MTV Herzhorn-SG Hochdonn/S/B 23:26 (10:14)

Startbeitrag von Oberliga SH am 17.02.2007 19:41

Die SG Hochdonn gewinnt nach langer Zeit mal wieder das prestigeträchtige Bezirks-Derby und setzt somit ihre Aufholjagd nach dem kleinen Dämpfer gegen Alt Duvenstedt weiter fort und kann sich weiterhin Hoffnungen machen das Unmögliche doch noch zu schaffen.

-ausführliche Berichte folgen.....

Antworten:

Super gespielt Jungs der SG Hochdonn/Süderhastedt/Burg
auch Herzhorn konnte unseren BLICK nach vorn nicht vernebeln.
Damit wäre dann ja auch die stärkste Abwehr in der Oberliga SH geschlagen.
Also weiter so, wir stehen zu Euch.

Eure Hochdonner FAN`S

von Hochdonner - am 17.02.2007 22:08
Mit heißem Herzen
SG Hochdonn gewinnt emotionales Oberliga-Bezirksderby
Glückstadt (we) Michael Stieper hatte auf dem Feld nichts mehr zu suchen – seit der 43. Minute schon, als ihn die dritte Zeitstrafe und damit die Rote Karte erwischte. Weil seine SG Hochdonn/Süderhastedt/Burg aber eine Auszeit genommen hatte, gestattete sich Stieper einen kurzen Spurt, der den Blick auf die Hallenuhr ermöglichte. „Jetzt bin ich sicher“, strahlte Stieper genau eine Minute vor Schluss. Der Dithmarscher Handball-Oberligist gewann das Bezirksderby beim MTV Herzhorn mit 26:23 (14:10).

„Ich war mir nie sicher“, sagte hingegen wenig später SG-Trainer Helge Thomsen, der noch einen weiteren Blick in sein aufgewühltes Innenleben gestattete: „Was? Wir waren sechs Tore vor? Das weiß ich gar nicht.“ Dieses 17:11 hatte in der 32. Minute Bestand gehabt. Sechs Tore bedeuten im Handball – nichts.

Nach 39:59 Minuten ereilte Stieper die zweite Zeitstrafe; gerade wieder drin, provozierte ihn eine Herzhorner Kreisattacke zur Roten Karte. In der 48. Minute glichen die Steinburger erstmals aus – 20:20, und wenn Frank Bruhnsen beim Tempogegenstoß nicht eingetreten wäre, hätte der eilfertige Favorit geführt. Wäre Hochdonn zurückgekommen?

Es ist eine müßige Spekulation, weil die bundesliga-erprobten Schiedsrichter nicht nur diesen Kreiseintritt erkannten, sondern auch sonst der aufgeladenen Derby-Atmosphäre standhielten, der Heimmannschaft jeden Bonus versagten. Trainer Thomsen schloss denn auch das Gespann in das Lob für die Mannschaft („Gekämpft bis zum Ende“) ein.

Trotz der starken Spielleitung forderte die emotionale Partie Opfer. Der Herzhorner Malte Hinrichs war nach Spielende schon wieder aus dem Krankenhaus zurück – Mittelhandbruch. Hendrik Meyn, der Ex-Herzhorner, saß mit einem Eisbeutel an der Stirn und dicker Beule auf der Bank. Moritz Brütt, ebenfalls mal für Herzhorn aktiv, spürte auch jeden Gesichtsknochen.

Vorher hatte sich Brütt aber als besonders treffsicher und guter Siebenmeterschütze bewährt. Nur in der 58. Minute warf er einen Siebenmeter an den Pfosten. Irgendwie kam der Abpraller zu Marc Eckhold. 25:22.

Das war der Zeitpunkt, als Michael Stieper sicher wurde. Mit immer noch heißem Herzen brüllte er vom Tribünenplatz Torwart Bastian Burchert an. Voller Anerkennung. Fürwahr: Der junge Schlussmann war Hochdonns Sieggarant. Aber nicht der einzige.

MTV Herzhorn: Sierck, Radden – Hesse (5), Dieckmann (4), Lüders, Demant (2), Clasen (4/2), Bruhnsen (2), Stephan Hinrichs (1), Pingel (1), Fahl, Warncke (1), Pauschert, Malte Hinrichs (3).

SG Hochdonn/Süderhastedt/Burg: Burchert, Vieth, Tietjens – Wegers (1), Brütt (11/4), Gorski (2), Roden (1), Stieper (3), Eckhold (4), Meyn, Mohr, Kevin Kock (2), Rill (2), Dennis Kock.

Schiedsrichter: Bolus/Foitzik (Stockelsdorf/Lübeck).

Zuschauer: 300.

Zeitstrafen: Herzhorn 5 – Hochdonn 6.

Rote Karten: Warncke (54.) – Stieper (43., beide nach 3 x 2 Minuten).


Quelle: www.sh-nordsee.de


von xy - am 19.02.2007 09:22
17.Feb.2007 MTV Herzhorn - Herren 1 23:26
Und doch nur zwei Punkte!
Die Vorzeichen waren deutlich. Aus dem Hinspiel hatten wir eine heftige Klatsche mit zwölf Toren bezogen und die Tabellensituation ließ keinen anderen Schluss, als einen ähnlich deutlichen Sieg der Herzhorner zu. In den Trainingseinheiten haben unsere Trainer aber offensichtlich die richtigen Wege und spielerischen Mittel gefunden, wie man die Herzhorner ein wenig ärgern kann.
Von Beginn an, schon vor dem Spiel in der Kabine, wurde uns klar gemacht, dass wir unsere spielerischen Fähigkeiten ganz gezielt und höchst konzentriert einzusetzen haben. Jegliche Provokationen sollte an uns abprallen. Aus einer starken Abwehr wollten wir unsere Konzeptionen ruhig vortragen. Mit dem Anpfiff waren dann auch alle hellwach.
Schon in den ersten Minuten zeigte sich, dass Basti, den man aus einer sehr starken Mannschaftsleistung noch herausheben kann, einen super Tag erwischt hatte. Ehe die Herzhorner ins Spiel eingreifen konnten, lagen wir schon mit 4:0 vorn. Klarste Chancen wurden von der Abwehr und Basti vereitelt. Im Angriff waren die Spielzüge konzentriert und zielsicher vorgetragen. Und, anders als im Heimspiel, die sich ergebenden Chancen wurden eiskalt genutzt.

Im Derby ist eine gewisse Härte schon fast Tradition. So war es nicht wirklich verwunderlich, dass es in diesem Spiel unseren sehr gut aufgelegten Moritz treffen würde. In einer leider für die Schiedsrichter nicht erkennbaren Situation wurde Moritz „Rote-Karten-würdig“ gefoult. Selbst die eigenen Zuschauer bekannten, dass es rot hätte geben müssen. Doch in dieser Situation gab es nichts. Moritz gab auf dem Spielfeld die richtige Antwort und traf ein ums andere Mal ins Herzhorner Tor.

Eine weitere Schlüsselsituation war das „Treffen“ von Hendrik und Malte Hinrichs. In einer unglücklichen Spielszene prallten Hennes Kopf und die Wurfhand des Herzhorners aufeinander mit dem Ergebnis einer riesigen Beule bei Henne und einem Handgelenkbruch bei Malte. Auf diesem Wege beiden gute Besserung.

Der Vorsprung aus den ersten Minuten hatte dann bis zur Pause Gültigkeit. In der Halbzeitansprache wurden wir dann auf die folgenden dreißig Minuten eingestellt. Mit dem variablen Spiel der ersten Halbzeit sollten wir den Vorsprung halten oder sogar ausbauen um ggf. nicht wieder einen Schlusskrimi zu gestalten, der dann wieder verloren geht.

Es gelang uns nicht. Nach der unglücklichen roten Karte gegen Michael kam Herzhorn wieder bis auf Unentschieden heran. Aber wie im ganzen Spiel war auf Basti Verlass. Tempogegenstöße und Siebenmeter waren an diesem Tag kein Problem. Herzhorn gelang der Ausgleich aber nie eine Führung. Ruhig wurde weitergespielt und die Tore für uns fielen fast zwangsläufig. Kurz vor Ende der Begegnung keimte dann die erste Hoffnung auf. Der Sieg in Glückstadt war möglich.

Die Taktik der Trainer ging auf und der Sieg war da. Alles richtig gemacht. Der Freudentaumel unbeschreiblich und die Fans zufrieden.

Aber auch für dieses Spiel gibt es nur zwei Punkte. Für uns ist mehr aus diesem Spiel zu nehmen. Wir können es noch schaffen. Wenn wir in jedem Spiel unsere Leistung abrufen können, ist der Abstieg zu vermeiden. Dazu brauchen wir auch unsere Fans. Also weiter geht’s mit dem Projekt Klassenerhalt.

Quelle: Homepage SG Hochdonn/S/B

von Oberliga SH - am 20.02.2007 10:26
Der MTV Herzhorn musste gegen die SG Hochdonn/Süderhastedt/Burg zur Kenntnis nehmen, das Derbys manchmal eigene Gesetze haben. In einer äußerst emotionsgeladenen, spannenden und kampfbetonten Handball-Oberligapartie zeigten die Gäste einen Tick mehr Willen und entschieden die Partie mit 26:23 (14:10) für sich. Für die Dithmarscher waren dies zwei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg, während die Gastgeber nun endgültig aus dem Rennen um die Meisterschaft ausgeschieden sind.


Die Herzhorner legten einen kompletten Fehlstart hin. Die SG erwischte die Blau-Gelben eiskalt und ging bis zur 8. Minute durch Moritz Brütt mit 4:0 in Führung. Erst in der 12. Minute gelang Sven Hesse der Treffer zum 1:4 und bereits in dieser Anfangsphase zeigte sich deutlich, dass es zu einer *Abwehrschlacht“ kommen würde. Beide Seiten agierten sehr aggressiv und oftmals ging die gegnerische Hand nicht zum Ball, sondern in den Mann. Die Hochdonner zeigten sich dabei hervorragend eingestellt, deckten sehr offensiv und stellten damit die Gastgeber vor große Probleme. Die MTVer versuchten immer wieder über die Mitte zum Erfolg zu kommen, wurden jedoch häufig geblockt oder scheiterten am hervorragenden SG-Keeper Bastian Burchert.


Erst gegen Ende der ersten Halbzeit kamen die Gastgeber besser zurecht und als Malte Hinrichs in der 28. Minute zum 10:12 verkürzt hatte, war die Partie wieder offen. In dieser Szene verletzte sich Hinrichs jedoch so schwer, dass er mit Verdacht auf Mittelhandbruch ausschied. Doch auch Gegner Hendrik Meyn überstand diese Szene nicht schadlos und musste lange Zeit behandelt werden.


Die noch verbleibende Zeit bis zur Pause stand dann ganz im Zeichen der Gäste, die ihren Vorsprung wieder auf vier Treffer ausbauten. Den Blau-Gelben gelang anschließend ein wesentlich besserer Einstieg in die Partie, denn Sven Hesse traf sofort zum 11:14. Wartete man nun auf die unvermeidlich scheinende Aufholjagd der Kuhnke-Schützlinge, sahen sich die Herzhorner Fans vorerst getäuscht. Die Dithmarscher bestimmten erneut das Geschehen und setzten sich bis zur 34. Minute auf 17:11 ab. Man hatte jedoch immer das Gefühl, die Blau-Gelben könnten noch zulegen, was sie dann auch taten. In einer zunehmend härter werdenden Begegnung kämpften sie sich Tor um Tor heran und schafften in der 47. Minute durch Björn Dieckmann den 20:20-Ausgleich.


Die Partie begann nun praktisch von neuem. Auch wenn Moritz Brütt die Hochdonner sofort wieder in Führung warf, kam prompt der erneute Herzhorner Ausgleich. Die Hausherren hatten sogar mehrmals die Riesenchance, selbst in Führung zu gehen, vergaben jedoch ihre Möglichkeiten leichtfertig. Außerdem haderten sie mit einigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen, die den Gästen zweifelhafte Strafwürfe bescherten. Diese brachten die Dithmarscher immer wieder nach vorne und verhinderten, dass die Partie kippte. So fielen das 22:24 und 22:25 durch Siebenmeter (58.), was einer Vorentscheidung gleichkam. Die Blau-Gelben versuchten zwar durch offene Deckung das Blatt noch zu wenden, nutzten ihre Chancen aber nicht konsequent genug, was mit einer unnötigen 23:26- Heimschlappe für das Team von Trainer Manfred Kuhnke bestraft wurde.


MTV Herzhorn: Jan Sierck, Matthias Radden, Sven Hesse 6, Björn Dieckmann 4, Ludger Lüders, Volker Demant 2, Arne Clasen 4 (3), Frank Bruhnsen 2, Stephan Hinrichs, Lasse Pingel 1, Ingo Fahl, Lars Warncke 1, Malte Hinrichs 3

SG Hochdonn: Bastian Burchert, Matthias Vieth, Andreas Tiedjens, Thorge Wegers 1, Moritz Brütt 11 (4), Christian Gorski 2, Nils Roden, Michael Stieper 4, Marc Eckhold 4, Hendrik Meyn, Björn Mohr, Kevin Kock 2, Philipp Rilf 2, Dennis Kock


Zeitstrafen: 5/6 (*Rot“ wegen 3x Zeitstrafen: Warncke/Stieper)

homepage Herzhorn

von xx - am 20.02.2007 22:27
Malte Hinrichs hat sich am Wochenende im Spiel gegen die SG HoSüBu bei einem Schlagwurf aus dem Rückraum einen komplizierten Fingerbruch an der linken Hand zugezogen und wurde bereits am Montag darauf in Hamburg in der ELIN-Klinik operiert. Nicht nur, dass er mit dieser Verletzung bis zum Saisonende ausfallen wird, muss Malte auch noch um seine Teilnahme an den schriftlichen Abiturprüfungen bangen, die in gut 3 Wochen starten.
Dazu fällt mit Frank Bruhnsen ein weiterer Spieler bis zum Saisonende aus. Dieser litt seit längerer Zeit an einer schmerzhaften Reizung der Patellasehne. Nach einem Sturz im Spiel gegen Hürup und anschließend verstärkt auftretender Schmerzen wurde ihm vom Arzt jetzt dringend geraten bis zum Saisonende zu pausieren, da die Sehne bereits so in Mitleidenschaft gezogen wurde, dass es zu einem Riss der Sehne kommen könnte.

Damit fallen Trainer Kuhnke nach Kapitän Marvin Trampenau zwei weitere wichtige Spieler aus. Allerdings ergibt sich damit auch die Chance für die Spieler, die zuletzt etwas weniger Spielanteile hatten, ihre Ansprüche mit guten Leistungen zu rechtfertigen.

homepage herzhorn

von zz - am 22.02.2007 12:42
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