Do-Presse

Startbeitrag von Die Quelle am 17.01.2006 21:21

DortmundLohse braucht Bedenkzeit

Gleichzeitig mit dem ersten Pflichtspiel 2006 beendeten die ranghöchsten Dortmunder Handball-Teams ihre Hinserie. Das Fazit fällt unterschiedlich aus.

Beim Oberligisten HC Süd, der ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitspielen wollte, fehlen Trainer Dirk Lohse - zwei Punkte in der Zwischenbilanz: "Die Heimniederlage gegen Altenhagen schmerzt. Ansonsten haben wir die Pflicht erfüllt. In Ferndorf, Lemgo, Nordhemmern und Mennighüffen wurden uns allerdings auch die Grenzen aufgezeigt."

Serie wiederholen

Sein Ziel für die Rückrunde lautet nun Platz zwei und den ein oder anderen Erfolg gegen eines der Spitzenteams, die alle in Dortmund antreten müssen: "Es wäre schön, wenn wir die tolle zweite Serie aus dem letzten Jahr wiederholen könnten." Parallel laufen die Planungen für die Zukunft. Die Verantwortlichen würden gerne mit Lohse weiterarbeiten. Der aber hat sich noch Bedenkzeit bis Februar ausgebeten. In jedem Fall aber soll die Mannschaft umstrukturiert, sprich verjüngt werden.

Die letzten beiden Niederlagen trübten ein wenig die Freude des Verbandsligisten TSG Schüren über eine ansonsten starke Hinrunde. Unter dem neuen Trainer Alexander Maistrenko - legte die TSG das Image der grauen Maus ab und spielte sich unerwartet auf Rang fünf. Die Position in der oberen Tabellenhälfte soll nun nach Vorstellungen von Team-Manager Udo Fricke - als Basis für die weitere Zukunft herhalten.

Die wird ohne Dirk Schneider - stattfinden, dessen vermutlich vorzeitiges verletzungsbedingtes Karriereende augenblicklich noch Probleme aufwirft. Schürens Rückraum mangelt es an Durchschlagskraft, die muss über spielerische Mittel kompensiert werden. Gedanken an einen gefährdeten Klassenerhalt müssen nicht mehr verschwendet werden. Und die Anstrengungen, Maistrenko weiter zu verpflichten, laufen.

OSC überrascht

Dortmunder Gesellschaft könnte die TSG zur nächsten Saison erhalten. In der Landesliga liegen mit dem OSC und dem ASC 09 zwei Formationen aussichtsreich im Rennen. Gemeinsam mit der hochgehandelten Reserve des ASV Hamm werden sie den Titel unter sich aus machen. Überraschend die Nase vorn gegenüber den höher eingestuften Konkurrenten hat derzeit Trainer Uli Teis - mit dem OSC. Daran können die Aplerbecker um Coach Karsten Liese auch durch einen Derbysieg nicht rütteln. An der Spitze und dem Gewinn des Halbzeit-Titels wird sich wegen des Drei-Punkte-Vorsprungs nach dem mit Spannung erwarteten Nachholspiel des Spitzenreiters beim ASC morgen (20 Uhr, Schweizer Allee) nichts ändern. Abgerechnet wird am Schluss.

In der Liga-Mitte haben sich die Höchstener Borussen mit "Topper" Bötzel - am Regiepult als Aufsteiger erst einmal respektabel festgesetzt. Die Süd-Reserve um Dirk Schmelter - stellte mit zuletzt zwei Siegen den Anschluss her. Eng könnte es im unteren Drittel für Stephan Schneck - und Westfalia Hörde werden. Ganz eng ist es bereits für Rüdiger Edeling - und Oespel-Kley.

Gute Chancen auf den Sprung in diese Klasse hat sich ATV Dorstfeld verschafft. Carsten Hergert - führt mit seinem Schützlingen die Bezirksliga 4 an. Im Verfolgerfeld sitzt Westfalia Hombruch mit dem Gepann Peter Meurel/Kai Ruben - auf der Lauer. - PL

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Dirk Lohse: "Der Blick geht auch weiterhin nach oben"




Er schaffte in der Hinrunde den Sprung von der ATV-A-Jugend in den Oberliga-Kader des HC Süd: Sebastian Mund. (Bodo Goeke)

Für einen großen Teil der westfälischen Handball-Ligen war die Winterpause noch nicht das Ende der ersten Meisterschafts-Halbzeit. Erst am vergangenen Wochenende wurde der letzte Hinrunden-Spieltag absolviert - Zeit für eine Bilanz:

Der HC Do-Süd erklärte zu Saisonbeginn mutig, um den Aufstieg mitzuspielen zu wollen. Ein Unternehmen, das man angesichts von acht Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Nordhemmern als gescheitert betrachten muss? Dirk Lohse sieht das nicht so: "Wir gehören zu den stärksten Mannschaften der Liga, dass es mit Nordhemmern eine Ausnahme-Mannschaft geben würde, haben auch die anderen Spitzen-Teams wie Ferndorf oder Mennighüffen nicht erwartet." Immerhin spielte seine Mannschaft beständig gegen die untere Tabellenhälfte. "Das soll auch so bleiben", zeichnet Lohse ein Rückrunden-Ziel, "außerdem müssen Nordhemmern, Ferndorf und Mennighüffen bei uns antreten. . ."

Eine der großen Überraschungen der Hinrunde war sicher Verbandsligist TSG Schüren. Die kurzfristige Ersatzlösung für den krankheitsbedingt ausgefallenen Trainer Carsten Mißner wurde ein Volltreffer: Sascha Maystrenko und die drei Neuzugänge - allen voran Mittelmann Stefan Wildförster - gaben der Mannschaft ungeahnte Impulse. Der Spitzenplatz in der Tabelle lockte neue und alte Gesichter in die Sporthalle Gartenstadt, die TSG Schüren machte wieder Spaß. Ein herber Rückschlag war sicher das wohl endgültige Karriereende von Rückraum-Urgestein Dirk Schneider. Team-Manager Udo Fricke: "Wir werden versuchen, etwas Neues aufzubauen, wenn möglich um Sascha Maystrenko und Stefan Wildförster."

In der Landesliga erlaubt sich eine umfassende Hinrunden-Bilanz erst Ende dieser Woche: Am Donnerstag (20 Uhr) holen ASC 09 und OSC ihr Spitzenderby nach, dann wird sich zeigen, ob Überraschungs-Spitzenreiter OSC tatsächlich schon auf dem Weg in die Verbandsliga ist.

Beim ASC würde ein erneutes Scheitern nicht etwa den großen Schnitt zum Saisonende nach sich ziehen. Trainer Karsten Liese und ein Großteil der Mannschaft haben bereits jetzt ihr Weitermachen versprochen. Wie auch Nachwuchs-Koordinator Dieter Trippen. Der ist gleichzeitig Trainer bei Zweitliga-Spitzenreiter Beyeröhde. Auf die Frage, ob er denn nach einem Aufstieg noch Zeit für den ASC habe, bemerkte er gegenüber unserer Zeitung vielsagend: "Ich werde in der nächsten Saison keinen Bundesligisten trainieren." (vos)




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