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Forum der Schleswig-Holstein-Liga
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vor 9 Jahren, 6 Monaten
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Kuno1979, Michael, Oberliga SH

„Wir denken an ein Final Four im Landespokal“

Startbeitrag von Oberliga SH am 27.10.2008 10:40

„Wir denken an ein Final Four im Landespokal“Männerwart Wilfried Tetens will Entwertung entgegenwirken
Heide – SG Hochdonn/Süderhastedt/Burg II gegen MTV Herzhorn II – der Etikettenschwindel im Handball-Landespokal hat die Fachleute auf den Plan gerufen. Männerwart Wilfried Tetens obliegt im Handballverband Schleswig-Holstein (HVSH) die Zuständigkeit. Der Glücksburger überlegt mit den Präsidiumsmitgliedern, wie Manipulationen verhindert werden können und zugleich die Attraktivität des Pokals gesteigert wird. Wolfgang Ehlers fragte nach.
Wilfried Tetens, im Landespokal wurde augenscheinlich manipuliert. Sowohl die SG Hochdonn II als auch der MTV Herzhorn II, die gestern gegeneinander spielten, traten über mehrere Runden mit Oberliga-Spielern an. Das kann unmöglich der Sinn des Pokalwettbewerbs sein.
Natürlich nicht. Zuvor muss ich aber einräumen, dass beide Vereine im Recht sind. Sie haben nach den Buchstaben der Ausschreibung gehandelt.
Es ist aber doch grotesk und ärgerlich, wenn Herzhorn in einer vorherigen Runde mit seiner ersten Mannschaft auf das Auswärtsspiel bei Stern Flensburg verzichtet und gleichzeitig zu Hause gegen Landesligist Kalkberg leichtes Spiel hat.
So ist es. Als unterklassige Mannschaft hat man eben fast immer Heimrecht. Mit dieser Praxis sind wir nicht einverstanden. Wir werden dagegen vorgehen. Der Pokal ist gerade auch etwas für Landesligisten und Kreisligisten. Die freuen sich, dass sie gegen eine andere unterklassige Mannschaft vielleicht einmal die nächste Runde erreichen können und bekommen dann, noch dazu auswärts, eine mit Oberliga-Spielern besetzte zweite Mannschaft vorgesetzt. Ich halte das für eine Riesensauerei.
Kann der Verband solche Praktiken verhindern?
Es ist das erste Mal, dass uns so etwas passiert. Wir werden über eine Verbesserung nachdenken. Vielleicht müssen die zweiten und dritten Mannschaften ihre Besetzung namentlich melden – und zwar mit den „richtigen“ Spielern.
Generell nimmt die Beliebtheit des Pokals ab. Viele Vereine melden gar nicht erst. Denkt der HVSH daran, die Attraktivität zu erhöhen?
Ja, das tun wir. Auch das wird ein Thema sein, wenn die Spielkommission am 26. November tagt. Wir überlegen, ein Landespokal-Finale auszuspielen. Möglich wäre sogar ein Final Four wie im DHB-Pokal. Das könnte Vereinen und Zuschauern neue Anreize bieten.

Quelle: www.sh-nordsee.de

Antworten:

Re: „Wir denken an ein Final Four im Landespokal“

Zitat

Es ist aber doch grotesk und ärgerlich, wenn Herzhorn in einer vorherigen Runde mit seiner ersten Mannschaft auf das Auswärtsspiel bei Stern Flensburg verzichtet und gleichzeitig zu Hause gegen Landesligist Kalkberg leichtes Spiel hat.


Hier die offizielle Stellungnahme, die auch dem Verband vorliegt:
Da die zweite Herren in zu dieser Spielzeit neu formiert wurde, haben sich die Mannschaften dazu entschieden, die Teams zu tauschen, da die zweite Mannschaft an einer ersten Runde, die vor den Sommerferien gespielt worden wäre, wenn sie nicht ausgefallen wäre, nicht hätte teilnehmen können. An diese Absprache haben sich die Teams auch gehalten.
Die vorgenannte Vorgehensweise ist dem Meldebogen zur Teilnahme an den Pokalspielen zu entnehmen, dass die Teams getauscht wurden. Dort ist als Trainer der 1.Mannschaft Frank Bruhnsen (normalerweise Trainer der Kreisoberligamannschaft) angegeben und als Trainer der zweiten Mannschaft Manfred Kuhnke (normalerweise Trainer der Oberligamannschaft).
Die Durchführungsbestimmungen lassen die vorgenannte Praxis zu und fördern diese Vorgehensweise.

Zitat

Manipulationen

Ziemlich harter Vorwurf und auch ein wenig Rufschädigung: Es gibt zu Manipulation mehrere Definition und alle haben etwas Illegales oder Verborgenes in sich. Illegalität liegt hier definitiv nicht vor. Geheimgehalten wurde hier auch nichts, denn der Tausch der Teams wurde sogar öffentlich gemacht.

Zitat

Es ist das erste Mal, dass uns so etwas passiert.

Okay, da sind wohl die Spielberichtsbögen der Vergangenheit nicht richtig gelesen worden, denn es gab solche Fälle immer mal wieder, die nicht öffentlich behandelt wurden

So, es kann weiter diskutiert werden. Unsere Gegendarstellung folgt.
Gruß Kuno1979

von Kuno1979 - am 27.10.2008 14:46

Re: „Wir denken an ein Final Four im Landespokal“

Für viel Unruhe und Unmut bei den Gegnern hat die Herzhorner Maßnahme des Tausches der Teams für den Pokalwettbewerb bisher gesorgt. „Es liegt alles im Rahmen des Erlaubten. Wir nutzen nur die Durchführungsbestimmungen aus“, so Mannschaftsverantwortlicher Christian Kuhnke. „Wir werden doch nur an den Pranger gestellt, weil wir das Ganze so in aller Öffentlichkeit praktizieren und publizieren.“ Zwar gibt Kuhnke auch zu, dass sportlich das Ganze ein wenig fragwürdig ist. Unterklassige Teams genießen normalerweise Heimrecht gegen „Oberligateams“. Diese Mechanik greift allerdings nicht, wenn die „Oberligateams“ als unterklassige Teams getarnt durch die Kreisoberligarunden und Landesligarunden des HVSH-Pokals spazieren. Auch die „Festspielregelung“ greift nur für weitere Pokalmannschaften allerdings nicht für den Meisterschaftsbetrieb, da laut HVSH-Vizepräsident Spieltechnik Rainer Tschirne „Meisterschaft und Pokal zwei paar Schuhe“ sind. Sogar „Betrugsvorwürfe“ muß man sich im Herzhorner Lager gefallen lassen. Von Seiten der HSG Kalkberg 06 wird sogar unterstellt, dass man sich das Heimrecht „erschlichen“ hat, um Kosten zu sparen. Schaut man sich allerdings die Abrechnung des Pokalspiels einmal genauer an, so weist die Bilanz des MTV Herzhorn ein deutliches „Minus“ auf. Auch die vom Gegner für die Zukunft angeregte Einnahmenteilung wie im DHB-Pokal üblich für zukünftige HVSH-Pokalwettbewerbe scheint für den schleswig-holsteinischen Bereich nicht unbedingt praktikabel. „Nach DHB-Abrechnung hätte die HSG nicht nur ihre Fahrtkosten tragen, sondern uns auch noch 5 Euro zahlen müssen“, so MTV-Mannschaftsverantwortlicher Christian Kuhnke. Denn der Unterschuß abzüglich der Fahrtkosten des Gegners wird bei einer DHB-Abrechnung bekanntlich geteilt.
Zudem sollte man bei solchen Vorwürfen auch bedenken, dass das Team aus Herzhorn auch auf die Privilegien einer Oberligamannschaft verzichtet hat und zwei weitere Runden und zusätzliche Kosten in Kauf genommen hat. Die vom MTV Herzhorn betriebene Praxis scheint allerdings weiter verbreitet zu sein. Denn mit dem Gegner SG Hochdonn/S./Burg steht den Steinburgern ebenfalls ein Team aus der Oberliga gegenüber. In vergangenen Jahren wurde dies immer wieder praktiziert, als Teams mit einer reinen „Pokalmannschaft“ antraten und sich über den Kreispokal bis in den DHB-Pokal spielte.
Der Handball-Verband Schleswig-Holstein ist sich dieser Missstände bewusst, ihm fehlen allerdings die Mittel dies abzustellen, wie HVSH-Vizepräsident Spieltechnik Rainer Tschirne im E-Mailverkehr mit den Beteiligten zugibt: „Ich kenne Reglungen, die hier sportlich vernünftige Einschränkungen für den Einsatz in Pokalmannschaften hatten. Selbst der „Dreh“ für den Kreispokal dann als besondere Spielform wurde von den Sportgerichten einkassiert. Als Verband kann man da nichts regeln.“ Als einzige Lösung sieht er die Abschaffung der Regelung des automatischen Heimrechts für unterklassige Teams. „Für Runden in Schleswig-Holstein ist uns das Heimrecht nicht so wichtig“, so MTV-Mannschaftsverantwortlicher Christian Kuhnke. Vielmehr geht es den Herzhornern und anderen Teams wohl darum, in den NOHV-Runden Fahrten nach Berlin zu vermeiden, die schnell mal 500 bis 700 Euro kosten und viel Zeit der Spieler in Anspruch nehmen könnten.

von Kuno1979 - am 27.10.2008 14:47

"Einmal ist keinmal" Herzhorn ;-))

Hallo Sportfreunde,

als SG WiFT waren wir mit unserer 2.Männermannschaft im Pokalspiel von dieser legalen Gestaltung/Auslegung der Regelungen durch Herzhorn betroffen. Unsere KOL-Truppe ist im Heimspiel auf eine gute OL-Mannschaft unter dem Namen "Herzhorn II" gestoßen und hat entsprechende "charakterstärkende" Spielerfahrungen sammeln müssen. Zur Ehrenrettung Herzhorns muß ich sagen, dass wir sehr rechtzeitig vorher von Herzhorn darüber informiert wurden.

Zunächst fand ich dies recht pfiffig und habe sogar darüber nachgedacht, beim nächsten Mal ähnlich zu agieren.

Mittlerweile denke ich jedoch, dass dies nicht wirklich mit meinen eigenen Ansprüchen an Sportlichkeit und Fairneß übereinstimmt.

Also, Herzhorn, das war durchaus pfiffig und sei Euch verziehen! Für die Zukunft schlage ich aber vor, dass man bei jedem Pokalspiel den Anspruch darauf hat, in personeller Hinsicht auf die Mannschaft zu treffen, mit der der Gegner auch in der Punktrunde antreten würde.


In diesem Sinne nichts für ungut und Gruß aus NMS!
Michael Knapp
SG WiFT

von Michael - am 30.10.2008 17:52
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