskutiert. Bei Diskussionen ist es dann geblieben. Der Vereinsegoismus ist immer noch zu stark. Der HC Süd hat etwas versucht und nur Häme geerntet, wenn er verlor oder jetzt, dass er abgestiegen ist. So ändert sich nie etwas.”

Gleich im ersten Jahr aufgestiegen: Carsten Hergert. Foto: WR

Carsten Hergert, Jungtrainer, mit Borussia Höchsten aufgestiegen: „Der BVB, fehlende Köpfe mit Visionen, Vereinsegoismus – das alles spielt eine Rolle. Ich bin früher mit meinen Eltern zum OSC gegangen, das habe ich genossen. Und das sind schöne Erinnerungen. Aber heute? Selbst die Regionalliga wird eine Utopie bleiben.”

Martin Denso. Foto: Surkamp Foto: wr

Martin Denso, Trainer des HC Süd: „Ich als Sauerländer beobachte seit langem die Handballszene in Dortmund. Ich sehe das größte Problem im Ausbleiben von Sponsorengeldern, denn damit fehlt die Planungssicherheit. Man könnte mit Dortmundern sicher eine gute Regionalligamannschaft hinbekommen, aber dazu müssten viele Vereine über ihren Schatten springen. Das Konkurrenzdenken muss endlich aufhören.”

Antworten:

interessantes thema, welches immer wieder mal hochkocht.

hc süd:
dort hat man vor einigen jahren einen grossen fehler gemacht:
die rahmenbedingungen waren "perfekt", man stellte gute teams in ober-, landes- und bezirksliga. eigentlich "traumhafte bedingungen" um jugendspieler halten zu können.
es wäre gut möglich gewesen mit bundesliga-verienen zu kooperieren (zweitspielrecht oberliga/bundesliga). aber was tat man?!
alternde "stars" haben sich nochmal ein paar euro verdient, nun gut,ein jahr war man lange mit oben dabeim das war aber kurzfristig gedacht! es wäre sinnvoller gewesen, man hätte 2 gute jugendtrainer geholt (a/b jugend) und in dem bereich was aufgebaut. heute hätte man "die macht" in dortmund, wäre in der oberliga im sicheren mittelfeld und "keine sorgen". aber ich habe nie was von möglichen kooperationen oder etwas in der art gehört...

asc do:
die nächsten beiden jahre "muss" man hoch, denn sonst wird man keine guten spieler die der eigenen jugen entschlüpfen, halten können. vor einigen jahren stand man ja kurz davor, mit rehr, richter, roring usw....das ging aber in die hose. die 88er alle weg, nun folgen die 91er. der aufstieg ist pflicht, kurzfristig.

osc do:
schwerer aderlass im rückraum, mit bekston, köhne und austermann hat man gute leute verloren. die nächste saison wird schwer, so schwach wie letzte saison wird die liga "nie mehr". die nächste reformstufe kommt ja im nächsten jahr, eingleisige 2te liga, die zu 5 absteigern führen könnte (oberliga).

traurig ist die tatsache, dass wir ja keine unsummen brauchen um "wenigstens" die oberliga zu erreichen (und das trotzdem nicht möglich erscheint). wir haben soviele talente, da wäre es ein leichtes aus eigener kraft die liga zu halten und zu kooperieren, mit ahlen/hamm oder wem auch immer. ich behaupte mal, dass 50-70.000 euro dafür reichen würden. ein lächerlicher betrag, wenn ich so sehe was manch ein sponsor beim BVB liegen lässt und dafür eine kleine "anzeige in der vereinsinfo zu haben".

ist es nicht attraktiver, wenn man hauptsponsor der höchstspielenden dortmunder mannschaft wäre?


von Oespel-90er-Coach - am 27.05.2010 21:01
.. du hast beim OSC Benny Strauss vergessen, auch weg.

von .... - am 28.05.2010 05:14
wohin ist der ?

von schmunzel - am 28.05.2010 06:25
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