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DerFan1, Bedauernder, Beobachter, Oberliga SH

Mönkeberg-Alt Duvenstedt 35:31; Jessen hört auf

Startbeitrag von Oberliga SH am 12.01.2007 12:21

Hagen Jessen hört zum Saisonende auf
Handball: Neuer Trainer beim TSV Alt Duvenstedt
Quelle:shz.de

Alt Duvenstedt/bc

Das Handball-Oberliga-Trainerkarussell im Kreis Rendsburg-Eckernförde dreht sich immer schneller. Nachdem bereits die HSG Hohn/Elsdorf mitten in der Saison ihren Trainer austauschen musste, gibt’s nun Neuigkeiten vom Lokalrivalen TSV Alt Duvenstedt. Zur kommenden Saison wird der bisherige Spielertrainer Hagen Jessen das Zepter beim TSV abgeben.

Gleich nach Neujahr tagte eine Dreier-Runde mit Jessen, Co-Trainer Sascha Zollinger sowie Manager Ingo Rohwer. In enger Absprache mit dem TSV-Vorstand wurden sich Gedanken über die Zukunft und Perspektiven ihres Vereins gemacht. Und die Alt Duvenstedter Verantwortlichen kamen zum Entschluss, dass ein Trainerwechsel der 1. Herrenmannschaft gut zu Gesicht stehen würde.

„Eingefahrene Strukturen“ sollen damit aufgebrochen werden: „Wir wollen nach vier Jahren Kontinuität etwas Neues probieren. Vier Jahre sind eine lange Zeit. Mit Hagens Arbeit hat das absolut nichts zu tun. Es gab keinerlei Dissonanzen“, erklärt Ingo Rohwer die Entscheidung, die ihn auch ein wenig wehmütig werden lässt: „Emotional gibt es eigentlichen keinen Grund, auf rein sachlicher Basis wurde diese Entscheidung gefällt. Für Außenstehende ist es wahrscheinlich schwer nachvollziehbar.“ Gespräche mit einem potenziellen Kandidaten gibt es bereits. Noch ist diese Trainer-Akte allerdings strenge Verschlusssache. Eine interne Lösung wird es aller Voraussicht aber nicht geben.

Das große Ziel Regionalliga-Aufstieg soll nicht aus den Augen verloren werden. Schaut man sich die Abstiegs-Konstellation in der Regionalliga an, wird es wahrscheinlich nie wieder so einfach sein aufzusteigen. Deshalb gießt Hagen Jessen auch kein zusätzliches Öl ins Feuer: „Ich werde den TSV keineswegs im Streit verlassen. Sicherlich hätte ich gerne weitergemacht, gerade vor dem Hintergrund, dass wir noch im Meisterrennen dabei sind. Nach 30 Jahren Handball bin ich aber auch nicht abgeneigt, im nächsten Jahr etwas kürzer zu treten“, blickt Jessen mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die Trainerfrage. Zudem hat Jessen dann auch wieder mehr Zeit für sein zweites großes Ziel: Das einstellige Handicap beim Golfen. Bei HC 11 ist der 39-Jährige bereits angekommen.

Natürlich wird an diesem Wochenende auch Handball gespielt. Am Sonntag (16.15 Uhr) geht’s für den TSV zum Schlusslicht SV Mönkeberg. Einen Selbstgänger erwartet Jessen trotzdem nicht, zumal sich auch beim SVM in der Pause einiges getan hat. Von Sven zu Frank Dahmke gab’s einen Trainerwechsel innerhalb der Familie, außerdem streifen sich die Alt-Zebras Holger Menke und Martin Schmidt erneut das Mönkeberger Trikot über. Jessen indes hat sein Team Kondition „bolzen“ lassen. Erste Erfolge konnten bei einem Vorbereitungsturnier in Meldorf gegen den Hamburger Oberliga-Tabellenführer TuS Esingen und die SG Hochdonn beobachtet werden. In beiden Partien lag der TSV zur Pause hoch zurück und drehte die Spiele im zweiten Durchgang.

Schlechte Nachrichten gibt’s dagegen aus dem Krankenlager. Christoph Bökeler (Kreuzbandanriss) wird dem TSV auch noch im Januar fehlen. Hinzu kommen Christopher Fock (Infekt) und Rene Staben (Bänderriss). Dafür soll Ruben Hagge aus der zweiten Mannschaft jetzt nur noch das Trikot der ersten Männer tragen.

Antworten:

Duvenstedt verliert verdient mit 4 Toren gegen das abgeschlagene Schlusslicht aus Mönkeberg. Mit dieser Leistung kann man laut Aussage von Hagen Jessen nicht mal in der Oberliga bestehen. Niemand hatte Normalform und auch die Torhüter agierten unglücklich. Ganz abgesehen von der eigenen Leistung haben sich die Mönkeberger auf ihr Spiel besonnen und ihre Torchancen konsequent genutzt.

Eine Veränderung der Spielweise des SV Mönkeberg durch den Neutrainer Frank Dahmke war zwar nicht zu erkennen, aber im Umfeld der Halle war zu hören, dass Kreisläufer Markus Dahlinger und Linksaußen Michael Koslowski den Verein aufgrund des Trainerwechsels und daraus resultierender Unstimmigkeiten verlassen haben. Was an der Geshichte dran ist kann ich nicht sagen, aber gespielt haben sie auf jeden Fall auch beide nicht.

Die Meisterschaft ist somit weiter sehr spannend und keiner kann sich in der Oberliga absetzen. Hohn, Wift und Duvenstedt machen es spannend. Unten konnten Hochdonn und jetzt auch Mönkeberg ein Ausrufezeichen setzen. Weiter Spiele und Veränderungen der Kader sind abzuwarten. Es verspricht sehr interessant zu werden.

Auf ins nächste Wochenende

von Beobachter - am 15.01.2007 09:34
Hat man in Duvenstedt Angst vor einem möglichen Aufstieg, verbunden mit einer Folgesaison, wie sie Schülp zur Zeit sportlich erlebt? Oder hat man angesichts der finanziellen Belastungen kalte Füße bekommen? Die Gefahr des Aufstiegs wird natürlich erheblich kleiner, wenn man Mannschaft und (Spieler-)Trainer so die Motivation raubt.

Anders kann man eigentlich die diletantische Vorgehensweise der Verantwortlichen in der Art und Weise der Veröffentlichung des Trainerwechsels und seinen Umgang eigentlich nicht verstehen.

Es ist schade mitanzusehen, welchen Stellenwert die sportliche Arbeit auf der Funktionsebene der Vereine mittlerweile zu haben scheint.

von Bedauernder - am 16.01.2007 17:02
Hallo Bedauernder,
ich glaube, Du siehst das man gar nicht so falsch, da scheint aber auch ein ganz schöner Machtkampf im Hintergrund zu laufen. Ich hoffe nur, dass die Vernunft siegt und beide Trainer zumindest bis Saisonende gemeinsam weitermachen (der Co- Trainer ist immens wichtig für das Team)

von DerFan1 - am 17.01.2007 19:14
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