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Handball Landesliga Staffel 3
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DreiZweiEins

Bönen Gladbeck

Startbeitrag von DreiZweiEins am 23.10.2017 13:01

Bönen - Die 60 Minuten waren vorbei, doch Simon Starzak musste sich noch einmal gehörig strecken. Der letzte Freiwurf von Alexander Kramer senkte sich gefährlich in den Torwinkel, doch der Bönener Keeper fischte den Ball aus der Luft und rettete dem RSV Altenbögge so einen Punkt beim 23:23 (14:8) gegen den VfL Gladbeck II, wodurch der Gastgeber als Neunter in die herbeigesehnte Ferienpause geht.


Dass Starzak überhaupt nach diesem letzten Versuch strecken musste, hatten ihm seine Vorderleute eingebrockt. Denn die hatten erst eine 6:1- und im zweiten Durchgang eine 14:8- und 18:12-Führung verspielt. Deswegen waren es auch die Gladbecker, die nach dem Shakehands zum Abschluss lautstark ihren „Auswärtspunkt“ feierten. „Wir sind eigentlich schon halbtot gewesen“, gab VfL-Trainer Heiko Brandes zu und lobte die „super Mentalität“ seiner jungen Mannschaft.

Der RSV startete perfekt, in den ersten zehn Minuten markierte Gladbeck nur einen Treffer. Die Bönener Deckung stand sicher und packte ordentlich zu. „Wir wurden vorne vermöbelt und waren in der Abwehr zu lieb“, meinte Brandes. Für seinen Trainerkollegen Tino Stracke war die gute Deckung die Basis der ersten frühen und hohen Führung.

Doch keine zehn Minuten später war der Gast in der MCG-Halle wieder dran (8:7/19.), verlor aber beinahe postwendend wieder den Anschluss und traf bis zur Pause nur noch ein einziges Mal. „Wir haben in der ersten Halbzeit strukturiert durchgespielt bis auf die Nahtstellen“, sah Stracke mit Ausnahme der von drei Zeitstrafen begünstigten Schwächephase eine gute Leistung des RSV.

Nach dem Wechsel war davon allerdings nicht viel zu sehen. Hielten die Altenbögger ihren Gegner bis zur 38. Minute noch im Schach (18:12), schwand der Vorsprung danach zusehends. „Wir haben nicht mehr so strukturiert gespielt“, brachte Stracke den Unterschied zu Durchgang eins auf den Punkt. Einzelaktionen, viel Klein Klein und eine schlechte Wurfauswahl sorgten dafür, dass den Bönenern in den folgenden 22 Minuten lediglich ein Tor aus dem Feld gelang. „Vielleicht hätte ich eine Auszeit nehmen sollen“, haderte Stracke, der mehrmals die grüne Karte in der Hand hatte, mit sich: „Wir haben auch viel durchgewechselt, vielleicht hat das zu dem Bruch geführt.“

In der 49. Minute markierte Thomas Worecki den Ausgleich für den VfL. Den konterte der RSV zum 22:20 (51.). Dass die Altenbögger überhaupt im Spiel blieben, lag an der Nervenstärke von Timo Weber, der alle seine sieben Siebenmeter verwandelte. Auch eine halbe Minute vor Schluss blieb er eiskalt und glich für Bönen zum 23:23 aus. Dann leistete sich Gladbeck in einer von vielen Fehlern geprägten Schlussphase ein weiteres unsauberes Anspiel – so dass Florian Warias im Kampf um den Ball das sichere Foul zum Freiwurf aus großer Distanz machte.

RSV: Kleeschulte (1.-49.), Starzak (49.-60.) – Geckert (4), Florian (3), Fl. Warias, J. Weber, Brandt (5), Isenbeck, Sürig, Fe. Warias (3), Engelmann, T. Weber (7/7), Kleff (1), Altner

VfL II: Sieg, Wagner – Giesbert, Kramer (4/1), Diergardt (6/1), Neumann (1), Müller (3), Alkemper (1), Kalhöfer (1), Worecki (7), Schölich, Scherz Möllensiep, Scheffczik

Zeitstrafen: 7:4 (Fl. Warias 2, J. Weber 2, Brandt, T. Weber, Florian / Scherz, Diergardt, Müller, Neumann)

Spielverlauf: 6:1 (10.), 8:7 (19.), 9:8 (21.), 14:8 (30.) – 16:12 (36.), 18:12 (38.), 19:16 (43.), 20:20 (49.), 22:20 (51.), 22:23 (59.), 23:23 (60.)

Antworten:

Zur Pause liegt der VfL Gladbeck II beim RSV Altenbögge-Bönen mit sechs Toren zurück, und feiert dann ein starkes Comeback.

RSV Altenbögge-Bönen – VfL Gladbeck II 23:23 (14:8)

VfL: Wagner, Sieg, Kramer (4/1), Diergardt (5/1), Neumann (1), Müller (3), Alkemper (1), Kalhöfer (1), Worecki (7), Scherz (1), Giesbert, Möllensiep, Scheffczyk, Schölich.

Die Landesliga-Reserve des VfL Gladbeck hat vor der Herbstpause erstaunliche Nehmer- und Comebackqualitäten gezeigt und bleibt dank eines 23:23 (8:14) beim RSV Altenbögge-Bönen auswärts weiter ungeschlagen. Coach Heiko Brandes kam nach der Partie aus dem Stauen nicht mehr heraus.

Zu viel Angst in der ersten Halbzeit

In der Tabelle stand der VfL II zwar vor der Partie deutlich besser da als der Gegner, doch Trainer Heiko Brandes hatte bereits vorhergesehen, dass die Seinen mit der Gangart in Bönen Probleme bekommen könnten. Und er sollte Recht behalten. Die Hausherren gingen in der Deckung teilweise überhart zu Werke und setzen dem VfL-Angriff sichtlich zu. Die Rot-Weißen kassierten einige Wirkungstreffer und schienen sich auch defensiv nicht mehr wirklich zu trauen, ihrerseits kräftiger zuzupacken. „Was wir da gespielt haben, war Angsthasenhandball“, so Heiko Brandes. Und so schien beim 8:14-Pausenrückstand das Spiel bereits vorentschieden zu sein.

Was dann in der zweiten Halbzeit folgte, war eine reine Willensleistung. Angeführt von Veteran Thomas Worecki entdeckten die Gäste ihre Kampfeslust und bäumten sich noch einmal auf. Der Sieben-Punkte-Vorsprung des RSV schmolz bedenklich bis in die letzte Minute hinein, als der VfL II sogar erstmals die Führung übernehmen konnte, ehe Bönen wieder ausgleichen konnte. Hätte der Keeper der Hausherren nicht noch einen Freiwurf von Alexander Kramer in der Schlusssekunde aus dem Torwinkel gefischt, hätten die Rothemden sogar zwei Punkte aus Bönen entführt. So blieb es allerdings beim 23:23.

Brandes lobt die Moral

Angesichts dieses Aufbäumens geriet Trainer Heiko Brandes regelrecht ins Schwärmen. „Die Mentalität dieser Mannschaft ist astrein. Die Jungs haben das Herz am rechten Fleck, das hat man heute gesehen“, so Brandes. Selbst er habe nicht mehr damit gerechnet, dass es am Ende für einen Punkt reichen würde.

Quelle | WAZ, Sebastian Himmelseher

von DreiZweiEins - am 24.10.2017 11:23
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