Jochen Fraatz beim DSC

Startbeitrag von Presse Castrop-Rauxel am 10.05.2009 12:18

Castrop-Rauxel. Jochen Fraatz verhilft dem DSC Wanne-Eickel zum Klassenerhalt. Die HSG Rauxel/Schwerin muss noch zittern.

HSG Rauxel/Schwerin - DSC Wanne-Eickel 27:29; HSG Rauxel/Schwerin: Pavlakovic, Hahn - Steinkirchner (5/5), Gebert (3), Meyer (1), Mönch (1), Krause (4), Zimmer (9), Hense, Saumangne, Smeetz (1), Scholz (3).

Ein kurzes, lautes kollektives „Ja!”, und hochgerissene Arme von den Männern im gelben Trikot. Schweigen, Stille, Zusammensinken dagegen von denen in Rot. Die Gelb-Schwarzen vom DSC Wanne-Eickel haben gewonnen, es war ein harter Kampf, aber sie bleiben sicher in der Bezirksliga.


Die HSG Rauxel/Schwerin hat als Drittletzter den Klassenerhalt nicht mehr selbst in der Hand.
Sondern sie muss dem TV Schalksmühle die Dauemn drücken. Das Team aus der Verbandsliga 1 tritt in der Relegation gegen Loxten an - im Hin- und Rückspiel. Bleibt Schalksmühle Verbandsligist, behält die HSG ihren Platz in der Bezirksliga. In zwei Wochen wird die Entscheidung gefallen sein.
Ihr Dank galt auch dem Mann, den sie Samstag zum ersten Mal in der Halle gesehen haben und der mitentschied über die Heimniederlage der HSG Rauxel/Schwerin: Jochen Fraatz.

Ja, genau der.

Jochen Fraatz, kommenden Donnerstag wird er 46 Jahre alt, hat 185-mal in der deutschen Handball-Nationalmannschaft gespielt und dabei 809-mal getroffen; in 441 Bundesligaspielen für TUSEM Essen, HSG Nornhorn und TBV Lemgo hat er 2660 Tore gemacht, die zweitmeisten der Bundesligageschichte. Am Samstag hat er für den DSC Wanne-Eickel gespielt, Handball-Bezirksliga Gruppe 4, und mit elf Toren (11/3) gegen die HSG Rauxel/Schwerin seinen Anteil am Wanne-Eickeler Sieg und sicheren Klassenerhalt gehabt.

Der Kontakt von DSC-Trainer Roland Winde zu Fraatz hat sich ausgezahlt. Winde hatte Fraatz am Mittwoch angerufen: Ob er sich denn vorstellen könnte. . .? Donnerstag sagte Fraatz: Er kann.

Vielleicht kann man über ein Reglement streiten, das solch eine einmalige Aktion zulässt. Man kann es auch so sehen, wie ein Zuschauer in der ASG-Sporthalle: „Der Fraatz ist der Heynckes von Wanne-Eickel”. Oder wie Rauxels Trainer Dirk Rogalla: „Das war legitim. Glückwunsch an die Wanne-Eickeler, für sie war es der entscheidende Schachzug.”

Fraatz spielte durch. HSG-Keeper Daniel Pavlakovic fischte auch einige Würfe ab von „Scholle”, der ansonsten aber mit „Auge” und zermürbender Stetigkeit den Ball in die lange (Deckungs-) Ecke des HSG-Tores hackte.

Eine knappe erste Halbzeit, 11:13 lagen die Rauxel/Schweriner zur Pause hinten. Dann aber folgte eine Phase, in der „Scholle” und Gefolge auf 22:16 wegzogen. Alles schien seinen Lauf genommen zu haben, aber die Gastgeber bremsten ihn noch mal aus. Bis auf 21:23 kamen sie heran und blieben knapp dran. Bezeichnenderweise, weil neben dem starken Felix Zimmer, der neunmal traf, nun auch seine Nebenleute Bastian Krause, Rafael Gebert und Michael Scholz als Torschützen auffällig wurden, Thomas Steinkirchner weiter von der Siebenermarke Treffer lieferte.

Die Rauxeler rackerten, aber die zunehmende Hektik auch im Wanne-Eickeler Spiel half ihnen nicht mehr heran. Nachdem auch das andere Kellerduell entschieden war (Schüren gewann in Gevelsberg-Silschede II), war klar: Die HSG Rauxel/Schwerin schließt die Saison als Drittletzter ab, muss noch zwei Wochen um den Klassenerhalt zittern - der geschafft ist, wenn Schalksmühle Verbandsligist bleibt. Die Wanne-Eickeler und ihr 60 Minuten-Perspektivspieler Jochen Fraatz haben's schon hinter sich.

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