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Die *Trash*Kom*Hallen* - Ort der Geschichten
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Die Autoren, D R . W E B I N S P E C T

TrashKom I -

Startbeitrag von D R . W E B I N S P E C T am 22.07.1999 16:48

Geschrieben von D R . W E B I N S P E C T am 22. Juli 1999 at 18:48:45:
Auf vielfachen Wunsch wird die Geschichte "Die düsteren Schatten der Zukunft "neu aufgelegt. Unser Archiv hat den letzten Hackerangriff unbeschadet überstanden und wir bringen daher diese Geschichte in einer neuen verbessereten Ausgabe wieder heraus.
Autoren sind : Leo.P.Ard, Josch, Doc Paula Hybris, Dr. Webinspect















Antworten:

Geschrieben von Die Autoren am 22. Juli 1999 at 18:58:08:
Als Antwort auf: TrashKom I - geschrieben von D R . W E B I N S P E C T am 22. Juli 1999 at 18:48:45:
.....Der gestrenge Marquis saß in seinen rischgewaschenen

und parfümierten Morgenmantel am Frühstücktisch.

Draußen hing die Sonne schon ein wenig über den Horizont und warf

ihr ockerfarbenes Licht, spektral gebrochen durch den cyanfarbene Nebel,

als illuminierenden Flimmer auf die Marmeladebrötchen.

Der eigentlich für so was unempfängliche Marquis knabberte

gelassen an der Ecke seines Croissants und schenkte sich

frischgemähten Bohnenkaffee in sein neues Porzellantässchen, als die

frohgemute aber arglose Emellie die Post brachte. Darunter war auch ein Päckchen.

Als der gestrenge Marquis des Inhaltes ansichtig wurde,

mußte er entgegen seiner Art völlig haltlos kotzen.

Das Päckchen enthielt nämlich ein.....


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....Teil des von Webbi selbst so hochgelobten

Schwanzes des Dr. Webinspect. Von Maden zerfressen

ringelte sich das kleine wiederliche Teil vom

umhüllenden Seidenpapier kaum verdeckt. "Wie

mag es dorthingekommen sein" fragte sich der

Marquis, nachdem er mühsam seine Fassung

wiedergewonnen hatte. Emilie, die das

Schauspiel aus einiger Entfernung beobachtet

hatte, trat heran und sagte...



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:...reg dich doch nicht so auf.

Das ist doch gar nicht der von Maden zerfressende Schwanz unseres allseits geschätzten Webbis, sondern nur der Leo.P.Ups, der sich wieder einmal in den Streitpunk verirrt hat."

Da war der Marquis von Sorgen befreit und warf den Leo.P.Ups durch das geschlossene Fenster auf den von der Sonne glitzernd illuminierten Hof hinaus.

Der Ups trottete von dannen, leise grummelnd und sagte:"...



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"Mist, warum bin ich nur so klein und beschissen. Wie gerne wäre ich auch so ein Titan wie der Dr. Webinspect". Er trottelte weiter, wobei er resigniert den Kopf hängen ließ. Sein Weg führte Ihn vorbei an Webbi's Wäscheleine. Wehmütig blickte er hinauf zu den leise im Frühlingswind dahinschwingenden Leinen. Dort oben hing er vor noch gar nicht langer Zeit. Was waren daß doch noch für glückliche Zeiten. Vielleicht könnte er ja versuchen, sich da oben selber aufzuhängen. Aber nein, er war zu klein. Da käme er nie hinauf.

Da kam Ihm eine Idee. Vielleicht könnte er ja den Diktator fragen, ob er Ihn wieder dort oben hinhängen könnte. Aber nein, das ging nicht. Er blickte auf sein glänzendes Fell. Er war viel zu sauber. Plötzlich erhellte sich seine Miene."Na klar, das ist es. Ich mache mich einfach wieder richtig dreckig und gehe dann zu Webbi und frage Ihn, ob er mich nicht mal wieder waschen könnte".


Er blickte suchend umher nach etwas richtig Dreckigem und erblickte plötzlich das Passende. Dort vorne lag ein richtig dicker, fetter

Kuhfladen auf den er sofort begierig zusprang um sich mit einem lauten Platschen genüßlich in diesen noch warmen Kuhfladen hinein zu werfen, daß der Kuhdung links und rechts unter Ihm hervorspritzte. Nachdem er sich ausgiebig in seinem Element gesuhlt hatte, betrachtete er zufrieden sein Werk. "Das steht mit sehr gut" bemerkte er zu sich selber. Über und über besprenkelt mit Kuhdung machte er sich auf den Weg zu Dr. Webinspect's Reich, um Ihn um eine Waschung zu bitten.
Er betrat sein Haus.

Aus dem Arbeitszimmer erklangen Stimmen. "Um diese Uhrzeit arbeitet der Webbi ?" fragte der Leopard sich selber. Er gab sich aber keine Antwort, weil er sich selbst wahrscheinlich zu blöd war. Die Tür zum Arbeitszimmer war verschlossen. Verstohlen linste er durch das Schlüsselloch. Leo erstarrte vor Schreck. Wer war das. Links in seinem ledernen Arbeitsstuhl, das war Webbi, ganz klar, aber wer waren die anderen. Das war doch - der Schreck fuhr Leo in alle Gleider - das war doch
Milosevic

. Er debattierte gerade ganz aufgeregt mit - der auch noch, das gibt es doch gar nicht - aber er war es wirklich, es war

Jelzin

Webbi starrte die beiden mit Eisesblicken an und erhob jetzt donnernd seine Stimme:" ......



--------------------------------------------------------------------------------


...."Gebt mir sofort meine Vodka-Flasche zurück.

Ich habe schon ganz zittrige Hände." Doch die zwei

ignorierten den von Krämpfen des Entzugs geschüttelten

Inspect und untehielten sich weiter über Serbische

Greuetaten. Da fiel Webby in seiner Not auf die Knie und

flehte mit weinerlicher Stimme:"Bitte, bitte,

laßt mich wenigstens daran riechen."

Den Ard, der das ganze Drama mitanshen mußte,

sprang das Mitgefühl an und er dachte:

"Der Webinspect ist zwar eine widerliche

Ratte, aber das mag ich mir doch nicht ansehen.

So erniedrigen darf man noch nicht einmal

dieses alkoholgeschwängerte Wrack. Er riß

die Tür auf und....



--------------------------------------------------------------------------------


...versuchte wenigstens einmal in seinem kümmerlichen Leben zu brüllen wie eine richtige Raubkatze. Als er aber den gestrengen Blick Dr. Webinspect's auf sich brennen fühlte, verschwand sein kurz aufgeflammter Mut augenblicklich wieder und er brachte nurmehr ein leises wimmern heraus.

Jelzin und Milosevic hatten noch nix gemerkt, denn Jelzin hatte sein feuerrotes Wodkagesicht gerade Milosevic zugewandt und hielt mit erschrockenem Gesichtsausdruck seine rechte Hand gegen das Licht um Ihn anzujammern.

"Towarisch, wo ist mein Daumen" lallte er mit seinen roten Wodkaäuglein. Er begann jämmerlich zu schreien.

"Wo ist mein Daumen". Milosevic begann in seiner Jackentasche zu kramen, in der Hoffnung, dort Jelzins Daumen zu finden.

Webbi bedeutete dem Leoparden mit einer herrischen Geste sich hinzulegen. Er hatte von seinem ursprünglichen Plan abgelassen, den Leoparden hinaus zu jagen, denn vielleicht brauchte er Ihn noch einmal für diese beiden Suffbrüder hier. Der Leo war zwar ein merkwürdiger Geselle, aber er hatte immerhin Krallen und Zähne. Webbi traute diesen beiden Suffköppen nicht so recht.

Slobo fand Jelzin's Daumen nicht. Er stammelte besoffen auf Boris ein.

"Brüderchen, ich weiß nicht, wo Dein Daumen ist. Bist Du sicher, das ich Ihn habe ?" Boris Rübe schien zu platzen, so erregte Ihn sein fehlender Daumen, den er ja schon vor 30 Jahren verloren hatte aber er war eben wieder so richtig zu. Aufgebracht begann er zu brüllen.

"Slobo, Du alter Suffkopp. Natürlich hast Du meinen Daumen.Du bist der einzige, dem ich heute die Hand gegeben habe. Und gestern war er noch dran. Wenn Du mir nicht sofort meinen Daumen wiedergibst, werde ich den Vertrag nicht unterschreiben. Dann kannst Du sehen, wie Du mit der Nato alleine fertigwirst." Milosderwisch schüttelte verständnislos den Kopf

"Aber Du hast doch schon unterschrieben." Mit einer ruckartigen Bewegung schnappte sich Lallkopp Boris das Vertragswerk, zerriss es in tausend Stücke und warf es Slobo um die Ohren.

"Da hast Du den Vertrag, mein Brüderchen. Kein Daumen, kein Vertrag"
Angewiedert betrachtete Webbi dieses Schauspiel. Jetzt ging alles wieder von vorne los. Stunden der Arbeit flatterten als Papierschnipsel zu Boden. Webbi knallte seine Faust auf den riesigen Mahagonitisch.

"Geht jetzt alles wieder von vorne los ? Nur wegen Deinem bescheurten Daumen, den Du doch schon vor 30 Jahren verloren hast? " Betreten starrte Jelzin Miloderwisch an.

"Du hast meinen Daumen gar nicht ?" Slobo wirkte erleichtert. Er konnte es sich nicht leisten, den Zorn von Wodkajelzin auf sich zu ziehen.
Webbi holte ein neues Blatt Papier aus seinem Schreibtisch um den Vertragstext erneut niederzuschreiben.

Er winkte den Leoparden zu sich heran und befahl Ihm, neben Ihm Platz zu nehmen. Erst jetzt bemerkten die beiden das Raubtier und blickten erschrocken auf Webbi.

"Was ist das ?" fragte Ihn Slobo. Webbi genoß die Angst der beiden Würmer.

"Das ist mein Leibwächter" antwortet er gönnerhaft und strich Leo über sein Fell. Webbi taxierte die beiden wieder eindringlich und begann den neuen Vertrag aufzusetzen. Er grollte.

"Kommen wir endlich wieder zur Arbeit, Ihr beiden. Also wie war das noch mal, Miloderwisch ?


Du bekommst von Wodkajelzin 15 Milliarden Dollar dafür, daß Du diesen Krieg angezettelt hast. Und Du, Wodkajelzin zweigst diese 15 Milliarden stillschweigend von den 45 Milliarden Entwicklungshilfe der EU ab, die Du dafür bekommen hast, daß Du nicht den dritten Weltkrieg anzettelst, richtig ?"

Die beiden nickten zufrieden.

"Und wie war das noch einmal mit CNN und den Wiederaufbauarbeiten in Serbien ? Und wohin sollen die Nordiren noch einmal verschickt werden ? Und warum sollen die Tschetschenen in den Kosovo ?" Die beiden glucksten herum, bis schließlich Wodkajelzin sein schweigen brach und ....


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...der alkoholgeschwängerte Tagtraum des Webinsects wie

eine Seifenblase zerplatzte und er mit der Wirklichkeit

grausam konfrontiert wurde...

Inzwischen hatte der Leo P.Ard den haltlos

herumtorkelnden WebInsect sanft zur Seite geschubst

und die zwei slavischen Volksgenossen aus dem Raum

befördert. "Gehet hin und löst Eure Probleme, am

besten in Serbien oder irgendwo. Nur nicht hier!

Dieses Wrack soll Euch nicht für Eure finsteren

Pläne als Marionette dienen!" Vom tiefen Grollen

der Ard´schen Brülls geschockt, verließen die zwei

eilends die schäbige, von leeren Flaschen übersäte,

nach Kotze und Urin stinkende Bude des Insects.

In tiefer Dankbarkeit wandte sich Webbi demütig an

den Ard: "Gibst Du mir die Wodka-Flasche?"

Der Ard wandte leicht ab, da diesem bißchen Mensch

einen ekelhaft süßlichen Geruch entströmte und sagte:

"....


















von Die Autoren - am 22.07.1999 16:58
Geschrieben von Die Autoren am 22. Juli 1999 at 19:04:04:
Als Antwort auf: Re: TrashKom I - geschrieben von Die Autoren am 22. Juli 1999 at 18:58:08:
..."Komm bitte sofort her, Leopard. Ich muß Dich erst einmal waschen".
Leo trottet auf Doc I zu. Wie rein zufällig hebt sich Doc Paula's Rock etwas und gibt einen Teil von Ihrem gewaltigen und gut durchtrainierten Schließmuskel den gierigen Blicken des Leoparden preis. Er versucht daran zu lecken, wird aber von einer gewaltigen Ohrfeige seiner Herrin sofort zurück in die Realität zurückbefördert.
"Laß das Leo. Wie Du siehst, habe ich doch nur zwei Beine. Bleib gefälligst bei Deinesgleichen, wenn Du jemanden am Arsch lecken willst".
Schuldbewußt senkt Leo seinen Kopf und trottet Paula ins Badezimmer hinterher. Sie füllt die Badewanne und wirft den Leo hinein. Sofort färbt sich das Wasser dunkelbraun und verströmt einen strengen Geruch. Doc Paula muß sich einen Augenblick die Nase vom Gestank zuhalten.
"Wie hälst Du diesen Gestank tagsaus, tagein nur aus ?"
fragt Sie kopfschüttelnd sich selber. Sofort gibt Sie sich eine Antwort.
"Naja, eine Scheißhaufen merkt ja auch nicht, wie er stinkt, weil er ja aus nix anderem besteht. Wenn ich Ihm eine Rose hinhalte, diesen Geruch würde er wahrscheinlich bemerken. Gell, Du kleiner Stinker".
Leo nickt demütig.
Doc Paula beginnt eifrig zu waschen und wäscht so eifrig, daß Sie gar nicht bemerkt, wie der Daumen vom WodkaJelzin aus Ihrer Tasche in die Wanne fällt. Aber der Leo, der bemerkt es sofort, stürzt sich auf den Daumen und verschlingt gierig den WodkaJelzinDaumen, ohne das Doc Paula etwas bemerkt. Sie wundert sich nur über die schmatzenden Geräusche, die plötzlich aus Leo's Maul zu Ihren Ohren dringen.
"Was frißt Du denn da"
fragt Sie streng den Leo. Aber Leo gab keine Antwort mehr. Irgend etwas ging in Ihm vor. Er war nicht mehr der selbe. Es mußte wohl mit WodkaJelzin's Daumen, der jetzt in seinem Magen in seine Einzelteile zersetzt wurde, zusammenhängen.
"Hörst Du schlecht ?"
herrschte Paula Ihn an. Jetzt endlich reagierte Leo und blickt seine Herrin aus plötzlich blutunterlaufenen, glasigen Augen an. Aber er schien nicht mehr ganz den Sinn von Paula's Worten verstehen zu können.
"Hast Du mich verstanden ? Was ist denn mit Dir los ? Du wirkst plötzlich so verändert"
fragte Sie jetzt etwas besorgt den Leo. Und Leo konnte plötzlich auch nicht mehr gerade stehen, begann etwas zu schwanken und faselte zusammenhanglose Sätze, aus denen Paula manchmal Worte wie Wodka und Miloderwisch herauszuhören glaubte. Auf einmal begann er fahrig herum zu gestikulieren und tat so, wie wenn er eine Rede halten wollte. Er wurde ein anderer.
WodkaJelzin war in Ihn gefahren.

Der Daumen war's, genau. Und jetzt wurde der Leo, der immer noch bis zum Hals in seiner Dreckbrühe stand, ganz verrückt und begann eine Rede zu halten, so als ob er glaubte, er befände sich auf einer Konferenz. Doc Paula bestaunte fassungslos diese unglaubliche Wandlung vom Kackhaufen zur Schnapsdrossel. Und schon hob er an, etwas schwankend und mit weit ausholenden Gesten zwar, eine seiner gefürchteten Reden zu halten, deren Inhalt später wieder fast vollständig von den offiziellen Stellen revidiert werden mußte.
"Liebe Genossen und Genossinnen, wie mir Miloderwisch soeben mitteilte.....



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"... werdnn wir dn Schlossssss vonnemm bleedn Marquisssss mit allerrr Härdee angrfrnnn. Ds issss bschlsssnne Sachee unnnn ma knnn gaaaa nix dageggnnn machnn.

Unnn jetzt Bmbrrrr fliecht los!",

sagte der Leo.P.Ups und plumpste zurück ins dreckige Badewasser....


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....
SCHNITT!

brüllte da eine megaphonverstärkte Stimme. So geht

das nicht! da hat ja einer das komplette Drehbuch durcheinandergebracht!

Fangen wir nocheinmal an...

Der Ard rettet Webbi vor dem Suff und der Erniedrigung durch seine

zweifelhaften Kumpanen. Paula kommt dazu, verliebt sich unsterblich in den

Arden und Webbi wird nach der Rettung von beiden in der Badewanne vom

Schmutz befreit. Als die beiden nach der Reinigungsorgie den Arden suchen,

sehen ihn nur noch am Horizont verschwinden und der Wind trägt Gesangsfetzen

zu ihnen herüber: ...I´m a poor lonesome Leopard...

Webbi, Du fängst an! Winde Dich nochmal vor Jelzin am Boden und bettle um

Wodka.
Ard rettet Webb, die zweite... ACTION!!!!!!
"Gebt mir sofort meine Vodka-Flasche zurück. Ich habe schon ganz zittrige

Hände." Doch die zwei ignorierten den von Krämpfen des Entzugs geschüttelten

Inspect und unterhielten sich weiter über Serbische Greuetaten. Da fiel Webby

in seiner Not auf die Knie und flehte mit weinerlicher Stimme:"Bitte, bitte,

laßt mich wenigstens daran riechen."

Den Ard, der das ganze Drama mitanshen mußte, sprang das Mitgefühl an und er

dachte: "Der Webinspect ist zwar eine widerliche Ratte, aber das mag ich mir

doch nicht ansehen. So erniedrigen darf man noch nicht einmal dieses

alkoholgeschwängerte Wrack. Er riß die Tür auf und brüllte mit aller Kraft.

Jelzin, Melosevic und Webbi wurden von einem Sturm erfaßt und stürzten zu

Boden. Die beiden ließen von Webbi ab, als sie des Leo P Arden

ansichtig wurden, und ergriffen eiligst die Flucht.

Der Ard trat zu Webbi, packte ihn am Kragen und zog ihn auf die Füße. Als der

Inspect schwankend vor dem Arden stand, sagte der Ard:"...


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SCHNITT!! SCHNITT!!

tönt da schon wieder die megaphonverstärkte Stimme des Regisseurs. "Seit Ihr eigentlich´zu blöde? Habt Ihr schon wieder vergessen, was ich Euch begebracht und über die Story gesagt habe? Glaubt Ihr, daß das Drehbuch lediglich als Stütze Eures wackeligen Tisches gedacht ist?

NEIN!

und abermals NEIN! Wenn Ihr das jetzt nicht auf die Reihe bekommt, werde ich nach geeignetem Ersatz für Euch suchen." Bedröppelt stehen Webbi und Paula vor dem Regisseur und beteuern, daß es nur ein Versehen war und der Herr Regisseur möge ihnen noch eine Chance geben. Sie würden es jetzt ganz sicher besser machen...

"Na gut" brummt dieser besänftigt und setzt sein Megaphon an die Lippen:

Ard rettet Webb, die dritte... ACTION!!!!!!

Wieder begann der inzwischen gut eingeübte Dialog: "Gebt mir sofort meine Vodka-Flasche zurück. Ich habe schon ganz zittrige Hände." Doch die zwei ignorierten den von Krämpfen des Entzugs geschüttelten Inspect und unterhielten sich weiter über Serbische Greueltaten. Da fiel Webbi in seiner Not auf die Knie und flehte mit weinerlicher Stimme:"Bitte, bitte, laßt mich wenigstens daran riechen." Den Ard, der das ganze Drama mitansehen mußte, sprang das Mitgefühl an und er dachte: "Der Webinspect ist zwar eine widerliche Ratte, aber das mag ich mir doch nicht ansehen. So erniedrigen darf man noch nicht einmal dieses alkoholgeschwängerte Wrack." Er riß die Tür auf und brüllte mit aller Kraft. Jelzin, Melosevic und Webbi wurden von einem Sturm erfaßt und stürzten zu Boden. Die beiden ließen von Webbi ab, als sie des Leo P Arden ansichtig wurden, und ergriffen eiligst die Flucht. Der Ard trat zu Webbi, packte ihn am Kragen und zog ihn auf die Füße. Als der Inspect schwankend vor dem Arden stand, sagte der Ard:"Paula, komm aus Deinem Versteck und hilf mir, dieses alkoholgeschwängerte Wrack zu reinigen und zu entseuchen." Eilfertig sprang Paula hinter dem umgekippten Bett hervor, das ihr als Versteck gedient hatte. "Igitt, der sieht ja ganz schön überl aus. Wie konnte er sich nur so gehenlassen?" ekelte sich Paula, die ihren Schließmuskel vor Erregung auf und zu schnappen ließ. Webbi wurde dieses Vorganges ansichtig und versuchte ihr unter den Rock zu greifen. Mit lautem Knall landete die kräftige Rechte der Schließmuskelbesitzerin mitten in das von Alkoholexzessen zerfurchte Gesicht des Insectes und schmetterte ihn erneut zu Boden. "Halt Deine schmierigen Finger bei Dir und fummle gefälligst an Dir selber herum, statt Dich an Aufgaben zu versuchen, die Deine Möglichkeiten bei weitem überschreiten dürften. Versuche lieber wieder sauber und nüchtern zu werden." Zerknirscht rappelte sich der Webinsect erneut auf und trottete wortlosin Richtung Badezimmer. Paula und der Ard folgten ihm. Im Badzimmer angelommen, sahen sie Webbi über die leere Wanne gebeugt. Unter lautem Würgen und Blubbern gab sein Magen literweise Wodka und Reste des Essens frei. Paula wandte sich entsetzt ab. Der Ard tröstete sie mit den Worten: "Wenn Du eine konsequente Entgiftung mit ihm durchführst, könnte er sich schon bald wieder aus eigener Kraft waschen. Sei also stark und hilf ihm. Er braucht Dich jetzt mehr denn je. Deine Stärke muß jetzt für Euch beide ausreichen. Ich bin in Gedanken bei Dir.

Viel Glück!

Da draußen warten weitere Aufgaben auf mich. Ich muß die Webinsects dieser Welt vom Alkohol und ihren schlechten Freunden befreien." Seine Schritte verhallten im Flur. Vor der WebInsectschen Wohnung hörte man das Klappern von Hufen und der Wind wehte Gesangesfetzen zum Badetzimmerfenster herein: "...i´m a poor lonesome Leopard...far away from home..."

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..Nun, Gesangsfetzen war vielleicht etwas übertrieben. Es waren schon eher Töne, die an das Kreischen einer Säge erinnerten. Auf jeden Fall wurde dieses Gesinge durch ein dumpfen Aufprall aprupt unterbrochen.

Leo hatte die Wäscheleine vergessen, eben jene Wäscheleine, auf der er soviele glückliche Stunden im lauen Frühlingswind verbracht hatte, als er damals frisch gewaschen vom Meister und seiner Frau an dieses Stück Nylon gehängt wurde. Wie konnte er nur diese Leine vergessen. Er rieb sich etwas seinen hohlen Schädel, der ein paar Blessuren abbekommen hatte. Wo war sein Pferd ? Ach ja, da lag es ja. Es bewegte sich nicht mehr. War es ernsthaft verletzt ? Er robbte auf das Pferd zu, schon während des Robbens sich wundernd, wie solch ein kleines Pferd Ihn überhaupt hatte tragen können.
"Ey, Pferd was ist denn los mit Dir"
Das Pferd gab keine Antwort. Besorgniss schwang jetzt in der Stimme des Leo's mit :
"Pferdchen, lebst Du noch ?"
Nun ja, so ging es eine Weile hin und her,bis der Leo endlich eine für Ihn schon ungeheure Feststellung tätigte. Er begriff in diesem Augenblick nämlich den Unterschied zwischen Holz und Fleisch. Sein Pferd, auf dem er glaubte geritten zu sein, war schon ein Pferd. Aber es war nicht einfach nur ein Pferd - nein es war ein
Schaukelpferd

.

Webbi und seine Doc I, die von dem Gekreische angelockt Ihre Mittagsgymnastik kurzzeitig unterbrochen hatten und vor Ihr Reich traten, hielten sich die Bäuche vor lachen.

Wutentbrannt schnappte der Leo sich sein "Pferd", setzte sich wieder darauf und hoppelte davon. Ausgerechnet in Richtung Kuhweide. Der Himmel weiß, warum er gerade in diese Richtung ritt, lauerte dort doch die größte Gefahr für den Leopups, nämlich die Kuhfladen. Aber wie durch ein Wunder umschiffte er seine Erbfeinde, die Kuhfladen virtuos und verschwand im Wald. Nachdem er so eine Weile auf seinem Schaukelpferdchen durch den dunklen Wald gehoppelt war, versperrte Ihm urplötzlich ein gewaltiger Ameisenhaufen den Weg. Erschrocken zügelte er sein Pferdchen, was allerdings nicht sofort gehorchte sondern noch etwas bockte und preßte folgende Worte hervor.

"Was ist das denn ? Und was haben die Knochen dort zu ....



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...bedeuten? Bei näherem Hinsehen entdeckte der

Ard, daß unter den vielen kleinen Tierknochen größere

Skelett-Teile lagen. Neugierig näherte er sich den

bleichen Gebeinen und erstarrte vor Schreck. Eindeutig

lagen dort Menschen-Knochen!!!! Als er die menschlichen

Überreste untersuchte, sah er, daß dem Knochengerüst

an einer Hand der Daumen fehlte. "Das kann nur....



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... das Skelett von Vincent van Gogh sein!"

Die Halbbildung Leos the Poops hatte ihn auf die falsche Färte geführt. Vincent war eines Ohres nicht mehr teilhaftig und lag einen Ameisenhaufen weiter.

Leo the Poops war nämlich, ohne es zu ahnen, auf den Friedhof der Killerameisen gelangt.

Die Gefahr krabbelte auch auf ihn zu. Leo the Poops stand gerade vor der Leiche der Mickey Mouse. Ihr fehlte nicht nur der Daumen, ihr fehlte je ein Finger an jeder Hand.

Auf einmal durchfuhr den Wald ein grauenvolles Lachen:

" HarrHarrHarr!...



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:"Zur Seite, Leo!"

Leo the Poops entkam mit einem gekonnten Sprung einer Killerameise, die im Begriff war seinen Schwanz anzuknabbern.

Paula ließ ihre Schließmuskeln schnappen und zermatschte eins ums andere Killerameisen die Menge.

Leo stand staunend an der Seite, in seinem Herzen spürte er so etwas wie Dankbarkeit. Die liebe Paula rettet mich so uneigennützig, dachte er.

Wieder schnappten und matschten Paulas Schließmuskeln sich durch die Ameisenhügel.

Von weitem hörte man Jagdhörner. Es war der Marquis auf der Treibjagd.

Als er herannahte, rief er:"...



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..mon dieu! Was wird meinen Augen zugemutet? Eine Transe, die auf dem Hintern über einen Ameisenhügel rutscht, mit demselben Ameisen verzehrt und ein wunderschöner Leopard, der ihr bei ihrem Mahl zusieht."

Vom Klang der Aristokratenstimme aufgeschreckt, hielt Paula in ihrem Treiben inne. Als sie des französichen Edelmannes ansichtig wurde, begann ihr Schließmuskel heftig zu zucken. Die stolze Gestalt des Marquis erinnerte sie an Webbi bevor er den schrecklichen Unfall hatte, der ihn sein Gemächt gekostet hatte und ihn letztendlich in den Alkohol trieb. Schon wollte sich Paula dem gutaussehenden Aristokraten an den Hals werfen, als erneut dessen Stimme ertönte und ihre Illusionen wie eine Seifenblase zerplatzen ließ: "Dieser Leopard wird eine schöne und vor allem in diesen Wälder völlig unerwartete Trophäe abgeben. Um die doofe Transe mit den Ameisen im Arsch werde ich mich später kümmern."

Blitzschnell riß Paula ihren Rock hoch und sprang dem Marquis mit nackten Hintern ins Gesicht. Der durch das viele Zucken gestählte Schließmuskel umschloß des Edelmannes Mund und Nase saugte sich geradezu fest und trennte ihn von der lebensnotwendigen Sauerstoffzufuhr. Der Adlige wäre vermutlich in dieser unrühmlichen Position dahingeschieden, hätte Leo nicht rechtzeitig an Paulas Vernunft appeliert. "Paula, das ist dieses Arschlo... Oh, verzeihung... dieser Dummkopf nicht wert! Wenn Du ihn tötest, wirst Du auf der Guillotine hingerichtet. Laß Gnade vor Recht ergehen und schenke ihm sein kleines schmutziges Leben. Wir sollten die Gelegenheit seiner Ohnmacht zur Flucht benutzen. Er wird wohl Tage brauchen um wieder ein normales Wort herauszubekommen." Als Paula diese Worte hörte, kam sie wieder zur Besinnung und sagte:"...


















von Die Autoren - am 22.07.1999 17:04
Geschrieben von Die Autoren am 22. Juli 1999 at 19:11:25:
Als Antwort auf: Re: TrashKom I - geschrieben von Die Autoren am 22. Juli 1999 at 19:04:04:
...wann kommt denn wieder ein anderer, der die

Geschichte weiterschreibt? Ich halte das nicht mehr aus!

Mein Schließmuskel wird immer mehr strapaziert!"

SCHNAUZE!

...laß uns schnell verschwinden Leo!" Sie schwang´sich zu Leo

auf das Pferd des Marquis und sie ritten dem Sonnenuntergang

entgegen. Während der Marquis betäubt dalag und nur ein

blubberndes Grunzen zustandebrachte, drang leises Singen

durch den Nebel, der seinen Sinne betäubte: "I´m a poor

lonesome Leopard....." Zur rauhen Stimme des Arden

gesellte sich die glockenreine Stimme Paulas, die

in das Lied einstimmte:"...


--------------------------------------------------------------------------------


"Ey Leo, was ist los mit Dir. Wach auf". Leo erwachte aus seiner kurzen Ohnmacht. Die glockenreine Stimme verstummte augenblicklich. Benommen blickte er zu Paula auf, die über Ihm stand und Ihn besorgt betrachtete. Mahnend erhob sie wieder Ihre Stimme.

"Leo, wir müssen von hier weg".
Was war passiert. Leo schüttelte sich und versuchte wieder Herr über seine Sinne zu werden. Langsam fiel es Ihm wieder ein. Na klar, Paula hatte sich auf den Marquis gestürzt und Ihm mit Ihrem Schließmuskel die Luft abgeschnürt. Dabei mußte er, der Leo wohl ohnmächtig geworden sein. Die Stimme Paula's bekam jetzt einen scharfen Unterton.
"Leo, wir müssen jetzt wirklich weg von hier". Leo rappelte sich mühsam auf und schwang sich wieder auf sein Schaukelpferd. Aus der Richtung des besinnungslos daliegenden Marquis drang ein zischendes, blubberndes Geräusch an sein Ohr und er wandte noch einmal seinen Kopf um die Ursache dieses Geräusches zu ergründen.

"Tu es nicht"
brüllte in Doc Paula an aber es war zu spät. Er blickte zurück. Aber was war das - Leo begann wild zu fauchen, er vollführte eine wahren Bocksprung, sein Nackenfell sträubte sich und er duckte sich jetzt flach auf den Boden, sein Schwanz peitschte auf und nieder. Der Marquis begann sich aufzulösen. Seine fleischliche Gestalt zerfiel, löste sich auf in eine bräunliche Flüssigkeit die vom Waldboden aufgesogen wurde und legte nach kurzer Zeit seine blanken Knochen frei. Das blanke Entsetzen packte Leo und er blickte hilfesuchend zu Doc Paula Hybris.
"Was ist das ?" Aber ein zweites Mal packte Ihn das Graunen, als er in die versteinerte Miene Paula's blickte. Sie fixierte Ihn durchdringend aus Ihren grauen Adleraugen und schien Ihn durchbohren zu wollen. Immer tiefer bohrte sich Ihr Blick hinein in Leo's Innenleben und er war schon versucht Sie zu fragen warum Sie Ihn so anstarrte, wollte Ihr sagen, daß es bei Ihm doch nix zu erkennen gäbe, daß er doch ganz einfach strukturiert sei und dieser durchdringende Blick nicht's weiter als Stumpf/ und Blödsinn erblicken würde, aber irgend etwas hielt in davon ab. Er verlor allmählich den Boden unter den Füßen, in seinem Kopf begann sich alles zu drehen und er bemerkte etwas neues, völlig unbekanntes an sich selber. Er konnte sich nicht recht erklären, was das denn war. Er wußte nur soviel, daß gerade als Paula Ihn so durchdringend anstarrte, etwas mit Ihm passiert war. Es mußte etwas schreckliches gewesen sein, denn er begann zu zittern wie Espenlaub. Was war hier los ? Langsam begann er zu begreifen - diese ganze Geschichte von der er meinte, daß sie doch mehr oder weniger ganz lustig war, war gar nicht so lustig. Dahinter verbarg sich etwas abgrundtief schreckliches, das er jetzt noch gar nicht überblickte. Und wieder sträubten sich Ihm die Nackenhaare vor Schrecken als es Ihm dämmerte. Dies alles, was hier passierte war gar kein Witz mehr sondern blutiger Ernst.
Mit zittriger Stimme wandte er sich an Paula. "Warst Du das ?" und mit einem Kopfnicken deutete er auf die blankgelegten Knochen des Marquis. Paula starrte Ihn unverwandt an und begann ganz sachte mit Ihrem Kopf zu nicken.
"Das waren gar nicht die Killerameisen, richtig Paula ?. Und die ganzen anderen Skelette, die haben auch nicht die Ameisen auf dem Gewissen, richtig ?"
Wortlos starrte Paula Ihn unverwandt an und nickte wieder kaum sichtbar. Ihre Backenknochen begannen zu arbeiten und Ihre stechenden Augen versanken etwas in Ihren Augenhöhlen. In diesem Augenblick schien Sie um 10 Jahre zu altern. Endlich brach Sie Ihr Schweigen und preßte mit rauher Stimme eine Antwort hervor.
"Nein, Leo. Das waren nicht die Killerameisen. Das war ich. Diese Ameisen dienen nur der Tarnung."
"Und warum das alles, Paula ?"
Spöttisch wiederholte Paula diese Worte
"Ja, warum das alles ? Was weißt Du schon ? Willst Du wirklich wissen, was dahinter steckt, Leo ? Ich warne Dich. Das ist nicht's mehr für schwache Nerven."
Leo überlegte angestrengt. Paula riß Ihn aus einen Gedanken.
"Ich warne Dich. Danach wird für Dich nicht's mehr wie früher sein."


Wieder verfiel er in Gedanken. Sein Leben lief bis zum heutigen Tage immer recht gleichförmig ab. Es gab keine großen Höhen und Tiefen. Aber er bemerkte jetzt an sich zum erstenmal so etwas wie Mut. Zum erstenmal verspürte er das Verlangen, hinter die Dinge zu schauen und sie zu hinterfragen und sich nicht mehr wie ein primitives Rindvieh abspeisen zu lassen mit unbefriedigenden, ruhigstellenden Antworten. Ja, er wollte wissen was hier ablief. Schwer atmend stieß Leo seine Antwprt hervor
"Ja, ich will es wissen. Es ist mir egal, welche Abgründe sich vor mir auftun."
Paula nickte anerkennend und Ihre Miene erhellte sich wieder etwas.
"Na gut, Leo. Du hast es so gewollt. Ich zeige es Dir. Es ist einen Tag Fußmarsch von hier entfernt. Halte Dich immer hinter mir. Es ist besser, wenn wir unentdeckt bleiben. Hier treibt sich ziemlich viel Pack herum. "
Paula Hybris vorneweg machten sich die zwei auf den Weg. Schon nach kurzer Zeit wurden Ihre Gestalten vom undurchdringlichen Grün des Waldes verschluckt.

Obwohl die Decke des Laubdaches fast undurchdringlich schien, kam Leo nach kurzer Zeit schon ins schwitzen. Es war sehr heiß. Die durch das Blätterdach kaum sichtbare Sonne brannte trotzdem ungewöhnlich heiß auf die beiden nieder. Es war doch Ende November, bemerkte Leo zu sich selber. Es war jetzt zwar Mittagszeit, aber für Ende November war es viel zu heiß. Nach einigen Minuten war Leo völlig ausgepumpt und er mußte eine Rast einlegen.
"Tut mir leid Paula, aber die Hitze. Ich muß kurz ausruhen"
Paula musterte Ihn ungeduldig. Wäre er den Strapazen gewachsen, die noch kommen würden ?
"Heiß ? Leo, das ist noch gar nicht's. Heute ist es angenehm kühl. Aber gut. Ruhe dich einen Moment aus. Aber nicht zu lange. Ich habe keine Lust, auf die Tyklone zu treffen".
Was zum Teufel waren Tyklone, überlegte Leo aber er war schon nach diesem kurzen Marsch einfach zu müde, um Paula danach zu fragen.Nach kurzer Rast trieb Paula Ihn wieder an und sie setzten Ihren Weg fort. Sie übersprangen Bäche, hetzten bergauf, bergab und drangen immer tiefer ein in den Wald. Immer dichter wurde die Vegatation, durch sie sich immer mühsamer durchkämpfen mußten. Paula zauberte eine Machete hervor und begann einen Weg durch den immer undurchdringlicheren Wald zu hacken. Und diese Hitze. Diese feuchte, schwere Hitze, die sie einhüllte mit Ihrer klebenden, schweißtreibenden Luft. Es war November, das wußte Leo. Warum diese verfluchte Hitze ? Haushohe Lianen versperrten Ihren Weg. Der Himmel schimmerte nur noch matt durch das dichte Blätterdach. Merkwürdige Geräusche aus den Kronen der Bäume drangen zu den beiden hinab. So klangen doch Affen, bemerkte Leo wieder zu sich selbst. Aber das war doch Deutschland hier, das wußte er genau. Schwer atmend blieb er einen Moment stehen, um sich zu sammeln. Paula wartete ungeduldig. Was war hier los ? Einem plötzlichen Impuls gehorchend fragte er Paula.
"Welches Jahr schreiben wir heute ?"
Paula starrte Ihn amüsiert an.
"Aha. Hast Du es endlich gemerkt." Nach einer kurzen Pause fuhr Sie fort."Nun Leo, Dir fehlen in Deiner Vorstellung ein paar Jahre. Aber drehe mir jetzt bitte nicht durch.
"Wir schreiben das Jahr 2365"

Leo sträubte sich wieder das Nackenfell."Waaaasss. Welches Jahr schreiben wir ?"
Paula versuchte beruhigend auf Leo einzuwirken."Bleib ganz ruhig, Leo. Ich kann dir alles erklären. Aber es ist so. Wir schreiben das Jahr 2365."
Ungläubig starrte er Paula an und stammelte
"Aber erst gestern, da war doch Jelzin. Und Milosevic, der war doch auch da. Oder hab ich das nur geträumt ?"
Nachsichtig betrachtete sie den Leo. Sie mußte jetzt vorsichtig mit Ihm umgehen.
"Nein, Du hast nicht geträumt. Die beiden waren schon da. Oder zumindest sahen sie so aus"
"Was heißt, zumindest sahen sie so aus. Waren sie es oder nicht ?"
"Sie waren es und sie waren es auch wiederum nicht."
"Waaasss ? Was soll das heißen ?"
Paula wirkte wieder beruhigend auf Leo ein.
"Nun Leo, es waren Mutanten. Sie wurden genetisch reproduziert. Die beiden gestern abend waren keine Originale, sondern wurden gezüchtet aus den Genen der Originale. Die Gene der Originale wurden vor langer Zeit, na ja so 400 oder 500 Jahre muß es her sein konserviert. Sie stammen aus einer anderen Zeit, so wie Du. Auch Du stammst aus dieser Zeit. Deine letzten Erinnerungen liegen 500 Jahre zurück."
Leo's Augen blickten immer ungläubiger.
"Und bin ich auch nur eine Kopie von mit selbst ?"
Paula antwortete:"Kopie wäre das falsche Wort. Selbst wenn Du aus den Genen des Originals gezüchtet worden wärest. Auch dann wärest Du ja ein Original. Aber bei Dir verhält es sich anders. Du lagst im Tiefschlaf."
Leo wurde immer unsicherer."Ich lag im Tiefschlaf ?? Aber warum denn nur? Willst Du mich hier vielleicht nur verarschen ?"
Paula legte eine kurze Pause ein, um Leo zur Ruhe kommen zu lassen.
"Was ist das letzte Ereignis, an daß Du Dich erinnerst bevor Du gestern Jelzin ind Mliocevic gesehen hast."
Leo begann zu grübeln und versuchte, sich die Vergangenheit zurückzuholen. Allmählich stellten sich die Erinnerungen wieder ein. Und jetzt hatte er sie genau vor Augen, seine Vergangenheit, damals vor 500 Jahren, als er eine Rast einlegte in einem Wirtshaus, er sah die beiden wieder vor sich, Paula und Webbi, wie sie Ihm Wein einschenkten der etwas bitter schmeckte und er kurz darauf in einen tiefen traumlosen Schlaf fiel aus dem er 500 Jahre später wieder erwachte.Aufgebracht stieß er hervor
"Du warst es, richtig ? Du hast mich um diese 500 Jahre betrogen ?"
Er blickte resigniert zu Boden schwieg eine Weile betroffen. Schließlich richtete er seine Blick wieder auf Paula
"Und warum das alles ? Was habt Ihr davon, mir 500 Jahre zu stehlen ?"
Ein merkwürdig kratzendes Geräusch aus den grünen Baumwipfeln über Ihnen ließ Paula zusammenfahren. Angestrengt starrte sie aus schmalen Augenschlitzen hinauf und versuchte etwas zu erkennen.
"Leo, wir müssen weiter. Ich erkläre Dir das später."In geduckter Haltung begannen sie sich wieder durch diese grüne undurchdringlich Wand aus Pflanzen durchzukämpfen. Unruhig spähte Paula immer wieder nach oben. Leo war völlig ratlos. Was war hier nur los ? Den Rest des Weges legten sie schweigend zurück. Leo war das nicht Unrecht, denn so konnte er seine Gedanken wieder etwas sortieren. Die Sonne neigte sich Ihrem Untergang entgegen und bald umhüllte sie nur noch schwarze Finsternis, durch die sie sich keuchend und schwitzend Ihrem Ziel, was immer das auch war, entgegenschritten. Gegen Mitternacht lichtet sich diese grüne Hölle etwas und gab den Blick frei auf eine Burg die auf einer sanften Anhöhe stand. Sie wurde durch starke Scheinwerfer, die rings um die Burg postiert waren, hell erleuchtet. Die Scheinwerfer waren ungewöhnlich stark und es war beinahe heller als am Tage. Jedes noch so kleinste Türmchen war deutlich sichtbar. Paula bedeutet Leo mit einem Handzeichen, sich zu ducken. Diese Burg wurde von einem Zaun umschlossen. Er war offensichtlich elektrisch geladen. Am Zaun entlang patrolierten merkwürdige Gestalten, sie ähnelten Menschen nur sehr entfernt, mit ..., das waren keine Hunde bemerkte Leo erschrocken, das waren Leoparden. Aus der Burg erklangen plötzlich wilde Schreie. Kurze Zeit später verstummten sie wieder. Mit vor Angst geweiteten Augen blickte Leo zu Paula, die angestrengt zur Burg hinsah. Es nahten zwei Lastwagen, die vor der Schranke der Burg zum Halten kamen. Es waren Kühltransporte. Die Papiere der Fahrer wurden kontrolliert. Dann wurden sie durchgewunken und verschwanden in einer Art Tiefgarage unter der Burg. Paula winkte Leo näher zu sich heran und zeigte auf eine Art Rampe, die vom Schloß ins Freie führte. Sie flüsterte Ihm ins Ohr.
"Da müssen wir hin"
Aber wie sollten sie die Absperrungen umgehen ? Paula deutete auf eine kleine Lichtung.
Mit gedämpfter Stimme sagte sie
"Dort ist ein unterirdischer Gang. Der führt uns direkt zur Rampe. Laß uns gehen. Der Gang ist sehr schmal. Leidest Du an Klaustrophobie ?"
Leo verneinte und warf noch einen letzten Blick auf die Rampe, bevor sie in diesem dunklen Gang verschwanden. Gerade wurde längliche Behälter hinausgetragen die offensichtlich für die Kühltransporte bestimmt waren. Das waren Zinksärge, dämmerte es Leo, dem das blanke Entsetzen im Gesicht stand, ehe er von diesem unterirdischen Gang verschluckt wurde. Vor Anstrengung keuschend robbten sie durch den unterirdischen Gang. Minute um Minute verging und seine Ellbogen begannen zu schmerzen vom robben durch die Erdmassen. Er wußte nicht mehr wieviel Zeit vergangen war, aber es kam Ihm vor wie Stunden, als Leo endlich einen zarten Lichtschimmer am Ende des Ganges entdeckte. Endlich hatten sie das Ende des Ganges erreicht und blickten direkt auf die Rampe, die nur noch eine Steinwurf vor Ihnen entfernt dalag. Sie waren jetzt innerhalb der Absperrung, die die Burg umgab. Wieder wurden Zinksärge in die Kühltransporte verladen. Leo robbte an Paula's Ohr und fragte mit rauher Stimme
"Was ist in den Särgen ?"
Paula starrte in durchdringend an, offenbar überlegend, ob sie Ihm jetzt schon alles sagen sollte. Sie beschloß Ihm jetzt die Wahrheit zu sagen.
"Aber mach keinen Unsinn, wenn Du jetzt einiges erfährst, Leo. O.K ?"
Leo nickte zustimmend. Paula fuhr fort.
"In den Särgen..." Sie stockte kurz und hob wieder an.
"In den Särgen, da....




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...liegt der Ausschuss."

Leo blickte fassungslos zu Paula auf:"Du meinst...?"

"Ja Leo," sagte Paula, "durch das Klonen entstehen Unmengen von Ausschuss. Der muss entsorgt werden, oder `einem anderen Tätigkeitsbereich zugeführt werden´ wie das heute heisst. Und der neue Tätigkeitsbereich ist die Arbeit als Tiernahrung und Pflanzendünger." Paula lachte leise und Leo merkte, dieses Lachen war kein Lachen der Freude. Paula wischte sich ein paar Tränen aus dem Gesicht.

"Du verstehst, Leo, es ist an uns Dir, Webbi und mir diesem Treiben ein Ende zu setzen. Wir müssen...". Paula stockte.

"WIR MÜSSEN DIE WELT RETTEN!!!"

Plötzlich hörten sie hinter sich ein Geräusch...


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...und einer dieser "Ausschuss-Klone" trat hinter sie. Leo erstarrte, und wurde Leichenblaß. Es war der warscheinlich am wenigsten gelungene Klon. Paula aber sagte: "das ist Tirox. Er wohnt im Untergrund und kommt um uns zu helfen." Leo's Krampf ließ langsam nach, doch der Schreck wird ihm noch eine lange Zeit in den Gliedern stecken. Tirox: "Webbi schickt mich euch abzuholen. Kommt wir gehen. Die nächste Patroullie müßte in zehn Minuten kommen." Beim durchstreifen der finsteren Gänge kamen ihnen allerlei seltsame Gestalten entgegen. Tirox: " das sind ebensolche mißratene wie ich einer bin. Sie werden von den Burgherren dazu gezwungen, die Drecksarbeit zu erledigen. Aber keine Angst, sie können uns nicht wahrnehmen, sie sind vollgepumpt mit Drogen." Einige Zeit später waren sie vor einem großen Tor angelangt. Tirox klopfte fünf mal. Das Tor öffnet sich. Sie wurden mit einer tiefen, grollenden Stimme empfangen. "Servus" Es war Webbi.

Webbi fragte: "hattet ihr schwierigkeiten hierher zu kommen?" Paula antwortete: " Nein. Bloß Leo war wiederm al in allerlei stinkende Kuhpfladen getreten" Webbi: "macht nix, wir haben wichtiges vor. Besprechen wir zuerst wir vorgehen wollen." Als er ausholen wollte, klopfte es abermals fünf mahl an der Türe. Das Tor ging auf und ...


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...es trat eine mittelgroße Gestalt in einer braunen Uniform ein. Er glich einem Menschen, so wie Leo sich aus seinem Gedächtniß heraus einen Menschen vorstellte. Er nahm seine Uniformmütze ab, schlug die Hacken zusammen und machte Meldung. Seine Stimme klang schnarrend und er rollte den Buchstaben "R" sehr stark. Er schob dabei sein Kinn vor und schien seine Meldung sehr wichtig zu nehmen.
"Steh bequem, Du Narr" donnerte Ihn Webbi an.
Die Augen des Gastes blitzten wiederspenstig auf, aber er nahm zögernd eine bequeme Haltung ein und begann zu schnarren.
"Unglaublich, wie ich hier behandelt werde. Ich werrrrde Euch eines Tages alle verrrnichten. Was glaubt Ihr, wenn Ihr vor Eu.... "
Webbi fuhr dazwischen. Die Zornesröte fuhr Ihm ins Gesicht.
"Spar Dir Deine Litanei. Komm endlich zur Sache"
Die Gestalt schob sein Kinn noch weiter vor und er streckte seine Gestalt um größer zu werden. Er schien ein richtiger Wiederborst zu sein. Nach kurzer Zeit der Besinnung entschloß er sich dann aber doch, eine korrekte Meldung zu erstatten.
"Die Tyklonen sind dabei, eine neuen Typ Krrreatur herzustellen. Sie haben den Schwachpunkt der defekten Nasenwurzel offenbar erkannt. Das könnte uns in grrroße Schwierigkeiten bringen. Außerdem verrrsuchen sie, Dich Drrrr. Webinspect zu klonen."
Webbi runzelte nachdenklich seine Stirn und blickte zu seiner Doc.
"Mist, dann haben sie doch meine Hautfetzen gefunden, die ich bei meinem letzten Einbruch in der Burg beim Überklettern des Stacheldrahtzaunes verloren habe."
Besorgnis klang in Stimme Paula's mit.
"Da müssen wir uns was überlegen. Nicht auszudenken, wenn sich ein Klon Deiner Gestalt hier einschmuggelt."
Webbi wandte sich wieder an den wiederspenstigen Gast.
"Danke, du kannst gehen."
Die Gestalt knallte seine Hacken zusammen, drehte sich ruckartig um und schritt Richtung Ausgangstür. Leo betrachtete die Gestalt aufmerksam und überlegte, wo er sie schon mal gesehen hatte. Dieses ordentlich gescheitelte Haar, die Haartolle die Ihm ab und an ins Gesicht fiel, die herrischen Gesten und dann dieser Schnurrbart. Das war doch.... Kein Zweifel. Leo betrachtete die Gestalt, die die Ausgangstür erreicht hatte und gerade Webbi's Reich verließ, diese Gestalt, die die Frechheit besaß, die Tür hinter sich zuzuknallen. Leo wurde es wieder schwindlig. Die Bilder vor seinen Augen begannen wieder zu verschwimmen. Nein, daß war alles zuviel für Ihn. Er schloß die Augen, um dadurch einer drohenden Ohnmacht zuvorzukommen. Jetzt bloß nicht durchdrehen, sagte Leo zu sich. Der da gerade die Türe so provokant zugeschmissen hatte, war Adolf Hitler. Paula blickte besorgt zu Leo.
"Was ist los mit Dir ?"
Leo öffnete wieder langsam seine Augen und deutete mit seinem Katzengesicht Richtung Ausgangstür.
"Das war doch Hitler, oder ?"
Erleichterung stieg in Paula auf, denn Sie hatte schon befürchtet, es sei etwas Ernstes passiert mit Ihm.
Beruhigend sprach sie auf Leo ein.
"Das war ein geklonter Hitler, Leo. Diese Figur erfreut sich großer Beliebtheit bei den Tyklonen. Er hat hier allerdings einen Großteil seines Schreckens verloren. Das Umfeld stimmt halt nicht mehr. Er ist hier mehr oder weniger eine tragische Figur mit merkwürdigen Ansichten, sonst nichts. Und gegenüber den anderen Schreckenskreationen der Tyklonen fällt er kaum auf. Er wirkt sogar fast harmlos gegenüber den anderen. Wenn ich da an Raasaan denke."
Paula schüttelte sich. Webbi spuckte vor sich aus und blickte grimmig ins Leere.
"Raasaan, dieses Miststück. Der ist wirklich ein Problem, auch für mich"
Paula wandte sich wieder an den hilflos dasitzenden Leo, der immer verwirrter umherblickte.
"Ich glaube ich muß dir jetzt erst einmal einiges erklären, Leo. Du siehst ja aus wie ein wandelndes Fragezeichen. Also."
Paula machte es sich bequem und deutete auf Leo, es genau so zu tun. Es würde eine lange Geschichte werden, so schien es. Was mußte Sie Ihm alles erklären

- Was war hier eigentlich los ?

- Was hatte das zu bedeuten, daß mit den Mutanten.

- Was sind

diese Tyklone ?

- Warum zum Teufel wurde Leo eingeschläfert ?

- Warum lebte Paula und Webbi noch, wenn sie 500 Jahre alt waren.?"
Ihr Blick verschmolz mit dem fernen Horizont und wurde trübe, so als ob Ihr Geist eintauchen wollte in die ferne Vergangenheit, in der vielleicht die Antwort lag für dieses schauerliche Abenteuer, welches die beiden gerade durchlitten hatten. Man schrieb das Jahr 1999. Es war ein ungewöhnlich heißer Sommer im Europa des Jahres 1999. Sowohl klimatisch als auch politisch. Da gab es eine Krise - wieder mal auf dem Balkan. Es ging um ein Land, welches Kosovo genannt wurde. Durch unproffesionelles Handeln vieler Beteiligter war es zu einer Konfrontation zwischen Russen und Amerikanern gekommen. Es bestand keine direkte Kriegsgefahr aber das Klima zwischen den beiden Staaten war sehr frostig geworden. Der Westen unter Führung der USA marschierten in dieses Land ein und erklärten es zu Ihrem Protekturat. Die Russen Ihrerseits unterstützen die gegnerische Partei mit Waffenhilfe. Der Westen legte schärfsten Protest ein und behielt sich weitere Maßnahmen vor. Die Situation schaukelte sich gegenseitig hoch und gipfelte in einem Ultimatum des Westens, die Waffenhilfe einzustellen. Dummerweise wurde auch noch ein bestimmter Tag für das Ende des Ultimatums genannt. Der Tag verstrich und nicht's geschah. Scheinbar. Die Welt atmete wieder auf. Es war Mitternacht. Der Tag des Ultimatums war verstrichen.
An irgendeinem abgelegenen Sandstrand der Montenegrinischen Küste wurde ein Schlauchboot zu Wasser gelassen. Das Meer dümpelte träge vor sich hin und reflektierte auf seiner grauen Oberfläche das schwache Mondlicht. Es war Neumond. 6 Männer bestiegen das Boot. Sie unterhielten sich gedämpft in serbischer Sprache. Sie trugen schwarz glänzende Taucheranzüge und Atemschutzmasken und hatten sich klobige Kopfhörern aufgesetzt. Merkwürdig daß diese Anzüge so glänzten. Später, sehr viel später würde man herausfinden, daß es sich um eine spezielle Beschichtung handelte, die Radarstrahlen vollständig absorbierte. Das Boot war mit derselben Beschichtung überzogen. Sie luden Notepads, kleine Computer, eine komplette Funkanlage mit einer Antenne, einen Diskettenkoffer sowie Schweißbrenner und anderes Wekzeug in das Boot. Sie ließen den Motor an. Nur die schemenhaften Bewegungen ließen darauf schließen, daß der Motor angelassen wurde, denn die dicke Schutzschicht die den Motorblock umgab diente auch zur Schallisolierung. Der Motor gab nur ein kaum hörbares Säuseln von sich. Das Boot setzte sich in Bewegung und fuhr auf's offene Meer hinaus. Rasch entfernte sich das Boot von der Küste und nahm Kurs auf sein Ziel.



















von Die Autoren - am 22.07.1999 17:11
Geschrieben von Die Autoren am 22. Juli 1999 at 19:18:29:
Als Antwort auf: Re: TrashKom I - geschrieben von Die Autoren am 22. Juli 1999 at 19:11:25:
...Das unruhige Glitzern der Lichter einiger Fischerdörfer verlor sich immer mehr im Dunst und schon bald waren die 6 Männer nur noch umgeben vom Meer, der schwarzen Nacht und dem Neumond über Ihnen. Das Boot raste mit großer Geschwindigkeit dahin und zerschnitt die kleinen Wellenkämme wie eine Rasierklinge eine fette Weihnachtsgans. Wortlos kauerten die Gestalten in geduckter Haltung auf dem Boden des Schlauchbootes und blickten angestrengt in Fahrtrichtung. Die Gischt umwehte diese Gestalten und verschluckte sie stellenweise völlig. Der Bootsführer richtete an einen seiner Nachbarn eine Frage, worauf dieser das Funkgerät in Betrieb nahm, sowie seinen Labtop von der Schutzhülle befreite. Er befreite sich von seiner Atemschutzmaske mit einem Stöhnen, was der am Bootskopf sitzende Mann mit steinernem Gesicht zur Kenntniss nahm. Er war jung, höchstens 25 Jahre alt und hatte grünblau gefärbte,sehr kurz geschnittene Haare. Seine haageren Finger begannen über die Tastatur seines Computers zu fliegen. Jetzt begann er die Antenne des Funkgerätes herauszuziehen und verkabelte dieses mit seinem Computer. Und wieder wirbelte er über die Tastatur und ließ sich auch durch leicht schaukelnde Bewegungen des Schlauchbootes nicht aus der Ruhe bringen. Sein 10 Finger Anschlagssystem war atemberaubend. Nur kurz blitzten immer neue Bilder auf dem Computer auf und verschwanden augenblicklich wieder. Rätselhaft, wie er in diesen Sekundenbruchteilen den Inhalt erfassen konnte.
Später, sehr viel später würde herausgefunden, daß dieser dürre Freak mit seinen bunten Haaren Dragan Haarcovic war, ein begnadeter Hacker. Die Nato hatte in diesem Sommer des Jahres 1999 eine kleine Kostprobe seines Könnens bewundern können, als er nämlich Ihre Homepage knackte. Sie verschärften die Sicherheitsvorkehrungen aber auch diese knackte Dragan. Man ließ angebliche Spezialisten aus den USA einfliegen. Dumm nur, daß auch sie beim Militär angestellt waren. Aber auch diese Spezialisten konnten einen erneuten Einbruch in die Homepage der Nato nicht verhindern und die Page wurde vom Netz genommen. Die Spezialisten waren ratlos. Aber wie dem auch sei, dieser scheinbar kleinen Episode wurde keine weitere Beachtung geschenkt.
Aber später, sehr viel später würde herausgefunden, daß dieser Dragan ein mathematisches Wunderkind war. Und dazu war er noch ein wahrer Computerfreak. Sein Ruf verbreitete sich rasch unter der Hackerbranche und es wurden auch zahlreiche nationenübergreifende Kontakte geknüpft. Doch urplötzlich war Dragan verschwunden, spurlos verschwunden. Das war 1998. Er war vom serbischen Militär geködert worden. Er wurde in einem speziellen Ausbildungslager für seine Aufgaben vorbereitet. Es war nicht schwer, Ihn zu kaufen, denn was war interessanter als bei einem richtigen Ding mitzumischen. Seine Skrupellosigkeit erleichterte Ihm noch zusätzlich seinen Schritt, denn er war ein verzogenes Einzelkind aus reichem Elternhaus, der nicht groß nachdachte über daß, was er vielleicht auslösen würde. Ihm ging es nur um das Knacken dieser ganz besonderen Festung auf die sie zusteuerten in Ihrem kleinen, glänzenden Schlauchboot.
Das Bild auf seinem Computer blieb jetzt über längere Zeit unverändert. In der Mitte des Bildschirms blinkte in regelmäßigen Abständen ein rotes Licht auf und ein grünes Lämpchen in der Nähe des Bildschirmrandes bewegte sich langsam auf dieses rote Lämpchen zu. Dieses grüne Lämpchen schienen sie selber zu sein. Dragan zeigte mit einem diabolischen Grinsen auf dieses rote Lämpchen und blickte zum Mann an der Bootsspitze. Er nickte Ihm, soweit man daß unter seiner Atemschutzmaske sehen konnte, lächelnd zu und hielt den Daumen seiner ausgestreckten Hand nach oben.
Er war der Leiter dieses Unternehmens, Oberst Luko Filetovic, ausgebildet für operative Kommandounternehmen. Er überwachte die Ausführung des Unternehmens und gab die nötigen Anweisungen zum Gelingen der Operation. Wieder und immer wieder hatten sie alles in diesem Ausbildungslager geübt, bis jeder Handgriff saß. Schnell, präzise und furchlos mußte dieser Angriff ablaufen. Jede Sekunde zählte, denn der Feind war Ihnen in jeglicher Hinsicht überlegen.
Nun, vielleicht in einer nicht. Und die lautete Fanatismus ! Da waren sie vielleicht unschlagbar. Da konnten sie es vielleicht sogar mit Iranischen Ajatollahs aufnehmen. Da wurden sie sträflich unterschätzt, damals 1999. So, als hätte es damals keine Geschichtsbücher gegeben. Als wäre nicht bekannt gewesen wie kriegerisch, unbeugsam und fanatisch sich die Serben allen Unterdrückungsversuchen entgegengestellt hätten.So, als wäre nicht bekannt gewesen, daß in serbischem Blut Jahrhunderte der Auflehnung pulsierte. In dieser serbischen Kriegsmaschine gab es nicht nur einen Hitler sondern Hunderte, die bereit waren für die serbische Sache die ganze Welt auszulöschen.
Wie Hohn klang damals die Ausführung eines hohen Militärs der Nato, daß nur ein paar Tage der Bombardierung genügen würden, diese Serben in die Knie zu zwingen. Die würden sich noch alle wundern und mit Ihnen noch viele andere in den entlegendsten Winkeln der Erde, die noch nie von Serben gehört hatten und trotzdem mit hinabgerissen würden in diese Apocalypse, die da in Gestalt eines kleinen Schlauchbootes auf diesen blinkenden roten Punkt des Labtops von Dragan Haarkovic zufuhren.
Aus dem diffusen Dunkel der Nacht schälten sich die Umrisse eines Schiffes heraus. Nun, ein Schiff war es eigentlich nicht. Es war ein Berg von einem Schiff. Kirchturmhoch ragte dieser Koloß aus Stahl und Eisen aus den trägen grauen Wassermassen der Adria auf. Grüne und gelbe Positionslampen blitzten auf.
Es war der Flugzeugträger U.S.S Roosevelt der Navy der Vereinigten Staaten von Amerika. An Bord neben Flugzeugen, Raketen und sonstigen Kriegswerkzeug auch 18 Interkontinentalraketen mit atomaren Sprengköpfen mit einer Reichweite von 8000 Kilometern. Im Nachhinein fragten sich die sogenannten Experten, was Raketen mit einer Reichweite von 8000 Kilometern eigentlich auf der Roosevelt zu suchen hatten. Es ging doch um den Kosovo, keine 500 Kilometer entfernt. Nur zu dieser Zeit stellte niemand diese Frage. Wer konnte diese hochgerüstete Armada auch schon wirklich bedrohen ? Groß, mächtig und gewaltig wie - ja, wie zum Beispiel Saurier.
Der Fahrer des Schlauchbootes drosselte das Tempo und näherte sich dieser stählernen Festung von hinten. Die Anspannung in den Gesichtern hinter den Atemschutzmasken der Bootsinsassen stieg deutlich an. Dies war die erste von vielen weiteren kritischen Situationen, die Sie bestehen mußten. Konnten Sie sich diesem Haushohen Ungetüm nähern, ohne entdeckt zu werden ? Radarstrahlen absorbierten sie. Von daher bestand keine Gefahr. Aber trotz der schwarzgrauen Tarnfarbe Ihres Bootes und Ihrer Anzüge konnten sie von einer aufmerksamen Wache an Bord der Roosevelt jederzeit gesehen werden. Aber wir befinden uns ja im Jahr 1999, einer Zeit in der ein grenzenloses Vertrauen in die Technik herrschte. Alles wurde von Computern erledigt. Wofür einer Wache aufstellen, die vielleicht auch noch ein Nickerchen hält.
Filetovic blickte angestrengt nach Vorne und dirigierte mit Handzeichen die Richtung des Bootes. Noch 300 Meter. Die Landebahn war hell erleuchtet. Ein Teil des Lichtes fiel auf das Schlauchboot. Die Radarschirme des Kommandoturmes hoch über Ihren Köpfen surrten unablässig um Ihre eigene Achse. Noch 100 Meter. Gleich würden Sie in den Schatten des überhängenden Hecks der Roosevelt gelangen. Über Ihren Köpfen ergoß sich unablässig ein Armdicker Strahl Wasser ins Meer. Die Kühlflüssigkeit. Keine 10 Meter mehr bis zur stählernen Hülle dieses Kriegssauriers. Die 6 Insassen blickten angestrengt nach oben zum überhängenden Heck, daß Ihnen jetzt guten Sichtschutz vor vielleicht doch vorhandenen Wachen bot. Sie verharrten einen Moment regungslos.
Einer der Männer packte Saugnapfähnliche Gegenstände aus. Er befestigte sie am Schlauchboot und verband diese mit der Stahlwand der Roosevelt. Plopp - es waren Saugnäpfe, die sich Krakengleich angestöpselt hatten. Die Roosevelt gab Ihre trägen Schaukelbewegungen an das Schlauchboot weiter, welches sich jetzt im Rhythmus der Roosevelt hob und senkte. Dabei hing es zeitweise ohne Wasserkontakt vollständig in der Luft. Die Saugnäpfe hielten. Einer der bisher nicht in Erscheinung getretenen Männer klappte jetzt ein zweites Laptop auf. Auf dem Monitor erschien - die Roosevelt. Und wieder blinkte ein grünes Licht auf. Das war Ihre Position. Ein neues Bild erschien. Es war ein kompletter Lageplan der Roosevelt. Das grüne Lämpchen wurde darübergelegt. Der Mann studierte angestrengt den Monitor und deutete auf eine Stelle, keine zehn Meter von Ihnen entfernt. Die Kummunikation der Insassen erfolgte jetzt völlig lautlos nur mit Zeichensprache. Die Saugnäpfe wurden wieder abgestöpselt. Zehn Meter weiter dockten sie wieder an. Sie befestigten einen Saugnapf hoch über Ihren Köpfen. Daran befestigten sie eine Art Flaschenzug und zogen das Boot daran in die Höhe. Das Boot klebte jetzt 2 Meter über der Wasseroberfläche an der Stahlwand. Der Mann mit dem zweiten Laptop, es war Djuric Schloseric, der Sprengstoffspezialist, überprüfte Ihre Position anhand des Montors, hob seine Kopf und blickte die anderen Triumphierend an. Ein hämisches Grinsen zeigte sich auf seinem Gesicht, als er mehr sich selber zunickte. Hier, hinter dieser dicken Stahlwand aus 60 cm dickem, undurchdringlichem Edelstahl befand sich der Maschinenraum. Er legte sein Ohr an die Stahlwand und spürte selbst durch diese Wand die Schwingungen, die vom Maschinenraum ausgingen. Er nickte befriedigt.
4 neue Saugnäpfe, im Abstand von 80 cm wurden am Bootsrumpf befestigt. Später würde festgestellt, daß diesen 6 Männern die Beschaffenheit des Stahles genau bekannt war, den sie jetzt versuchten zu knacken. Sie versetzten den schmalen Bereich zwischen den 4 Saugnäpfen in Schwingungen. Angestrengt starrte Schloseric wieder auf seinen Laptop, auf dem viele bunten Kurven erschienen. Er drehte an Knöpfen und tippte immer wieder in seine Tastaur neue Befehle ein. Haarkovic schaute Ihm interessiert über die Schulter. Die Kurven näherten sich einander und überlappten sich nach einer Weile vollständig. Schloseric sah seinen Nachbarn befriedigt an. Auch der hatte mittlerweile ein Laptop auf seinen Knien. Es war Atomivic, Molekularphysiker an der Militärakademie Belgrads. Er verband sein Laptop mittels eines Kabels, an dessen Spitze sich Sensoren befanden mit dem Bootsrumpf und starrte jetzt auf seinen Monitor, auf dem kleine Kügelchen wild hin und her tanzten. Der letzte, bisher beschäftigungslos gebliebene Serbe erhob sich und begann in einer Kiste zu kramen, aus dem er nach einer Weile eine Art Pistole hervorzauberte. An Ihr war allerdings ein Kabel befestigt, welches zu einem schwarzen Kasten führte. Er erhob sich wieder zu seiner vollen Größe, er mußte so an die 2 Meter groß sein und wartete auf ein Zeichen der beiden anderen, die unablässig auf Ihre Monitore starrten. Der da jetzt wie ein Statue 2 Meter in die Höhe ragte, war Laseric, Experte für Lasergesteuerte Anwendungen bei Schwermetallen. Er befestigte weiter 4 Saugnäpfe am Bootsrumpf, der jetzt aussah wie ein Operationstisch. Und es glich auch etwas einer Operation.
Später, viel später würden Experten der Spurensicherung herausfinden, was in dieser Nacht passierte, als Schloseric das Metall in Schwingungen versetzte, als Atomivic die Anordnung der Atome veränderte, sodaß aus dem hartem Stahl die Härte etwas verlorenging, weil er die Anordnung der Atome veränderte und als schließlich der Bereich des Metalles zwischen den Saugnäpfen auf fast den absoluten Nullpunkt heruntergekühlt wurde, so daß die Anordnung der Atome bestehen blieb als Laseric seine Laserpistole am Bootsrumpf ansetzte und die 60 cm dicke Metallschicht des Bootsrumpfes der U.S.S Roosevelt durchschnitt wie Butter. Laseric spritzte eine Gleitflüssigkeit in die Fugen, die sein Laser hinterlassen hatte, stemmte sich mit seinem Gewicht gegen die Stahlwand und ohne großen Anstrengung fluschte der 60 cm dicke Stahldeckel ins Innere der Roosevelt. Er fiel nicht tief, denn das klaffende Loch im Rumpf befand sich nur wenige Zentimeter über dem Boden, auf den er hinabfiel. Der Weg war frei. Oberst Filetovic zog sich dicke Schutzhandschuhe über, griff in die freigelegte Schnittstelle und zog sich hoch. Nur noch die baumelnden Füße waren von Ihm zusehen, ehe er ganz im Loch verschwand. Nach kurzer Zeit erschien er wieder und bedeutete seinen Kameraden mit einer Geste, Ihm zu folgen. Einer nach dem anderen schlüpfte durch das Loch. Das Boot hing verlassen an der Außenwand der Roosevelt. Die 6 Männer hockten eng beisammen und betrachteten sich das Innere des Maschinenraumes. Sie befanden sich auf einem kleinen Vorsprung, 6 Meter über den Lastwagengroßen, leise surrenden Turbinen.
Filetovic wandte sich an Haarcovic und flüsterte Ihm ins Ohr. ....

















von Die Autoren - am 22.07.1999 17:18
Geschrieben von Die Autoren am 22. Juli 1999 at 19:24:45:
Als Antwort auf: Re: TrashKom I - geschrieben von Die Autoren am 22. Juli 1999 at 19:18:29:


KLICK!

der Ard schaltete den Flimmerkasten aus. "Den Film kenne ich bereits, der war damals schon unglaubwürdig. Ich möchte keine Märchen mehr hören, ich will die Wahrheit!! grollt die Stimme des Arden. "Nun gut" räusperte sich Paula, den Schließmuskel heftig zuckend "wir müssen Dir wohl reinen Wein einschenken..." "Ich mag keinen Wein, ich will die Wahrheit" erklang bedrohlich die Stimme des Arden. Webbi mischte sich ein: "ich befürchte, wir können nicht auf den Ard zählen, solande er die Wahrheit nicht kennt. Willst Du, oder soll ich?" "Erzähl Du die Geschichte" antwortete Paula mürrisch.

Webbi lehnte sich zurück und begann: "Dieses Mutanten-Züchter sind meine und Paulas Nachfahren. Unsere Gene sind eine unheilvolle Verbindung eingegangen. Es entstanden Wesen mit gewaltigen Geisteskräften, die jedoch keinerlei Unrechtsbewußtsein haben" Er blickte zu Paula:"Jaja, ich weiß, das kommt von meinen Genen!" Paula blickte wortlos zur Decke. Webbi fuhr fort, den Ard über die wahren Umstände aufzuklären: "Da unsere Kinder keinen geeigenten Partner fanden, der ihnen ebenbürtig erschien, haben sie sich durch Inzucht fortgepflanzt. So wurden die üblen Eigenschaften der Eltern immer weiter gesteigert.

Wir wollen diesen gewaltigen Fehler, den wir in Unwissenheit in die Welt setzten, wieder beseitigen. Dafür benötigen wir Deine Hilfe, da Du ebenfalls ein Mutant mit gewaltigen Geisteskräften bist." Der Ard schaute Webbi böse an und sagte: "Du kannst mir viel erzählen. Wieso weiß ich nichts davon?" Webbi schien geradezu vor dem Blick des Arden zu flüchten. "Du hast die Gabe Materie alleine durch Deine Geisteskraft zu bewegen. Das kann für Umstehende sehr unangenehm sein. Außerdem bist Du mit der Gabe der "Unbehaglichkeit" ausgestattet. Jeder, dem Du das wünscht, hat einfach einen schlechten Tag und umgekehrt. Und jetzt hör auf, mich dauernd böse anzusehen!"

Der Ard war (fast) sprachlos ob dieser Neuigkeiten: "Ich brauche Details, damit ich genauer über diese ungewohnte Zeit bescheid weiß. Wie soll ich die Welt retten?" fragte er....


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Doc Paula schwieg. Sie schaute in die Runde und dachte nach.

War es recht den Arden so hinters Licht zu führen? Gut, sie brauchten ein Bauernopfer, jemanden um dessen Verlust es nicht so schlimm bestellt ist. Jemanden, den dann doch niemand vermisst.

Der Ard kam sich jetzt wahnsinnig wichtig vor. Paula dachte an die Zeit, als er ständig ins Forum geschissen hat. Sie hat sich damals sehr darüber geärgert. Ihm jetzt aber seinen Stoffwechsel als Fähigkeit zu verkaufen Marterie zu bewegen, das bereitete ihr schon Kopfzerbrechen.

Webbi erzählte dem Arden irgendetwas über seine Mission und seine Wichtigkeit. Der Ard hörte aufmerksam zu und schien dabei zu wachsen.

Armer Ard, dachte Paula, wir schicken dich gerade über ein Mienenfeld und du denkst, du seist Superman, oder so etwas.

Aber Paula hatte nicht die Zeit für ein schlechtes Gewissen. Es kam darauf an, dass Webbi und sie überleben, auch wenn sie dafür den Arden opfern.




















von Die Autoren - am 22.07.1999 17:24
Geschrieben von Die Autoren am 22. Juli 1999 at 19:32:30:
Als Antwort auf: Re: TrashKom I - geschrieben von Die Autoren am 22. Juli 1999 at 19:24:45:
Dabei hatte sie allerdings nicht an die besonderen Fähigkeiten des Arden gedacht. Angeregt durch die Information über seinen Geistesriesenstauts, wurden ihm einige Dinge, die in der Vergangenheit unerklärlich erschienen mit einem mal verständlich. Daß Paula und Webbi nicht die ganze Wahrheit kannten, bemerkte er als er seine Fähigkeiten testete. Er konnte in den schäbigen Gedanken von Paula, wie in einem Buch lesen. Auch Webbis Geist öffnete sich seinem suchenden telepatischen Strahl widerstrebend. Er hatte beide verkannt! Paula, zu der er ein gewisses Vertrauen gefaßt hatte, ja die er sogar vor dem sicheren Tod auf der Guillotine gerettet hatte, war ein durch und durch verkommenes Wesen, das vermutlich durch seine physischen Abnormalitäten im Bereich des Schließmuskels so geworden war. Webbi hingegen, hatte durch den Verlust seines Gemächtes einen geistigen Schaden hinnehmen müssen. Vorher war er ein zwar labiler aber umgänglicher Mensch. Wenn ihm nicht der Alkohol so übel mitgespielt hätte....

"Du kannst mich nicht täuschen!" Grollte der Ard. "Ich habe von Deinem Plan erfahren und denke nicht im Traum daran, mich von Euch einwickeln zu lassen. Ich bin gerne bereit Euch bei der Bereinigung Eurer Scheiße zu helfen, aber nicht über meine Leiche. Diese Zeit interessiert mich eigentlich nicht. Ich werde ggf. das Übel an der Wurzel ausrotten und in der Vergangenheit Euch beide vernichten, bevor Ihr Euch vermehren könnt!" Wie würgende Klauen griffen die geistigen Fühler des Arden an Paulas und Webbis Hals. Von gewaltigen Energien gepackt, verloren die beiden den Boden unter den Füßen......
"Aaaaaahhh, was ist das?"

dröhnte die Stimme des Arden. Atemloses Röcheln von Paula: " Wir haben Dir nicht alles gesagt. Jede Nutzung Deiner Kräfte wird fast auf der Stelle mit gewaltigen Kopfschmerzen bestraft. Erst wenn Du voll ausgebildet bist, kannst Du Deine Gewalten einsetzen, ohne vor Schmerzen zu vergehen. Nachdem Du uns durchschaut hast, biete ich Dir das nötige Trainig an. Vielleicht kommen wir doch ins Geschäft?" "ich sterbe.." wimmerte der Ard, der sich am Boden krümmte. "Das iss genau, wie mid de erstn Flsche Gin. Isch bün auch fas gestobn, abba man gewöhnt sisch drn...." lallte Webbi, der aus einem Versteck eine Flasche gezogen und sofort geleert hatte. Paula wandte sich dem Ard zu, ihre Augen funkelten hinterlistig, als sie fragte: "Halt die Schnauze Webbi!!! He Ard, wie sieht´s aus? Kommen wir denn jetzt ins Geschäft?...


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Der Ard stemmte sich mühsam wieder auf die Beine. "Habe ich da einen Hinweis von Webbi erhalten?" fragte er. Es schien Dir nicht sehr angenehm zu sein, daß Webbi von Gewöhnung sprach. Ist es vielleicht nur eine Frage des Trainings? Vermutlich sollte ich am Anfang nicht direkt zu solchen Gewaltakten greifen. Ich werde mal was kleines an Dir ausprobieren." Paula fing plötzlich wie besessen an zu tanzen. "Aha, ich kann also auch von einem fremden Gehirn Besitz ergreifen... ohne daß die Schmerzen einsetzen." Webbi wankte heran, in der linken Hand immer noch die leere Flasche: "Hilfs Du uns denn jetz, bei unserem Broblem?" lallte er. Langsam wandte der Ard sein Gesicht der jämmerlichen Gestalt zu und sagte:"...


















von Die Autoren - am 22.07.1999 17:32
Geschrieben von Die Autoren am 22. Juli 1999 at 19:35:48:
Als Antwort auf: Re: TrashKom I - geschrieben von Die Autoren am 22. Juli 1999 at 19:32:30:
Endlich kam der Ard langsam wieder zur Besinnung. Aber ganz konnte er die wirren Gedanken noch nicht abschütteln. Er hatte geträumt, Paula würde vor Ihm tanzen. Er hatte geträumt, Webbi wäre besoffen gewesen. Sowas konnte auch nur im Traum passieren. Schade, daß der Taum bald wieder vorbei sein würde.

Webbi wischte sich den Mund ab vom Gin und betrachtete mitleidig den sich vor Ihm vor Schmerzen windenden Ard. Sein Blick wurde schon wieder klar und seine Stimme bekam Ihre gewohnte Schärfe zurück. Unglaublich, wieviel Alkohol dieser Titan vertrug.


"Leo, reiß Dich jetzt zusammen. Schmerz ist doch eine nur gewöhnliche Erscheinung Deiner Sinnesorgane. Denke an etwas anderes und der Schmerz verliert seinen Schrecken."
Leo befolgte Webbi's Ratschlag und kehrte etwas benommen noch zurück in die Realität. Er schüttelte sich und setzte sich, noch etwas wackelig zwar, auf seine Hinterpfoten. Wieder sprach in Webbi an.
"Bist Du wieder klar ? Können wir jetzt ins Geschäft kommen ?"
Merkwürdig, daß Webbi das Wort Geschäft so merkwürdig aussprach. Der Ard glaubte, darin einen spöttischen Unterton feststellen zu können. Er stierte Webbi intensiv an und versuchte dessen Gedanken zu erkennen. Aber Webbi hatte schon damit gerechnet. Er würde dem Arden eine kleine Lehre erteilen, daß dieses Gedankenlesen nicht immer von Vorteil war. Jetzt erkannte der Ard Webbi's Gedanken und zuckte zusammen, hielt sich die Pfoten an die Ohren und begann jämmerlich zu winseln
"Webbi, hör auf. Bitte hör auf." jammerte er auf Webbi ein.
Es war ein grausig gesungenes Kinderlied, welches sich in sein Hirn hineingrub und Ihn malträtierte mit schauerlich gesungenen Tönen. Er kannte dieses Lied aus seiner Kindheit - es war das Lied 10 kleine Negerlein. Das Lied verstummte und der Ard las jetzt neue Gedanken Webbis. In seinen Gedanken fragte Ihn Webbi, ob er , der Ard, weitermachen wolle mit dem Gedankenlesen, oder ob sie sich wieder ganz normal unterhalten könnten. Der Ard beantwortete Webbis Frage mit einem Kopfnicken und klinkte sich aus Webbis Gehirn wieder aus. Leo war froh, Webbis Gehirn ungeschoren verlassen zu haben. Denn da war nicht nur dieses schauerliche Kinderlied, welches Ihm Furcht einflößte. Nein, er hatte erkannt welche Gewalt in Webbis Schädel pulsierte. Jetzt hatte er verstanden, warum Webbi diese Aura des Unfaßbaren umgab. Warum er alleine schon durch seine Präsenz, ohne daß er irgend etwas tat oder sagte, den Raum ausfüllte mit seiner Persönlichkeit. Es waren seine Gedanken. Diese unsichtbaren Gedanken. Aber sie waren nicht unsichtbar. Daß hatte Leo ja jetzt bemerkt. Das war also des Rätsels Lösung für Webbi's gigantische Wirkung auf andere, bemerkte Leo zu sich selber. Und noch etwas anderes fiel Leo auf. Die Gedanken mußten aus einer Substanz bestehen, denn wie anders hätte er sie denn lesen sollen.


Dies sollte noch, viel später zwar, von entscheidender Bedeutung werden.

Paula schaltete sich jetzt wieder ein.

"Also gut Leo, kommen wir zum Geschäft".
Wieder dieser spöttische Unterton.

"Das Problem sind Deine Gedanken, Leo. Solange Du nicht vollständige Kontrolle über Deine Gedanken gewinnst, weigert sich nämlich Dein Unterbewußtsein dagegen, diese Kräfte, die Du hast auszuüben. Dein Körper rebelliert dagegen. Daher Deine Kopfschmerzen. Wir müssen Deine Fähigkeit trainieren, nur an daß zu denken, an was Du auch wirklich denken willst".
Leo zuckte gleichgültig mit den Schultern.
"Wo ist das Problem. Wenn ich an einen Baum denken will, denke ich eben an einen Baum ?"
Paula lächelt nachsichtig.
"Und wer bestimmt, ob Du an einen Baum denken willst ? Woher kommt dieses Bedürfniss, an einen Baum zu denken und nicht zum Beispiel an einen - nun an einen Misthaufen ?"
Leo begann zu begreifen. Ja - woher kam der Wunsch, an einen Baum zu denken. War er wirklich sein eigener Herr, der bestimmte, daß er an einen Baum denken wollte, oder war da noch etwas anderes, was Ihn erst dazu brachte, an einen Baum zu denken. Paula fuhr fort.
"Siehst Du Leo. Und diese Fähigkeit müssen wir bei Dir trainieren, daß Du wirklich an das denkst, an was Du denken willst."
Leo nickte dankbar. Webbi schaltete sich wieder mit seiner Donnerstimme ein.
"Du hast also begriffen und wir können zum Geschäft kommen. Laß uns mal vor die Türe gehen. Ich zeig Dir was."
Die drei traten vor die Tür. Leo sah Webbi fragend an. Webbi drehte sich wieder zu Leo.
"Siehst Du diese Haufen dort ?" und er deutete auf ein nahegelegenes Feld, welches übersäht war mit Haufen. Sie traten näher heran und jetzt erkannte er, um was es sich handelte. Es waren gewöhnliche Kuhfladen. Leo sah zu Webbi.
"Und was machen wir damit ?"
"Damit trainieren wir Deine Gedanken, Leo"
"Hä ???? Wie wollt ihr mit diesen Kuhfladen meine Gedanken trainieren ?"
Eine kleine Pause entstand, bis endlich Paula mit der Erklärung fortfuhr.
"Nun, Leo. Wir werden Dich damit einreiben".
Leo fuhr auf.
"Ihr wollt waaaas ? Mich damit einreiben. Welchen Sinn hat das ?"
"Das hat den Sinn, daß du es schaffst, Deine Gedanken zu kontrollieren. Während wir dich einreiben mit diesem Kuhdung, versuchst Du an etwas schönes zu denken. An was denkst Du denn gerne ?"
Leo dachte einen Moment nach. Waren die beiden verrückt geworden ? Aber er beschloß trotzdem, eine Versuch zu wagen. Was war denn schon dabei, wenn er sich mit Kuhdung einreiben ließ ? Also begann er in seinen Gedanken zu kramen um herauszufinden, an was er denn besonders gern dachte. Endlich kam Ihm die Erleuchtung. Er wandte sich an die beiden Titanen vor Ihm, die Ihn gespannt anstarrten.


"Also, am liebsten denke ich ......



















von Die Autoren - am 22.07.1999 17:35
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