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Die *Trash*Kom*Hallen* - Ort der Geschichten
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Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 5 Monaten
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vor 16 Jahren, 4 Monaten
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unbekannt, vorhanden, Langsamabersicher

Der Morgen davor oder doch danach?

Startbeitrag von Langsamabersicher am 17.12.2000 21:19

Geschrieben von Langsamabersicher am 17. Dezember 2000 22:19:26:
Langsam säuberte er dass Gewehr welches ihm sein Großvater vererbte. Minute für Minute säuberte er es mit voller aufmerksamkeit, so sehr dass jeder Hauptmann stolz wäre ihn als Soldat zu haben. Soldat, ein Wunsch von ihm. Schon von früher Jugend an. Seine Großmutter bei der er aufwuchs war damals beim BDM, oft erzählte sie ihm aus der Zeit. Er musste an seine Jugend denken und für einem kurzen Moment konnte man fast ein zucken in seinem Gesicht erkennen. "Bist du so ein verkappte rechter?" fragte man ihn einmal. Ausgerechnet ihn, der in der SPD tätig war und oft genug Asylanten bei sich wohnen lies, wenn sie Probleme hatten. Nur weil er für die Abschiebung von stark kriminellen Ausländern war.

Er wusste nie zu welcher Seite er gehörte, er war sehr Gehorsam und Militärisch veranlagt, jedoch war er von der Politischen Ansicht her links. Gibt es dafür überhaupt einen Platz? In der Gesellschaft nicht. Beim Militär wurde er verspottet weil er den Regeln zu sehr folgte, und jedoch einen weichen Kern für seine Mitmenschen hatte. Bei der SPD hasste man ihn wegen seiner Militärischen Ader. Er konnte machen was er wollte, sie wollten ihn nicht in ruhe lassen. Er verlangte doch nicht viel, nur den Frieden mit seinen Freunden. Ja, 4 waren es. Er hatte sie in der Schule kennengelernt, schon fast eine Ewigkeit her. Sie waren genauso wie er, "Soziale obere Mittelschicht, fast nicht mehr vorhanden" lästerte einmal einer vom Amt. Schon damals hatten die Menschen Probleme mit ihm, er sah immer zu gepflegt aus. Nie wie ein richtiger Strassenköter. "Du läufst rum wie eine alte Schwuchtel mit deinem Pullover und deinen Haaren!", brüllte einmal Björn, ein abgrundtief hässlicher Mensch. Er bezahlte es mit einem gebrochenen Arm. Natürlich versuchte ihm Björn einige Tage mit seinen Kumpels aufzulauern, aber dafür war Björn viel zu blöde. Schon vom weiten hörte man sein wütendes Gebrüll. "Warum können die nicht aufhören? Und warum können die sich nicht alleine wehren?" waren seine Gedanken als er Björn beim Reinigen des Gewehrs im Geiste hörte. Noch immer hatte er die Wut in sich, doch er wollte sie nicht rauslassen. Er konnte es sowieso nur wenn er betrunken war. Er war oft betrunken. Mit 24 Jahren schon ein Alkoholiker, gefangen zwischen den Systemen.














Antworten:

einschub

Geschrieben von vorhanden am 19. Januar 2001 22:56:38:
Als Antwort auf: Der Morgen davor oder doch danach? geschrieben von Langsamabersicher am 17. Dezember 2000 22:19:26:
>Langsam säuberte er dass Gewehr welches ihm sein Großvater vererbte. Minute für Minute säuberte er es mit voller aufmerksamkeit, so sehr dass jeder Hauptmann stolz wäre ihn als Soldat zu haben. Soldat, ein Wunsch von ihm. Schon von früher Jugend an. Seine Großmutter bei der er aufwuchs war damals beim BDM, oft erzählte sie ihm aus der Zeit. Er musste an seine Jugend denken und für einem kurzen Moment konnte man fast ein zucken in seinem Gesicht erkennen. "Bist du so ein verkappte rechter?" fragte man ihn einmal. Ausgerechnet ihn, der in der SPD tätig war und oft genug Asylanten bei sich wohnen lies, wenn sie Probleme hatten. Nur weil er für die Abschiebung von stark kriminellen Ausländern war.

>Er wusste nie zu welcher Seite er gehörte, er war sehr Gehorsam und Militärisch veranlagt, jedoch war er von der Politischen Ansicht her links. Gibt es dafür überhaupt einen Platz? In der Gesellschaft nicht. Beim Militär wurde er verspottet weil er den Regeln zu sehr folgte, und jedoch einen weichen Kern für seine Mitmenschen hatte. Bei der SPD hasste man ihn wegen seiner Militärischen Ader. Er konnte machen was er wollte, sie wollten ihn nicht in ruhe lassen. Er verlangte doch nicht viel, nur den Frieden mit seinen Freunden. Ja, 4 waren es. Er hatte sie in der Schule kennengelernt, schon fast eine Ewigkeit her. Sie waren genauso wie er, "Soziale obere Mittelschicht, fast nicht mehr vorhanden" lästerte einmal einer vom Amt. Schon damals hatten die Menschen Probleme mit ihm, er sah immer zu gepflegt aus. Nie wie ein richtiger Strassenköter. "Du läufst rum wie eine alte Schwuchtel mit deinem Pullover und deinen Haaren!", brüllte einmal Björn, ein abgrundtief hässlicher Mensch. Er bezahlte es mit einem gebrochenen Arm. Natürlich versuchte ihm Björn einige Tage mit seinen Kumpels aufzulauern, aber dafür war Björn viel zu blöde. Schon vom weiten hörte man sein wütendes Gebrüll. "Warum können die nicht aufhören? Und warum können die sich nicht alleine wehren?" waren seine Gedanken als er Björn beim Reinigen des Gewehrs im Geiste hörte. Noch immer hatte er die Wut in sich, doch er wollte sie nicht rauslassen. Er konnte es sowieso nur wenn er betrunken war. Er war oft betrunken. Mit 24 Jahren schon ein Alkoholiker, gefangen zwischen den Systemen.

einst war er zwei alten schamlosen kommunisten begegnet, die saßen im bahnhofsrestaurant und wollten - unverschämterweise nicht in die Ex-DDR sondern nach Frankfurt (dem richtigen) -: wär nicht die currywurst in seiner rechten gewesen, er hätte sie bestimmt abgestochen, erschlagen oder erschossen.

weil er wusste: dies kann ich später noch nachholen, fraß er weiter an seiner wurst. zwo kommies würden es sein, haha, wie würde das denen noch leid tun. dann las er die zeitung und brach sich ein bein.



















von vorhanden - am 19.01.2001 21:56

einschub

Geschrieben von unbekannt am 19. Januar 2001 23:06:31:
Als Antwort auf: einschub geschrieben von vorhanden am 19. Januar 2001 22:56:38:
>>Langsam säuberte er dass Gewehr welches ihm sein Großvater vererbte. Minute für Minute säuberte er es mit voller aufmerksamkeit, so sehr dass jeder Hauptmann stolz wäre ihn als Soldat zu haben. Soldat, ein Wunsch von ihm. Schon von früher Jugend an. Seine Großmutter bei der er aufwuchs war damals beim BDM, oft erzählte sie ihm aus der Zeit. Er musste an seine Jugend denken und für einem kurzen Moment konnte man fast ein zucken in seinem Gesicht erkennen. "Bist du so ein verkappte rechter?" fragte man ihn einmal. Ausgerechnet ihn, der in der SPD tätig war und oft genug Asylanten bei sich wohnen lies, wenn sie Probleme hatten. Nur weil er für die Abschiebung von stark kriminellen Ausländern war.

>>Er wusste nie zu welcher Seite er gehörte, er war sehr Gehorsam und Militärisch veranlagt, jedoch war er von der Politischen Ansicht her links. Gibt es dafür überhaupt einen Platz? In der Gesellschaft nicht. Beim Militär wurde er verspottet weil er den Regeln zu sehr folgte, und jedoch einen weichen Kern für seine Mitmenschen hatte. Bei der SPD hasste man ihn wegen seiner Militärischen Ader. Er konnte machen was er wollte, sie wollten ihn nicht in ruhe lassen. Er verlangte doch nicht viel, nur den Frieden mit seinen Freunden. Ja, 4 waren es. Er hatte sie in der Schule kennengelernt, schon fast eine Ewigkeit her. Sie waren genauso wie er, "Soziale obere Mittelschicht, fast nicht mehr vorhanden" lästerte einmal einer vom Amt. Schon damals hatten die Menschen Probleme mit ihm, er sah immer zu gepflegt aus. Nie wie ein richtiger Strassenköter. "Du läufst rum wie eine alte Schwuchtel mit deinem Pullover und deinen Haaren!", brüllte einmal Björn, ein abgrundtief hässlicher Mensch. Er bezahlte es mit einem gebrochenen Arm. Natürlich versuchte ihm Björn einige Tage mit seinen Kumpels aufzulauern, aber dafür war Björn viel zu blöde. Schon vom weiten hörte man sein wütendes Gebrüll. "Warum können die nicht aufhören? Und warum können die sich nicht alleine wehren?" waren seine Gedanken als er Björn beim Reinigen des Gewehrs im Geiste hörte. Noch immer hatte er die Wut in sich, doch er wollte sie nicht rauslassen. Er konnte es sowieso nur wenn er betrunken war. Er war oft betrunken. Mit 24 Jahren schon ein Alkoholiker, gefangen zwischen den Systemen.
SCHURKEWITSCH:

>einst war er zwei alten schamlosen kommunisten begegnet, die saßen im bahnhofsrestaurant und wollten unverschämterweise nicht in die Ex-DDR sondern nach Frankfurt (dem richtigen): wär nicht die currywurst in seiner rechten gewesen, er hätte sie bestimmt abgestochen, erschlagen oder erschossen.

>weil er wusste: dies kann ich später noch nachholen, fraß er weiter an seiner wurst. zwo kommies würden es sein, haha, wie würde das denen noch leid tun. aber der SPD würde er das nicht gerade erzählen. die waren ja weder für noch gegen was, genauso wie er. bloß die kommunisten, die 6000, die es noch gab, hätten sie gerne als parteisoldaten gehabt. dann las er die zeitung und brach sich ein bein.



















von unbekannt - am 19.01.2001 22:06
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