"Aus aller Welt" aus dem VLigaforum

Startbeitrag von Die Quelle am 16.01.2006 12:24

Die Höchststrafe




Eine bittere Pille: HSC-Rückraumspieler Tim Dräger entwischt hier zwar den Mendenern Markus Korte (l.) und Alexander Brauckmann, ein Tor aber erzielt er nicht. Foto: Dieter Kraus

HSC kommt ausgerechnet beim Schlusslicht in Menden mit 23:31 unter die Räder Ausschluss gegen Kapitän Buff zieht eine Sperre von mindestens sechs Spielen nach sich

HANDBALL OBERLIGA HSG Menden HSC Recklinghausen 31:23 HSG Menden: Kohl, Dundalek - Chwalek (1), C. Dannhäuser (5), Brauckmann (6), M. Dannhäuser (2), Schulte (1), Thiele (7), Korte (2), Haacke, Hartwich, Wittke (7/5), Doblies, L. Zimmermann HSC Recklinghausen: Münnich, Möller, Müßner (n.e.) - Rademacher (6), Dräger, Gädtke (2), Troselj (12/4), Schomburg, Clodt, Buff (2), Heinemann, Tuchen, Stein, Brychczy (1) SR: Demelt/Winkelhane (Herten) Zuschauer: 411 Spielfilm: 5:3 (10.), 9:3 (15.), 15:8 (25.), 15:11 (30.) - 16:13 (38.), 19:13 (40.), 21:14 (44.), 24:16 (50.) Bitter! Aufgrund einer nahezu katastrophalen Vorstellung ging Handball-Oberligist HSC sang- und klanglos unter. Noch schwerer aber wiegt der Ausschluss gegen Kapitän Daniel Buff, der nach einem Revanchefoul mit einer längeren Sperre rechnen muss.

Selten nur war Trainer Dieter Lenz derart enttäuscht. "Die Niederlage ist völlig verdient, was wir gezeigt haben, das war unter aller Kanone."

Glück für den HSC, wenn man nach einer derartigen Pleite überhaupt davon schreiben kann: Mitkonkurrent TuS Linscheid unterlag Tabellenführer Nordhemmern mit 24:30 und bleibt damit wie nun auch die HSG Menden in der Tabelle einen Zähler hinter den Recklinghäusern.

Feuer hatte Lenz gefordert, Konzentration über 60 Minuten. Schnell aber landeten seine Pläne im Reißwolf, was er vorgegeben hatte, hätte er im Grunde auch seinem Nachbarn erzählen können.

Bis zum 3:5 ging´s noch, dann konnten die ebenfalls schwachen Hausherren kaum mehr anders, als die Führung auszubauen (15:8). Zwar lag der HSC kurz nach dem Wechsel wieder einigermaßen im Rennen (13:16), war letztlich aber einfach viel zu schwach, um selbst gegen eine Biedermannschaft wie die HSG etwas zu reißen. Die Torhüter Björn Münnich und Axel Möller hielten kaum einen Ball, auch deren Vorderleute hatte nichts zu bieten.

Turbulent aber die Schlussphase. Zunächst rannte HSG-Shooter Christian Thiele Daniel Buff um und sah die Rote Karte. Der HSC-Kapitän indes ließ sich zu einem unsauberen Revanchefoul hinreißen und holte sich das "Kreuz" ab. Zu einem Zeitpunkt übrigens, als die Partie bereits lange entschieden war (50.).


15.01.2006 Von Norbert Ahmann

Nach der Pause geht die Post ab



Westfalia Herne entthront TuS Volmetal mit 30:26-Erfolg im Sportpark und setzt sich selbst an die Tabellenspitze. Strünkeder stecken auch frühe rote Karte für Robert Lukic weg

HANDBALL DAS SPITZENSPIEL DER VERBANDSLIGA SC Westfalia Herne TuS Volmetal 30:26 SCW: Wiesner (1. - 12., 31. - 60.), Müller (13. - 30.); Massat (6/1), Dambeck (4), Lukic, Klaffke (6), Stodieck (1), Westphal (3), Morawietz (5), Hinz (5/3), Grzesinksi, Latuske (n.e.).

Rote Karten: Lukic (5.) - Herzog (46., dreimal 2 Minuten), Pfaffenbach (58.).

Die Handballverbandsliga bleibt spannend. Dafür sorgte gestern Abend der SC Westfalia Herne, der vor gut 300 Zuschauern im Wanner Sportpark den bisherigen Tabellenführer TuS Volmetal mit 30:26 (14:15) entthronte und sich damit im letzten Hinrundenspiel die Halbzeitmeisterschaft sicherte.

Es war eine Partie, die es in sich hatte und vor allem von der Brisanz lebte. Rasse boten beide Teams viel, Klasse nicht immer. Und zu Beginn sah es für die Strünkeder gar nicht gut aus. Robert Lukic kassierte gleich eine Zweiminutenstrafe und musste in der 5. Minute bereits die Halle verlassen. Über die rote Karte konnte man diskutieren, aber ansonsten lieferten die Unparteiischen Daubner/Kurzewa von der HSG Menden-Lendringsen eine ganz souveräne Leistung ab.

Der SCW war aber zunächst etwas verunsichert, musste seinen Rückraum neu sortieren und benötigte eine gehörige Anlaufzeit, um im Abschluss gegen einen starken Gästekeeper Dirk Sackmann zum Erfolg zu kommen. Bis zur 21. Minute führte Volmetal mit teilweise drei Treffern, dann waren die Strünkeder aber im Spiel angekommen. Beim Pausenstand war alles wieder offen.

Jan Nahrstedt, der letztlich auch in seinem vierten Spiel als SCW-Trainer ohne Punktverlust blieb, lobte später die große Moral seiner Jungs: "Sie haben sich durch die frühe rote Karte und die Rückstände nicht entmutigen lassen und leidenschaftlich gekämpft." Und mit Beginn der zweiten Spielhälfte ließen die Strünkeder dann auch ihre Klasse aufblitzen. Dirk Wiesner hatte im ersten Durchgang noch für den sicheren Jochen Müller das Tor geräumt, aber mit Wiederanpfiff war der ehemalige Bundesligaspieler kaum noch zu bezwingen. Die Abwehr packte jetzt konsequent zu, und so konnte auch im Spiel nach vorne so richtig die Post abgehen. Thomas Massat sorgte nach dem Ausgleich auch für die erste Führung der Gastgeber, ehe Markus Hinz als sicherer Siebenmeterschütze, "Kunstschütze" Frank Klaffke und der unermüdlich rackernde Björn Dambeck mit ihren Treffern zum 22:15 für die Vorentscheidung sorgten. Gegen Ende ließ bei der Westfalia zwar ein wenig die Kraft nach, aber auch über eine offene Manndeckung konnte Volmetal die Partie nicht mehr umbiegen.

"Das war doch eine rassige und unterhaltsame Partie", freute sich Jan Nahrstedt, um aber sogleich wieder an die nächste Aufgabe zu denken. "Auch gegen Eiserfeld wird es am kommenden Sonntag nicht leicht für uns werden. Aber wir wollen unsere Position jetzt natürlich auch behaupten."


15.01.2006 Von Uwe Ross

Leichter Gegner zur rechten Zeit



TuS Bommern hat beim 25:22-Erfolg keine große Mühe mit der TSG Schüren und holt den zweiten Auswärtssieg.

Dortmunder enttäuschen im Angriff gegen konsequente TuS-Deckung. Starker Daniel Lieber erzielt sieben Treffer

HANDBALL VERBANDSLIGATSG Schüren TuS Bommern 22:25 (7:11) TuS Bommern: Goldkuhle, Selbach (n.e.), Thomas; Kurz (2), Buchholz (4), Lieber (7/1), Czaja (1), Born (3), B.Kessler (n.e.), Sonnenschein (5), Hitzemann (3).

Dortmund. Spielerisch waren die 60 Minuten Verbandsliga-Handball, die der TuS Bommern und die TSG Schüren am Sonntagnachmittag boten, größtenteils Hausmannskost. Gemundet hat´s am Ende aber vor allem den Wittenern, die mit dem 25:22 (11:7) einen verdienten und vor allem einen wichtigen Sieg einfuhren.

Da die "Verfolger" aus der unteren Tabellenhälfte schon am Samstag vorgelegt und ihre Spiele gewonnen hatten, taten die Bommeraner gut daran, von Beginn an hellwach zu sein, um die Halle Gartenstadt möglichst mit zwei Zählern im Gepäck zu verlassen. Zugute kam der Lusebrink-Sieben vor allem, dass auf Seiten der TSG Schüren mit Dirk Schneider der wichtigste Rückraumschütze fehlte. Aus der zweiten Reihe brachten die Dortmunder nicht sonderlich viel zuwege. Zudem arbeitete die Bommeraner Deckung in den ersten 20 Minuten auf Hochtouren, ließ die Gastgeber nur selten gefährlich zum Abschluss kommen. So erspielte sich das TuS-Kollektiv eine klare 10:4-Führung gegen zugegebenermaßen offensivschwache Schürener. Als die Seiten gewechselt wurden, lagen die Bommeraner mit 11:7 in Front.

Auch in den ersten zehn Minuten nach dem Wechsel war die Lusebrink-Truppe, bei der Bastian Kessler (kam erst nach dem Anpfiff von einer Dienstreise aus München zurück) 60 Minuten lang auf der Bank blieb, überlegen. In der Deckung abgefangene Bälle wurden konsequent verwertet - so wuchs der Vorsprung wieder auf 16:9 an (39.).

"Die Schürener konnten nur von unseren Fehlern leben", zog Markus Lusebrink später sein treffendes Fazit. Kleinere Nachlässigkeiten im Offensivspiel der Bommeraner nutzten die Hausherren, um den Rückstand nicht noch deutlicher werden zu lassen. Zudem half das schwache Unparteiischen-Gespann hier und da kräftig nach, gestand den Dortmundern eine Reihe von fragwürdigen Strafwürfen zu. Doch spätestens nach dem 24:17 (54.) vom siebenfachen Torschützen Daniel Lieber war die Partie eh´ entschieden.

"Wir haben vor allem in der Deckung eine gute Partie geboten. Aber dieser Gegner kam zum jetzigen Zeitpunkt natürlich gerade recht", so Markus Lusebrink, der sich auch positiv vermerkt hatte, dass seine Mannschaft endlich mal wieder zu einigen leichten Gegenstoß-Treffern kam. "Diese beiden Punkte waren Pflicht - jetzt geht´s gegen Lüdenscheid", schaute der Coach schon mal voraus.


15.01.2006 Von Oliver Schinkewitz


TuS kommt erst spät auf Touren




Foto: Walter Fischer

Gegen Schlusslicht HSG Lüdenscheid brauchen die Hattinger eine lange Anlaufzeit und entscheiden das Spiel erst durch einen Kraftakt in der Schlussphase

HANDBALL VERBANDSLIGA TuS Hattingen HSG Lüdenscheid 33:31 "Spielfilm": 3:1, 5:6, 8:12, 12:16, 13:16 (Hz.), 13:17, 16:17, 16:20, 18:22, 24:22, 24:24, 28:28, 32:31, 33:31.

TuS: Trippe, Junker, Schmolla (1), Otte (7), Clodt (8), Stammer, Düerkop (1), Ohrmann, P. Neumann, H. Neumann (4), Delgado (2), Rode (5/1), Kersebaum (5).

Das letzte Spiel der Hinrunde begann für den TuS Hattingen wegen eines geplatzten Reifens des glücklicherweise s unverletzt gebliebenen Schiedsrichtergespanns verspätet. Die Hattinger passten sich dieser Situation nahtlos an. Lange Zeit ließen die Rot-Weißen gegen den Tabellenletzten HSG Lüdenscheid auch die besten Chancen aus, lagen über weite Strecken zurück und überstanden den Jahresauftakt nur auf Grund eines Kraftaktes in der Schlussphase unbeschadet. Die Freude über diesen allerdings verdienten Sieg wuchs nach dem Abpfiff noch sprunghaft an, als bekannt wurde, dass Westfalia Herne den Spitzenreiter TuS Volmetal bezwungen hatte. Nun ist das Titelrennen wieder völlig offen.

"Ein Spiel dauert bekanntlich 60 Minuten und nicht nur eine halbe Stunde", munterte TuS Hattingens Trainer Thomas Körber seine niedergeschlagenen Jungs in der Halbzeitpause auf. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Rot-Weißen noch mit drei Treffern zurück. Und das hatte seinen Grund einzig und allein darin, dass die Hattinger Offensivspieler sich darin überboten, auch die allerklarsten Möglichkeiten zu vergeben. Sie warfen Lüdenscheid Klassekeeper Jörg Klose so richtig warm.

Auch nach dem Wechsel dauerte es lange, ehe sich das Blatt doch noch zu Gunsten des TuS wendete. Während bei den zuvor so starken Gästespielern wie Davor Fath und Daniel Merkle merklich die Kräfte nachließen, powerte der TuS angetrieben von "Kraftpaket" Matthias Otte unermüdlich weiter. "Der Trainer hat mich so lange auf der Bank schmoren lassen, da habe ich so richtig zugelangt", schmunzelte der Doc, der mit seiner Dynamik wieder einmal alle mitriss. Ausschlaggebend war zudem, dass der TuS auch wieder auf seine Kontertugenden zurück griff. Der quirlige und pfeilschnelle Phillip Clodt lief erfolgreich einen Gegenstoß nach dem anderen.

Thomas Körber: "Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns. Jetzt bleiben wir oben dran."


15.01.2006

Ärgerlich: HC TuRa bringt sich selbst um möglichen Sieg




Erzielte zwei Treffer für den HCT: Manuel Mühlbrandt.

Handball-Oberliga: TSG Altenhagen/Heepen - HC TuRa Bergkamen 22:18 (6:11). Unnötige Niederlage für den HCT: Die Handballer vom Friedrichsberg verloren beim Tabellenvierten aufgrund einer indiskutablen Leistung in Halbzeit zwei.

Dieser Niederlage dürfte den HC TuRa noch länger schmerzen. Dank eines kollektiven "Blackouts" ließen die Bergkamener Handballer zwei sicher geglaubte Punkte in Ostwestfalen und brachten so Spielertrainer Holger Krimphove regelrecht auf die Palme: "So kann man nicht gewinnen. Wir haben uns die ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte einfach eine Auszeit erlaubt und die Deckung der TSG überhaupt nicht unter Druck gesetzt. Das wurde dann mit Gegenstößen bestraft."

Ärgerlich, denn nach den ersten 30 Minuten hatte der HCT noch mit 11:6 geführt und so eigentlich bereits den Grundestein für einen möglichen Erfolg in der Fremde gelegt. Von 5:4 nach 20 Minuten erkämpfte sich der HCT eine fünf-Tore-Führung zum Pausentee (11:6).

Nach dem Seitenwechsel nahm das Übel dann seinen Lauf: Der HCT warf alle Tugenden des ersten Durchganges einfach über Bord und brachte so den Gastgeber wieder ins Spiel und auch auf die Siegesstraße. Innerhalb weniger Minuten ging die TSG schließlich mit 14:13 in Front und baute den Vorsprung bis zur 50. Minute auf 19:16 aus. Für Aufregung sorgten in dieser Phase zudem die teilweise haarsträubenden Entscheidungen der Unparteiischen gegen den HCT. "Das war eine Frechheit. Der Trainer der TSG hat sich dafür sogar bei mir entschuldigt. So peinlich war ihm das", sagte Krimphove, fügte aber zugleich hinzu, "das darf aber keine Ausrede sein. Wir haben die Niederlage selbst zu verantworten."

HC TuRa Bergkamen: Hruschka, Olonschek; Rösener (4), R. Wunsch (2), Stefek (1), Mosch, Nitsch (1), Mühlbrandt (2), Pohle, Poggemann (1), Krimphove (7/2), Stratmann (n.e.), M. Wunsch.


15.01.2006

VfS Warstein entwickelt sich zum Titelkandidaten - 32:25




Auf dem Sprung in die Top-Drei der Landesliga: Benjamin Kretschmer gewann mit Warsteins Handball-Männern das Auftaktspiel der Rückrunde. Gegen die HSG Wetter-Gevelsberg machte der VfS alles richtig. Fotos: Michael Schulte Umstrittener Feldverweis: Bastian Ketterer kassierte die Rote Karte, weil er einen Gegenspieler geschlagen haben soll.

Warstein. Jetzt bloß nicht abheben: Die Handball-Männer von Landesligist VfS Warstein eröffneten die Rückrunde mit einem 32:25 (16:10)-Heimerfolg gegen die HSG Wetter-Grundschöttel. Damit trennen den VfS nur noch vier Punkte von Spitzenreiter HSG Schwerte-Westhofen.

Im spärlich beleuchteten Kabinengang machte Wetters Trainer Rainer Woyck eine erhellende Bemerkung: "Die Warsteiner sind ein Meisterschaftskandidat, ganz klar." Als er das sagte, traf die Nachricht vom 21:21-Remis im Top-Spiel zwischen dem TV Arnsberg und Tabellenführer Schwerte-Westhofen ein. Gleich am ersten Rückrundenspieltag lief alles pro VfS.

Und die Warsteiner selbst taten sehr viel dafür. Die Abwehr, von Trainer Heinz Thomanek zuletzt öfter kritisiert, ließ in der ersten Halbzeit nur zehn Gegentore zu. HSG-Shooter Kersthold war völlig abgemeldet. Ermutigt durch den 15:8-Vorsprung nach 28 Minuten, experimentierte Thomanek mit einer für ihn untypischen 4+2-Deckung.

Die heile VfS-Welt erhielt einen Riss, als Spielmacher Bastian Ketterer 48 Sekunden vor der Pausensirene die Rote Karte kassierte. Er soll versucht haben, einen Gegenspieler zu schlagen. Kurz danach flog auch HSG-Akteur Isler vom Feld. Wegen Meckerns. Nach dem sehenwerten Freiwurf von Benedikt Furmaniak zum 16:10-Halbzeitstand wurde spekuliert: Kann der VfS auch ohne Ketterer den Vorsprung halten?

Ja, denn in der zweiten Spielhälfte übernahm Routinier Zoran Kaseric, im ersten Durchgang noch geschont, mehr Verantwortung. "Wir sind Tempogegenstöße gelaufen. So konnten wir Ketterers Ausfall kompensieren", sagte Thomanek.

Beim 26:16 (46.) erreichte das schnelle VfS-Spiel seinen Höhepunkt. Wetters Manndeckung gegen Boban Ristovic und Kaseric war nutzlos. Die Warsteiner stießen durch entstandene Schlupflöcher am Kreis und auf den Außenpositionen immer wieder zum HSG-Tor vor.

Unbeirrt weitete HSG-Coach Woyck in den letzten zehn Minuten die Sonderbewachung sogar auf Furmaniak aus. Aber beim 30:21 (55.) war klar: Warstein war nicht klein zu kriegen. "Es war beeindruckend, wie der VfS ohne Ketterer auf Tempo spielte", gab sich Woyck geschlagen.

Jetzt ist Warstein heiß auf das Spitzenspiel nächsten Samstag gegen Schwerte.

Warstein - Wetter 32:25 VfS: Mostardt/Schmidt (Tor) - Kaseric (8/5), Ketterer (3), Ristovic (7), Furmaniak (3), Müller (2), Janiuk (1), Kaiser (1/1), Cramer, Mues, Hoffmann (3), Kretschmer, Schmitt (4). HSG: Kiepe/Baltruschat (Tor) - Zimmermann (2), Vikolic (1), Denissov (1), Kersthold (1), Brauer (4), Apitius (1), Isler (4), Handge (3/1), Ronsdorf, Kießling (1), Lüling (7/4).

Karten: Rot: Ketterer (29./Foulspiel) und Denissov (29./Meckern). Schiedsrichter: Dargel/Berning (Hamm-Heesen). Zuschauer: 200. Spielfilm: 4:1 (5.), 8:5 (14.), 12:7 (24.), 16:10 (29.), 18:13 (35.), 23:16 (42.), 28:20 (51.), 32:25 (59.).


15.01.2006 Von Michael Schulte

Eiserfelder Aufholjagd wird nicht belohnt



Schalksmühle. (bal) In der Handball-Verbandsliga unterlag der RSV Eiserfeld bei der Reserve der SG Schalksmühle/Halver mit 32:37 (15:17). Trotz des am Ende deutlichen Ergebnisses war für die Eiserfelder bis kurz vor Spielschluss ein Punktgewinn möglich.


Die Partie war für die Mannschaft von Trainer Joachim Braun richtungsweisend. Bei einem Erfolgerlebnis hätte man den Anschluss an das sichere Mittelfeld geschafft. Dementsprechend motiviert gingen die Gäste auch in die Begegnung, wenngleich Schalksmühle dank eines Nachholspieles vergangene Woche schon über Spielpraxis verfügte.

Die erste Halbzeit verlief über die gesamte Distanz ausgeglichen. Bis zum 10:10 nach 20 Minuten konnte sich keine Mannschaft von der anderen absetzen. Erst in dieser Phase gelang den Gastgebern eine Zwei-Tore-Vorsprung zum 13:11, den sie bis zur Pause auch nicht mehr abgaben.

Nach dem Seitenwechsel erwischte der RSV eine ganze schwache Phase. Schalksmühle zwang seinen Gegner durch sehr schnelles Spiel zu vielen Fehlern, die die Eiserfelder auch begingen. Hinzu kam, dass Braun den mit zwei Zeitstrafen vorbelasteten Christian Scholz aus dem Spiel nahm, um einen Platzverweis vorzubeugen. Schalksmühle nutzte dies zu einem klaren Vorsprung von 27:19 nach 45 Minuten.

Der RSV gab sich aber noch nicht geschlagen. Die Aufholjagd wurde bis zur 57. Minute beim Stande von nur noch 32:30 für die Hausherren belohnt. Eiserfeld schnupperte aber nur am kaum noch für möglich gehaltenen Punktgewinn.

Eiserfeld: Eckhardt, Schröder, Dickel, Nies (6), Friesenhagen, Scholz (4), Wetzel, Weißkirch (5), Sommer, Feierabend (5), Egger (6/4), Wied, Bäumener (6/1).


15.01.2006



Stille nach Friedhof-Tor in Ferndorf




Jens Münker schied gegen Bad Oeynhausen (hier die Akteure Sebastian Krone und Jasmin Baltic, rechts) mit Verdac ht auf Sehnenriss in den Adduktoren aus. Foto: Friedrich Lück

Kreuztal. Handball-Oberligist TuS Ferndorf kann zu Hause nicht mehr gewinnen. Gegen Abstiegskandidat HCE Bad Oeynhausen reichte es nur zu einem 30:30 (16:14).


Nach der bitteren Pleite gegen Altenhagen-Heepen die zweite riesengroße Enttäuschung in Folge vor dem treuen heim ischen Publikum in der Stählerwiese. 800 Fans verließen am Samstag frustriert die Halle.

Die ersatzgeschwächten Ferndorfer hatten eineinhalb Minuten vor Schluss mit 30:28 geführt. Doch nach einem Pfostenschuss von Thomas Krawitz schaffte David Friedhof acht Sekunden vor Schluss den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich für die Kurstädter, die sich wie kleine Kinder über den unerwarteten Punktgewinn freuten.

Der Name des Ausgleichs-Schützen Friedhof wurde Programm: Plötzlich war es in der sonst so lauten Stählerwiese wirklich so leise wie an einer Grabesstätte.

"Es war ein verdienter Punkt für Oeynhausen. Wir haben fast 20 technische Fehler gemacht, waren im Abschluss viel zu unkonzentriert", kritisierte Trainer Libor Hrabal seine Schützlinge. Neben dem Tschechen fehlte auch Alex Orlov.

Ohne die beiden langzeit-verletzten Routiniers aus dem Osten des Kontinents sind die übrig gebliebenen Ferndorfer weit davon entfernt, eine Spitzenmannschaft darzustellen. Am Samstag gegen Tabellenführer Nordhemmern (Anwurf 20 Uhr!) ist in dieser Form kein Blumentopf zu gewinnen.

Ein frustrierter Libor Hrabal:"Wir führen mit drei Toren Vorsprung und spielen trotzdem mit hohem Risiko. Es kann auch nicht sein, dass Nordhemmern schon in den Köpfen war."

Da nutzte auch ein gewitzter Weitwurf-Treffer des guten Keepers David Wellen zum 16:14-Pausenstand nichts. Ebenso wenig wie ein stark auftrumpfender Steven Schäfer, der sich nach der Pause steigerte. Ferndorf führte immer, versagte aber am Ende.

Auch die Verletzungsserie reißt - und das im wahrsten Sinne des Wortes - nicht ab. Beim starkem Jens Münker besteht der Verdacht auf Sehnenriss in den Adduktoren. Damit wäre auch für den Sohn des Abteilungsleiters die Saison so gut wie beendet. Ein Unglück kommt zurzeit bei den Ferndorfern selten allein.

Die durch die Ausfälle sowohl stark verjüngte als auch verunsicherte Truppe kann gegen Nordhemmern nur mit einer Energieleistung das Publikum versöhnen. Libor Hrabal: "Dann will ich Kampf, Wille und Leidenschaft sehen." Nicht nur er.

ferndorf - Oeynhausen 30:30 FERNDORF: Wellen (1); Krawitz (3), Hambloch (4), Lerscht (2), Münker (4), Doster, Genz (1), Schäfer (11/4), Stenske (4), Niemeck. - BAD OEYNHAUSEN: Gottsleben (4), Limbach (2), Borcherding (9), Wieland (7/1), Baltic (5), Friedhof (3). - Rote Karte: Friedhof (60., Bad Oeynhausen) wegen einer Tätlichkeit. - Zuschauer: 800.


Das Meisterschafts-Spiel gegen Teutonia Riemke wird am Mittwoch, 8. Februar, um 20.15 Uhr angepfiffen. Es musste wegen der Pokal-Partie gegen DJK Aachen (4. Februar) verlegt werden.


15.01.2006 Von Michael Schütz


Endlich! Erster Saisonsieg erleichert die ganze HSG



Menden. Sie ließen richtig Dampf ab. "Endlich, endlich", rief der verletzte Torwart Marco Fritzsche mit einem Strahlen im Gesicht, während Linksaußen Peter Chwalek durch die ganze Halle brüllte: "Jetzt fängt für uns die Oberliga an." Und Kapitän Markus Dannhäuser sagte: "Dieses Erfolgserlebnis ist ganz wichtig für uns."


Kollektive Erleichterung herrschte am Samstagabend in der Walram-Halle: Im letzten Hinrundenspiel der Handball-Oberliga punktete Aufsteiger HSG Menden-Lendringsen endlich doppelt. Das 31:23 (15:11) gegen HSC Eintracht Recklinghausen feierte die ganze HSG-Familie.

"Die Jungs sind zurecht aus dem Häuschen", freute sich auch Trainer Björn Wißuwa. "Es war aber auch höchste Zeit." Einen besonderen Dank schickte er an das Mendener Publikum: "Es war toll, wie die Zuschauer mitgemacht haben."

Von den Rängen kamen "standing ovations" nach einem Spiel, in dem "wir das bessere Spielkonzept besaßen", so Björn Wißuwa. Die Gastgeber zeigten über weite Strecken eine sehr engagierte Abwehrarbeit mit einem starken Mittelblock gegen den quirligen HSC-Kreisläufer Daniel Buff und Spielmacher Zeljko Troselj, schafften viele Ballgewinne und erspielten sich dank schneller Gegenstöße mit einer 9:3-Führung (15.) die Grundlage für den späteren Triumph.

Maßgeblichen Anteil daran hatte Torwart Matthias Kohl, der seinen Vorderleuten mit vorzüglichen Paraden viel Sicherheit herüber transportierte. "Matse hat uns den Sieg festgehalten", schenkte Markus Dannhäuser dem Mann zwischen den Pfosten ein dickes Lob.

Eine kleine Schwächephase in der Schlussphase der ersten Halbzeit sowie zu Beginn des zweiten Abschnitts, als der HSC von 15:8 auf 16:13 (38.) herankam, kompensierten die Gastgeber mit Leidenschaft, Kampfgeist - und eben Matthias Kohl. Als der Sebastian Brychczy zwei Superchancen wegfischte und Christian Dannhäuser in doppelter Unterzahl auf 21:14 (44.) erhöhte, war die Moral der Gäste angeknackst.

Endgültig gebrochen war sie nach dem Ausschluss von Buff (50.), der sich nach dem mit der roten Karte belegten Foul von Christian Thiele mit einem Griff in der Unterleib rächte und dafür eine Disqualifikation kassierte.

Ein Sperre droht allerdings auch Christian Dannhäuser, der bei seinem Tor zum Endstand einen Schlag ins Gesicht erhielt und sich nach Auffassung der Schiedsrichter dafür revanchierte.

Doch auch dieser Wermutstropfen konnte die Freude über den ersten Saisonsieg nicht trüben. "Wir haben ein Bewerbungsschreiben abgegeben, dass wir in der Liga bleiben wollen", jubelte Björn Wißuwa.

Menden-Lendringsen - Recklinghausen 31:23 (15:11) HSG Menden-Lendringsen: Kohl, Dundalek; Christian Dannhäuser (5), Chwalek (1), Thiele (7), Schulte (1), Markus Dannhäuser (2), Hartwich, Wittke (7/5), Brauckmann (6), Doblies, Korte (2), Haacke, Lars Zimmermann.

HSC Eintracht Recklinghausen: Münnich, Möller, Müßner (n.e.); Rademacher (6), Dräger, Gädtke (2), Troselj (12/4), Schomburg, Clodt, Buff (2), Tuchen, Heinemann, Stein, Brychczy (1).

Schiedsrichter: Dehmelt/Winkelhane (Gelsenkirchen). - Siebenmeter: HSG 6/5, HSC 5/4. - Zeitstrafen: neun gegen Menden-Lendringsen, vier gegen Recklinghausen. - Rote Karten: Thiele (HSG/50.) und Schomburg (HSC/58.) jeweils nach grobem Foulspiel. - Ausschluss: Buff (HSC/50.) nach Tätlichkeit. - Zuschauer: 400.


TuS Volmetal ist die Tabellenführung los




Garant für Volmetaler Pausenführung: Dirk Sackmann.

Herne/hagen. (pp) Die Verantwortlichen des Handball-Verbandsligisten TuS Volmetal müssen lange überlegen, wann ihre Mannschaft zwei Spiele in Folge nicht gewonnen hat. Nach dem Remis am Mittwoch im Nachholspiel in Lüdenscheid gab es gestern im Topspiel eine 26:30 (15:14)-Niederlage beim direkten Verfolger Westfalia Herne. Damit ist der Neuling aus dem Volmetal die Tabellenführung los.


Zumindest das im Vorfeld angepeilte Remis war möglich: "In der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft", urteilte Trainer Axel Vormann, dessen Team sogar mit drei Toren führte.

Die Entscheidung fiel nach dem Seitenwechsel. Herne startete mit einem 7:0-Lauf. "In dieser Phase haben wir in der Defensive nicht richtig verschoben, so waren immer Lücken für die gegnerischen Angreifer da", stellte Axel Vormann fest. Er bemängelte auch die schlechte Vorbereitung der Angriffsaktionen seiner Mannschaft. Hinzu kam noch, dass Torhüter Dirk Sackmann, der in der ersten Halbzeit überragte, jetzt etwas Pech hatte.

Volmetal kam noch einmal auf drei Tore (28:25) heran, doch die Zeit reichte nicht mehr. Ein Lob fand Trainer Vormann doch für seine Mannschaft: "Die haben sich wenigstens gewehrt."

TuS Volmetal: Sackmann; Hurlbrink (6/4), Burghardt (4), Pfaffenbach (4), Schneider, Eich (5), Rüggeberg, Kley, Pfeiffer (3), Lohmann (1) Althoff (3), Steiner.


15.01.2006

Schlägerei im Catering-Zelt: 13 Festnahmen




Meschede. Für kurze Zeit drohte das 10. Veltins-Hallen-Masters des SSV Meschede in der Dünnefeldhalle aus dem Ruder zu laufen. Um kurz vor 14 Uhr lieferten sich plötzlich im Catering-Zelt rivalisierende Fans aus Dortmund und Münster eine heftige Schlägerei. Tische, Stühle, Gläser und Aschenbecher flogen durch die Luft. Die Polizei, die mit insgesamt 141 Beamtinnen und Beamten vor Ort war, griff jedoch sofort ein. 13 Personen wurden vorläufig festgenommen und erlebten die weiteren Spiele ihrer Mannschaft im Gewahrsam der Polizei. Anschließend kam es dann zu keinen weiteren Ausschreitungen. Nach Turnierende wurden beide Fan-Gruppen mit Bussen zum Bahnhof gebracht. "Das Einsatzkonzept hat die Leistungsfähigkeit der Polizei im Hochsauerland im WM-Jahr unter Beweis gestellt", teilte Polizeirat Mader mit. "Solche Ausschreitungen sind nicht schön und wir werden wie bei Dynamo Berlin reagieren. Preußen Münster wird nicht mehr eingeladen", erklärte Jochen Kriebel vom SSV Meschede.


15.01.2006

Arnsberg beißt sich an Quass die Zähne aus




Auf nur zwei Tore kam Rückraumspieler Matthias Hemeke im Top-Spiel gegen HSG Schwerte/Westhofen II. Auch in dieser Szene wird er erfolgreich am Wurf gehinert. Foto: Stratenschulte

Arnsberg. Es war das Aufeinandertreffen der beiden derzeit führenden Teams der Handball-Landesliga und einmal mehr nichts für schwache Nerven: In einer spannungsgeladenen Partie rang der TV Arnsberg Tabellenführer HSG Schwerte/Westhofen II vor heimischer Kulisse beim 21:21 (10:11) einen Punkt ab.


Wir sind weiter oben dran. Mehr wollten wir nicht", sagte TVA-Coach Grote zufrieden. 500 Zuschauer waren in die Rundturnhalle gekommen. Was sie zu sehen bekamen, war ein Kampf auf Augenhöhe, an dessen Ende ein leistungsgerechtes Remis stand.

Der TVA begann hochkonzentriert und lag nach fünf Minuten mit 3:1 in Front. Schnell zeigte sich aber, dass mit der HSG Schwerte/Westhofen II nicht irgendein Gegner ins Sauerland gekommen war. Das perfekt eingespielte Gäste-Team war mit fünf ehemaligen Regionalligaspielern und einigen "jungen Wilden" aus der A-Jugend gespickt und zeigte unmissverständlich, warum man derzeit Tabellenführer ist. Eiskalt nutzte Schwerte jede Arnsberger Unachtsamkeit und setzte sich nach 15 Minuten erstmals mit drei Toren ab. Bis zur Halbzeit konnten Willecke und Co. auf 10:11 verkürzen.

Der zweite Durchgang bot in seiner Dramatik alles, was das Drehbuch eines Spitzenspiel braucht. Lediglich das Schiedsrichtergespann verhinderte ein ähnliches Handballfest, wie es die Arnsberger gegen Welper gefeiert hatten. In vielen Situation ließen die Unparteiischen das nötige Fingerspitzengefühl vermissen. Der Dramatik des Spiels tat das jedoch keinen Abbruch: Arnsberg kämpfte verbissen und blieb Schwerte immer bis auf ein Tor auf den Fersen. Als Marian Stratenschulte sieben Minuten vor Schluss beim Spielstand von 18:20 die Nerven am Siebenmeterpunkt behielt, den Ball eiskalt versenkte und Persch zwei Minuten später den Ausgleich per Tempogegenstoß markierte, verwandelten die Zuschauer die Rundturnhalle in ein Tollhaus.

Zum unglücklichen Helden der Schlussphase wurde Arnsbergs Jan Klute. Im Kampf Auge um Auge, Zahn um Zahn gegen Schwertes Schlussmann und Spielertrainer Mischa Quass zog er den Kürzeren: Sechs Minuten vor Schluss scheiterte Klute am Kreis völlig frei am Schwerter Torwart. Zwei Minuten später entschärfte Mischa Quass dann auch noch einen Tempogegenstoß von Klute. In dem mitreißenden Duell der beiden wurde Quass so zum glücklichen, Klute zum unglücklichen Helden.

"Wir haben da überlegt, ob wir Jan runter nehmen sollen", erklärte Rolf Grote, "aber in der Deckung hat er bärig gekämpft." In der 58. Minute brachte TVA-Kapitän Ingo Willecke seine Mannen erstmals in Front. Schwerte nahm 50 Sekunden vor Schluss noch eine Auszeit und erzielte im letzten Angriff den verdienten Ausgleich. "Gegen Quass konntest du heute machen, was du wolltest. Er hat uns den Zahn gezogen", sagte Harald Jung, als er nach dem Spiel mit seinem Gegenspieler Jens Klostermann über das Spitzenspiel diskutierte. "Natürlich sind wir mit einem Punkt nicht zufrieden", sagte Klostermann. "Beim Rückspiel gibt es dann aber die große Meisterfeier mit beiden Teams in unserer Halle."

Arnsberg - Schwerte/W. 21:21 (10:11) TVA: Menge, Büngener; Niehaus, Willecke (2), Grüne, Schmidt, Capristo (3), Thüsing (2/2), Persch (4), Jung (1), Stratenschulte 3/1, Jürgensmeier, Klute (3), Hemeke (2). - Spielfilm: 3:1 (5.), 3:4 (10.), 4:7 (15.), 5:9 (23.), 9:10 (28.), 13:14 (40.), 16:16 (45.), 18:20 (53.), 20:20 (55.), 21:20 (57.), 21:21 (60.).


15.01.2006 Von Fabian Stratenschulte

Pleite nach klarer Führung

Haltern - Handball-Verbandsligist HSC Haltern-Sythen nähert sich nach dem 20:27 (12:7) beim VfL Eintracht Hagen II immer mehr dem Tabellenende.

Dabei war in diesem Vier-Punkte-Spiel durchaus für die Halterner etwas zu holen.

Beide Mannschaften gingen geschwächt in die Partie und es wurde eine Begegnung auf Augenhöhe. Das 5:5 in der 17. Minute war allerdings für die Truppe von Trainer Kay Sparenberg schmeichelhaft. Das lag vor allem daran, dass Keeper Christoph Kintrup unter anderem drei Siebenmeter entschärfte. In den verbleibenden Minuten bis zur Pause stand die Halterner Deckung gut und der Angriff traf. So führten die Halterner fast beruhigend zur Pause mit 12:7.

In der Halbzeit warnte Sparenberg seine Truppe davor, dass die Partie noch längst nicht gegessen war, womit er Recht behalten sollte.

Unverändert ging der HSC aufs Hallenparkett, erspielte sich sogar einen Sechs-Tore-Vorsprung. Doch innerhalb von sechs Minuten und 40 Sekunden war die Führung dahin, Hagen glich zum 14:14 aus. Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. 18:15 führten die Gastgeber. Haltern wechselte aus, das half zunächst. Andreas Berheide gelang der erneute Ausgleich zum 18:18. Stephan Lüer brachte seine Farben sogar noch einmal mit 19:18 in Front. Doch dann dominierten die Fehler beim HSC, allen voran bei Markus Engberding und Jörg Lepkes. Nach dem 22:20 trafen die Hausherren fünf Mal in Folge zum 27:20.

"Insgesamt war unsere Leistung okay. Letztendlich war es aber doch ein verdienter Sieg der Hagener. Wir haben mehrfach Charakter gezeigt. Aber wir konnten die klare Führung nicht halten. Und daran waren alle beteiligt. Dass Hagen nach 55 Minuten nur 22 Mal getroffen hatte, war okay. Aber unsere 20 Treffer waren zu diesem Zeitpunkt einfach zu wenig", ärgerte sich Sparenberg auch darüber, dass seine erfahrenen Akteure wie Spiekermann und Drüppel, der sechs Fahrkarten verzeichnete, nur mit jeweils zwei Treffern aus der Halle gingen. Auch Lepkes Ausbeute war schwach.

Nun steht dem Halterner Verbandsligisten wieder eine Pause bevor, denn die Partie in Lennestadt wurde auf den 25. Februar verlegt.

- Wilfried Dreßler


HSC: - Kintrup, Feldmann - Engberding (4), Redemann (3), Lepkes (4/3), Spiekermann (2), Lüer (2), Berheide (2), Drüppel (2), Korte (1).


15. Januar 2006 | Quelle:
OSC fit für den Gipfel

Bestens präpariert für das Spitzenspiel am Donnerstag beim ASC Dortmund zeigte sich Handball-Landesligist OSC Dortmund.

Die Schützlinge von Uli Teis bezwangen Westfalia Hörde mit 31:23, dagegen musste sich der ASC bei Borussia Höchsten mit einem 23:23 begnügen. Der HC Süd 2 schaffte mit einem Sieg in Westerholt den Sprung ins Mittelfeld der Tabelle, die DJK Oespel-Kley war beim Tabellendritten Hamm überfordert.

OSC Dortmund - Westfalia Hörde 31:23 (11:13) - - Auch dieses Derby konnte der OSC Dortmund für sich entscheiden. Bis zur Halbzeit sah es allerdings nicht so aus. Hörde führte schnell mit 6:3 (9.). Auch nach 23 Minuten (7:11) fand der OSC nicht richtig ins Spiel. Die Mannen von Uli Teis liefen oft einem Gegenstoß der Hörder hinterher.

Die Schützlinge von Stephan Schneck spielten ihre Angriffe geduldig und nutzten die Fehler des OSC. Nach dem Wechsel kam ein anderer OSC aus der Kabine, glich aus und zog zügig auf 22:16 (44.) davon. Die Abwehr stand nun besser, im Angriff wurde mit mehr Druck gespielt. Beim 28:19 (54.) war die Partie endgültig entschieden. Teis meinte froh: "Wie wir uns in der zweiten Hälfte präsentiert haben, ist unser Sieg gerecht. Wenn wir allerdings gegen den ASC bestehen wollen, müssen wir uns steigern."

Schneck war nicht unzufrieden: "Wir haben den Spitzenreiter geärgert. Später machte sich der Kräfteverschleiß aber bemerkbar."

OSC - : Zielony, Puschmann; Edeling (2), Knop (1), Lepine (8), Hoffmann (8/2), Fuss (1), Asshoff (1), Di Carlo, Borgmann (6/3), Ahn (2), Haaß (2), Kremerskothen

Hörde - : Vennhaus, Sandhof, Litzmann (1), Bräutigam (3), Bachmann (1), Kähler (3), Klotz (3), Halberstadt (4), Jahn, Sieland (2), Birkelbach (5/2), Schmolke (1).

SV Westerholt - HC Dortmund-Süd 2 23:32 - (11:15) - " Mit diesem Erfolg schafften die Südlichen den Sprung ins Mittelfeld. Von der ersten Minute an waren die Gäste "Herr im Haus". Im Angriff spielten sie geduldig ihre Chancen heraus, und im Tor zeigte Dominik Rützel eine ganz starke Leistung.

Auch als die Südlichen in der zweiten Halbzeit einen kleinen Durchhänger hatten und die Westerholter auf 18:22 (45.) verkürzten, geriet die HC-Reserve nicht in Panik und brachte die Partie konzentriert nach Hause.

Trainer Dirk Schmelter freute sich über "eine sehr starke Leistung. Wir haben endlich einmal über 60 Minuten gut dagegen gehalten."

Süd 2: - Rützel; Stübe (2), Adorf (3), Müller (3), Abraham (2), Kötter (5/2), Cipa (9), Höhm (3/2), Schulte-Berthold (4), Dittrich, Kurth (1).

ASV Hamm 2 - DJK Oespel-Kley 32:18 (18:8) - - In Hamm gab es für die Oespeler wirklich nichts zu holen. Schnell lagen die Gäste mit 1:9 (10.) im Hintertreffen. Auch im weiteren Verlauf konnten die den Rückstand nicht verkürzen. Zur Pause war die Partie bereits entschieden.

Nach dem Wechsel steigerten sich die Spieler von Rüdiger Edeling zwar, doch schlossen sie weiterhin zu früh ab und liefen immer wieder in Hammer Konter. Edeling: "Das war sicher keine Mannschaft, mit der wir uns messen können. Wir waren hier chancenlos und müssen unsere Punkte woanders holen.

Oespel-Kley: - Kiefer, Schinkel; Gettys (2), Steiner, Ochoa (3), Schliephake, Steinbach (5/2), Raeder (2), Horacek (4), Schöner (2/2), Krüger, Sänger.

Borussia Höchsten - ASC Dortmund 23:23 (14:9) - - Für Neuling Höchsten kommt diese Punkteteilung einem Sieg gleich. Acht Minuten vor dem Abpfiff lagen die Borussen 20:23 im Hintertreffen, selbst Trainer "Topper" Bötzel glaubte nicht mehr an Zählbares. Doch dann mobilisierten die Höchstener ihre letzten Kräfte, Christian Nolte hielt trotz eines Pferdekusses in der Wade durch und glich Sekunden vor dem Abpfiff per Siebenmeter aus.

"Heute dürfen wir schmollen, ab morgen gucken wir wieder nach vorn", erklärte ASC-Trainer Karsten Liese, dem nicht allzuviel am gestrigen Abend schmeckte: "Im Angriff haben wir nichts hinbekommen, die Deckung war gegen Christian Nolte und Heuner nicht entschlossen genug, und die Schiedsrichter-Entscheidungen waren oftmals mehr als fragwürdig." - flo/eha

Höchsten - : Clemens, Dieckerhoff, Drees (2/1), C. Nolte (8/1), Niehörster (1), Brenscheidt (3), Danker (1), S. Nolte, Linnhoff, Brünger, Heuner (8).

ASC: - Hering, Lueg, Pothmann (1), Rehr, Ißleib (1), Gladen (1), Heinrich (4), Rapp (1), Heldner (3), Rademacher (4), Roring (6/3), Richter (3).


15. Januar 2006 | Quelle:
Dortmund
HC Süd verliert Anschluss zur Spitze

Das Thema Aufstieg ist für den HC Dortmund-Süd vorerst in ganz weite Ferne gerückt. Zum Ausklang der ersten Serie unterlagen die Schützlinge von Trainer Dirk Lohse gestern im Verfolgerduell auf Spitzenreiter LIT Nordhemmern beim VfL Viktoria Mennighüffen letztlich klar mit 28:34 (13:16).

Neben Sebastian Dreiszis (Faserriss) und Sebastian Pyde (verhindert) mussten die Südlichen kurzfristig auch noch auf den grippekranken Andreas Kuno verzichten. Das machte sich vor allem in der Abwehr, die nie zu der erforderlichen Stabilität fand, bemerkbar. Zudem erwischte der Tabellenzweite aus Ostwestfalen den besseren Start, legte schnell ein 3:0 vor. Trotz aller Anstrengungen lief der HC diesem Rückstand fortan ständig hinterher.

Als dann auch noch Daniel Hammes, bis dahin acht Mal erfolgreich, nach 40 Minuten auf Grund seiner dritten Zeitstrafe mit der roten Karte das Feld verlassen musste, reduzierten sich die Chancen der Dortmunder weiter. Mennighüffen setzte sich nun dank eines energischen Zwischenspurts vorentscheidend auf 26:19 ab und war anschließend bis zum Abpfiff nicht mehr ernsthaft gefährdet.

Lohse: "Neben der für solch einen starken Gegner unzureichenden Abwehrarbeit, waren wir auch im Angriff aus dem Rückraum und vom Kreis letztendlich nicht durchschlagskräftig genug." - PL


HC Süd: - Makrutzki, Massat (ab 40.); Mund (1), Pixberg (1), Bergfeld (6), Wohlfeil (2), Esser (4), Maruska (2), Schulte-berthold, Overkamp, Fege, Konkel (4/3), Hammes (8/3).

Dortmund
Schürens Rückraum zu harmlos

Der Start ins neue Handball-Jahr ist missglückt. Der Verbandsligist TSG Schüren unterlag gestern Nachmittag im letzten Spiel der Hinserie vor eigenem Publikum dem TuS Bommern mit 22:25 (7:11).

Dabei fanden die Schützlinge von Trainer Alexander Maistrenko eigentlich nie richtig ins Spiel, erwischten einen denkbar schlechten Start. Nach nur wenigen Minuten führte der Gast aus Witten mit 5:1 und gab diesen Vorsprung bis zum Seitenwechsel auch nicht mehr ab. Vor allem aus dem Rückraum mangelte es den Hausherren über die gesamte Distanz an der erforderlichen Durchschlagskraft. Einfache Fehler nutzte Bommern immer wieder zu Tempogegenstößen. Überhaupt waren die Schürener dem schnellen Spiel des Gastes diesmal nicht gewachsen.

An dem Ablauf änderte sich auch in Hälfte zwei nichts. Zügig zog der Nachbar bis auf 16:9 davon und ließ sich in der Folgezeit nicht mehr vom eingeschlagenen Kurs abbringen. Erst in der Schlussphase, als die Partie längst entschieden war, konnte die TSG etwas Ergebniskosmetik betreiben und das Resultat in vertretbare Grenzen bugsieren. Damit kehrt in Schüren allmählich wieder Normalität ein. Nächste Woche daheim muss gegen Schalke gepunktet werden, sonst droht das Mittelmaß. - PL


TSG: - Nocke, Timm (ab 31.); J. Krefter, Linnebank (2), Pebler (4), Porrmann (1), Wildförster (1), Sattur (2), Dickehage (6/4), Brauner (3), Sanders (1), Berges (2/1).


15. Januar 2006 | Quelle:
Aus und vorbei: Linscheid meldet Oberliga-Team ab


HANDBALL Rückzug zum Saisonende auf Druck des Hauptvorstandes. Schwerwiegende Differenzen über Finanzierbarkeit des Spielbetriebs
Von Axel Meyrich

SCHALKSMÜHLE · Die Bombe platzte gestern Abend um 18.46 Uhr, direkt nach dem Meisterschaftsspiel gegen LIT Nordhemmern: Der TuS Linscheid/Heedfeld nimmt nach Ende der Saison 2005/2006 Abschied vom Leistungshandball und zieht seine 1. Mannschaft von der Ober- voraussichtlich in die Bezirksliga zurück. Auch wenn zu den Gründen offiziell nicht Stellung genommen wurde, sind wohl schwerwiegende Differenzen innerhalb des Vereins über die Finanzierung der Oberliga-Mannschaft der Grund für den gravierenden Schritt.

Handball-Abteilungschef Reinhard Grünefeld und sein Stellvertreter Uwe Berker verlasen gestern mit belegter Stimme und Tränen in den Augen vorgefertigte Erklärungen, aus denen hervorging, dass sich die Handball-Abteilung dem Druck des Hauptvorstandes beugt. "Ohne Mitgliederbefragung ist vom Hauptvorstand dieser Entschluss gefasst worden", so Grünefeld. Daraufhin hätten er selbst und Uwe Berker bereits am Donnerstag mit sofortiger Wirkung ihre Ämter niedergelegt.

Weder Grünefeld noch Uwe Berker und auch nicht der ehemalige 1. Vorsitzende Manfred Berker, der gestern in scharfer Form den amtierenden Hauptvorstand attackierte ("Der Vorstand sägt den Ast ab, auf dem er sitzt. Die Handballer sind das Herzstück des Vereins.") wollten Stellung zu den Hintergründen des bevorstehenden Rückzugs nehmen. Andere Stimmen von Funktionsträgern aus der Handball-Abteilung zeichnen unterdessen ein wesentlich differenzierteres Bild der Lage, sehen die Führung der Handball-Abteilung als Hauptverantwortliche für den bevorstehenden Niedergang. Der gestrige Auftritt von Grünefeld und Berker wurde dabei als "inszenierte Telenovela" bewertet. Und: Angeblich habe der Handball-Vorstand bereits seit Oktober 2005 von der Absicht des Hauptvorstandes und - noch wichtiger - von den Gründen dafür gewusst. Mehr als einmal habe der Linscheider Hauptverein nämlich finanziell in erhebliche Vorleistung treten müssen, weil die Handball-Abteilung nicht in der Lage gewesen sei, zugesagte Gelder aus dem Sponsorenbereich zur Verfügung zu stellen. Zuletzt habe der Hauptverein einen Betrag von 12 000 Euro vorschießen und die Vereinskonten überziehen müssen. Selbst auf mehrfaches Drängen, den Verpflichtungen nachzukommen, hätten die Verantwortlichen der Handball-Abteilung nicht reagiert.

Neben blankem Entsetzen wurde daher gestern auch Verständnis für den Schritt des Hauptvorstandes um den 1. Vorsitzenden Uwe Thieltges, der nicht zugegen war, geäußert. "Die Mitglieder des Hauptvorstandes haften persönlich. Es kann niemand verlangen, dass auf Dauer so ein Drahtseilakt mitgegangen wird, der den gesamten Verein gefährdet", hieß es.

Am 27. Januar trifft sich die Linscheider Handball-Abteilung zur Jahreshauptversammlung. Ein Datum, an das zumindest Heiko Fischer, Trainer der 1. Mannschaft, Hoffnungen knüpft. "Wir glauben daran, dass es weitergeht", sagte der Hagener gestern. Angesichts der riesigen Gräben, die sich innerhalb des TuS Linscheid/Heedfeld auftun, eine sehr optimistische Prognose.

[16.01.2006]
Nur eine sportliche Randnotiz


HANDBALL-OBERLIGA TuS Linscheid/Heedfeld - LIT Nordhemmern 24:30 (12:15). Die Gastgeber machen dem Spitzenreiter das Leben schwer. Doppelte Manndeckung erfolgreich


Überzeugende Vorstellung bei der moderaten 24:30-Niederlage gegen den Tabellenführer LIT Nordhemmern: der siebenfache Linscheider Torschütze Tim Crone. · Foto: vom Brocke
Von Axel Meyrich

SCHALKSMÜHLE · Sie hatten sich prima verkauft, dem Oberliga-Primus einiges abverlangt - und doch wird über kaum ein Saisonspiel des TuS Linscheid/Heedfeld so wenig gesprochen werden wie über die gestrige Partie gegen den LIT Nordhemmern. Beinahe unmittelbar nach dem Schlusspfiff gab die Handball-Abteilung des TuS den Rückzug aus der Oberliga zum Saisonende bekannt (1. Heimatsportseite) und stellte damit auch ein Spiel in den Schatten, das aus Gastgebersicht mehr verdient hatte als sein Dasein als sportliche Randnotiz.

Mit einer doppelten Manndeckung ließ Linscheids Trainer Heiko Fischer von Beginn an gegen Bredemeier, Wulfing oder Themann spielen und erwischte die Ostwestfalen dabei offensichtlich auf dem falschen Fuß. Abgesehen von den überragenden Fähigkeiten des schnellen Linksaußen Borcherding, der sowohl Brahimi als auch Allissa immer wieder mächtig "alt" aussehen ließ, gelang dem Gast offensiv zunächst nicht viel. Linscheid hingegen spielte frechen, selbstbewussten Handball, was in Crones Treffer zur 8:7-Führung nach Kempa-Zuspiel von Schierbaum "gipfelte" (18.). Zwar berappelte sich LIT schnell wieder und ging bis zum Pausenpfiff der nicht nur einmal beidseitig unangemessen bestrafenden Unparteiischen Kreuzer/Tews (Dortmund/Witten) mit 15:12 in Führung, doch bis zum 18:21 (Hell/45.) blieb der Underdog zumindest auf Tuchfühlung.

Dann aber passierte das, was der Linscheider Anhang befürchtet hatte: Der Kräfteverschleiß des bis dato effizient durchspielenden Rückraums Dralus, Schierbaum und Crone wurde zu groß, zumal von den Außenpositionen gegen den stark haltenden Buhrmester kaum Entlastung kam. Und so untermauerte zumindest das LIT-Gegenstoßspiel über Borcherding und Kappelt, warum die Petkevicius-Sieben das Klassement so deutlich anführt.

Gerlings vorzeitiges Ausscheiden nach der dritten Zeitstrafe steckte der Gast ebenso weg wie die rote Karte gegen Co-Trainer "Schorse" Borgmann nach einem Disput mit einem Linscheider Zuschauer. Ein weiterer LIT-Betreuer konnte unterdessen von Glück sagen, dass die Unparteiischen einen Schubser gegen Dralus nach Zusammenprall mit Buhrmester nur mit einer 2-Minuten-Bankstrafe bedachten.

Schnell hatten sich die Gemüeter nach dieser hektischen Szene in der Schlussphase aber wieder beruhigt, ehe es kurze Zeit später im Hallenfoyer hektisch wurde. Das freilich aus einem ganz anderen Grund...

TuS Linscheid/Heedfeld: Deuter (1.-42.), Huhn (42.-60.) - Dralus (6), Schierbaum (4/1), Fischer, Schürfeld, Crone (7), Hell (1), Brahimi (2), Clever (1), Bouwain (2), Allissa (1)

LIT Nordhemmern: Buhrmester, Horstmeier (n.e.) - Petkevicius (3), Südmeier (n.e.), Themann (1/1), Hampel (2), Kappelt (4), Rüther (1), Mangold (n.e.), Möhle (2), Wulfing (5), Borcherding (9), Gerling, Bredemeier (3/2)

[16.01.2006]

Ein ganz bitteres Hinrunden-Finale


HANDBALL-VERBANDSLIGA TuS Hattingen - HSG Lüd. 33:31 (13:16)


Starke Vorstellung: Linkshänder Markus Schulte.
HATTINGEN · Ganz bitteres Hinrunden-Finale für die HSG Lüdenscheid: Zum einen verpasste das Schlusslicht bei der gestrigen unglücklichen 31:33-Niederlage beim Tabellendritten TuS Hattingen zumindest einen weiteren Teilerfolg, zum anderen ist der Rückstand zum rettenden Ufer durch die Siege der Konkurrenz auf fünf Zähler angewachsen. So war es für Trainer Markus Schürhoff nur ein schwacher Trost, dass sein Team (ohne Hießerich/Magen-Darm-Grippe) rein leistungsmäßig den Aufwärtstrend fortgesetzt hatte.

In der "Festung Kreissporthalle" schien der zu Hause noch ungeschlagene Aufsteiger die Bergstädter mit Hochgeschwindigkeits-Handball in einem anfänglichen Spiel 5:5 (Manndeckungen für Fath und H. Neumann) überrennen zu wollen. Nach nicht einmal 150 Sekunden hieß es 3:1, doch die Bergstädter blieben cool. Auch sie setzten zwar auf Tempo, aber gemäßigter. Während der TuS in der Offensive zunehmend ungenauer wurde, zudem zeitweise an Klose zu verzweifeln schien, hatte die HSG mit abgeklärteren Angriffsaktionen mehr Erfolg. Beim 6:5 (8.) war die erste Führung perfekt, und dank eines blendend aufgelegten Schulte, Merkle und auch Fath (seine Manndeckung wurde nach 15 Minuten aufgehoben) wurde der Vorsprung bis auf vier Tore ausgebaut (12:8, 16:12). Und hätte die Konzentration auch noch für ein ordentliches Überzahlspiel gereicht, wäre auch ein höherer Vorsprung möglich gewesen.

Immerhin, bis Minute 40 konservierte die HSG einen Drei-Tore-Vorsprung (22:19), ehe ein Mischung aus eigenen Fehlern und wenig nachvollziehbaren Entscheidungen des bis dato erstklassigen Schiedsrichtergespanns Halberstadt/Spieth die Wende einleitete: dumme Zeitstrafe für Merkle wegen Meckerns, kurz darauf folgt ihm Sebastian Klung - in Überzahl gleicht Hattingen zum 22:22 aus, führt wenig später gar 24:22. Fortan sieht sich der Gast fast permanent in Unterzahl, muss auch noch rote Karten für Sebastian Klung (46./unberechtigt) und L. Hücking (51./berechtigt) verkraften. So muss auch der angeschlagene Adam noch aufs Feld, mit viel Moral bleiben dieBergstädter dran (30:29, 31:30, 32:31). Ein Merkle-Fehlpass, Faths "Lustwurf" und von Rheins Fangfehler verhindern aber am Ende, dass eine starke Leistung Zählbares bringt. · Ku

TuS: Trippe, Junker - Schmolla (1), Otte (7), Clodt (8), Stammer, Düerkop (1), Ohrmann, J.P. Neumann, H. Neumann (4), Delgado (2), Kersebaum (5), Rode (5/4)

HSG: Klose, J.D. Hücking (bei einem 7 m) - S. Klung, Kriegeskorte (4), Adam, von Rhein, L. Hücking (1), K. Klung, Schulte (10/2), Köster, Merkle (6), Fath (10/2)

Kein Vergleich zur Vorwoche


HANDBALL SG Schalksmühle-Halver II - RSV Eiserfeld 37:32 (17:15)
SCHALKSMÜHLE · Zweiter Sieg in Serie für die Verbandsliga-Handballer der SG Schalksmühle-Halver II und wieder ein ganz wichtiger: Mit 37:32 (17:15) behielt die Köpp-Sieben am Samstag die Oberhand gegen den RSV Eiserfeld und hat sich im Abstiegskampf die dringend benötigte Luft verschafft.

Obwohl Oliver De Liello nicht zur Verfügung stand (mit der 1. Mannschaft in Haan), hatte die Leistung der Gastgeber vor 80 Zuschauern - darunter eine lautstarke Kolonie aus dem Siegerland - nichts mit dem biederen Auftritt der Vorwoche zu tun. Was ein Stück weit auch am Gegner lag. Ähnlich wie die SG, spielt der RSV einen modernen Tempohandball, der den Hausherren eigentlich liegt, ihnen zunächst allerdings zu schaffen machte. Speziell im linken Rückraum erarbeiteten sich Bäumner und später Scholz Vorteile. Christopher Ebbinghaus bekam beide RSVer nicht in den Griff. Folge: Die Sieben von Trainer "Jo" Braun lag knapp in Führung (1:3, 3:4, 4:5), zumal die Feinjustierung der SG-Angreifer noch nicht gefunden war.

Doch es wurde besser. Speziell der A-Jugendliche Johannes Ebbinghaus (sechs Treffer in Durchgang eins) setzte sich in der Rückraummitte mehrfach kraftvoll durch, in seinem Sog fand auch der "große" Ebbinghaus im rechten Rückraum immer besser ins Spiel. Am Ende sollte Christopher mit zehn Treffern gar bester SG-Torschütze sein. Beim 6:5 (Blumberg/13.) führten die Gastgeber erstmals, nutzten konsequent Lücken in der RSV-Abwehr aus und erzielten schon vor der Pause fünf (!) Treffer in numerischer Unterzahl.

Der Gast reagierte, wechselte nach Wiederbeginn den Torhüter und deckte 5:1 statt 6:0. Ein System, das letztlich nicht griff. Binnen neun Minuten hatte sich die SG, bei der auch Rechtsaußen Markus Hildebrandt, Philip Turck und Regisseur Christian Feldmann überzeugten, auf 23:17 abgesetzt. Indes: Eiserfeld gab nicht auf, deckte noch offensiver im 4:2-System und kämpfte sich bis auf 33:31 (Egger/58.) heran. Doch die rote Karte gegen Scholz (RSV/59.), mehrere Gersmeyer-Paraden sowie durch Hektik bedingte RSV-Offensivfehler öffneten der SG die Tür, um vornehmlich per Gegenstoß die letzten Zweifel am Sieg zu beseitigen. · yri

SG Schalksmühle-Halver II: Gersmeyer, Bahr (bei drei 7m) - J. Ebbinghaus (7/1), Feldmann (1), Hildebrandt (6), Bock (n.e.), Lausberg (n.e.), C. Ebbinghaus (10/3), Turck (4), Pütz, Blumberg (7), Potberg (2), Dirks (n.e.), Radziej

RSV Eiserfeld: Eckhardt (1.-30.), Schröder (31.-60.), Dickel (n.e.) - Sommer, Egger (6/4), Weiskirch (5), Wied, Nies (6), Feierabend (5), Wagener, Bäumner (5/1), Friesenhagen, Scholz (4), Wetzel (1)

[16.01.2006]

Antworten:

Danke,sehr interessant mal andere Berichte zu lesen.

von Freund - am 16.01.2006 12:59
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